Wieder steht ein Bier aus der kleinen Brasserie des Fagnes vor mir. Es heißt Blanche. Der Name sagt nicht allzu viel über darüber aus, was ich von dem Bier erwarten kann und da die belgischen Brauereien häufig kaum Informationen auf die Etiketten drucken und oft wie in diesem Fall nicht einmal den Bierstil verraten, sind belgische Biere immer wieder wie eine Wundertüte. Manchmal gut, manchmal gefällt das Bier nicht so richtig, vor allem aber wüsste ich in der Regel schon gerne, was ich da kaufe. Bei diesem Bier war es wieder einmal Überraschung. Na gut, eventuell nicht so ganz, denn bekanntlich bedeutet Bière Blanche Weißbier. Wobei zumindest im flämischen Teil Belgiens Weißbier etwas anderes ist als in Bayern. Aber jetzt will ich mich endlich dem Bier zuwenden.
Golden und stark hefetrüb ist das Bier im Glas. Darüber bildet sich recht wenig feinporiger Schaum, der sich auch schnell auflöst. Zumindest im Hinblick auf den Schaum ist das Blanche kein typisches Weizenbier. Aber das war ja auch lediglich eine Annahme meinerseits.
Das Aroma wird durch grüne Äpfel geprägt, unterstützt durch den Duft von weißem Pfeffer sowie einem Hauch Hefeduft.
Der Antrunk ist recht süß, mit der Kohlensäure aber durchaus angenehm. Der Körper ist intensiv, freundlich säuerlich und süffig. Im Abgang ist das Blanche leicht bitter, wobei der Geschmack sich nicht lange hält.
Wichtig ist, dass das Bier gut gekühlt getrunken wird. Es gehört zu den Bieren, die absolut nicht schmecken, wenn sie zu warm sind.
Alkoholgehalt:
6,0 % Vol.
Brauerei:
Brasserie des Fagnes
Route de Nismes 24
5660 Mariembourg
Belgien
www.fagnes.com
Nun steht mal wieder ein Bier aus Belgien vor mir, das Perle Hastière. Auf dem vorderen Etikett ist die Kleinstadt in der Wallonie abgebildet. Ich kann Ihnen versichern, dass sie einen Besuch wert ist. Oberhalb der Maas befindet sich die Burg mit der Grotte, beides lohnt eine Besichtigung. Aber kommen wir zum Bier.
Dass die belgischen Brauereien auf den Etiketten ihrer Biere in der Regel weniger Angaben machen als wir es von deutschen Brauereien gewohnt sind, ist nicht neu. Aber die Etiketten dieses Biers aus der Brasserie Caracole ist Meister sind absolut die Meister des Minimalismus. Angegeben werden auf dem vorderen Etikett gerade einmal der Name des Bieres und der Alkoholgehalt, und auf dem Rückenetikett stehen noch einmal der Name des Bieres, die Brauerei, die Chargennummer und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Noch nicht einmal die Website der Brauerei wird erwähnt. Das finde ich schon merkwürdig. Sollte sich die Brauerei etwa für ihr Bier schämen? Gleich werde ich feststellen, ob sie einen Grund dafür hat. Ich mache also die Flasche auf und schenke mir das erste Bier ein.
Wieder steht eine Flasche Bier aus Marienbourg in der Wallonie vor mir, diesmal das Fruits des Bois, ein Fruchtbier. Diesmal handelt es sich aber nicht um eine einzelne Frucht wie bei den meisten Fruchtbieren aus Belgien, sondern das Etikett sagt aus, dass es sich um Waldfrüchte handelt, also um eine Fruchtmischung. Aber das muss ja kein Nachteil sein; auch eine Rote Grütze ist schließlich lecker.
Nun steht ein Abteibier vor mir, das Corsendonk Pater-Dubbel. Im Gegensatz zu den Trappistenbieren werden Abteibiere in der Regel nicht von den Mönchen im Kloster gebraut, sondern die Biere werden von externen Brauereien in Lizenz gebraut. Das Rezept, das in vielen Fällen seit langer Zeit überliefert wurde, bleibt dabei im Besitz der Mönche, die Lizenzzahlungen von den externen Brauereien erhalten. Normalerweise handelt es sich bei den Abteibieren um komplexe Biere, die einen besonderen Genuss versprechen. Mal sehen, ob das auch für dieses Bier zutrifft. Eine Besonderheit hat die Brauerei. Sie stellt kein Bier mehr selbst her, sondern der Brauvorgang wird in allen Fällen extern an Dienstleister vergeben,
Und wieder steht ein Bier aus Belgien vor mir, das Saison aus der Brasserie des Fagnes. Bislang waren die Biere aus dieser kleinen Brauerei, die ich verkostet habe, alle wirklich gut und ich hoffe, dass das auch für dieses Bier gilt.
Nun steht mal wieder ein belgisches Fruchtbier vor mir, das Floris Fraise aus der Brauerei Br. L. Huyghe in Melle. Aus dieser Brauerei stammen einige bekannte Biermarken, darunter Delirium, La Guillotine und Mongozo. Die Biere wurden vielfach ausgezeichnet, auf der Website der Brauerei sind insgesamt 40 Auszeichnungen vermerkt, die über die gesamte Welt verteilt vergeben wurden. Da sollte das Floris, das ich jetzt verkosten möchte, vermutlich auch etwas Besonderes sein.
Wieder steht ein Bier aus der Brasserie des Fagnes aus Mariembourg im französischsprachigen Teil Belgiens vor mir, das Quatre Cereales. Der Bierstil lässt sich wohl am besten mit Vierkornbier umschreiben. Wie bei den anderen Bieren aus dieser Brauerei gibt das Etikett nicht viel her, mir fehlt vor Allem die Zutatenliste. Nicht einmal die Allergene sind aufgeführt. Aber damit habe ich glücklicherweise keine Probleme. Und ich bin mal gespannt, wie mir dieses Bier schmeckt.
Und wieder steht ein Bier aus Belgien vor mir, das La Furetoise. Außer dass es sich um ein braunes Bier handelt, gibt das Etikett nicht viel her. Positiv fällt mir aber auf, dass die Brauerei immerhin eine Zutatenliste veröffentlicht. Ich habe einmal auf der Website der Brauerei nachgesehen, ob ich dort weitere Informationen über das Bier bekomme, aber dort wird das Bier überhaupt nicht erwähnt. Aber die Brauerei muss in Flandern wohl recht bekannt sein, da viele andere Brauereien ihre Biere in diesem Unternehmen brauen lassen. Na ja, dann will ich mal meine Erwartungen etwas hochschrauben und testen, ob das Bier diesen Erwartungen entsprechen kann.
Jetzt steht mal wieder ein belgisches Fruchtbier vor mir, diesmal aus der Wallonie, also dem französischsprachigen Teil Belgiens. Genauer gesagt kommt dieses Bier aus der unmittelbaren Nähe von Namur, der Hauptstadt der Wallonie. Es handelt sich um das Blanche de Namur – Rosée -, ein leichtes Weizenbier mit 2,5 % Himbeersaft und natürlichen Aromen. Das Rückenetikett ist zwar teilweise auch ins Deutsche übersetzt worden, was darauf hinweist, dass die Brauerei gerne auch nach Deutschland verkaufen würde. Trotzdem fehlt eine Zutatenliste, die in Deutschland vorgeschrieben ist. Mal sehen, ob ich diesem Fruchtbier in Deutschland eine Chance einräumen würde.