24. – 25. September 2016: Hopfen und Malz in Minden

An diesem Wochenende ist es so weit – auch das ostwestfälische Minden bekommt ihr Bierfest, ausgerichtet von der Werbegemeinschaft Minden. Dafür wird der Marktplatz komplett mit Bierzeltgarnituren und Stehtischen versehen, es wird Livemusik geben, zwischendurch zeigt ein junger DJ sein Können. Selbstverständlich ist auch an die „Kleinen“ gedacht- sie können sich auf dem Kleinen Domhof mit Hüpfburg & Co. vergnügen-, ebenso ist für das leibliche Wohl aller Besucher gesorgt. Starke Männer und Frauen können sich im „Bierkrug-Stemmen“ messen, das professionell moderiert wird.

Welche Brauereien auf dem Marktplatz vertreten sein werden – darüber schweigt sich die Werbegemeinschaft leider aus. Aber es gibt in Ostwestfalen und Umgebung etliche kleine Brauereien, die wirklich gute Biere herstellen, so dass es sich sicher lohnen kann, am Wochenende einmal Minden zu besuchen.

Die Brauer feiern Sylvester

In diesem Jahr hat die Brauereibranche das 500jährige Bestehen des Reinheitsgebots gefeiert. Aber das war in früheren Jahren nicht die einzige Vorschrift für Brauer. Am 30. September endet nach altem Brauch das Brauwirtschaftsjahr. Einige baden-württembergische Brauereien arbeiten noch heute nach ihm und schließen ihr Geschäftsjahr nicht wie üblich zum 31. Dezember, sondern zum 30. September ab. Aus diesem Grund feiern Brauer und Wirte in diesen Tagen wieder das Brausylvester.

Der Ursprung des Braujahres und die damit verbundene Abweichung zu unserem heute verwendeten Kalenderjahr stammt bereits aus dem Mittelalter. Damals bedeuteten die warmen Sommermonate für die Brauer etwas, das heute unbegreiflich wäre: ein Herstellungsverbot für Bier. „Als es noch keine Geräte zur Kühlung gab, durfte ausschließlich in den kalten Monaten des Jahres, von Michaeli, also vom 29. September bis Georgi am 23. April, gebraut werden.“ erklärt der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes, Hans-Walter Janitz. Im restlichen Jahr hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. „Damit die Brauer ihren goldenen Hopfentrunk auch im Sommer anbieten konnten, wurden die letzten Biere mit einer höheren Stammwürze- und höherem Alkoholgehalt eingebraut. So hielten sie länger und stellten die Bierversorgung für die warmen Monate sicher“, so Janitz. Im Oktober konnte dann, dank den frisch geernteten Rohstoffen Hopfen und Malz, wieder mit dem Bierbrauen begonnen werden.

Das sommerliche Brauverbot wurde im 19. Jahrhundert mit der Erfindung der Kältemaschine und die damit funktionierende Kühlung der Biere aufgehoben. Was jedoch als Andenken an die vergangene Zeit geblieben ist, sind die Feierlichkeiten zum Start in das neue Braujahr. Das Brausylvester hat sich im Lauf der Jahrhunderte zum liebgewonnen Erntedank-Brauchtum entwickelt. Zudem möchten die Brauer den Bierfreunden heute mit dem bierigen Freudenfest die Naturnähe und Naturabhängigkeit des Produktes von den Rohstoffen bewusstmachen.

