Preise auf dem Oktoberfest 2016 veröffentlicht

Am 17. September ist es so weit – das 183. Münchener Oktoberfest öffnet seine Pforten. Jedes Jahr kommen etwa sechs Millionen Menschen, um das nach eigenen Angaben größte Volksfest der Welt zu besuchen und dort etwa 7,5 Millionen Liter Bier zu trinken. Dazu kommt Essen und auch die Fahrgeschäfte kosten Geld, so dass jeder Besucher des Oktoberfests im Durchschnitt 60 Euro auf dem Festgelände ausgibt. Das ist in Bayern einfach Tradition, genau wie die in jedem Jahr steigenden Bierpreise. In diesem Jahr liegen sie zwischen 10,40 und 10,70 Euro für den Liter und damit durchschnittlich 3,11 % höher als im letzten Jahr. Es gibt auch keinerlei Anzeichen, dass der Trend zu den jährlichen Preiserhöhungen zu Ende sein könnte. Vermutlich dürften daher im nächsten Jahr die ersten Zelte mehr als 11 Euro für eine Maß Bier verlangen – und sie werden dieses Geld mit Sicherheit auch bekommen.

Auch die Preise der alkoholfreien Getränke legen in diesem Jahr zu. Den Liter Mineralwasser wird es in diesem Jahr für 6,80 Euro bis 10,20 Euro geben; der Durchschnitt liegt bei 8,27 Euro.

Ich war persönlich noch nie auf dem Oktoberfest – und ehrlich gesagt reizt es mich auch von Jahr zu Jahr weniger. Das gilt besonders, seit Michael Möller, Chef der Hofbräu-Brauerei in München, im letzten Jahr gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ geäußert hat, dass Genuss auf der Wiesn nichts verloren hat.

Nun erscheint der Preis für das Bier selbstverständlich sehr hoch. Jan-Ulrich Bittlinger ist Vorsitzender des Vereins gegen betrügerisches Einschenken, einer Art Biertrinker-Gewerkschaft, und stellt gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fest: „Die Schankmoral ist deutlich besser geworden“. Er erklärt weiter: wird ein Wirt mehrfach dabei erwischt, dass die Maß weniger als 0,9 Liter Bier enthält, muss er mit empfindlichen Strafen rechnen, im Extremfall sogar mit dem Verlust seiner Schankerlaubnis. Immerhin, damit ist zumindest ein Teil der Mehrkosten ausgeglichen.

Die FAZ hat auch mal bei Toni Roiderer nachgefragt, wo die Preise herkommen. Er ist seit 1989 Wiesn-Wirt und seit 2002 Sprecher der Wiesn-Wirte. Er rechnet vor: „Der Zeltaufbau kostet über zwei Millionen Euro.“ Für die Bewachung zahle er 400 000 Euro, mehr als 100 Ordner sollen für Sicherheit sorgen. Insgesamt habe er 600 Mitarbeiter im Zelt, und die Musikkapelle komme auch noch dazu. Und die Stadt kassiert bis zu 300 000 Euro Platzgebühr für ein Festzelt. Die Kosten sind also erheblich und auch wenn wir die Kalkulation nicht nachvollziehen können, sollte jedem klar sein, dass das Oktoberfest keine Discounter-Veranstaltung sein kann. Ob jemand mehr als 10 Euro für ein Bier ausgeben möchte, muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Wenn Sie das Oktoberfest 2016 besuchen wollen, wünsche ich Ihnen auf jeden Fall viel Spaß.

Fuller’s London Porter

Porter ist bekanntlich eine Bierspezialität aus England und jetzt will ich mal wieder ein Porter aus seinem Heimatland testen. Vor mir steht das London Porter aus der Brauerei Fuller in London. Die Brauerei preist das Bier als das weltbeste Porter an. Dementsprechend hoch kann ich daher meine Erwartungen schrauben.

Schwarz, wirklich schwarz zeigt sich das Bier im Glas. Es ist absolut blickdicht. Ich kann also einen sehr intensiven Genuss erwarten. Außerdem bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger haselnussbrauner Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier also perfekt.

