Schlagwort-Archive: Fruchtbier

Flügge Mija

Mit Mija hat Flügge ein 6,7 Volumenprozent starkes Pflaumen-Saison gebraut. Es wurde mit Blaugies-Hefe vergoren, anschließend auf Pflaumen-Püree gelagert und zum Abschluss mit Hallertau Blanc kaltgehopft. Zum Abschluss? Nein, den Abschluss macht jetzt die Verkostung bei mir.

Kupferfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine größtenteils feinporige Schaumkrone, die nicht allzu groß ist und auch relativ schnell in sich zusammenfällt.

Im Aroma ist das Pflaumen-Püree deutlich zu riechen, auf dem das Bier gelagert wurde. Dazu kommt eine angenehme Säure, die an einen wirklich guten Essig erinnert und auch die Herbheit des Hopfens kommt aus dem Hintergrund zum Vorschein.

Die Fruchtigkeit der Pflaumen ist auch der erste Eindruck, den das Bier beim Kontakt mit der Zunge hervorruft. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, was mit der Fruchtigkeit gut harmoniert. Die Säure ist weniger ausgeprägt als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe. Bitter ist kaum zu schmecken. Insgesamt ist das Bier angenehm frisch und süffig. Auch der Abgang ist fruchtig, aber leider mit nur kurzem Nachklang.

Das Mija passt gut zu kräftig gewürzten asiatischen Gerichten. Es erinnert fast mehr an Pflaumenwein als an Bier, was aber dem Genuss keinen Abbruch tut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Chevallier, Sauermalz, Melanoidin), Pflaumen-Püree (16 %), Roggenmalz, Hopfen (Columbus), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 %

Stammwürze:

13,9° Plato

Brauerei:

Brauerei Flügge GmbH
Goldsteinstraße 254
60529 Frankfurt am Main
www.brauerei-fluegge.de

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Barbãr Rouge

Die Geschichte der Brauerei Lefebvre reicht bis ins Jahr 1876 zurück, als dort in einer Brauerei erstmals Malz hergestellt und Bier gebraut wurde. 1953 übernimmt Pierre Lefebvre die Brauerei und erweiterte die Produktion von ursprünglich 3 Bieren auf 16 Biere, die heute in dieser Familienbrauerei hergestellt werden.

Die Herstellung des Barbãr Rouge beschreibt die Brauerei mit den folgenden Worten: “Als Biersorte ist das Barbar ein helles Bier, das durch weichen Weizenmalz und Honig zu einem Bier wird, das dem Met ähnelt. Die Basis von Barbar Rouge ist Barbar Honigbier, das mit Kirschen mazeriert eine zweite Gärung durchläuft und so zu einem Starkbier mit einer runden Kirschsüße wird.” Nun aber genug der Theorie, jetzt will ich die Flasche öffnen.

Rubinrot präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß, löst sich aber schnell auf.

Das Bier duftet fruchtig-süß nach Kirsche, begleitet durch einige grasige Noten sowie einen Hauch Aroma nach Mandeln.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, was aber durch die feinperlige Kohlensäure ausgeglichen wird. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Kirsche in den Vordergrund, dabei ist das Bier weich und rund. Im Abgang wird es etwas trockener, der Geschmack nach Mandel kommt stärker hervor, aber der Nachklang ist sehr kurz.

Das Barbãr Rouge ist ein Dessertbier, das zu verschiedenen Puddings passt. Im Internet habe ich auch den Tipp gefunden, dass es sich aufgrund seiner Fruchtigkeit und der fehlenden Bitterstoffe auch gut für das Abschmecken von Soßen zu Wildgerichten eignet. Das kann ich mir durchaus vorstellen, habe es aber nicht selber ausprobiert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Glucosesirup, Invertzuckersirup, Honig (2%), Konzentrat von schwarzen Rüben, Gerstenmalzextrakt, Kirscharoma, Hopfen, Bitterorangenschale, Koriander, Säurungsmittel: Zitronensäure

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

1° – 6° Celsius

Brauerei:

Brasserie Lefebvre
Chemin du Croly 54
1430 Rebecq-Quenast
Belgien
www.brasserielefebvre.be

Weyerbacher Berry Monks

Weyerbacher Brewing wurde 1995 in einem Pferdestall in der Innenstadt von Easton, Pennsylvania, gegründet. Schnell wurde der Raum zu klein und das Unternehmen zog in eine knapp 3000 Quadratmeder große Anlage um, in der es sich auch heute noch befindet.

Die Brauerei hat den Ruf erworben, große, vollmundige und qualitativ hochwertige Biere herzustellen. Zwar ist sie vor allem für belgischen Spezialitäten wie Merry Monks und QUAD bekannt, aber sie hat auch ein umfangreiches Fassreifeprogramm.

