Schlagwort-Archive: Weizenbier

Kuchlbauer Turmweisse

Nur falls Sie sich über den auf dem Etikett dargestellten Turm wundern: es gibt ihn tatsächlich, und zwar auf dem Gelände der Brauerei. Er wurde von Friedensreich Hundertwassers entworfen und von seinem Freund und Schüler Peter Pelikan realisiert. Dieser Kuchlbauer-Turm ist ganz dem Lieblingsgetränk der Deutschen gewidmet und ist ein Ort, an dem man nicht nur Bier trinken, sondern auch alles über den Gerstensaft erfahren kann. Aber kommen wir doch zur Turmweisse, dem Bier, das jetzt auf seine Verkostung wartet.

Das Bier sieht schon mal (fast) so gut aus wie der Turm. Bernsteinfarben und leicht hefetrüb strahlt es mir aus dem Glas entgegen mit seiner festen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Banane, Nelken und Hefe, unterstützt durch eine leichte Karamellnote.

Der Antrunk ist recht süß und er überrascht durch sehr viel feinperlige Kohlensäure, die ich im Glas nicht gesehen hatte. Auf der Zunge erfreut mich das Bier durch seine Karamellnoten und seine Fruchtigkeit, die weiterhin an Bananen denken lässt. Dazu kommt eine leichte Säure. Auch der Abgang ist fruchtig und wenig bitter mit langem Nachklang.

Die Kuchlbauer Turmweisse gehört sicherlich zu den wirklich guten Weizenbieren. Mit etwas mehr Bitter würde es mich aber noch weiter ansprechen.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Brauerei:

Brauerei zum Kuchlbauer GmbH & Co KG
Römerstr. 5-9
93326 Abensberg
www.kuchlbauer.de

Spezial Weissbier

Die Brauerei Spezial, in einer der Hauptverkehrsstraßen Bambergs gelegen, wurde im Jahr 1536 von gilt Linhard Großkopf gegründet. Seit Oktober 1898 befindet sich das Brauereianwesen im Besitz der Familie Merz. Von dort stammt das Spezial Weissbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.

Bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die feinporige Schaumkrone ist für ein Weizenbier vergleichsweise klein, bleibt aber lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts zu meckern.

Das Bier duftet deutlich nach Rauch, aber nicht so stark, dass dieser Duft aufdringlich wäre. Dazu kommt der typische Bananenduft eines Weizenbiers, der durch die würzigen Noten von Nelken abgerundet wird.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Anfangs schmecke ich die fruchtigen und würzigen Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Der rauchige Geschmack des Rauchmalzes entwickelt sich erst danach. Gerade diese Geschmacksentwicklung gefällt mir. Dabei ist das Mundgefühl voll und rund, das Bier sehr schön süffig. Im Abgang wird der Rauch noch kräftiger, Bitterstoffe kommen dabei kaum zum Vorschein. Der Rauch klingt noch lange nach.

Das Spezial Weissbier passt einfach zu Bamberg und auch zur fränkischen Küche. Zusammen mit Blauen Zipfeln bildet dieses Bier ein unschlagbares Duo.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12 %

Brauerei:

Brauerei Spezial
Obere Königstr. 10
96052 Bamberg
www.brauerei-spezial.de

Störtebeker Bernstein-Weizen

Seit der Hansezeit werden in Norddeutschland Weizenbiere gebraut. Der Rezeptwechsel von den dunklen- oder Rotbieren zu “Weiß-” oder Weizenbieren entstand, um so auf den umkämpften Export-Märkten der Hanse mit neuen Kreationen punkten zu können. In dieser Tradition sieht sich die Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund noch heute und bietet uns das Bernstein-Weizen gleich in zwei Qualitäten an – in Bio-Qualität und konventionell. Letzteres steht jetzt vor mir.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas, zusammen mit einer stiltypischen festen und standhaften Schaumkrone und einer sehr agilen Kohlensäure.

