Monk’s Stout Dupont

Es gibt Biere, bei denen man auf die Zutatenliste gespannt ist. Dieses Bier gehört eindeutig dazu. Leider sind diese Angaben in Belgien nicht vorgeschrieben, weshalb die Brasserie Dupont bei diesem Bier darauf verzichtet hat. Ich nehme diesmal schon das Ergebnis vorweg: Das Monk’s Stout Dupont ist ein wirklich ungewöhnliches Bier und wenn Sie es einmal irgendwo in einem Regal stehen sehen empfehle ich Ihnen, es mitzunehmen. Wie komme ich zu diesem Ergebnis?

Blickdicht schwarz steht das Bier im Glas. Darüber recht viel hellbrauner feinporiger Schaum, der mir auch lange erhalten bleibt. Zumindest optisch ist das ist ein Stout, wie ich gerne mag.

Der Antrunk ist recht süß und jetzt zeigt sich auch, dass die feinperlige Kohlensäure, die ich aufgrund der intensiven Farbe des Bieres nicht sehen konnte, reichlich vorhanden ist. Der Körper ist durch Röststoffe geprägt, dabei ist er leicht säuerlich-fruchtig und kaum bitter. Die Bitterstoffe kommen erst im Abgang zum Vorschein, der durchschnittlich lange nachklingt.

Monk’s Stout Dupont ist ein ungewöhnliches Bier, dessen Geschmack von süß über röstig mit säuerlicher Note zu bitter wechselt. Vergleichbar ist es eventuell mit dem Mikkele Breakfast, es ist aber nicht ganz so geschmacksintensiv.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Dupont
rue Basse 5
7904 Tourpes
Belgien
http://www.brasserie-dupont.com

Chimay Triple

Nach langer Zeit steht mal wieder ein belgisches Bier vor mir. Auf dem Rückenetikett erklärt die Brauerei in Französisch, Niederländisch und Deutsch, dass das Bier in einer Trappistenabtei gebraut wurde und dass der Großteil des Erlöses sozialen Projekten zugutekommt. Ansonsten sehe ich an der Zutatenliste, dass dieses Bier weitgehend mit Zutaten gebraut wurde, die auch nach dem deutschen Reinheitsgebot erlaubt sind. Einzige Ausnahme ist der Zucker, von dem aber vermutlich nichts mehr zu schmecken sein wird, da das Bier immerhin 8,0 % Alkohol enthält, so dass der Zucker wohl vollständig durch die Hefen verbraucht sein dürfte. Probieren wir das Bier also.

Golden mit einem Einschlag ins Rote und hefetrüb ist das Bier im Glas. Darüber sehr viel reinweißer gemischtporiger Schaum mit mittlere Standzeit. Die Optik gefällt mir schon mal.

Das Aroma wird durch Malz und Röstaromen bestimmt, unterstützt durch den Duft reifer Bananen. Viele gute Biere haben diesen oder einen ähnlichen Duft.

Der Antrunk ist entgegen meiner Erwartung relativ süß, aber nicht so sehr, dass die Süße unangenehm würde. Jetzt zeigt sich auch, dass das Bier relativ wenig dafür aber feinperlige Kohlensäure enthält. Der Körper ist rund und voll, kräftig mit einem ausgewogenen Mix aus Süße, Säure und Bitterkeit. Dieses Bier kann ich wirklich genießen. Der Abgang ist bitter und langanhaltend.

Der durchschnittliche deutsche Pilstrinker wird dieses Bier vermutlich als zu kräftig empfinden, aber das ist eine Frage der Gewöhnung. Ich habe auch einmal versucht, das Bier mit etwas kohlensäurehaltigen Mineralwasser zu verdünnen. Auf diese Weise näherte sich das Chimay an den Geschmack eines deutschen Bieres an. Aber ich muss sagen, dass ich es lieber so genossen habe, wie es aus der Flasche kam.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

