26. – 28. 2. 2016: Braukunst Live – Internationales Festival der feinen Biere in München

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die deutsche Craft-Beer-Szene im MVG Museum in München trifft. Aber auch die Brauer aus dem Ausland sind auf diese Messe aufmerksam geworden, so dass wir uns auf eine umfassende Biermesse freuen dürfen. Karten zum Preis ab EUR 22,50 gibt es unter http://www.braukunst-live.com/tickets/#regdl=braukunst-live-in-munchen. Nun ist es ja sicherlich sinnvoll zu so einem Event nicht mit dem eigenen Auto zu fahren, sondern die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Das haben sich auch die Veranstalter der Braukunst Live gesagt und einen Busshuttle von und zur U-Bahn-Station Giesinger Bahnhof organisiert.

Alpirsbacher Weihnachtsbier 2015

Nachdem nun der erste Advent naht ist es an der Zeit, einmal eines der vielen Weihnachts- und Winterbiere zu verkosten. Ich habe mir das Alpirsbacher Weihnachtsbier aus Baden-Württemberg vorgenommen. Da die Etiketten nicht viel über das Bier verraten beginne ich direkt mit der Verkostung.

Leuchtend goldgelb zeigt sich das Bier im Glas. Darüber recht wenig weißer und feinporiger Schaum, der sich leider recht schnell auflöst. Dafür entschädigt aber die reichlich vorhandene Kohlensäure.

Das Aroma wird vom Malzduft bestimmt, unterstützt von Vanille und Trockenfrüchten. Die Rohstoffe hat die Brauerei auf jeden Fall sorgfältig ausgewählt.

Der Antrunk ist recht neutral, aber bevor ich Zeit habe, mich darüber zu wundern, entwickelt sich zunächst ein leicht saurer Geschmack, der dann in ein angenehmes Bitter übergeht. Dass sich der Geschmack ändert, je nachdem an welcher Stelle der Zunge gerade verkostet wird, ist ja normal. Aber bei diesem Bier habe ich wirklich den Eindruck, dass sich der Geschmack im Mund verändert. Außerdem ist der Geschmack wirklich intensiv, so dass ich eigentlich mehr als die 5,6 % Alkohol erwartet hätte. Der Abgang war dann überraschend neutral, keine Bitterstoffe in der Kehle zu schmecken. Das könnte aber auch an meiner derzeitigen Erkältung liegen.

Alles in Allem ein sehr gutes Bockbier, das aber durchaus noch etwas Potential nach oben hat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Alpirsbacher Klosterbräu
72275 Alpirsbach
http://www.alpirsbacher.de

Doppelbock-Gelee

Heute teste ich mal wieder etwas Süßes, ein Doppelbock-Gelee aus der kleinsten Brauerei Deutschlands. Gekauft habe ich dieses Gelee auf dem Hauptmarkt in Nürnberg, wo der Brauer, der alleine arbeitet, seine Produkte den Konsumenten direkt anbietet.

Die Farbe stammt vom Bier, wurden keinerlei Farbstoffe zugesetzt. Der Duft wird hauptsächlich durch das Malz bestimmt, allerdings ahnt bereits die Nase, dass es sich um ein recht süßes Produkt handelt. Aber das ist für ein Gelee weder ungewöhnlich noch ist es ein Fehler. Der Geschmack bestätigt, was die Nase bereits ankündigte: das Gelee ist wirklich sehr süß. Auch wenn das Herbe des Bieres deutlich durchkommt, wäre dieses Gelee vermutlich mit etwas weniger Zucker noch schmackhafter. Aber das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Wenn Sie einmal auf den Hauptmarkt von Nürnberg kommen, sollten Sie nicht versäumen, sich ein Glas dieses Produkts mitzunehmen. Es lohnt sich.

Zutaten:
Doppelbock
Gelierzucker (Zucker, Zitronensäure, Pektin)


Hersteller:
Red Castle Brew
90562 Heroldsberg

Update vom 2. März 2017: Die Website der Brauerei ist leider nicht mehr erreichbar. Vermutlich gibt es die Brauerei nicht mehr.

20. 2. 2016 – 24. 7. 2016: Bier, Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot

 

Bekanntlich trat am 23. April 1516 das Reinheitsgebot für Bier in Bayern in Kraft. Später wurde es auf ganz Deutschland ausgeweitet und ist heute in die Bierverordnung aufgegangen. Passend zum 500-jährigen Jubiläum des Gesetzes zeigt das TECHNOSEUM in Mannheim vom 20. Februar bis zum 24. Juli 2016 eine Sonderausstellung zum Thema „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“. Dabei stehen nicht nur die Geschichte und Professionalisierung der Herstellung im Mittelpunkt, sondern auch die Inszenierung von Bier in der Werbung und seine Bedeutung als Markenartikel und Imagefaktor für die Bundesrepublik. Auch die Aspekte Rausch und Sucht sowie Prävention werden zur Sprache kommen.