Auch das Aroma ist stiltypisch und intensiv. Ich rieche Banane, Biskuitteig und Nelken. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Auch hier überrascht das Störtebeker Bernstein-Weizen nicht und bleibt seinem Stil treu. Eine angenehme frische Süße ist der erste Eindruck, den das Bier auf der Zunge hinterlässt. Dazu kommt eine ordentliche Fruchtigkeit und die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Dabei ist das Bier vollmundig und mild, Bitterstoffe sind nur sehr zurückhaltend zu schmecken. Alles in Allem ein wunderbar süffiges Weizenbier. Auch der Abgang ist mild und fruchtig und er klingt lange nach.

Das Störtebeker Bernstein-Weizen ist das richtige Bier (nicht nur) an einem warmen Sommerabend. Nur eine Frage bleibt noch offen: Auf der Flasche ist als Hopfensorte Smaragd angegeben, während die Website Perle angibt. Welche Angabe nun stimmt bleibt offen.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12,9 %

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
www.stoertebeker.com

Schlappeseppel Weißbier Dunkel

“Man schreibt das Jahr 1631. König Gustav Adolf von Schweden nimmt Aschaffenburg ein. Während im Schloss Johannisburg Vorbereitungen für die königliche Hofhaltung getroffen werden, muss man feststellen: In den Fässern ist kein einziger Tropfen Bier. Mitten im 30-jährigen Krieg sind auch die letzten Quellen versiegt. Rasch ist ein Heermann gefunden, der die Kunst des Brauens versteht. Von höchster Stelle erhält er die Order, für seine Majestät Bier zu brauen. Soldat Lögler, wegen seines lahmen Fußes »der schlappe Seppel« genannt, löst seine Aufgabe meisterhaft.

Dies war die Geburtsstunde des Schlappeseppel, einer Traditionsgaststätte, die sich diesem Erbe verpflichtet fühlt.”

So beschreibt die Brauerei Schlappeseppel ihre Anfänge. Was daraus geworden ist steht jetzt vor mir, ein dunkles Weißbier, das jetzt auf seine Verkostung wartet.

Braun und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist stiltypisch sehr voluminös und bleibt auch sehr lange erhalten. Die Kohlensäure ist sichtbar sehr aktiv, was mir gut gefällt, denn gerade die Kohlensäure sorgt für die Frische, beim Weizenbier noch mehr als bei anderen Bieren.

Leichte Röstaromen steigen mir in die Nase, begleitet von Aromen nach Banane und Nelke. Damit haut mich das Aroma nicht unbedingt vom Sessel, aber es erfüllt alle Erwartungen, die ich an ein dunkles Weizenbier stelle.

Der erste Schluck überrascht durch eine Frische, wie ich sie bei einem dunklen Weizenbier nicht unbedingt erwartet hätte. Dabei ist das Bier vom ersten Moment an vollmundig. Auf der Zunge kommt noch eine leichte fruchtige Säure dazu, so dass ein volles und samtiges Mundgefühl entsteht. Im Abgang kommt die Fruchtigkeit mehr in den Vordergrund, klingt aber leider nur kurz nach.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

53 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

Schlappeseppel GmbH
Aschaffenburger Str. 3-5
63762 Grossostheim
www.schlappeseppel.de

Hopf Die Alkoholfreie

Die Brauerei Hopf aus Miesbach beschreibt das alkoholfreie Weizenbier, das jetzt vor mir steht, so: “Die Alkoholfreie überzeugt durch den unverwechselbaren, fruchtig, frischen Hopf Weißbiergeschmack. Das dezente Malzaroma harmoniert mit einer angenehmen Würze und einer erfrischenden Fruchtnote. Mineralstoff- und vitaminreich ist sie der ideale Durstlöscher für alle sportlich Aktiven und für ernährungsbewusste Genießer. Echter Weißbiergenuss auch ohne Alkohol!” Na, dann wollen wir doch mal prüfen, ob diese Aussagen auch stimmen.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier. Die Schaumkrone ist fest und voluminös und sie fällt nur langsam in sich zusammen. Da der Schaum bei alkoholfreien Bieren meist eine sehr kurze Lebensdauer aufweisen kann gefällt mir die Optik dieses Bieres.

Düfte nach Banane, Nelke und Hefe steigen mir in die Nase. Wüsste ich nicht, dass ich ein alkoholfreies Bier vor mir habe, würde ich nicht darauf kommen.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Der Geschmack nach dem Malz mischt sich mit einer leichten fruchtigen Säure, was zu einem vollmundigen und süffigen Bier führt. Lediglich der Abgang kann mich nicht so ganz überzeugen. Der malzige Geschmack lässt nach und nur wenige Bitterstoffe sorgen für einen kurzen Nachklang.

