Zombräu Blutweisse

Mir gefällt ja die Philosophie der beiden Brauer aus Mirskofen, die sie auf ihrer Homepage zusammenfassen: „Was bereits tot ist, kannst du nicht mehr umbringen! Craft Beer ist kein neues Phänomen, sondern existiert schon seit hunderten von Jahren. Aber mit der industriellen Revolution und der Industrialisierung des Bieres wurden innovative in Handarbeit gebraute Schätze niedergemetzelt und durch Standardbier ersetzt. Gesichtsloses, wässriges Lager, das die Leute nur trinken, weil sie glauben, das müsse so schmecken. Aber sie irren sich gewaltig!“ Die Biere von Tobias und Bastian, die ich bislang verkostet habe, haben bereits bewiesen, dass die beiden die Ansprüche, die sie in ihrer Darstellung formulieren, durchaus erfüllen. Daher freue ich mich auf diesen Biertest.

Vor mir steht jetzt die Blutweisse, ein rotes Weizenbier, das vollkommen ohne Weizen auskommt. Wie das geht? Er wurde einfach durch Dinkel ausgetauscht. Dinkel ist ein enger Verwandter des Weizens, einige Quellen sagen auch, dass der Weizen aus dem Dinkel gezüchtet wurde. Tatsächlich sind die beiden Getreidearten so eng miteinander verwandt, dass sie sich sogar kreuzen lassen. Da der Dinkel zumindest im Brot verbacken intensiver schmeckt als Weizen erwarte ich jetzt ebenfalls eine Geschmacksexplosion. Wikipedia schreibt sogar, dass Dinkel auch von Weizenallergikern vertragen wird. Ich weiß zwar nicht, ob diese Menschen auch auf Weizenbier reagieren, aber falls ja, ist die Blutweisse für diese Personen sicher eine Alternative. Wenn Sie von einer Weizenallergie betroffen sind, sollten Sie das aber vor einem Selbstversuch noch genau abklären. Aber genug der Theorie, jetzt ist es an der Zeit, das Glas zu füllen.

Und wirklich – rot mit einem Braunstich und ist leicht hefetrüb. Die durchschnittlich große Schaumkrone ist fest, hat einen leichten Elfenbeinton und bleibt lange erhalten. Optisch ist das Bier schon mal perfekt.

Ein sattes Getreidearoma steigt mir in die Nase, zusammen mit Karamell- und fruchtigen Aromen nach Banane sowie einigen würzigen Noten. Ich meine Düfte nach Pfeffer und Gewürznelken wahrzunehmen. Das runde Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß, dabei intensiv. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig und sanft. Die Rezenz ist cremig, Malze und Banane bestimmen den Geschmack auf der Zunge. Der Abgang ist wenig bitter, aber er klingt lange nach.

Die Blutweisse hat meine Erwartungen vollkommen erwartet. Sie hat Charakter, ist rund und ausgewogen. Schade, dass es dieses Bier im Ruhrpott nicht zu kaufen gibt; es würde sonst sicher häufiger meinen Kühlschrank bevölkern. Außerdem wird die Blutweisse in 0,33 l-Flaschen geliefert, so dass ich mein kleines Weizenbierglas häufiger mal verwenden könnte.

Zutaten:

Wasser, Dinkelmalz, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Cara50, Cara100, Melanoidinmalz, Special W®), Hopfen (Perle)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürzegehalt:

14° Plato

Bittereinheiten:

11 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
84051 Mirskofen
www.zombraeu.com

27. 4. 2018: Tag der offenen Flaschen in Wien

Am Freitag, 27. April, ab 16:00 Uhr lädt die Stiegl-Ambulanz im neunten Wiener Gemeindebezirk zum „Tag der offenen Flaschen“. Dann verwandelt sich das historische Gebäude des alten AKH in das Zentrum der Biervielfalt. Seien Sie beim Festival der handgebrauten Biere dabei und wählen Sie aus über 100 Biersorten. Biersommeliers, Braumeister & Bierexperten werden Sie mit ihrem umfangreichen Wissen begleiten und Ihnen ein großes Angebot an Bierspezialitäten präsentieren.

Neben der Stieglbrauerei und dem Stiegl-Gut Wildshut präsentieren sich Gastbrauereien aus Österreich und dem Ausland, zum Beispiel Brew Age, Brauerei Gusswerk, Next Level Brewing, Bierfracht.at, Pinzgau Bräu, Erzbergbräu, Marchfelder Storchenbräu, Rodauner Biermanufaktur, Beerlovers, Blakstoc Cider, Brauwerk, Xaver, Woif.

