Schlagwort-Archive: Saisonbier

Voisin Saison

Nun steht ein Bier aus der Brasserie des Légendes vor mir, das ein typischer Vertreter belgischer Braukunst ist. Ein Farmhouse Ale oder Saison. Dieser Bierstil wurde in früheren Zeiten von den Bauern gebraut, die es später an ihre Erntehelfer ausschenkten. Nach Angaben der Brauerei soll das Originalrezept, nach dem auch heute noch gebraut sind, aus dem Jahr 1184 stammen. Diese Aussage würde ich aber eher in das

Dunkel bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die sahnige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Optisch ist das Bier schon mal sehr ansprechend.

Die Aromen des Malzes und der Hefe verbinden sich zu einem angenehmen Biskuitduft, der durch einige blumige Noten unterstützt wird.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge ist das Bier recht trocken und die Aromen verbinden sich mit einem freundlichen Bitter zu einem vollmundigen und ausgewogenen Genuss. Im Abgang wird das Bitter kurz kräftiger, flaut dann aber schnell ab und klingt abschließend noch lange nach.

Zutaten:

Waser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Brasserie des Légendes
Rue de castel 19
7801 Irchowelz
Belgien
www.brasseriedeslegendes.be

Seine Merkmale

Trockenes Bier mit anhaltender Bitterkeit

Alkohol : 5% vol

Betriebstemperatur: zwischen 5 und 8°C

Farbe: Bernstein Jahreszeitentyp

Geschmack: Malz, Hopfen und Karamell

In der Nase leichte Fruchtnoten von reifen Pfirsichen und grünen Äpfeln, dahinter eine Ladung Malz und feiner Hopfen. Im Geschmack bestätigen sich die angenehmen Fruchnoten, zudem kommt das Malz etwas in den Vordergrund. Man schmeckt feine Gewürznoten. Das Voisin fällt insgesamt sehr aromatisch und repräsentativ für den Bierstil des Saisons aus.

St. Feuillien Saison

St-Feuillien Saison ist das, was die Belgier ein Bier des Terroirs nennen, ein traditionelles Bauernhofbier mit dem ganzen reichen Geschmack des fruchtbaren Landes Südbelgiens. Saison, ein warmes, goldblondes Bier, ist ein obergäriger Klassiker. Saisonbiere wurden ursprünglich für die Feldarbeiter gebraut, die mit dem trockenen Schluck erfrischt wurden. Dank der zweiten Gärung in der Flasche hat Saison einen unverwechselbaren Geschmack voller reicher Nuancen und einer leichten Würze.

Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb ergießt sich das Bier ins Glas und bildet dabei sehr viel festen Schaum, der auch sehr lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Karamell und Südfrüchten, besonders nach Ananas, dazu kommen noch einige Kräuternoten und der typische Duft belgischer Bierhefe.

Der Antrunk ist frisch, wofür die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure sorgt. Auf der Zunge entfalten sich die Geschmäcker nach Malz und Südfrüchten, eine leichte Säure und der Geschmack nach Süßholz sorgen für ein volles Mundgefühl und eine ordentliche Süffigkeit. Der Geschmack des Malzes steht aber eindeutig im Vordergrund, genau wie zunächst auch im Abgang, der mild mit einer leichten Fruchtigkeit beginnt, bevor ein leichtes Bitter zum Vorschein kommt, das überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenpellets, Gewürze (Lakritz), Invertzucker, Hefe, Milchsäure, Calciumchlorid, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure (E300)

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

26 IBU

Brauerei:

Brasserie St-Feuillien SA
Rue d’Houdeng 20
7070 Le Rœulx
Belgien
www.st-feuillien.com

Insel-Brauerei Swimmers Saison

Die Rügener Insel-Brauerei von Markus Berberich hat vier alkoholfreie Biere auf dem Markt gebracht. Gebraut werden sie ausschließlich mit Naturhopfen, also mit Dolden sowie nach einer neuen Braumethode, die Markus Berberich und sein Braumeister Frank Lucas entwickelt haben. Ob sich dieser Aufwand lohnt will ich jetzt feststellen.

Kupferfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Swimmers Saison im Glas. Darüber prangt eine voluminöse feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik ist für ein alkoholfreies Bier durchaus erstaunlich, besonders die Haltbarkeit der Schaumes.

Düfte nach Getreide, Karamell steigen mir in die Nase, begleitet durch eine leichte Fruchtigkeit nach Zitrone und Ananas sowie einige würzige Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Leicht süß und spritzig meldet sich das Bier bei der Zunge. Schnell kommt noch ein an die Süße angepasstes Bitter dazu, unterstützt durch einige würzige Noten. Das Mundgefühl ist sanft, dabei ist das Bier vollmundig und süffig. Im Abgang ist es leicht bitter, mit einer angenehmen Fruchtigkeit und Würze. Ich merke diesem Bier kaum an, dass es alkoholfrei ist.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Naturhopfen, Hefe, Gewürz

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Silly Saison

Silly ist eine kleine Gemeinde in der belgischen Wallonie. Von dort stammt das Bier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Saison ist ein alter belgischer Bierstil, der in früheren Zeiten auf den Bauernhöfen gebraut wurde, um die Erntehelfer zu verköstigen. Heute hat sich der Bierstil gewandelt. War das Bier früher dünn, damit auch nach der Mittagspause noch gearbeitet werden konnte, ist es inzwischen stärker geworden und enthält in der Regel etwa 5 Volumenprozent Alkohol. Geblieben ist aber, dass das Bier in den meisten Fällen nicht gefiltert wird und dass es recht sparsam gehopft wird. Dann will ich doch mal sehen, wie sich das Silly Saison so macht.

Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas mit einer überdurchschnittlich großen hellbraunen und sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Und ja, dieses Bier ist malzbetont. So steigen mir Düfte nach Brotkrume in die Nase, während der Hopfen mit seinen grasigen Noten eher im Hintergrund bleibt. Eigentlich hätte ich einen eher süßlichen Duft erwartet, aber dem ist nicht so. Das Aroma lässt mich ein eher trockenes Bier erwarten.

Der Antrunk zeichnet sich wie das Aroma durch die Betonung auf das Malz aus, die sich in einem Brotgeschmack zeigt. Die Röststoffe sind nur gering zu schmecken und die reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure verleiht dem Bier eine angenehme Frische. Auf der Zunge zeigt sich dann ein leichtes und sehr angenehmes Bitter, das dem Bier zusammen mit würzigen und grasigen Noten eine ungeheure Süffigkeit verleiht. Der Abgang ist würzig, aber auch das Malz kommt mit seinen Karamellnoten zum Tragen. Das Bitter ist nur leicht vertreten und klingt überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Kennt, Hallertau9, Hefe

Alkoholgehalt:

5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie des Silly
Rue Ville Basse 2
7830 Silly
Belgien
www.silly-beer.com

Het Nest KoekeDam Saisonstijl

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Brauerei Het Nest im belgischen Turnhout. Die Philosophie der Brauerei erklären die Brauer am besten selbst: “Vor mehr als 10 Jahren haben wir einen eigenen Bierverkostungsclub gegründet. Wir probierten Bier und sprachen über Fußball und Frauen. Unser Interesse an Bier im Allgemeinen wuchs bald, und zwar vor allem am Brauen. Dies führte zu einem Braukurs, und schon bald folgte unser erstes selbst gebrautes Bier: ein köstliches Triple. Eine professionelle Jury stimmte mit uns überein und ehrte uns mit einem dritten Platz bei der Dutch Open Championship for Hobby Brewers. Von da an wurden regelmäßig Biere nach dem Prinzip Try and Error gebraut. Einige waren gut, andere waren nur für die Spüle geeignet. Aber die Qualität wurde eindeutig immer besser. Heute sind wir stolz darauf, Ihnen unser Bierangebot präsentieren zu können.” Zu erkennen sind die inzwischen sieben Biere der Brauerei an den Etiketten, die immer eine Spielkarte zeigen.