Ich bin mir nicht sicher, ob es sich hier um das beste alkoholfreie Weizenbier handelt, das ich bislang getrunken habe, aber es gehört auf jeden Fall in die Spitzengruppe.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Kohlensäure, Hefe, Hopfen (Hallertauer)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Stammwürze:

8,5° Plato

Empfohlene Trinktemperatur:

5° – 8 ° Celsius

Brauerei:

Weißbierbrauerei Hopf GmbH
Schützenstraße 8+10
83714 Miesbach
www.hopfweisse.de

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Tsingtao Wheat Beer

Wikipedia schreibt über die Tsingtao-Brauerei: “Die Brauerei wurde im Jahre 1903 von deutschen Siedlern als Germania-Brauerei in Kiautschou gegründet. Der Betrieb wurde auch während dem Ersten und Zweiten Weltkrieg bzw. unter japanischer Besetzung aufrechterhalten. Die Schreibweise Tsingtao ist eine Besonderheit, da die offizielle Umschreibung des Ortsnamens Qingdao lautet. Andererseits wurde auch der alte deutsche Ortsname nicht direkt übernommen, denn dieser lautete Tsingtau. 1949 wurde die Brauerei verstaatlicht und in den 1990ern wieder privatisiert. 1972 wurde Tsingtao in den US-amerikanischen Markt eingeführt und ist seitdem das am meisten verkaufte chinesische Bier in den USA. Am 15. Juli 1993 ging das Unternehmen in Hong Kong an die Börse. Weltweit wird Tsingtao in über 50 Staaten exportiert, damit liegt Tsingtaos Anteil des chinesischen Bierexports bei ca. 50 %. 2016 braute das Unternehmen rund 79,2 Millionen Hektoliter Bier in 62 eigenen Brauereien. Zwei weitere Brauereien werden als Joint-Venture betrieben. Der Marktanteil von Tsingtao in China liegt bei ca. 17 % (2019). Tsingtao ist die zweitgrößte Brauerei der Volksrepublik China und war im Jahre 2016 auf Platz 6 der größten Brauereien weltweit.”

Ein Blick auf das Rückenetikett lässt mich etwas stutzen. Tsingtao nennt das Bier zwar Weizenbier, ausweislich des Etiketts wurde Weizenmalz aber nur zu 6,4 % verwendet. Es ist schon erstaunlich.

Blassgold und leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der feinporige Schaum ist durchschnittlich ausgebildet, was für ein Weizenbier erstaunlich wenig ist. Auch die Haltbarkeit der Schaumkrone lässt zu wünschen übrig, denn bis auf einen kleinen Rest fällt sie recht flott in sich zusammen.

Das Aroma wird durch eine leichte Süße dominiert, unterstützt durch den Duft nach Trockenfrüchten, der sich mit dem Geruch des Alkohols in Richtung Rumtopf verbindet. Die für ein Weizenbier typischen Aromen nach Banane und Nelke bleiben im Hintergrund. Für ein dunkles Bockbier würde das Aroma durchaus in Ordnung gehen, aber zu der blassen Farbe passt es absolut nicht.

Als das Bier erstmals auf meine Zungenspitze trifft ist der Eindruck – nichtssagend. Die feinperlige Kohlensäure ist recht großzügig dosiert, ansonsten könnte ich fast Mineralwasser trinken. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt die Süße hervor, dazu erstmals die Fruchtigkeit überreifer Bananen, die schon fast an getrocknete Bananen erinnert. Trotzdem ist das Bier recht schlank. Im Abgang kommt kurz ein leichtes Bitter zum Vorschein, das nur sehr kurz nachklingt.

