Die Brauerei Riegele gehört zu den ältesten Brauereien der Welt. Bereits im Jahr 1386 wurde die Brauerei „Zum Goldenen Roß“ gegründet. Knapp 500 Jahre später erwarb Sebastian Riegele die Braustätte. Dort wird bis heute mit viel handwerklicher Sorgfalt und Leidenschaft gebraut. Aus dieser Brauerei steht jetzt der dunkle Speziator vor mir, ein dunkler Doppelbock mit mehr als 19° Plato. Da kann ich mich ja auf ein besonderes Bier freuen.
In sehr dunklem Bordeauxrot präsentiert sich das Bier im Glas, es ist beinahe schwarz. Darüber bildet sich eine durchschnittliche feste und beige Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt. So stelle ich mir einen dunklen Doppelbock vor.
Das Aroma ist komplex und schwer. Düfte von Röststoffen und auch vom verwendeten Hopfen steigen mir in die Nase. Ich rieche Kaffee, dunkle Schokolade, etwas Haselnuss sowie einen deutlichen Duft nach Rumtopf mit roten Früchten und Kirschen. Wow, das ist echt umwerfend.
Der Antrunk ist süß. Na ja, bei diesem Aroma hätte ich auch gar nichts anderes erwartet. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Kohlensäure gewünscht, die dann noch etwas mehr Frische mit sich gebracht hätte. Aber mal sehen, wie sich das Bier weiterentwickelt. So intensiv wie bereits der Einstieg ist, könnte es durchaus sein, dass Frische gar nicht passen würde. Die malzbetonte Süße bleibt bestehen und mischt sich mit Schokoladennoten und dem Geschmack nach Kaffee und roten Früchten. Unterstützt wird der Geschmack durch angenehme Honig- und Karamellnoten. Dabei versteckt der Speziator seine 7,5 Volumenprozent Alkohol geschickt. Das Bier sorgt für ein weiches und cremiges Mundgefühl und ist dabei wirklich süffig. Der Abgang ist leicht fruchtig, einige Bitterstoffe melden sich zu Wort und klingen recht lange nach.
Zu einem Festessen, beispielsweise einem Rehrücken, passt dieses Bier hervorragend.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Alkoholgehalt:
7,5 % Vol.
Stammwürze:
19,5° Plato
Brauerei:
Brauerei S.Riegele
Frölichstraße 26
86150 Augsburg
www.riegele.de

Dass ich alkoholfreien Bieres kritisch gegenüberstehe (zumindest was den Genusswert betrifft), habe ich schon mehrfach geschrieben und ich will es an dieser Stelle nicht wiederholen. Allerdings billige ich den alkoholfreien Weizenbieren durchaus eine Existenzberechtigung zu, da sie im Sommer ein hervorragender Durstlöscher sind. Das Weizen von Krombacher, das jetzt vor mir steht, hat Ende 2010 von der Stiftung Warentest eine gute Beurteilung erhalten, so dass ich an dieses Bier doch so einige Erwartungen habe. Die besten Einzelbeurteilungen hat das Bier übrigens für die Haltbarkeit des Schaums sowie für seine Schadstoffe erhalten (na gut, für die nicht vorhandenen Schadstoffe). Na, dann wollen wir doch mal sehen, wie sich das alkoholfreie Weizen aus Krombach so macht.
2012 gründete Biersommelier Christian Hans Müller in Aschaffenburg die Hanscraft Brauerei und bietet den Liebhabern von Craftbieren seitdem ein vielfältiges Sortiment besonderer Biere.
Nun steht mal wieder ein Bier aus der Craft Beer-Schmiede BRLO vor mir, das German IPA. Seinen Namen bekam dieses India Pale Ale, da für das Brauen dieses Biers ausschließlich deutsche Hopfensorten verwendet werden. Da in der Regel für IPAs vorwiegend amerikanische Hopfensorten verwendet werden, bin ich auf dieses Bier wirklich gespannt.