Kloster Wöltingerode plant eigene Craft Bier-Reihe

Klosternacht, Klosterkeller, Klosterkräuter, Klosterkrug – das sind die Namen der vier Craft-Biere, mit denen das Kloster Wöltingerode in der Nähe von Goslar seine Biertradition wiederbelebt. Die vier HarzCraft-Biere sind ab sofort für 6,99 Euro je Flasche im Online-Shop der Klosterbrennerei Wöltingerode sowie im ausgewählten Handel erhältlich. Jede der rund 3000 abgefüllten Flaschen ist dabei ein Unikat – handabgefüllt, von Hand etikettiert und nummeriert. Das Besondere: Für die Entwicklung der vier außergewöhnlichen Sorten haben sich ein Brauer und ein Biersommelier zusammengetan. Herausgekommen sind ein naturtrübes Klosterkrug-Bier sowie zwei fassgereifte und eine kräuteraromatische Spezialität, für die sich 3-Sterne-Biersommelier Matthias Kliemt an historischen Vorbildern orientierte. „Die Traditionen des Klosters Wöltingerode haben mich unglaublich inspiriert. Zwischen Kräutergarten und Holzfasslager sind die Ideen förmlich gesprudelt“, so Kliemt. Vom Ergebnis ist nicht nur Markus Grüsser, Geschäftsführer der Kloster Wöltingerode Brennen und Brauen GmbH, begeistert. „Ich bin überzeugt, dass die vier HarzCraft-Biere viele Liebhaber finden werden. Sie vereinen Geschmack und Handwerk auf einzigartige Weise und beinhalten das Allerbeste aus den regionalen Zutaten“, freut sich Grüsser.
openPR.de/t918838openPR.de/t918838Seit dem Jahr 1682 besteht im Klostergut die Klosterbrennerei. Die Zisterzienser-Nonnen führten die Brennkunst ein. Heute werden in der Klosterbrennerei erlesene Liköre, bekömmliche Magenbitter und holzfassgelagerte Edelkorn-Spezialitäten hergestellt. Die Klosterbrennerei Wöltingerode stellt mit dem Wissen aus Jahrhunderten – nach spezieller Rezeptur – handwerklich gebrannte, hochprozentige Brände und Liköre her. Stärkehaltiger Weizen von klostereigenen Ländereien, klares Wasser aus der klostereigenen Quelle, Gerstenmalz und selbst fermentierte Reinzuchthefe werden zunächst miteinander vergoren und dann zweifach destilliert. Die Roh- und Feinbrände finden dabei seit jeher traditionell in kupfernen Brenngeräten statt, so dass die Aromen nicht nur freigesetzt, sondern in das Destillat weitergegeben werden. Jährlich besuchen bis zu 250.000 Besucher die eindrucksvolle Klosterbrennerei, die auf einer Fläche von ca. 400 Hektar klostereigene Ländereien besitzt, auf denen Weizen und Gerste angebaut wird. Mit der Craftbier-Marke Klostergut HarzCraft wird ab 2016 erstmals seit über 200 Jahren wieder ein Bier im Klostergut Wöltingerode gebraut.

10. – 11. September 2016: Craft Beer Festival Zürich

Nachdem das Craft Beer Festival im letzten Jahr ein voller Erfolg war, gibt es in diesem Jahr eine Neuauflage dieses Events. Es findet am 10. und 11. September rund um die Wirtschaft Ziegelhütte in Zürich statt. Hier haben Sie die Möglichkeit, die neue Vielfalt der Biere zu erleben und sich direkt mi den Brauern auszutauschen. Und es sind einige Brauer da, genauer gesagt werden 17 Brauereien aus der Schweiz und aus Dänemark vor Ort sein.

Im Einzelnen können Sie sich auf Kontakte mit den folgenden Brauereien freuen:

  • 7Peaks (Morgins)
  • Brauerei Adler (Schwanden)
  • BFM (Saignelégier)
  • Bier Factory (Rapperswil)
  • Bier Paul (Villmergen)
  • Blackwell Brewery (Burgdorf)
  • Braubar (Zollikofen)
  • Brüll! Bier (Tagelswangen)
  • Degenbier (Trimbach)
  • Docteur Gabs (Savigny)
  • Doppelleu (Winterthur)
  • La Nébuleuse (Renens)
  • Mikkeller (Kopenhagen)
  • Officina Della Birra (Bioggio)
  • Storm & Anchor (Winterthur)
  • Sudwerk (Pfäffikon)
  • Trois Dames (Sainte-Croix)
  • Turbinenbräu (Zürich)

Zusätzlich wird noch Intercomestibles auf dem Gelände einen Bottleshop öffnen, damit Sie die Biere, die Ihnen ganz besonders gut gefallen haben, mit nach Hause nehmen und dort noch einmal verkosten können.