Dieses Bier ist für mich eine totale Enttäuschung.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz (6,4 %), Hefe, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Brauerei:

Wird nicht angegeben. Als Herkunft wird lediglich China genannt, außerdem der niederländische Importeur:

Asia Express Food
Kilbystraat 1
8263 CJ Kampen
Niederlande
www.asiaexpressfood.nl

Bremer Weißbier

Seit dem 11. Jahrhundert wird in Bremen Bier gebraut. Die Qualität der traditionellen Bremer Sorten wie Rotbier, Porter und Ale wurden dabei nicht nur in der Heimat geschätzt. Bremer Braukunst wurde im großen Stil nach Holland, England und Skandinavien exportiert.

Die Zahl der Brauereien war einst groß. So wurden im Jahr 1748 noch 35 Brauereien in Bremen gezählt. Diese Vielfalt nahm später kontinuierlich ab. Kaum zu glauben, dass in einer Stadt mit 550.000 Einwohnern 2015 nur drei Brauereien in Bremen Bier brauten. Es war an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen: Im Dezember 2015 wurde die Freie Brau Union Bremen (wieder)eröffnet. Von dort steht jetzt das Weißbier vor mir.

Hell bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung steht das Bier nun vor mir. Die Schaumkrone ist klein, grobporig und nicht wirklich stabil. Die Optik kann mich zumindest nicht überzeugen.

Das Aroma gefällt mir schon mal besser. Ich rieche reife Banane, Brot, sowie etwas Nelke und Zitrus.

Der Antrunk ist leicht süß und da die Kohlensäure recht knapp dosiert ist, fehlt dem Bier die Frische. Auf der Zunge zeichnet es sich durch eine mittlere Fruchtigkeit aus, bei der der weizenbiertypische Geschmack nach Banane überraschend kräftig zum Ausdruck kommt. Dazu passen eine leichte fruchtige Säure sowie der diskrete Geschmack nach Nelken. Bitterstoffe kann ich praktisch nicht feststellen. Das Mundgefühl ist samtig und voll. Auch der Abgang ist fruchtig nach Banane mit einem kurzen Nachklang.

Auch wenn das Bier für meinen Geschmack noch perfektioniert werden kann, ist es doch jetzt bereits ein gutes Weißbier, das sich an traditionelle Muster anlehnt.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

14 IBU

Brauerei:

Union Brauerei Bremen GmbH
Theodorstraße 13
28219 Bremen
www.brauerei-bremen.de

Pott’s Weizen

Die kleine Brauerei Pott’s aus dem münsterländischen Oelde arbeitet nach einer Philosophie, die mir das Unternehmen gleich sympathisch macht, genau wie die Biere, die ich aus dieser Brauerei bereits genossen habe, auch wenn die Auswahl, die ich im Ruhrgebiet gefunden habe, nicht allzu üppig ausgefallen ist. Aber zur Philosophie, die das Unternehmen im Internet wie folgt beschreibt: “Unsere Bierspezialitäten zeichnen sich durch ihre Naturbelassenheit und eine lange, frostige Reifung aus. Mit viel Leidenschaft und handwerklicher Sorgfalt werden die Pott’s Biere gebraut. Das spiegelt sich in der Qualität wider. Keine scharfe Filtration und keine Pasteurisation für lange Haltbarkeit – dafür mehr Natur, mehr Frische und mehr Geschmack und natürlich alle gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot. So erhalten sie ihren unverfälschten, frischen und zugleich vollen Geschmack. Da unsere Biere ausdrücklich nicht für lange Vertriebswege aufbereitet sind, bleibt ihr Genuss auf ein Gebiet von rund 100 Kilometer um die Brauerei beschränkt. Das schont auch die Umwelt.”

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine ordentliche Schaumkrone, fest und schneeweiß, die lange erhalten bleibt. Optisch haben die Münsterländer schon mal alles richtig gemacht.

Das Aroma ist recht süß. Ich rieche Karamell, Bananen und Trockenbirnen.

Auch der Antrunk ist relativ süß, was aber zur reichlich dosierten feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge zeigt sich das Bier fruchtig und vollmundig mit seiner feinen Bananennote. Insgesamt ein wirklich süffiges Bier. Der Abgang ist mild und mit einer gewissen Fruchtigkeit, die mittellang nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Brauerei:

Pott’s Brauerei GmbH
In der Geist 120
59302 Oelde
www.potts.de

Erdinger Urweisse

Die Brauerei Erdinger Weißbräu produziert insgesamt elf unterschiedliche Weizenbiere, von denen einige nur saisonal verfügbar sind. Eines der Biere aus Erding ist die Urweisse, von der die Brauerei sagt, dass das Rezept aus den Anfängen der Brauerei Ende des 19. Jahrhunderts stammt. Und genau diese Urweisse steht jetzt vor mir und wartet auf ihre Verkostung. Dann will ich sie mal nicht warten lassen und öffne den Kronkorken.