S.A. Biéres de Chimay N.V.
6464 Baileux
http://www.chimay.com

http://www.espacechimay.com

DIE BIEROTHEK

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Crew Republic Foundation 11

Nun steht mal wieder ein bayrisches Craft-Bier vor mir, das Crew Republic Foundation 11. Gebraut mit zwei Malz- und fünf Hopfensorten erwarte ich, dass dieses Bier sorgfältig komponiert wurde, weshalb meine Erwartungen kräftig in die Höhe steigen. Aber erst einmal werfe ich einen Blick auf die Etiketten. Dabei fällt mir auf, dass Crew als Vertrieb aufgeführt wird; eine Brauerei wird nicht genannt. Nun habe ich erst einmal die Website von Crew Republic aufgerufen und dort habe ich den Eindruck gewonnen, dass es sich wohl doch um die Brauerei handelt oder dass zumindest eine andere Brauerei im Auftrag von Crew Republic das Bier gebraut hat. Betrachten wir der Einfachheit halber Crew Republic als Brauerei. So, jetzt ist es aber an der Zeit, das Bier einzuschenken.

Bernsteinfarben und mit viel Hefe steht das Bier im Glas, darüber relativ wenig gemischtporiger Schaum, der sich außer einem kleinen Rest auch nicht allzu lange hält.

Das Aroma beglückt uns mit ausgewogenen Düften von Malz, dunklen Früchten, Zitrusfrüchten und Kräutern.

Der Antrunk ist angenehm süß mit kräftiger aber feinperliger Kohlensäure. Den Körper kann ich als intensiv, voll, rund und fruchtig beschreiben. Dabei halten sich die Säuren dezent im Hintergrund. Erst im Abgang kommen die Bitterstoffe wirklich zum Vorschein. Sie sind sehr intensiv und der Geschmack hält sich lange. Ich mag dieses Bier, kann aber auch jeden verstehen, der sich für dieses Bier nicht erwärmen kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz, Pilsener Malz, Karamellmalz), Hopfen (Herkules, Nelson Sauvin, Chinook, Citra, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

CREW AleWerkstatt GmbH
Fraunhoferstr. 9
80469 München
http://www.crewrepublic.de

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23. – 24. April 2016: Bamberger Biertage

Im 19. Jahrhundert gab es in Bamberg noch 65 Brauereien und auch heute noch wird noch in neun zumeist mittelständischen Brauereien Bier gebraut. Die Besucher können dabei am Bamberger Maxplatz die unterschiedlichsten Biersorten der Bamberger Privatbrauereien vergleichen und genießen. Egal ob Ungespundenes, Pils, Rauchbier oder Weißbier – hier gibt es (fast) alles, was das Herz eines Biergenießers sich nur wünschen kann.

Schneider Weisse Aventinus Vintage

Im November hat die Kelheimer Weissbierbrauerei in ihrem Keller gestöbert und dabei einen ganz besonderen Schatz ausgegraben: Aventinus Vintage (Jahrgang 2012). Drei Jahre reifte TAP6 Unser Aventinus, der nach Angaben der Brauerei älteste Weizendoppelbock der Welt, im historischen Felsenkeller. Ende des letzten Jahrhunderts entdeckte Georg V. Schneider, welch wunderbares Potenzial der Aventinus besitzt und wie er sich durch Lagerung im Aromaprofil noch weiter entfaltet. Ausgezeichnet durch seine perfekte Balance aus fruchtigen und süßlich-malzigen Noten entwickelt der Aventinus während Lagerung weiche Aromen und einen noch kraftvolleren Körper. Erhältlich ist der gereifte Weizendoppelbock ab sofort im ausgewählten Getränkefachhandel und in Onlineshops.

Schneider Weisse ist außerhalb von Bayern eigentlich nur für sein Weißbier bekannt, für das auch reichlich Werbung geschaltet wird. Aber die Brauerei kann noch mehr. Neben den sieben unterschiedlichen Hauptspezialitäten tüfteln Braumeister Hans-Peter Drexler und Brauereichef Georg VI. Schneider regelmäßig an neuen Besonderheiten und Überraschungen. Das Aventinus Vintage (Jahrgang 2012) wurde bereits vielfach international ausgezeichnet und soll durch die lange Lagerung noch eine Steigerung erfahren haben. Die Brauerei beschreibt diese Spezialität wie folgt: „Er überzeugt mit einer perfekten Balance aus fruchtigen Aromen von Banane, Nelke sowie Vanille und schokoladenartigen Noten. ‚Durch die Lagerung von drei Jahren oder länger bringt unser Aventinus zusätzliche sehr weiche Aromen hervor. Definitiv ein Bier mit kraftvollem Körper, das nach einem ausgezeichneten Abendessen aus dem Cognac-Schwenker genossen werden sollte‘, erklärt Hans-Peter Drexler die Rarität aus dem Felsenkeller.