Die Brauer experimentieren mit verschiedenen Zutaten und Brautechniken, um ihren kreativen Geist zu erweitern und interessante und umwerfende Biere zu entwickeln, die Ihren Geschmack für das Außergewöhnliche befriedigen werden. So hoffe ich nun, dass auch das Berry Monks ein besonderer Genuss wird.

Rotgolden und praktisch ohne Schaum präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Aroma ist säuerlich-fruchtig nach Birne, Stachelbeeren, roten Früchten sowie einem Hauch Schärfe von Ingwer, kurz gesagt der reinste Obstsalat.

Der Antrunk ist frisch mit reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig und süß und obwohl es mehr als neun Volumenprozent Alkohol enthält, schmeckt er kaum heraus. Auch der Abgang ist fruchtig-mild mit kurzem Nachklang.

Ich kann durchaus verstehen, dass dieses Bier seine Freunde hat, auch wenn es nicht so richtig meins ist. Zu einem würzeigen Hartkäse kann ich es mir aber doch vorstellen.

Alkoholgehalt:

9,3 % Vol.

Stammwürze:

18,6° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Brauerei:

Weyerbacher Brewing
905 Line Street
Easton, PA
www.weyerbacher.com

Cherry Couffe

Die neueste Kreation aus dem Haus der Brasserie d’Achouffe aus den belgischen Ardennen ist ein Kirschbier, bei dem dem bereits ausgereiften Mc Chouffe die Sauerkirschen zugesetzt werden. Mit diesem Bier hat die Brauerei im Jahr 2019 die Bronzemedaille bei den World Beer Awards gewonnen.

Sehr dunkel mahagonifarben präsentiert sich das Bier, beinahe schwarz. Die nicht allzu stark ausgebildete Schaumkrone ist rosa. Sie bleibt aber sehr lange erhalten. So sollte ein Kirschbier aussehen.

Kirsche ist auch das hervorstechendste Aroma des Cherry Chouffe, dazu kommt der Duft nach Karamell und Mandeln. Auf jeden Fall duftet das Bier sehr süß.

So ist es auch keine Überraschung, dass der Antrunk durch Süße und eine angenehme Weichheit geprägt ist. Dabei sorgt die reichlich vorhandene Kohlensäure für eine angenehme Frische. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt lässt die Süße etwas nach. Die Süße der Kirschen mischt sich mit dem Geschmack nach Marzipan. Mir persönlich fehlt jetzt etwas Säure, die den Geschmack abrunden würde. Auch der Abgang wird durch die Fruchtigkeit und den Geschmack nach Marzipan dominiert. Der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, GERSTENMALZ, Invertzuckerlösung, Sauerkirschen, schwarzes Karottenkonzentrat, Hopfen, Hefe, Aroma, Süßstoffe: Acesulfam-k, Steviol Glycoside

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten_

10 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Brasserie d’Achouffe
Achouffe 32
6666 Houffalize
Belgien
www.chouffe.com

Cast Pumpkin Ale

So richtig neu ist der Bierstil des Pumpkin Ale nicht. Wikipedia schreibt, dass schon George Washington an diesem Braustil gearbeitet hat. Die Hopfenhelden beschreiben diesen Bierstil so: “Das Pumpkin Ale ist eine Biersorte aus der “Neuen Welt”. Entstanden in Amerika ist es aber auch zum englischen Klassiker geworden. Kolonialisten sollen das Kürbisbier mehr oder weniger aus der Not heraus erfunden haben, denn Kürbis war ein guter Malzersatz, weil er viel Stärke und Zucker (!) mitbringt. Und gerade in den Anfängen der Kolonialisierung Amerikas war das Malz eben häufig knapp. Mit diesem Problem hatten sich freilich vor ihnen schon ganz andere herumgeschlagen, auch viele Brauer in Europa nahmen vor 1516 (->Reinheitsgebot) alles was vergärbar war und brauten damit ihr Bier – vorausgesetzt es schmeckte einigermaßen. Kürbis schmeckt einigermaßen und so hielt sich die Idee, damit zur Saison Gerste zu ersetzen, nicht nur in den USA bis heute, sondern fand mit dem Kürbis an sich bald auch in die Alte Heimat, nach England, wo das Pumpkin Ale als “Pumpion” oder “Pompion” bekannt wurde.”

Lange habe ich suchen müssen, bis ich ein Pumpkin Ale gefunden habe. Nun ist es mir endlich gelungen und ich werde nun das Pumpkin Ale von der Cast-Brauerei in Stuttgart verkosten.

Rotbraun und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist eher klein und sie löst sich schnell auf. Es mag sein, dass dies auf dem Kürbis beruht, der hier mit verbraut wurde.