Bernsteinfarben und mit einer ordentlichen Menge Hefe fließt das Bier ins Glas. Stiltypisch entsteht dabei sehr viel fester weißer Schaum, der extrem lange erhalten bleibt. Bereits während das Bier ins Glas läuft steigt mir der Duft nach Banane in die Nase.

Die Banane bleibt auch das dominierende Element im Bier. Dazu kommen die Aromen nach Nelken, etwas Karamell und Hefe. Bis hierhin gibt es an diesem Bier wirklich nichts auszusetzen.

Der Antrunk weist eine leichte Süße auf, die zusammen mit der reichlich dosierten Kohlensäure die Erdinger Urweisse für einen warmen Abend in einem Biergarten empfiehlt. Auf der Zunge entwickeln sich die Geschmäcker erst richtig. Ich schmecke reife Banane mit etwas Karamell, auch Gewürznelken und die Hefe kommen zu ihrem Recht. Insgesamt ist das Bier vollmundig und rund. Im Abgang wird die Banane noch etwas kräftiger. Ansonsten bleibt das Bier sehr mild. Aber obwohl sich die Bitterstoffe im Abgang sehr zurückhalten, klingt das Bier lange nach.

Bei diesem Bier hat die Brauerei nichts verkehrt gemacht. Die Urweisse ist ein gefälliges Bier ohne Ecken und Kanten und wer wie ich den kräftigen Hefegeschmack mag, ist mit diesem Bier sicher gut bedient. Ich würde mir aber noch etwas mehr Aromahopfen wünschen, der aus einem guten Bier ein unvergessliches Erlebnis machen könnte.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Brauerei:

Privatbrauerei Erdinger Weißbräu
Werner Brombach GmbH
Lange Zeile 1+3
85435 Erding
www.erdinger.de

Mücke 168

Angefangen haben Dennis Pfahl und Michael Kesseböhmer als Hobbybrauer und hatten mit ihren selbstgebrauten Bieren bei ihren Freunden Erfolg. So fingen sie irgendwann an, ihre Biere auch zu verkaufen. Die Biere für den Verkauf brauen sie aber nicht in einer eigenen Brauerei, sondern sie mieten sich bei Frank Liebhart in Detmold ein, der sie mit Rat und Tat unterstützt. Aus dieser Verbindung erklärt sich auch der Name des Weizenbiers: vom Ortsteil Holsterhausen in Essen nach Detmold sind es 168 Kilometer. Außerdem ist das 168 auch ein Collaboration Brew der beiden Brauereien. Da Frank Liebhart die Biere , die unter seinem Namen vertrieben werden, grundsätzlich aus biologischen Zutaten braut, ist das Weißbier, das jetzt vor mir steht, ebenfalls ein Biobier.

Strohgelb und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Für ein Weizenbier entwickelt es beim Einschenken überraschend wenig feinporigen Schaum, der aber lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier nichts auszusetzen.

Düfte nach Banane, Limone, Steinfrüchten und Nelken bilden das komplexe Aroma dieses Bieres. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist fruchtig und die Aromen spiegeln sich vom ersten Moment an auf der Zunge wider. Schnell kommen die Zitrusnoten in den Vordergrund und sorgen zusammen mit der Süße des Malzes für ein volles und rundes Mundgefühl. Langsam geht die Süße zurück und macht einer leichten angenehmen Herben Platz. Der Abgang ist mild und die Frucht klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Cascade, Chinouk, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Liebharts Privatbrauerei GmbH & Co. KG
Am Gelskamp 6
32758 Detmold
www.residenz-biere.de

Zusammen mit

Kesseböhmer-Mai & Pfahl GbR
MÜCKE – Craft Beer
Hölderlinstr. 28
45147 Essen
www.muecke-craftbeer.de