„Die Idee den Aventinus einzulagern, kam durch den ersten Besuch unseres amerikanischen Importeurs im Jahr 1999. Mein Vater Georg V. Schneider wollte ihm etwas Besonderes bieten und öffnete eine gelagerte Flasche Aventinus. Die Begeisterung des Gastes aus Übersee war so groß, dass er das Bier sofort kaufen wollte. Da wir bereits vorher schon die ersten Erkenntnisse hatten, nach welcher Zeit das Weizenstarkbier die idealen Lageraromen entwickelt hat, konnten wir ihn bereits nach kurzer Zeit mit dem ersten Edition Aventinus Vintage glücklich machen“, erklärt Georg VI. Schneider die Entstehung.

Die Pressemitteilung der Brauerei macht mich wirklich neugierig; leider ist es mir bislang aber noch nicht gelungen, dieses Bier hier im Ruhrpott zu finden. Aber ich bleibe dran und werde weitersuchen und wenn die Suche Erfolg hatte, werde ich meine Eindrücke hier veröffentlichen – versprochen ist versprochen. Hier aber schon mal einige Zahlen, die die Brauerei veröffentlicht hat:

Aromaprofil

Schneider Weisse Aventinus Vintage 2012

 
 

Hopfen

 
 

Hallertauer Tradition, Magnum

  

Malz

50 % Weizenmalz, 50 % Gerstenmalz aus regionalem Anbau

  

  

IBU

16

Kohlensäure

7 g/l

Alkohol

8,2 Vol.-%

Stammwürze

 
 

Gebinde

18,5 %

 
 

0,5 l Mehrweg

vVertrieb

Exportländer

Deutschland:

– Schneider Bräuhäuser München

– Schneider Bräuhaus Kelheim

– Spezialisierte Handelsmärkte und
Gastronomieobjekte

– Weitere Onlineshops

 
 

 
 

Aromaprofil


Vielfach international ausgezeichnet hat TAP6 Unser Aventinus nach dreijähriger oder noch längerer Lagerung gezeigt, welch wunderbares Potenzial dieses Starkbier besitzt: Während der Reifung entwickelt es weiche Aromen. Definitiv ein Bier mit kraftvollem Körper, das nach einem ausgezeichneten Abendessen als Digestif aus dem Cognac-Schwenker genossen werden sollte – wobei es nicht so spritzig ist wie junger Aventinus. Ebenso ein wunderbares Pendant zu Mousse au chocolat und Crème brûlée.

 Die BerlinBeerAcademy schreibt zu diesem ungewöhnlichen Bier: „Eine aromatische Wonne. Braun mit orangen Reflexen und kleiner beigefarbener Schaumkrone. Das edle Bier verströmt betörende Aromen von Portwein, Vanille, Backpflaumen und einem Hauch Nelke. Der Antrunk ist seidig-sanft und geschmeidig. Vanille und Aprikosenpüree werden von warmen Holznoten begleitet. Wärmende Wohligkeit breitet sich aus, wie wenn sich alte Freunde wieder treffen.“ Es lohnt sich also, dieses Bier einmal zu verkosten.

Schüttinger Hell

Becks ist sicher das bekannteste Bier aus Bremen, aber diese Stadt hat noch mehr zu bieten. Jeder, der schon einmal als Tourist nach Bremen gekommen ist, kennt sicher die Böttcherstraße und hat dort bestimmt auch das Brauereigasthaus Schüttinger gesehen. Dort können Sie neben den dort gebrauten Bieren auch aus der regional geprägten Speisekarte wählen. Und falls Sie ein Stück Bremen mit nach Hause nehmen wollen: die Biere gibt es auch in Flaschen abgefüllt zum Mitnehmen. Eines der beiden Biere aus dieser Wirtshausbrauerei steht jetzt vor mir.