Alleine schon durch die Gespräche mit den Brauern dürfte eigentlich keine Langeweile aufkommen. Aber die Veranstalter haben an noch mehr gedacht. So werden insgesamt sieben Bands das Publikum unterhalten.

Nicht nur das Bier wird an diesem Wochenende etwas Besonderes sein, sondern auch das Essen dürfte aus dem langweiligen Einheitsfraß von Bratwurst und Nackensteak herausstechen. Das Team der Ziegelhütte hat ein schottisches Hochlandrind sowie einige Schweine gekauft, selbstverständlich alles aus der Region und in Bio-Qualität. Diese Tiere werden vollständig verwertet, von Kopf bis Schwanz, nicht ausschließlich die vermeintlich hochwertigen Teile. Was genau aus den Tieren gemacht wird, wird an dieser Stelle nicht verraten, da müssen Sie schon selbst nachschauen.

Alt vs. Kölsch – eine Glaubensfrage wissenschaftlich untersucht

Waren Sie schon einmal im Rheinland? Dann haben Sie sicher auch festgestellt, dass dieser Landstrich zweigespalten ist. In der Gegend um Köln wird Kölsch getrunken, während es in Düsseldorf fast ausschließlich Altbier zu trinken gibt. Beide Parteien verteidigen ihr jeweiliges Bier mit nahezu religiösem Eifer und weigern sich standhaft, das Bier der jeweils anderen Partei zu akzeptieren. Sie glauben das nicht? Dann gehen Sie doch einfach mal in Köln in eine Kneipe und bestellen Sie ein Alt. Über die Reaktion des Wirts gibt es bereits ausreichend viele Anekdoten, so dass ich mir hier erspare, eine Schilderung zum Besten zu geben.

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Düsseldorf wollte es nun genau wissen und hat mit je 50 Düsseldorfern und Kölnern zwischen 35 und 65 Jahren eine Studie durchgeführt.

In einem ersten Blindtest sollten die Probanden den Geschmack von Kölsch und Alt bewerten. Merkmale waren „schmeckt mir“, „schmeckt frisch“, „schmeckt mild“ und „schmeckt würzig“. Die Ergebnisse waren nahezu identisch, unabhängig davon, ob es sich um Probanden aus Düsseldorf oder Köln handelte und auch, ob es sich um Kölsch oder Alt handelte.

Dann wollte die Hochschule wissen, ob die Probanden im Blindtest überhaupt zwischen Kölsch und Alt unterscheiden konnten. Zu 55 % waren die Antworten richtig, was allerdings im Bereich der statistischen Streuung liegt. Eine objektive Unterscheidung zwischen diesen beiden Bierstilen scheint für den durchschnittlichen Konsumenten also nicht möglich zu sein.

Anders sah es aus, als die Biere anschließend offen verkostet wurden. Jetzt stimmten 78 % der Probanden für das jeweilige Heimatbier.

Offensichtlich ist die Entscheidung zwischen Altbier und Kölsch wohl eher eine Frage des Marketings als eine Geschmacksfrage. Eigentlich lässt die Studie nur eine Frage offen: Wäre das gleiche Ergebnis erzielt worden, wenn nicht Früh-Kölsch und Schlüssel Alt ausgewählt worden wären, sondern Biere aus kleinen (Haus)-Brauereien, die meist mehr Charakter haben?

Und dann frage ich mich noch, ob die Universität in Köln zum gleichen Ergebnis gekommen wäre.

Die vollständige Studie finden Sie unter http://fhdd.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2016/974/pdf/HSD_FBW_Ausgabe34.pdf.

Brasserie Uberach Doigt de Dieu

Jetzt teste ich erstmals ein Bier aus Frankreich, das bière ambrée aus der Brasserie Uberach. Auf dem Etikett verspricht das Bier ein würziges Erlebnis aufgrund der verwendeten Malze und der sorgfältig ausgewählten Hefestämme. Mal sehen, ob das Bier diese Versprechungen einhalten kann.