Das Bier duftet intensiv nach Toffee, Kaffee und Trockenfrüchten. Der Antrunk ist malzbetont, dabei aber weniger süß als ich erwartet habe. Zusätzlich fällt mir auf, dass das Bier nicht allzu viel Kohlensäure enthält, die dafür aber sehr mild ist. Der Körper ist wuchtig. Röststoffe bestimmen den Geschmack, dazu kommen Espressonoten durch. Außerdem fällt mir eine leichte Säure auf, die aber gut zu den Röststoffaromen passt. Der Abgang wird durch die Säure dominiert, Bitterstoffe sind nur wenig vorhanden. Der Geschmack der Röststoffe bleibt lange erhalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale, Crystal, Chocolate, Brown), Hopfen (Fuggles), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Fuller Smith & Turner PLC
Chiswick Lane Soutth
London W4 208
England
www.fullers.co.uk

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Moritz Fiege Schwarzbier

Ich wohne ja mitten im Ruhrgebiet. Und jetzt ist mir aufgefallen, dass ich bislang kaum Biere der hier ansässigen Brauereien getestet habe. Da wird es aber dringend Zeit, dass ich das nachhole. Heute beginne ich mal mit dem Schwarzbier aus der Brauerei Moritz Fliege in Bochum. Falls Sie Fiege und Bochum nicht kennen: diese Brauerei ist in Bochum der absolute Platzhirsch und der Großteil der Gaststätten in Bochum schenkt die Brauspezialitäten von Fiege aus. Kaum überschreitet man die Stadtgrenzen, findet sich kaum noch eine Gastronomie, in der Fiege ausgeschenkt wird und das Bier gibt es nur noch in Geschäften und Getränkemärkten. Ehrlich gesagt würde ich mir eine solche Situation auch in anderen Städten wünschen, denn das würde der Regionalität des Biers sowie der Vielfalt sicher guttun.

Bevor ich das Bier einschenke werfe ich noch einen Blick auf die Etiketten und auf die Website der Brauerei, um schon mal einige Informationen über das Bier zu erhalten. Dabei fiel mir folgende Angabe auf: Die Brauerei schreibt, dass das Bier aus einer Mischung von Pilsener Malz und hellem Karamellmalz gebraut wird. Wie braut jemand aus zwei hellen Malzsorten ein Schwarzbier? Wie kommt die Frage ins Bier? Ich werde mal bei der Brauerei nachfragen und wenn ich eine Antwort erhalten sollte, werde ich diesen Artikel entsprechend aktualisieren. Kommen wir jetzt aber zum Bier.

Wirklich schwarz zeigt sich das Bier im Glas. Erst als ich es gegen das Licht halte, schimmert etwas Rot durch. Das Bier ist fast blickdicht. Ich kann mich also auf einen kräftigen Geschmack freuen. Der haselnussbraune Schaum ist in einer durchschnittlichen Menge vorhanden und er bleibt lange erhalten. Optisch hat die Brauerei also alles richtiggemacht.

Das Aroma wird durch das Malz bestimmt. Das Bier duftet nach Karamell und bringt auch kräftige Röstaromen mit sich. Der Antrunk ist weniger süß als ich erwartet habe, eher leicht trocken. Außerdem zeigt sich, dass die Kohlensäure sehr feinperlig ist. Der Körper ist röststoffbetont und es kommen deutliche Kaffeenoten durch. Die Säure ist sehr zurückhaltend. Erst im Abgang kommt etwas Bitter durch und der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Insgesamt ein sehr angenehmes Bier, das gut zu einer gutbürgerlichen Küche passt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, helles Karamellmalz), Hopfen (Taurus, Perle, Tettnanger)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

12,15 %

Brauerei:

Moritz Fiege GmbH & Co. KG
Moritz-Fiege-Str. 1
44787 Bochum
www.moritzfiege.de

Sebaldus Helles Hefe

Lange habe ich kein Weizenbier mehr getestet und auch lange kein Bier aus Franken. Es ist also höchste Zeit, das Sebaldus Helles Hefe aus Nürnberg zu verkosten. Das andere Bier aus der Sebaldus-Brauerei in Nürnberg habe ich bereits vor längerer Zeit beschrieben und ich habe es noch in guter Erinnerung. Mal sehen, ob das helle Weizen ebenfalls so gut ist.