Beim Bier vereinen sich Technik-, Sozial- und Kulturgeschichte. Dies dokumentiert das TECHNOSEUM: So war es eine Brauerei, die dem Tüftler Carl Linde den Auftrag gab, eine Kältemaschine zu konstruieren, mit der sich gärendes Bier kühlen ließ – der Vorläufer unserer heutigen Kühlschränke. Technische Innovationen wie der Kronkorken, der 1892 patentiert wurde, oder die Entwicklung der Dose hatten nicht zuletzt gesellschaftliche Auswirkungen und verlagerten den Biergenuss von der Kneipe ins heimische Wohnzimmer. Die Ausstellung bringt den Besucherinnen und Besuchern 4.000 Jahre Bierbrauen nahe, angefangen beim Brotbrei der Sumerer bis zur industriellen Herstellung in heutiger Zeit. Ausstellungsobjekte wie eine Sudhaube, ein Stammwürzekühler und eine Bierkutsche machen den Brauprozess und die Distribution des Bieres nachvollziehbar. An interaktiven Stationen lassen sich Bierdeckel mit Stempeln individuell verzieren und Hopfendolden unter dem Mikroskop betrachten – oder man kann endlich einmal heraus-finden, was es mit dem unter- und obergärigen Bier auf sich hat.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.technoseum.de.

15. – 24. Januar 2016: Grüne Woche Berlin

Zum 500. Jubiläum kann auch die Grüne Woche in Berlin nicht abseits stehen und bietet ein umfangreiches Angebot rund um das Thema Bier an. Eine Ausstellersuche nach „Bier“ bringt aktuell mehr als 144 Treffer. Die Aussteller kommen aus 22 Ländern. Die Auswahl ist also riesig. Auch wenn nicht alle Aussteller für den geneigten Ausstellungsbesucher interessant sind, bleibt immer noch genug Stoff für einen mehrtägigen Besuch. Außerdem ist auf diesem Event nicht nur das Thema Bier interessant, sondern es gibt noch viele andere ansprechende Themengebiete. Also: diesen Termin unbedingt vormerken. Nähere Informationen finden Sie unter www.gruenewoche.de.

Schlaubetaler Landbier

Nun steht wieder ein Bier aus der Klosterbrauerei in Neuzelle vor mir, ein Lager, Schlaubetaler Landbier genannt. Zunächst einmal wollte ich selbstverständlich wissen, wo dieser doch etwas merkwürdig anmutende Name herkommt. Das Schlaubetal ist ein Naturpark in Brandenburg und lässt sich vermutlich kaum besser beschreiben als es auf der offiziellen Homepage des Naturparks geschieht: „Der Naturpark Schlaubetal ist ein kleines Wanderparadies südöstlich von Berlin. Im Norden prägen ihn die Wälder und die darin eingeschnittenen Täler der Flüsse Schlaube, Dorche, Oelse und Demnitz.Insbesondere das Tal der Schlaube, oft als schönstes Bachtal Ostbrandenburgs gelobt, ist seit vielen Jahrzehnten ein zu jeder Jahreszeit beliebtes Wandergebiet mit einem gut ausgebauten Wegenetz. An den Hängen des Schlaubetals wachsen Laubwälder. Durch das dichte Nebeneinander von nährstoffarmen Sandböden, kalkhaltigem Mergel und nassen Moorböden ist ein buntes Mosaik mit einem großen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten entstanden. Die Geschichte der Region ist eng mit dem Kloster Neuzelle des Zisterzienserordens verbunden.“ Damit wäre das schon mal geklärt. Kommen wir also zum wichtigsten Thema, dem Bier.

In einem hellen Goldgelb zeigt sich das Bier im Glas, darüber eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt. Die Kohlensäure ist reichlich vorhanden und lebhaft.

Das Aroma wird durch das Gerstenmalz bestimmt, schon der Duft ist etwas bitter und zeigt eine leichte Säure. Insgesamt ist das Aroma aber ausgeglichen und angenehm.

Der Antrunk zeigt nur eine leichte Süße, während die reichlich vorhandene Kohlensäure dem Bier von Anfang an eine Spritzigkeit verleiht. Der Körper ist erfrischend bitter und durch die lebhafte Kohlensäure durchaus süffig, auch wenn dem Bier ein noch etwas intensiverer Geschmack sicher gut zu Gesicht stehen würde. Aber das ist eine Frage des individuellen Geschmacks. Der Abgang ist sehr mild und der Geschmack bleibt nur kurze Zeit erhalten.