Bernsteinfarben und hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas, darüber sehr viel feinporiger Schaum, der anfangs schnell zusammenfällt, aber ein Rest bleibt lange erhalten. Dazu sehe ich jede Menge Kohlensäure. Ich erwarte also ein spritziges Bier.

Das Aroma verrät, dass die Malze den Geschmack dieses Biers dominieren. Es wird durch Röstaromen mit einer deutlichen Toffeenote geprägt, unterstützt durch den zarten Duft von Rosinen.

Der Antrunk ist mäßig süß, auf jeden Fall weniger süß als ich aufgrund des Dufts erwartet hätte. Die viele Kohlensäure wirkt fast schon störend. Schnell beginnen die reichlich vorhandenen Bitterstoffe, den Geschmack zu dominieren. Bei diesem intensiven bitteren Geschmack würde ich mir etwas mehr Süße wünschen und käme auch noch etwas mehr Säure dazu, wäre dieses Bier ausgewogen. So wirkt es fast wie gewollt aber nicht gekonnt. Der Abgang ist trotz der reichlich vorhandenen Bitterstoffe erstaunlich mild.

Dieses Bier trifft meinen Geschmack nicht wirklich. Wenn ich aus Frankreich nicht noch bessere Biere bekomme, sollte die Franzosen lieber beim Wein bleiben. Das können die nämlich wirklich.

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Uberach
5 rue de cerf
67350 Uberach
Frankreich

Auf der Website wird folgende Adresse angegeben:
Brasserie Uberach
30 Grand Rue
67350 UBERACH
Frankreich
www.brasserie-uberach.fr

Insel-Brauerei Insel Kreide

Jetzt verkoste ich ein Bier aus der Rügener Insel-Brauerei, das Insel Kreide. Verkauft wird das Bier als „Seltenes Bier“. Als Bierstil wird eine Eigenkreation angegeben, als internationale Bierkategorie Champagner Ale.

Eine Eigenkreation? Da muss ich doch erst einmal auf der Website der Brauerei nachsehen, ob ich da weitere Informationen erhalte. Und tatsächlich wird auf der Website Braumeister Markus Bererich, der auch Geschäftsführer der Brauerei ist, zitiert: „Das erste Kreide Bier der Welt haben wir aus Kreide und Champagner Hefe gebraut.“ Kreide im Bier? Das macht doch mich schon mal neugierig. Und bei den Zutaten steht noch an letzter Stelle Gewürz, eine Zutat, die auf der Flasche nicht vermerkt ist. Das ist ein Grund, einmal bei der Brauerei nachzufragen, woher diese Differenz kommt. Und tatsächlich antwortete mir Markus. Ich zitiere hier mal aus seiner Mail: „es war zum Start rechtlich nicht ganz klar ob die Kreide als Gewürz deklariert werden muss. Muss sie nicht da sie geogen im Wasser vorkommt. Es muss daher nicht als Gewürz deklariert werden.“ Das wäre also schon mal geklärt.

Da die Flasche vollständig in Papier eingepackt ist, bleibt viel Platz für die Beschreibung des Biers. Auch wenn sich die Bewertung des Biers hier auf Stichworte beschränkt, geht die Brauerei hier in die Vollen. Das Bier wird als erfrischend, trocken und subtil prickelnd beschrieben, als Genussanlass wird Festlich und Empfang angegeben und als Speiseempfehlung Empfangs-Snacks. Schon wieder wundere ich mich. Unter Empfangs-Snacks stelle ich mir Fingerfood oder Löffelfood vor. Und das kann so ziemlich alles sein. Ist den Brauern auf Rügen nichts eingefallen, wozu dieses Bier passt oder passt es zu allen Speisen? Mal sehen, ob ich diese Frage bei der Verkostung beantworten kann. Jetzt ist es aber wirklich an der Zeit, das Bier zu testen.

In hellem Gelb und leicht hefetrüb steht das Bier im Glas, darüber recht viel grobporiger Schaum, der sich schnell auflöst.