Golden und hefetrüb zeigt sich das Bier im Glas, darüber weizentypisch sehr viel cremiger reinweißer Schaum, der sich nur langsam auflöst. Zumindest optisch handelt es sich hier um ein Hefeweizen wie im Bilderbuch.

Das Bier duftet fruchtig nach Banane und anderen hellen Früchten, dazu leicht teigig. Nicht nur die Optik, sondern auch das Aroma ist absolut typisch für Weizenbier.

Der Antrunk ist leicht süß und ich stelle fest, dass die Kohlensäure nicht nur feinperlig, sondern auch kräftig ist. Wie erwartet ist auch der der Körper intensiv und vollmundig; Süße, Bitter und Säure halten sich sehr gut die Waage. Der Abgang ist leicht Bitter mit einigen Säurenoten. Leider klingt der Geschmack nur kurz nach.

Wir haben hier ein wunderbares Bier für einen lauen Sommerabend. Es passt also hervorragend in diese Jahreszeit.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Brauerei:

Tucher Traditionsbrauerei
90409 Nürnberg/Fürth

Big Job

Nun habe ich mal wieder ein IPA aus England vor mir stehen. Genauer Gesagt ein Cornish Double IPA. Das Rückenetikett trägt dick auf und schraubt meine Erwartungen in ungeahnte Höhen: „If a job’s worth doing, it’s worth overdoing!“ steht da. Muss die Übertreibung wirklich sein? Egal – ich erfahre zusätzlich, dass es sich u ein großes Bier handelt, knochentrocken. Na, da bin ich ja mal gespannt. Gieße ich mir also das Bier ein.

Intensiv goldgelb und klar präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber relativ wenig feinporiger Schaum, der sich aber leider recht schnell auflöst. Dazu sehe ich vergleichsweise wenig Kohlensäure.

Das Aroma ist betörend – Ananas, Zitronenschale, dazu etwas Würziges im Hintergrund, das ich aber nicht genauer identifizieren kann. Alles in Allem macht das Bier bis hierher einen recht guten Eindruck. Lediglich der fehlende Schaum irritiert mich etwas. Der Antrunk ist wie erwartet wenig süß. Jetzt merke ich auch, dass das Bier zwar wie gesehen relativ wenig Kohlensäure enthält, dass diese aber feinperlig und sehr intensiv ist. Intensiv ist auch der Körper, sehr bitter, aber trotzdem angenehm bitter. Jetzt verstehe ich auch, was die Brauerei mit „knochentrocken“ meint. Der Abgang ist dann überraschend mild. Ich hätte ihn mir wirklich kräftiger vorgestellt. Der Geschmack bleibt auch nur durchschnittlich lange in der Kehle.

Das Bier hat mich wirklich überrascht. Der erste Schluck überzeugte mich noch nicht so richtig. Ich merkte zwar sofort, dass es sich um ein wirklich ordentliches IPA handelt, aber anfangs konnte es mich nicht so ganz überzeugen. Aber irgendwie wurde das Bier mit jedem Schluck besser und wusste ich immer besser bei mir einzuschmeicheln. Hätte ich noch ein gutes thailändisches Essen zu diesem Bier gehabt, wäre es perfekt gewesen (oder zumindest fast perfekt).

Zutaten:

Quellwasser, Malz (Maris Otter, PaleAleMalz, Lagermalz), Weizenmehl, Hopfen (Nugget, Centennial, Citra, Cascade)

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Brauerei:

ST Astell Brewery Co. Ltd.
63 Trevarthian Road
St Austell
Cornwall
PL25 4BY
Großbritannien

Kasztelan Chmielowe

Nun teste ich erstmals ein Bier aus Polen. Es handelt sich um ein Lager. Auf dem vorderen Etikett sind Hopfendolden abgebildet, das Rückenetikett schreibt etwas von Tradition und Braukunst. Das Bier muss also wohl etwas ganz Besonderes sein – oder sollte es sich um einen Blender handeln? Für einen Blender spricht schon mal, dass die Brauerei nicht genannt wird, sondern das Rückenetikett sagt lediglich aus, dass die Distribution dieses Bieres von Carlsberg in Warschau organisiert wird. Hätte ich mir beim Kauf die Etiketten genauer ansehen sollen? Aber ich will jetzt keine Vorurteile aufkommen lassen, sondern ich mache jetzt erst einmal die Flasche auf.