Das KoekeDam ist ein Saisonbier, das im Jahr 2017 bei den World Beer Awards die Goldmedaille errungen hat. Die Brauer haben hier den belgischen Bierstil Saison mit einer französischen Hefe und einem amerikanischen Hopfen neu interpretiert.

Hell goldfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei sehr viel sahnigen Schaum, der auch sehr lange erhalten bleibt. Es empfiehlt sich daher, das Bier vorsichtig einzuschenken. Dafür wird der Konsument aber auch mit einem Bier wie gemalt belohnt.

Im Aroma zeigt sich eine deutliche Malzsüße, die durch den Duft nach Maracuja unterstützt wird.

Der Antrunk überrascht mich dann, denn er ist relativ trocken. Mein erster Eindruck ist, dass ich mir mehr der feinperligen Kohlensäure gewünscht hätte. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt entwickelt es erst richtig seine Qualitäten. Das Bier ist extrem fruchtig, Süße und Säure sind gut aufeinander abgestimmt, Bitterstoffe sind kaum zu schmecken. Diese Eindrücke verdichten sich zu einem samtigen Mundgefühl. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, zur Maracuja gesellt sich jetzt auch Grapefruit und der Geschmack klingt erstaunlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Malz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Het Nest
Beyntel 17
2360 Oud-Turnhout
Belgien
www.brouwerijhetnest.be

Bench Clean Slate

Jetzt steht ein kanadisches Bier vor mir, das Clear Slate aus der Brauerei Bench Brewing Company in Ontario. Ich habe das Bier von der ProWein mitgebracht. Diese Messe hatte in diesem Jahr erstmals auch eine ganze Reihe deutscher und internationaler Brauereien als Aussteller.

Die Brauerei bewirbt dieses Bier so: “Unsere erste Brett Saison ist eine Hommage an die historische Maple Grove School in Beamsville, Ontario – der neuen Heimat der Bench Brewing Company. Diese knackige und rustikale Brett-Saison ist strohgelb und mittelkräftig, mit Aromen von Honig, Ananas und weißen Trauben.” Das klingt doch schon mal gut.

Strohblond und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei recht viel feinporigen Schaum, der aber leider relativ schnell in sich zusammenfällt. Da das Clean Slate nicht ausschließlich mit Brettanomyces gebraut wurde, hätte ich mir eigentlich eine etwas bessere Haltbarkeit des Schaums gewünscht.

Das Aroma ist fruchtig und wird durch die typischen frisch-säuerlichen Düfte der Brettanomyces dominiert. Daneben finden aber auch Düfte nach Zitrusfrüchten und Birnen ihren Platz, unterstützt durch einen Hauch pfeffriger Noten. Das Aroma lässt mich vermuten, dass es sich beim Clean Slate um ein “Sauerbier für Einsteiger” handelt. Oder freundlicher ausgedrückt: ich hoffe jetzt, ein Sauerbier mit guter Drinkability vor mir zu haben.

Und wirklich – der Antrunk ist leicht süß und die angenehm dosierte Kohlensäure sorgt für eine schöne Frische. Das Mundgefühl ist samtig und neben einer leichten Malzigkeit beherrschen die Bitterstoffe des Hopfens den Geschmack. Die Säure der Brettanomyces hält sich mit der Fruchtigkeit eher im Hintergrund. Der Abgang ist eher trocken, die Fruchtigkeit kommt wieder in den Vordergrund und klingt zusammen mit dem freundlichen Bitter lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Weizenmalz, Dinkelmalz, Weizen, Hopfen (Nelson Sauvin, Saaz), Hefe

Alkoholgehalt:

5,7 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Bench Brewing Company
3991 King Street
Beamsville
Ontario
L0R 1B1
Kanada
www.benchbrewing.com

Mönchshof Maibock

Wie so viele Brauereien bringt auch die fränkische Brauerei Kulmbacher in jedem Jahr ein Maibock auf den Markt. Und im Gegensatz zu den meisten Maiböcken gehört der Mönchshof Maibock zu den wenigen saisonalen Bieren, die es bis ins Ruhrgebiet schaffen und hier angeboten werden. Dann will ich mal testen, ob dieses Bier es zu Recht in die Regale des regionalen Getränkehandels geschafft hat.