Das Aroma ist säuerlich mit Tönen von grünen Äpfeln und Zitrusfrüchten. Auch dass in diesem Bier Weizenmalz verbraut ist, kommt deutlich durch. Wüsste ich nicht aus der Zutatenliste, dass mehr Gerstenmalz als Weizenmalz enthalten ist, würde ich das Bier vom Aroma her für ein leicht saures Weizenbier halten. An einem warmen Sommertag ist das ja nicht verkehrt.

Der Antrunk ist trocken. Ich kann kaum Süße schmecken. Das ist doch mal etwas anderes als die vielen Biere, bei denen die Süße ziemlich dominant ist. Dazu kommt die feine Kohlensäure, die die Champagnerhefe produziert hat. Auch der Körper ist eher säuerlich mit Noten von Äpfeln und Quitten. Es folgt ein trockener Abgang. Bis hierhin schmeckt das Bier nicht schlecht, aber es kann mich auch noch nicht richtig überzeugen; irgendwie wirkt es nicht so richtig ausgewogen.

An dieser Stelle muss ich ausführen, dass ich Biere in der Regel zimmerwarm teste, da sich bei etwas höherer Temperatur die Aromen und Geschmäcker besser entwickeln. Allerdings ist es derzeit sehr warm, so dass ich vermute, dass die recht hohe Temperatur den Genuss beeinträchtigen könnte. Bei diesem Bier wird eine Trinktemperatur von 10°C empfohlen. Ich habe also die Flasche wieder verschlossen und für einen Tag in die Tür meines Kühlschranks gestellt, so sie auf etwa 8°C heruntergekühlt wird. Einen Tag später wiederhole ich den Test mit dem kühlen Bier.

Das Aroma scheint jetzt etwas schwächer zu sein, aber das hatte ich auch erwartet. Die Säure ist jetzt auf der Zunge nicht mehr so dominant, dafür kommen die Weinnoten mehr zum Vorschein, die ich von der Champagnerhefe erwartet habe. Irgendwie erscheint mir das Bier jetzt auch komplexer und deutlich ausgewogener. Der Abgang ist weiterhin trocken.

Dieses Bier muss gekühlt getrunken werden. Ich hätte nicht geglaubt, dass die Temperatur einen so großen Einfluss auf den Geschmack des Bieres haben kann. Durch das Kühlen wurde bei der Insel Kreide aus einem nicht wirklich ausgewogenen Bier ein echter Genuss. Jetzt verstehe ich auch, weshalb als Speiseempfehlung Empfangs-Snacks angegeben sind. Dieses Bier kann als Aperitif jeden Sekt nicht nur ersetzen, es übertrifft den Genuss des Sekts in fast allen Fällen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmal, Weizenmalz, Traubenzucker (vollständig vergoren in Flaschenreifung), Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsumme von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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Was kostet das Bier im Stadion?

Dass es nicht ganz billig ist, ins Stadion zu gehen, dürfte wohl jedem klar sein. Eigentlich kommt es da auch nicht mehr auf den Preis für das Bier in der Pause an. Trotzdem hat Radio Bremen einmal nachgefragt, wie viel das Pausenbier denn wohl so kostet. Radio Bremen hat sich einmal die Mühe gemacht nachzufragen und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

Verein

Biermarke

Bier

Bier alk.frei

Softdrink

SV Darmstadt 98

Pfungstädter

5,00

5,00

5,00

SV Werder Bremen

Haake Beck/ Becks

4,30

4,30

4,00

Eintracht Frankfurt 

Krombacher

4,30

4,30

4,30

FC Augsburg

Riegele

4,20

4,20

4,20

FC Bayern München

Paulaner

4,20

4,20

4,10

Hamburger SV

König Pilsener

4,20

4,20

4,20

Hertha BSC 

Warsteiner

4,20*

   

TSG 1899 Hoffenheim

Bitburger

4,13

4,13

4,00

Bayer 04 Leverkusen

Gaffel/Bitburger

4,00

4,00

3,80

VfL Wolfsburg

Veltins

4,00

4,39

3,80

FC Ingolstadt 04

Herrnbräu

4,00

4,00

3,80

Borussia Mönchengladbach

Bitburger

4,00

4,00

4,00

1. FC Köln 

Gaffel/Bitburger

4,00

4,00

4,00

1. FSV Mainz 05

Bitburger

3,90

3,90

3,80

FC Schalke 04

Veltins

3,90

4,50

3,90

SC Freiburg

Rothaus

3,75

3,75

3,38

Borussia Dortmund

Brinkhoff’s

3,70

3,70

3,50

RB Leipzig

Ur-Krostitzer

3,50

3,50

3,00

 