Das Aroma ist malzbetont, dabei fruchtig mit einer leichten Säure. Auch der Ingwer kommt mit seinem eher scharfen Aroma zu seinem Recht.

Der Antrunk ist ziemlich süß, aber das Bier ist vom ersten Moment an wirklich vollmundig. Schnell übernimmt der Ingwer das Kommando und erschlägt so ziemlich jeden anderen Geschmack. Das Mundgefühl ist trotzdem weich und rund. Auch im Abgang dominiert der Ingwer, es kommt ein leichtes Bitter dazu und der Ingwer klingt noch lange nach.

Eigentlich mag ich Ingwer wirklich gerne, aber hier haben die Brauer für meinen Geschmack wirklich übertrieben. Mit weniger Ingwer könnte mir das Bier vermutlich gefallen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kürbis, Ahornsirup, Hopfen, Hefe, Ingwer

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Cast-Brauerei GmbH
Siemensstr. 144
70469 Stuttgart
www.cast-brauerei.com

Bacchus Kriekenbier

Bacchus Kriekenbier ist ein Fruchtbier auf der Basis von Bacchus Oud Vlaams Bruin mit dem Zusatz von Sauerkirschen. Der Herstellungsprozess ist ähnlich wie bei den St. Louis-Fruchtbieren (die ebenfalls von der Castle Brewery Van Honsebrouck gebraut werden). Das Bacchus Kriekenbier ist charakteristisch für Westflandern, weshalb es als offizielles regionales Produkt anerkannt wurde.

Es ähnelt der in Frankreich verwendeten “Appellation d’Origine Contrôlée”. Diese Akkreditierung garantiert die Herkunft und Qualität von Lebensmitteln und Getränken, die unter einem bestimmten Namen und in einer bestimmten Region hergestellt werden.

In dunklem Rotbraun mit einer gemischtporigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das flämische Kirschbier im Glas.

Die Sauerkirschen dominieren das Aroma dieses Bieres. Dabei ist der Duft recht süß, so dass er schon fast an Kirschkonfitüre erinnert. Das Oud Vlaams Bruin steuert einige würzige Noten bei, bleibt dabei aber diskret im Hintergrund.

Der erste Kontakt des Kriekenbiers mit der Zunge zeigt, dass dieses Bier nicht so süß ist wie es das Aroma erwarten ließ. Außerdem ist die Kohlensäure gut auf die Süße abgestimmt. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt eine leichte Säure dazu, auch Mandelnoten kommen zum Vorschein, so dass das Bier an Marzipan mit Kirsch erinnert. Dazu kommt die leichte Herbe des Hopfens. Das Bier ist vollmundig und rund und der Geschmack ist intensiv, mir schon fast zu intensiv. Der Abgang ist sehr mild und fruchtig, aber leider mit kurzem Nachklang.

Das Bacchus Kriekenbier ist ein wunderbares Dessertbier, das gut zu Vanille- oder Karamellspeisen passt.

Zutaten:

Wasser, Weizen, Malz, Zucker, Hopfen, Kirschsaft, Antioxidans: Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Vanhonsebrouck
Brouwerijstraat 1
8870 Izegem
Belgien
www.vanhonsebrouck.be

Stone’s Ginger Joe

Der Legende nach wurde das Stone’s Ginger Joe Beer im Jahre 1740 von einem kreativen, rothaarigen Gemüsehändler aus London namens Joseph Stone erfunden, der ein Faible für das Aroma der Ingwerwurzel hatte. Mit dem ersten Schluck seines innovativen Bieres soll Josephs Schnäuzer seine unvergleichliche Form erhalten haben, die auf dem Flaschenetikett abgebildet ist.

Golden fließt das Bier ins Glas und bildet dabei wenig gemischtporigen Schaum, der sich sehr schnell auflöst.

Das Bier duftet intensiv nach Ingwer, unterstützt durch einige herbe Noten.

Der Antrunk ist klebrig-süß. Da hilft auch die reichlich dosierte Kohlensäure nichts, ich habe das Gefühl, dass ich Limonade im Glas habe. Auch als ich weitere Schlucke nehme, kann ich keine neuen Geschmacknuancen finden. Zucker und Ingwer, dass das Bier sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Auch im Abgang kommen keine neuen Geschmackseindrücke zum Vorschein.

Dieses Zeug braucht die Welt wirklich nicht. Weshalb wundert es mich nicht, dass auch die auf dem Rückenetikett angegebene Internetadresse nicht mehr erreichbar ist?