Kupferfarben und klar strahlt mir das Mönchshof aus dem Glas entgegen. Die Schaumkrone ist überdurchschnittlich groß, fest und in hellem Beige. Der Schaum bleibt lange erhalten. Optisch gibt es schon mal an diesem Bier nichts zu meckern.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte von Röstaromen steigen mir mit Düften nach Rübenkraut und leichten Schokoladennoten in die Nase. Der Hopfen hält sich, wie es sich für ein Bockbier gehört, diskret im Hintergrund und ist höchstens zu erahnen.

Auch der Antrunk ist für einen Maibock stiltypisch, halt recht süß, aber die Kohlensäure ist gut dosiert und sorgt für eine angenehme Frische. Auch auf der Zunge bleiben die Süße und die Frische erhalten, wobei die Schokoladennoten kräftiger werden. Das Mundgefühl ist rund und voll. Der Abgang ist mild mit leichten Röstnoten; Bitterstoffe sind auch in der Kehle kaum zu schmecken. Der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Stammwürze:

16,3 %

Brauerei:

Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft
Lichtenfelser Straße 9
95326 Kulmbach
www.mönchshof.de

Hellers Weizenbock Winterbier

Für den Winter braut Hellers in Köln jedes Jahr einen Weizenbock. Das obergärige Bier wird bereits im Frühjahr eingebraut, so dass es viel Zeit zum Reifen hat. Das verspricht ein besonderes Trinkerlebnis.

Dunkel bernsteinfarben ist der Weizenbock mit einer durchschnittlichen beigen und feinporigen Schaumkrone, die aber recht flott in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist sirupartig süß, unterstützt durch Trockenfeigen. Nicht so ganz mein Geschmack, aber sauber und ordentlich.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, aber trotzdem durch die viele recht feinperlige Kohlensäure überraschend frisch. Auf der Zunge gesellt sich die Fruchtigkeit mit dem Geschmack nach Trockenfrüchten gemeinsam mit leichten Schokoladennoten dazu. Leider ist die Brauerei mit dem Hopfen etwas sparsam umgegangen, so dass das Bier kaum bitter ist und dadurch nicht ganz rund ist. Aber der Geschmack ist durchaus wärmend und passt zur Bezeichnung Winterbier. Der Abgang ist erstaunlich schlank und der Geschmack des Alkohols kommt erstmals durch.

Wüsste ich nicht, dass dieser Weizenbock aus dem Rheinland kommt, hätte ich es für ein belgisches Bier gehalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Heller GmbH
Roonstr. 33
50674 Köln
www.hellers.koeln

La Corne du Bois des Pendus D‘hiver

In der Wallonie liegt nahe der Grenze zu Luxemburg die kleine Gemeinde Ebly, so klein, dass sie weder über eine eigene Website noch über einen Eintrag bei Wikipedia verfügt. Aber eines gibt es – eine Brasserie mit eigenem Bier. Zwar wird es nicht in Ebly gebraut, sondern bei der Brasserie des Légendes in Ellezelles, aber trotzdem gibt es vom La Corne de Bois des Pendus gleich eine ganze Serie unterschiedlicher Biere: Die Trilogie Corne du Bois des Pendus besteht aus einem Lagerbier, einem Schwarzbier und einem Tripel. Diese drei dauerhaft verfügbaren Biere werden durch ein fruchtiges Bier sowie ein winterliches Spezialbier ergänzt. Jetzt steht das Winterbier vor mir. Von diesem Bier werden pro Jahr lediglich 200 Hektoliter hergestellt. Wenn diese weg sind, sind sie weg und auf das nächste Winterbier muss der geneigte Käufer ein Jahr warten.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die hell elfenbeinfarbene Schaumkrone ist feinporig und überdurchschnittlich voluminös und sie fällt nur langsam in sich zusammen. Optisch hat die Brauerei schon mal alles richtig gemacht.