Es ist halt ein Bier für alle, die es nicht so herb mögen. Sie sind aber mit diesem Bier durchaus gut beraten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
15898 Neuzelle
http://www.klosterbrauerei.com

Dieses Bier können Sie portofrei bestellen, indem Sie auf den folgenden Banner klicken:

Seelsorger-Bier

Nun habe ich mal wieder ein Bier aus der Klosterbrauerei Neuzelle in der Lausitz vor mir stehen, das Seelsorger-Bier. Woher der Name kommt ist mir nicht bekannt, aber Sie müssen keine Angst haben, Sie müssen wirklich weder vor noch nach dem Genuss dieses Getränks beten.

Golden, klar und mit lebhafter Kohlensäure zeigt sich das Bier im Glas. Darüber sehe ich viel feinporigen Schaum, reinweiß und mit langer Standzeit. Optisch ist das Bier also schon mal makellos.

Dazu kommt noch das Aroma: Das Malz dominiert und wird durch Anklänge von Vanille und Banane unterstützt. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist vor allem spritzig. Da aus Neuzelle häufig Biere kommen, die recht süß sind, hatte ich das auch beim Seelsorger-Bier erwartet. Positiv überrascht kann ich hier feststellen, dass das hier nicht der Fall ist. Die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt von Anfang an für eine angenehme Spritzigkeit. Aber dieses Bier kann mich noch einmal überraschen: die Bitterstoffe des Hopfens machen sich zunächst sehr dezent auf der Zunge breit, so dass ich schon beinahe enttäuscht war. Aber dann werden sie immer stärker, ohne aber unangenehm zu werden. So würde ich mir häufiger ein Bier wünschen. Der Abgang ist dann wieder überraschend mild.

Für meinen Geschmack eines der besten Pils-Biere aus dem Osten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
15898 Neuzelle
http://www.klosterbrauerei.com

Dieses Bier können Sie portofrei bestellen, indem Sie auf den folgenden Banner klicken:

Bacchus Frambozenbier

Lange habe ich kein Kriek mehr getestet. Diese Biersorte ist wohl auch eher etwas für den Sommer und jetzt haben wir bereits Ende November. Aber mit einem Himbeerbier sich etwas Sommer in den Herbst zu retten hat ja auch etwas für sich. Und dann war das Bier im Regal auch sehr auffällig, die grüne Flasche mit 37,5 cl war von oben bis unten durch Papier verhüllt.

Bei so viel Papier können wir wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, dass wir auch so einige Informationen erhalten. Zunächst einmal wird mir klar, dass dieses belgische Bier nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht. Das liegt nicht nur an den 12,5 % Himbeeren, die in diesem Bier verbraut worden sind, sondern bei der Herstellung dieser Spezialität wurden auch Zucker und Süßstoff verwendet. Aber gut, damit müssen wir bei ausländischen Bieren immer rechnen und diese Zusätze mindern auch nicht zwingend die Qualität des Bieres. Was mich etwas mehr stört ist die nicht vollständige Zutatenliste. Enthalten sind in diesem Bier (in der Reihenfolge der Erwähnung im Text auf der Verpackung der Flasche: Himbeeren, Zucker, Süßstoff, Gerstenmalz, Weizen. Lassen wir uns also überraschen.

Im Glas zeigt sich das Bier in einem sehr dunklen Braun. Darüber eine mittlere Menge beiger Schaum, feinporig aber recht kurzlebig.

Das Aroma wird eindeutig von den Himbeeren dominiert, auch wenn mit einem Hopfenaroma auch etwas Herbes durchkommt.

Wie nicht anders zu erwarten ist der Antrunk süß und durch einen intensiven Himbeergeschmack bestimmt. Auch der Körper des Bieres ist sehr fruchtig, es kommt aber auch eine gewisse Herbheit durch das Bier zum Vorschein. Das Ganze wird noch durch eine lebhafte Kohlensäure unterstützt. Der Abgang ist absolut neutral und das einzige enttäuschende Element in diesem ungewöhnlichen Bier.