Goldgelb und hefetrüb steht das Bier im Glas. Darüber eine mittlere Menge gemischtporiger Schaum, der durchschnittlich lange stehen bleibt. Also macht das Bier rein optisch schon mal einen guten Eindruck. Dazu kommt noch eine große Menge Kohlensäure, die ein tolles Bier verspricht.

Das Aroma ist durch Malz und Hefe geprägt, unterstützt durch die Düfte von hellem kandiertem Honig und von Heu. Auch hier gibt es nichts zu meckern.

Der Antrunk ist recht süß, aber noch nicht so stark, dass es unangenehm wäre. Außerdem zeigt hier die Kohlensäure, dass sie nicht nur in ausreichender Menge vorhanden, sondern auch recht lebhaft ist.

Der Körper ist einfach rund. Im intensiven Geschmack verbindet sich die Süße des Malzes mit einer leichten Säure und die Hefe nimmt dem Geschmack die Spitzen. So stelle ich mir ein Bier aus einer Gasthausbrauerei vor. Der Abgang ist sehr mild, wobei aber ein leichter bitterer Anklang lange erhalten bleibt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Aromahopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Schüttinger Gasthausbrauerei
28195 Bremen
http://www.schuettinger.de

Brauerei Härle: Hauptsacheverfahren ab 22. Januar

Erinnern Sie sich noch? Im Sommer hatte der „Verband Sozialer Wettbewerb“ die kleine Brauerei Härle abgemahnt, da sie einige ihrer Biere mit dem Begriff „bekömmlich“ beworben hatte. Das Landgericht Ravensburg hatte im Eilverfahren die Abmahnung für rechtens erklärt und war der Meinung, dass das Wort „bekömmlich“ eine gesundheitsbezogene Aussage sei. Gegen dieses Urteil, das nicht nur bei mir auf Unverständnis gestoßen ist, hat die kleine Brauerei aus Leutkirch Berufung eingelegt. Nun hat das Gericht die Eröffnung des Hauptsacheverfahrens auf den 22. Januar gelegt. Es bleibt der Brauerei nur zu wünschen, dass nicht erneut Richter Göller zu entscheiden hat, der bereits im Sommer gegen die Brauerei entschieden hat.

3. – 5. Juni 2016: Hallertauer Bierfestival in Attenkirchen

Bierfeste kennen wir meist aus Großstädten – aus Hamburg, Berlin, München und sogar Bochum. Dass aber auch kleine Orte und Städte in der Lage sind, ein großes Bierfest auf die Beine zu stellen beweist die kleine Gemeinde Attenkirchen aus dem Hallertau. Anfang Juni werden wieder Bierliebhaber aus der gesamten Region in den Ort mit lediglich 2.600 Einwohnern pilgern, um viele Bierspezialitäten zu verkosten. Im letzten Jahr kamen bereits 20.000 Besucher.

Im Premierenjahr 2010 stellten die Brauer der Region noch etwa 50 verschiedene Biere vor, im letzten Jahr hatte sich die Zahl der Biere bereits verdoppelt. Inzwischen haben sich auch verschiedene Mikro-Brauereien mit ihren Craft-Bieren in Attenkirchen eingefunden, die ihre Biere auch selbst ausschenken.

Attraktiv ist nicht nur die Bierauswahl, sondern auch der Eintrittspreis – es gibt schlicht keinen. Der Eintritt ist kostenfrei und auch die Bierpreise sind mit zwei Euro für 0,25 Liter mehr als moderat. Dazu kommt noch das Rahmenprogramm: ein Kunsthandwerkermarkt ist genauso vorhanden wie ein Musikprogramm. Selbstverständlich darf auch eine Kinderbetreuung nicht fehlen.

Der Erlös der dreitägigen Veranstaltung kommt den örtlichen Vereinen zu Gute, die mit ehrenamtlichen Helfern dieses Festival ausrichten. Ich finde, diese Veranstaltung sollte Schule machen.

Riedenburger Dolden Dark Porter

Nun befasse ich mich mal wieder mit einem Bier aus Bayern, das Dolden Dark aus dem Riedenburger Brauhaus. Es handelt sich um ein handwerklich gebrautes Porter. Eine Besonderheit dieses biologischen Bieres aus dem Altmühltal ist die Verwendung von Emmermalz. Emmer ist eine alte Getreidesorte, die zwischenzeitlich nahezu ausgestorben war. Erst in den letzten Jahren gewinnt sie langsam wieder etwas an Bedeutung. Aber wenden wir uns dem Bier zu.