Das Bier zeigt sich in einem sehr hellen Gelb. Es ist kristallklar und macht einen fast wässrigen Eindruck. Dazu kommt eine durchschnittliche Menge gemischtporiger Schaum, der aber relativ schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma wird durch Karamell geprägt, dazu Bitternoten des Hopfens oder besser gesagt des Hopfenextrakts. Der Antrunk ist recht süß, für meinen Geschmack zu süß. Lediglich die feinperlige Kohlensäure rettet jetzt den Geschmack. Auch der Körper ist süß, zusammen mit einem unangenehmen Bitter. Er hat absolut kein Volumen und wirkt eindimensional und hohl. Der Abgang ist leicht bitter, wirkt aber auch absolut nichtssagend.

Würde es sich hier um ein alkoholfreies Bier handeln, würde ich sagen, dass die Brauerei noch etwas üben muss und dass es noch etwas werden kann. Schließlich geht mit dem Alkoholentzug auch ein Teil des Geschmacks verloren. Aber dieses Bier hat 5,2 %, damit sollte es einen vollen Geschmack aufweisen. Da kann ich nur sagen: Ziel verfehlt.

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Vertrieb durch:

Carlsberg Polska SP. Z. o.o.
ul. Ilzecka 24
02-135 Warzawa
Polen

Strong Suffolk Dark Ale

Ich weiß gar nicht, weshalb ich schon so lange kein Bier aus Großbritannien mehr verkostet habe. Auch wenn der Geschmack des Essens auf der Insel eine legendär schlechte Qualität hat, können die Engländer doch richtig gutes Bier brauen. Nun steht ein Dark Ale vor mir, das Strong Suffolk aus der Greene King Brewery.

Dunkel Mahagoni präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber ein feinporiger haselnussbrauner Schaum, der sich aber leider recht flott auflöst.

Das Aroma ist durch das Malz dominiert und eine leichte Rauchnote verbindet sich mit dem Duft von Madeira zu einem harmonischen Ganzen.

Der Antrunk ist recht süß, was aber aufgrund der reichlich vorhandenen feinperligen Kohlensäure nicht unangenehm ist. Schnell entwickelt sich auf der Zunge ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Geschmäcker: Röstnoten, Whiskey, Kaffee… Bei diesem Bier habe ich wirklich den Eindruck, bei jedem Schluck zusätzliche Nuancen herauszuschmecken. Allein schon dafür hat es sich gelohnt, dieses Bier zu kaufen. Der Abgang ist nur leicht bitter, wird aber von einem leichten Whiskeygeschmack sowie einer leichten Säure begleitet.

Dieses Bier ist wunderbar ausgeglichen, ich könnte auch sagen, es ist ein Gesamtkunstwerk.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

Greene King Brewery
Westgate St, Bury St Edmunds
Suffolk IP33 1QT
Großbritannien
www.greeneking.co.uk

DIE BIEROTHEK

Hösl Whiskey-Weiße

Wieder einmal steht ein Bier vor mir, von dem ich mir etwas ganz besonderes verspreche – das Whiskey-Weiße aus der Brauerei Hösl in der Oberpfalz. Die Bezeichnung Whiskey sagt aus, dass das Gerstenmalz, das normalerweise auch im Weizenbier enthalten ist, durch Whiskey-Malz ersetzt wird. Dieses Malz wird ebenfalls aus Gerste hergestellt, es wird aber anders gedarrt. Mal sehen, ob sich dieser Unterschied auch im Geschmack wiederfindet.

Beim Einschenken fällt nicht nur die typische braune Farbe eines Whiskey-Biers mit der Trübheit durch die Hefe auf, sondern auch der für ein Weizenbier absolut untypische Schaum. Er ist braun, sehr grobporig und fällt in Nullkommanichts in sich zusammen. Der Schaum erinnert eher an den kleinen Schaumrest beim Einschenken von Cola. Da hätte ich wirklich etwas anderes erwartet. Optisch kann das Bier mich also nur teilweise überzeugen.