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Castle Brewery
Van Honsebrouck Belgium
Oostrezebekestraat 43
V-8770 Ingelmunster
http://www.vanhonsebrouck.be

Ratsherrn Weißbier

Nun steht wieder ein Bier aus den Schanzenhöfen in Hamburg vor mir, das Ratsherrn Weißbier. Auf dem Rückenetikett brüstet sich die Brauerei damit, eine Weißbiertradition aus dem 14. Jahrhundert wieder aufleben zu lassen. Wenn dies stimmt ist die Tradition des Weizenbiers in Hamburg noch satte 200 Jahre älter als die Tradition der Herstellung von Rotbier. Ehrlich gesagt habe ich von Weiß- und Rotbier in Hamburg sonst noch nie etwas gehört und ich konnte auch im Internet keinerlei Quellen finden, die diese Traditionen belegen. Aber es geht hier schließlich um die Qualität des heute gebrauten Bieres, nicht um die erstmalige Herstellung der jeweiligen Brauspezialität.

Mir fällt auf, dass Ratsherrn bei seinem Weißbier auf dem Rückenetikett weder die verwendeten Malz- noch die Hopfensorten angibt. Bei anderen Bieren aus dieser Brauerei werden diese Informationen gegeben. Auch im Internet finde ich keine vollständige Auflistung, sondern lediglich die Angabe, dass sechs Malzsorten und der Aromahopfen Topaz aus Neuseeland verwendet werden. Aber gut, damit geben die Brauer aus dem Schanzenviertel schließlich auch schon mehr Informationen heraus als die meisten Brauer in Bayern. Nun will ich aber mich endlich dem Bier zuwenden.

Bernsteinfarben mit einem Schuss Braun und mit einer minimalen Trübung durch die enthaltene Hefe steht das Bier im Glas. Darüber steht ein weißer feinporiger, fast cremiger, Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Dazu sehe ich eine ganze Menge lebhafter Kohlensäure. Ich muss sagen, zumindest optisch haben die Brauer keinen Fehler gemacht.

Das Aroma ist durch das Weizenmalz geprägt, etwas teigig, leicht süßlich mit einem Hauch nach Bananen und Trockenfrüchten. Dem Duft fehlt höchstens etwas der saure Ton, der vielen Weizenbieren zu Eigen ist. Auch hier kann ich nicht meckern.

Der Antrunk ist kaum süß und schnell breitet sich der Geschmack des Malzes zusammen mit einem leichten Röstgeschmack im Mund aus. Dazu kommt eine ausgewogene Menge an Bitterstoffen. Der Abgang ist auffallend mild und er klingt nicht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,8 %

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
20357 Hamburg
http://www.ratsherrn.de

Ratsherrn Rasenmäher

Wieder einmal steht ein Bier aus den Schanzenhöfen in Hamburg vor mir, diesmal das Session Pils. Da mir bislang die Biere aus dieser norddeutschen Brauerei immer ausgesprochen gemundet haben (ja, diese Brauer können nicht nur Pilsener Biere brauen), sind meine Erwartungen entsprechend hoch. Daher will ich mir ohne lange Vorrede gleich mal eine Probe einschenken. Aber Moment, was heißt hier Rasenmäher? Auf dem Rückenetikett wird das folgendermaßen erklärt: „Unser drittes Pils aus der Dry Hopped Reihe ist ein echtes Rasenmäher. So werden im Allgemeinen Biere mit einem niedrigen Alkoholgehalt genannt. Frisch, kaltgehopft und mit vollem Geschmack ist unser Rasenmäher das perfekte Gerät für jede Gelegenheit!“ Ich übersetze das mal: nach dem Genuss eines Bieres sollte niemand mehr fahren (in der DDR war halt nicht alles schlecht). Aber um einen Rasenmäher vor sich her zu schupsen reicht es noch immer… Nun aber zur Bierprobe.

Goldgelb und klarzeigt sich das Bier im Glas, dazu eine sehr lebhafte Kohlensäure. Darüber steht ein feinporiger reinweißer Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Das Aroma ist intensiv hopfenbetont, nach Orangenschale und anderen Zitrusfrüchten, wobei aber auch das Malz noch zu seinem Recht kommt. Fast könnte dieses Pils als IPA durchgehen.

Der Antrunk hält die nächste Überraschung bereit. Er ist kaum süß und kaum ist das Bier über die Zungenspitze hinausgekommen, drängen sich die Bitterstoffe des Hopfens in den Vordergrund. Das Bittere wird durch eine leichte Säure unterstützt. Dieses Bier ist extrem spritzig und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure recht süffig. Der Abgang ist intensiv bitter und lang anhaltend, dabei aber sehr angenehm.

Alles in Allem haben wir hier ein absolut ungewöhnliches Pils, das sicher nicht jedem schmecken wird, das aber sicherlich wert ist, einen Versuch zu wagen.

Zutaten:

Wasser
Gerstenmalz (Pilsener, Wiener Carapils), Hopfen (Citra, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

28

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
Schanzenhöfe
20357 Hamburg
http://www.ratsherrn.de