Im Aroma halten sich die Röststoffe des Malzes und die Düfte des Hopfens in etwa die Waage. Das Bier duftet nach frischem Brot und Rübensirup, unterstützt durch ein dezentes Vanillearoma.

Der Antrunk ist recht süß, aber obwohl das Bier recht wenig Kohlensäure enthält, die allerdings sehr feinperlig ist, versteht es das Bier, vom ersten Moment an zu gefallen. Dies gilt besonders, als auf der Zunge ein ordentliches Bitter dazukommt. Insgesamt macht das Bier einen vollmundigen und runden Eindruck und vermittelt ein fas cremiges Mundgefühl. Der Alkohol ist gut eingearbeitet. Er wärmt, obwohl er kaum durchschmeckt. Der Abgang ist überraschend mild. Der Geschmack klingt kaum nach, dafür kommt zum Abschluss doch noch der Geschmack des Alkohols durch.

Dieses Winterbier passt zu Jahreszeit. Es ist ein guter Begleiter zu typischem Weihnachtsgebäck.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

12 % Vol.

Stammwürze:

22° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Brasserie des Légendes
Rue du Castel 19
7801 Irchonwelz
Belgien
http://www.brasseriedeslegendes.be/

für

Brasserie d’Ebly
Rue Champs Claire 4
6860 Ebly
www.lacorneduboisdespendus.com

Das Herzhafte: ein goldenes und kräftiges Bernsteinbier, das 12% Alkohol titriert. Mit seinen holzigen und vanilligen Bourbonaromen bietet das Winterhorn Ihrem Gaumen eine wahre Freude und erwärmt Ihre Seele in den langen Winternächten. Wir produzieren nur 200 HL.

Val-Dieu Bière de Noël

Es ist das dritte Septemberdrittel, in den Supermärkten türmen sich Pfeffernüsse, Spekulatius und andere Weihnachtsnaschereien, in der Fußgängerzone von Essen hängt die Weihnachtsbeleuchtung und so muss es mich nicht wundern, dass jetzt das erste Weihnachtsbier des Jahres vor mir steht. Es handelt sich um das Bière de Noël aus Val-Dieu, einer ehemaligen Zisterzienserabtei in Belgien, genauer gesagt aus dem Tal der Berwinne, gelegen an der Grenze zwischen dem Herzogtum Limburg und der Grafschaft Dalhem.

Im Jahr 200 verließen die letzten Mönche die Abtei und der Orden entschloss sich, die Abtei einer christlichen Laiengemeinschaft anzuvertrauen, die unter Aufsicht der Zisterzienser bis heute die Geschicke des Klosters lenkt.

Im Kloster werden nicht nur das Abteibier, sondern auch diverse Käsespezialitäten sowie Apfelcidre hergestellt. Alle diese Produkte sind von der Handwerkskunst der Zisterzienser inspiriert. So verwundert es auch nur bedingt, dass dieses Bier beim World Beer Award 2018 die Bronzemedaille gewonnen hat.

Hell bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich leicht überdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, der aber leider recht schnell in sich zusammenfällt.

Der Antrunk ist süß, wobei die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure für eine gewisse Frische sorgt. Schnell kommt eine leichte fruchtige Säure dazu, während ich Bitterstoffe kaum wahrnehmen kann. Trotzdem macht das Bier einen recht runden und süffigen Eindruck. Im Abgang verstärkt sich die Säure und der Geschmack des Alkohols tritt in den Vordergrund. Der Nachklang ist mittellang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Portwein, Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de l’abbaye du Val-Dieu
Val-Dieu 225
4880 Aubel
Belgien
www.val-dieu.com