Der Duft des Rauchmalzes duftet bereits nach Whiskey und macht Lust auf den ersten Schluck. Und tatsächlich – bereits im Antrunk fällt die rauchige Note des Malzes angenehm auf, zusammen mit dem Geschmack der Hefe. Dieser runde und angenehme Geschmack intensiviert sich im Mund noch weiter. Der Hopfen kommt im Abgang nur sehr schwach zum Vorschein. Geschmacklich ist an diesem Bier absolut nichts auszusetzen.

Nicht jeder mag den Geschmack des Whiskey-Malzes, aber wenn Sie das Bier einmal in Ihrem Getränkemarkt sehen sollten Sie es auf jeden Fall mitnehmen. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Whiskeymalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Hösl
95666 Mitterteich
http://www.hoeslbraeu.de

DIE BIEROTHEK

Mashsee Hafensänger Black Porter

Nun steht mal ein Bier aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover vor mir, das Mashsee Hafensänger Baltic Porter. Pate bei der Namensgebung war der Maschsee, das südlich der Innenstadt gelegene und mit einer Größe von 78 Hektar größte künstliche Gewässer in Hannover. Die Brauerei liegt nur wenige hundert Meter von diesem Naherholungsgebiet entfernt. Aber kommen wir zum Bier.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Darüber eine durchschnittliche Menge haselnussbrauner cremiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Also, optisch hat das Bier bei mir schon mal gewonnen. Mal sehen, ob das Bier geschmacklich mit der Optik mithalten kann.

Das Aroma ist bestechend komplex. Ich nehme Noten von Karamell, Kaffee, Kakao und Schokolade fest, dazu einen leichten säuerlichen Duft sowie Rauch.

Der Antrunk ist mäßig süß, aber nicht so sehr, wie ich es erwartet hätte. Dazu zeigt sich die sehr feinperlige Kohlensäure. Der Körper ist ähnlich komplex wie das Aroma. Karamell zeigt sich, dazu leichte Röstaromen sowie die Säure, die ich bereits im Aroma feststellen konnte. Mir persönlich ist die Säure etwas zu dominant, aber sie ist noch nicht unangenehm. Erst im sehr trockenen Abgang wird die Säure recht dominant und überdeckt die vermutlich vorhandenen Bitternoten. Spätestens jetzt wird das Bier etwas unausgewogen.

Ich habe den Verdacht, dass Bier irgendwann nicht sachgemäß gelagert wurde. Nur so kann ich mir die vergleichsweise kräftige Säure erklären. Vermutlich wäre das Bier ansonsten runder.

Zutaten:

Wasser, , Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,1 % Vol.

Stammwürze:

16,1° Plato

Bittereinheiten:

34 IBU

Brauerei:

Mashsee Brauerei GmbH & Co. KG
Schlägerstr. 17
30171 Hannover
www.mashsee.de

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Hofbräu München Münchner Sommer

Als ich kürzlich in meinem Getränkemarkt war, bot das Unternehmen ein Sommerbier an. Mitten im Dezember. Trotzdem hat selbstverständlich eine der Flaschen sofort den Weg in meine Tasche gefunden, vor allem, weil ich der Meinung bin, dass die Saisonbiere meist besser sind als die Standardbiere. Jetzt will ich das Bier testen.

Im Glas zeigt das Bier ein kräftiges Goldgelb, eingetrübt durch die darin vorhandene Hefe. Darüber eine kräftige weiße Schaumkrone, die auch recht lange stehenbleibt. Der Duft wird vom Hopfen dominiert, dazu der Duft der Hefe und von Gewürzen. Insgesamt erinnert der Duft deutlich an ein Märzen.

Der Antrunk ist zwar intensiv, aber deutlich milder als es der Duft vermuten lässt. Dafür ist vermutlich die Hefe verantwortlich, die geschmacklich aber diskret im Hintergrund bleibt. Der lange Abgang ist mild bitter.

Doch, dieses süffige Bier erinnert sofort an warme Sommerabende in einem Biergarten in München.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
http://www.hofbraeuhaus.com