Ein Blick auf das Etikett zeigt bereits eine Besonderheit. Da die Rohstoffe für diese Bierspezialität vermutlich nicht in beliebigen Mengen vorhanden sind und sich die Brauer daher nicht sicher sein können, beim nächsten Mal das exakt gleiche Ergebnis zu erzielen, ist auf dem Etikett die Nummer des Suds vermerkt. In diesem Fall ist es der Sud 11.

Absolut schwarz und blickdicht ist das Bier, darüber ein nussbrauner gemischtporiger Schaum, der allerdings recht flott verschwindet. Lediglich ein kleiner Rest des Schaums bleibt dauerhaft erhalten.

Das Aroma ist durch Röstaromen geprägt, das Bier duftet nach Kaffee und Schokolade. Der Hopfen kommt hier nicht in den Vordergrund.

Der Antrunk ist leicht süß und hier kommt erstmals die sehr feinperlige Kohlensäure zum Vorschein. Zu sehen war sie nicht, da das Bier so konzentriert ist, dass wirklich kein Licht in es eindringt.

Der Körper ist ausgewogen, ich schmecke bittere Schokolade gemischt mit Kaffee, dazu eine leichte Säure. An so ein Bier könnte ich mich doch glatt gewöhnen. Der Abgang ist anfangs wie eine gute Bitterschokolade, die etwas Säure mit sich bringt. Dann wandelt sich der Geschmack und es kommen die Kaffeetöne zum Vorschein. Der Geschmack bleibt auch einige Zeit erhalten, bevor er langsam verklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Emmermalz, Hopfen, Hefe

Mit Ausnahme des Wassers und der Hefe stammen alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau.

Alkoholgehalt:

6,9 % Vol.

Bittereinheiten:

28 IBU

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
93339 Riedenburg
http://www.riedenburger.de

Biershop Bayern

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Bierol Going Hazelnuts

Lange habe ich kein Porter getestet. Nun ist es mal wieder an der Zeit und ich habe mir ein Bier aus Österreich ausgesucht, von dem ich mir eine Menge verspreche. Immerhin haben dieses Bier die Brauer von Bierol nicht allein kreiert, sondern sie haben sich auch Chris Sullivan von „Outlaw’s Collaborations“ dazu geholt. Jetzt bin ich mal gespannt, ob die Erfahrungen sich ergänzen oder ob das Sprichwort “ Viele Köche verderben den Brei“ zum Tragen kommt. Aber wenn die Tiroler sich einen Braumeister aus Oregon zu Hilfe holen bin ich doch eher optimistisch.

Tiefschwarz steht das Bier im Glas, darüber wenig mittelbrauner Schaum, leider nur wenig und er bleibt uns auch nur kurz erhalten. Aber die Farbe des Bieres ist wirklich beeindruckend, tiefschwarz und blickdicht.

Das Aroma wird durch die Röststoffe geprägt, unterstützt durch Schokoladen-, Nuss- und Vanillenoten.

Der Antrunk zeigt erstaunlich wenig Süße; bei der Farbe hätte ich eigentlich einen höheren Gehalt an Malzzucker erwartet. Die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure lässt aber bereits vom ersten Moment an keine Langeweile aufkommen. Umso stärker ist aber die Körper, der durch die Röststoffe des Malzes geprägt ist, unterstützt durch die Haselnüsse, die zwar deutlich bemerkbar sind, sich aber doch diskret im Hintergrund halten. Dieses Bier wurde wirklich sorgfältig komponiert. Der Abgang ist dann wieder erstaunlich mild, klingt aber trotzdem einige Zeit nach.

Zutaten:

Malz (Pilsener, Cara, Röstmalz), Hopfen (East Kent Golding), Haselnüsse aus biologischem Anbau

Alkoholgehalt:

5,7 % Vol.

Stammwürze:

15,6 ° Plato

Brauerei:

Bierol GmbH
Sonnendorf 27
6334 Schwoich
http://www.bierol.de