Nur für den Fall, dass Sie sich fragen, was das Sternchen bei Hertha BSC zu sagen hat: Der Preis stammt aus der letzten Saison. Auffällig ist, dass Bier mir Alkohol und alkoholfreies Bier in fast allen Stadien den gleichen Preis haben. Nur Schalke und in geringerem Maße der VfL Wolfsburg kassieren für alkoholfreies Bier mehr als für „richtiges“ Bier.

Die Tabelle stammt von Radio Bremen. In der Untersuchung wurden auch die Preise für Bratwurst und Pommes Frites untersucht. Das vollständige Ergebnis der Umfrage finden Sie unter http://www.radiobremen.de/sport/fussball/werder/stadion-check100.html.

Fusion von AB Inbev und SABMiller kostet tausende Jobs

Dass der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev den Branchenzweiten SABMiller übernehmen will, ist bereits seit einigen Monaten bekannt. Jetzt hat der Konzern die personellen Folgen dieser Megafusion bekanntgemacht.

3 % der Belegschaft sollen gehen. Dies hat die Konzernleitung heute bekanntgegeben. Daraufhin hat die Nachrichtenagentur Bloomberg nachgerechnet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dies etwa 5500 Stellen betrifft. Dabei ist vor Allem die Firmenzentrale von SABMiller in London betroffen, die vollständig aufgelöst werden soll.

Zusätzliche Arbeitsplätze gehen im neu entstehenden Konzern durch Verkäufe von Konzerntöchtern und Beteiligungen verloren. Dies betrifft vor allem MillerCoors in den USA, Peroni in Italien, Grolsch in Belgien und Snow Beer in China. Diese Verkäufe tätigt der Konzern nicht freiwillig, sondern dabei handelt es sich um Auflagen der Kartellbehörden. In diesen Gebieten wäre die Marktmacht von AB Inbev zu groß geworden.

Trotzdem hat der entstehende Megakonzern immer noch mehr als 400 Bier- und Softdrinkmarken im Angebot. Und der Deal, der satte 94 Milliarden Euro schwer ist, rechnet sich für den Konzern trotzdem. Vier Jahre nach dem Zusammenschluss rechnet der Konzern mit jährlichen Einsparungen von etwa 1,4 Milliarden Euro, denen Einmalkosten durch den Zusammenschluss von 900 Millionen Dollar in den ersten drei Jahren gegenüberstehen. Sofern die Aktionäre zustimmen, steht der Fusion nicht mehr viel im Wege, denn die meisten Genehmigungen der Behörden hat AB Inbev bereits erhalten.

Bajuvator

Nun steht mal wieder ein Bier aus Franken vor mir, der Tucher Bajuvator. Von einem Doppelbock aus Franken verspreche ich mir schon etwas Besonderes. Mal sehen, ob dieses Bier meine Erwartungen erfüllen kann.

In dunklem Mahagoni zeigt sich das Bier im Glas. Dazu recht viel cremiger elfenbeinfarbiger Schaum, der auch lange erhalten bleibt.

Wie zu erwarten wird das Aroma durch Röststoffe geprägt. Ich rieche Karamell, Schokolade und Whisky. Dieses volle Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck, besonders da ich die dunklen Biere mag. Der Antrunk ist süß, wirklich süß. Mir wäre das Bier zu süß, würde nicht die reichlich vorhandene Kohlensäure den Geschmack den Geschmack noch retten. Schnell breitet sich der würzige Geschmack nach Schokolade und Röststoffen im Mund aus. Jetzt gefällt mir das kräftige Bier richtig gut. Nach dem intensiven Körper ist der Abgang erstaunlich mild.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

18,3 %

Brauerei:

Tucher Traditionsbrauerei
90409 Nürnberg/Fürth
www.tucher.de