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Brauerei:

Accolade Wines Ltd.
Weybridge
Großbritannien

Belle-Vue Kriek Classique

Das Kriek Classique aus der belgischen Brauerei Belle Vue, die zum Konzern AB InBev gehört, ist einem klassischen Kriek nachempfunden. Es wurde mit wilden Hefen gebraut, aber nicht mit Früchten, sondern mit Fruchtsaftkonzentrat, auch Aromen finden bei AB InBev Verwendung.

Bordeauxrot strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine durchschnittlich große rosafarbene und feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch haben die Belgier schon mal alles richtig gemacht.

Das Bier duftet intensiv nach Kirschen, unterlegt durch einen Hauch Karamell.

Der Antrunk ist fruchtig und überraschend trocken. Die reichlich dosierte Kohlensäure verleiht dem Bier eine angenehme Frische. Auch auf der Zunge bleibt die Frucht im Vordergrund. Das Bier wird etwas süßer und ist dabei vollmundig mit einem samtigen Mundgefühl. Die Fruchtigkeit bleibt auch im Abgang dominant und sie klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, konzentrierter Kirschsaft (2,8 %), Zucker, Kirschen (0,2 %), Aromen, Hopfen, Kräuter (Koriander, Orangenschale)

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium SPRL/BVBA
Boulevard Industriel 21
1070 Brüssel
Belgien
www.tapintoyourbeer.com

Echt Kriekenbier

Die Geschichte der familiengeführten Brasserie Verhaeghe, aus der das Bier stammt, das ich jetzt verkosten will, reicht bis ins Jahr 1885 zurück. Heute ist die vierte Generation der Familie Verhaeghe Eigentümerin der Brauerei.

“Echt Kriekenbier” ist ein echtes Kirschbier und wird nur mit ganzen Kirschen hergestellt. Im Gegensatz zu den bekanntesten Fruchtbieren ist das Basisbier kein Lambic, sondern ein in Eichenholz gereiftes westflämisches rotbraunes Bier. Etwa Mitte Juli bei der Ernte werden die Nordkirschen in die Brauerei gebracht und auf das Basisbier gelegt.

Tief bordeauxrot präsentiert sich das Bier im Glas, dazu eine durchschnittlich große rosa Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt. Das Bier sieht wirklich edel aus.

Kirschen sind der dominante Duft, wenn er auch nicht so intensiv ist wie bei vielen anderen Kirschbieren, bei denen Saft oder gar Aromen verwendet werden. Vom Bier selbst ist nicht allzu viel zu riechen, den Hopfen kann ich eher erahnen.

Der Antrunk ist nicht so süß wie ich es erwartet habe, dafür aber wirklich frisch mit viel Kohlensäure. Auf der Zunge wird die Süße etwas kräftiger, das Bier schmeckt beinahe wie Kirschmuttersaft. Damit ist es mir persönlich fast zu intensiv. Dabei ist das Mundgefühl rund und die für ein Fruchtbier erstaunlichen 6,8 Volumenprozent Alkohol schmecken nicht durch. Auch der Abgang ist fruchtig mit kurzem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Kirschen (150 g/l), Hopfen, Zucker

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Verhaeghe Vichte
Sint Dierikserf 1
8570 Vichte
Belgien
www.brouwerijverhaeghe.be

Pecheresse

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brewery Lindemans im belgischen Vlezenbeek vor mir. Die Brauerei ist für ihre Lambic-Biere bekannt.

Das Lindemans Pecheresse wurde auf Basis eines auf Eiche gereiften einjährigen Lambic und reinem Pfirsichsaft hergestellt. Das Bier enthält mindestens 40 Prozent Pfirsichsaft, so dass ich mich auf ein sehr schön fruchtiges Bier freuen kann.

Rotgolden strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist nur klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen. Die Optik dieses Biers gefällt mir nicht so besonders.

Das Aroma ist, wie bei einem Lambic zu erwarten, säuerlich. Aber auch der Pfirsich ist deutlich zu riechen. Zusammen machen diese beiden Aromen den Duft wunderbar fruchtig.

Der Antrunk ist spritzig und fruchtig. Der Geschmack des Pfirsichsafts steht von Anfang an deutlich im Vordergrund und damit auch die Süße dieses Safts. Sie harmoniert aber gut mir der reichlich vorhandenen Kohlensäure. Das Mundgefühl ist rund und als das Bier sich im Mund erwärmt erinnert es mit seiner Säure und Süße an einen Dessertwein. Die Fruchtigkeit bleibt auch im Abgang dominant, aber sie klingt leider nur kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, roter Pfirsichsaft (mindestens 40 %), Gerstenmalz, Zucker, Weizen, natürliches Aroma, Hopfen, Stevia-Glykoside, Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

2,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Lindemans
Lenniksebaan 1479
1602 Vlezenbeek
Belgien
www.lindemans.be