Eintritt ist kostenlos. Als Reisegeld beim Streifzug durch die Welt der Biere dienen Bierjetons um 1 Euro pro Stück, die vor Ort erhältlich sind.

Ein Starterpaket kostet 10,- Euro und dafür erhalten Sie ein exklusives Verkostungsglas (das Sie auch behalten dürfen) sowie 5 Bierjetons. Ausschließlich mit den Bierjetons können Sie die Biere erwerben und genießen.

Für ein stimmungsvolles Ambiente mit musikalischer Unterhaltung sorgt DJ Christian Neuberger. Das gesamte Team der Stiegl-Ambulanz freut sich auf zahlreiche Biergenießer.

Termin, Daten und Fakten

„Tag der offenen Flaschen“

Freitag, 27. April 2018, ab 16 Uhr

Stiegl-Ambulanz,
Alserstraße 4
1090 Wien
Österreich

1. 5. 2018: Bierakademie in der Trinkhalle Bochum

Am kommenden Dienstag ist ein Feiertag, was Thomas aber nicht davon abhält, ab 19.00 Uhr zur Bierakademie in seine Trinkhalle einzuladen. Und wenn die Bierakademie ausgerechnet am Tag der Arbeit stattfindet, soll zumindest ein besonderer Brauer zu Gast sein. Diesmal ist es Thomas von der Wiener Craft-Brauerei Brew Age. Die Brauerei wurde allein im letzten Jahr sechsmal für ihre Biere ausgezeichnet, insgesamt sogar 38 mal. Das ist für eine erst 2013 gegründete Brauerei eine reife Leistung. Der Gastgeber des Abends beschreibt seinen Namensvetter wie folgt: „Vor drei Jahren haben wir die sympathischen Jungs von Brew Age kennengelernt. Sie waren zu Besuch auf der Spirits and Beer in der Jahrhunderthalle. Nach einigen lustigen Abenden in der Trinkhalle konnten wir Ihre Reste von der Messe übernehmen. Seitdem gibt es die leckeren Biere dieser Brauerei immer mal wieder in der Trinkhalle.“ (Zitat aus der Einladungsmail zu diesem Event).

Am Dienstag werden hopfenbetonte Biere (Pale Ale, IPA, Black IPA und New England IPA) im Vordergrund stehen. Wir können uns also auf einen informativen und genussreichen Abend freuen.

Die Veranstaltung findet statt in der Trinkhalle, Herner Str. 8, 44787 Bochum

27. 4. – 30. 4. 2018: Festival der Dortmunder Bierkultur

2016 wurde anlässlich des 500jährigen Jubiläums des Deutschen Reinheitsgebots das Festival der Dortmunder Bierkultur aus der Taufe gehoben. Wie es sich für die ehemalige Bierhauptstadt gehört, startete das Festival an historischer Stätte, vor um Dortmunder U in absoluter Bahnhofsnähe. Ende April geht es nun in die dritte Runde. Auch in diesem Jahr können wieder viele Biere aus der Region und aus anderen Gegenden getrunken werden, vom traditionell im Ruhrpott favorisierten Pils über Pale Ales bis hin zum obergärigen Starkbier. Passend zu den leckeren Bieren gibt es eine Auswahl an schmackhaftem Street Food und natürlich Musik!

Apoldaer Spezial Domi als Bier des Monats April 2018 gekürt

Zum „Bier des Monats April 2018“ wurde vom deutschlandweiten ProBier-Club.de die Bierspezialität „Apoldaer Spezial Domi“ von der Vereinsbrauerei Apolda aus Apolda gewählt. Das „Bier des Monats“ ist ein bundesweiter Preis, der in jedem Monat nur einer deutschen Brauerei verliehen wird. Ziel von ProBier-Club.de ist es, Bierliebhaber/ -innen auf besondere Bierspezialitäten aufmerksam zu machen, die traditionell handwerklich gebraut werden.

Der Genießerclub wurde 1998 gegründet und wählt seitdem monatlich ein Bier einer Spezialitätenbrauerei zum „Bier des Monats“. Diese Wahl ist gleichzeitig die Nominierung zum „Bier des Jahres“, dem größten und wichtigsten deutschen Konsumentenpreis der deutschen Braubranche.ProBier-Club.de hat weltweit über 6.000 Mitglieder.

Mit der Aktion „Bier des Monats“ werden den Clubmitgliedern monatlich besondere Bierspezialitäten zugesandt, die zuvor von einem Konsumenten-Ausschuss ausgewählt wurden. Mitglied bei ProBier-Club.de kann jeder werden, der gerne die verschiedensten Bierspezialitäten aus Deutschland probieren möchte.

Verkostungsnotiz

Selbstverständlich beschreibt ProBier das Domi auch: Goldgelb und mit einer angenehm festen, schönporigen Schaumkrone präsentiert sich das „Domi“ im Glas. Der Geruch ist sehr würzig und erinnert an Brotkruste, frisches Getreide, etwas Honig und Kräuter. Im Antrunk kommt eine leichte Bittere dazu, wobei sich eine feine Malzsüße anhängt. Die Harmonie von Hopfen und Malz zeigt sich als schwungvoller Tanz auf der Zunge. Die frische Rezenz, die sich außergewöhnlich lange hält, begeistert und zeugt von höchster Braukunst und langsamer und langer Reifung.

Camba IPA

Camba Bavaria wurde im Jahr 2014 von Meiningers International Award als Craft -Brauer des Jahres ausgezeichnet. 2017 erschien in der Welt ein Artikel, in dem die Redaktion die Brauerei als eine der innovativsten Brauereien beschrieb, gemeinsam mit Maisel & Friends. Diese Beschreibung bezog sich allerdings nicht auf das Bier, sondern auf die Produktion. Die Brauerei beschreibt sich auf ihrer Website wie folgt: „Von der Produktion bis hin zum Vertrieb verfolgen wir gemeinsam ein Ziel: unseren Kunden beste Biere zu bieten – dabei steht der persönliche Kontakt und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit stets an erster Stelle. Unsere Expertise und die Bündelung unterschiedlichster Kompetenzen unter einem Dach zeichnet uns als Brauerei aus. Eine internationale Ausrichtung sowie geballtes Branchen-Know-How, ermöglicht es uns, Kunden aus aller Welt zu beliefern und einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.“ Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob sich so viel attestierte Kompetenz auch im Bier niederschlägt.

Mit seiner dunklen Bernsteinfarbe, die einen deutlichen Rotstich aufweist und der kräftigen Hefetrübung spricht mich das Bier schon mal an. Auch die sich darüber bildende sehr voluminöse und sahnige Schaumkrone lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Im Aroma halten sich die Fruchtigkeit des Hopfens und der Malzkörper die Waage. Mir steigen Aromen von Mandarinen, Limetten und Ananas in die Nase, gepaart mit dem Karamellduft des Malzes sowie einigen grasigen Noten. Das macht doch richtig Lust auf den ersten Schluck.

Eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure prägen den ersten Eindruck dieses Bieres. Für ein IPA geht es überraschend leicht über die Zunge. Die Bitterstoffe halten sich zunächst diskret im Hintergrund, so dass das Bier recht leicht wirkt. Das bleibt aber nicht so. Als sich das Bier im Mund verteilt, kommt der Geschmack nach Grapefruit in den Vordergrund und zieht auch die Bitterstoffe mit sich. Immer noch wirkt das Bier aber frisch und gut trinkbar. Der Abgang ist durch ein freundliches Bitter mit einem langen Nachklang geprägt.

Zutaten

Brauwasser, helle und dunkle Gerstenbraumalze, Hopfen (Mosaic, Cascade, Chinook, Citra), obergärige Bierhefe

Alkoholgehalt

6,6 % Vol.

Stammwürze

15,5 %

Bittereinheiten

62 IBU

Brauerei:

Camba Bavaria
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.cambabavaria.de

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Die Bundesagentur für Arbeit zum Tag des Bieres

Heute ist der 23. April und damit der Tag des Bieres, da sich an diesem Tag die Verkündung des Reinheitsgebots für Bier zum 602. Mal jährt. Da will auch die Bundesagentur für Arbeit nicht abseits stehen und hat die folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Ob obergärig, untergärig, Craft- oder Bockbier – Bier gilt in vielen Regionen Deutschlands als Kulturgut. Da wundert es nicht, dass laufend neue Biersorten entwickelt werden oder Bierverkostungen für Biersommeliers immer mehr Zuspruch bekommen. Nicht nur das macht den Beruf „Brauer und Mälzer“ zu einem attraktiven Ausbildungsberuf.

Es ist ein Beruf mit Tradition und großer wirtschaftlicher Bedeutung. Denn seit 1934 ist der Beruf im Verzeichnis der Gewerbe eingetragen, die als Handwerk betrieben werden können. Außerdem zählte der Deutsche Brauerbund für 2016 knapp über 1400 und für 2017 sogar 1482 Brauereien in Deutschland. Er verweist darauf, dass die Zahl erstmals seit 1978 wieder über der Marke von 1400 liegt und Deutschland international die viertgrößte Bierbraunation ist. Der Beruf zum Gerstensaft ist vielseitig und hat viel zu bieten. Denn Brauer und Mälzer stellen nicht nur Getränke her, sie beschäftigen sich mit chemischen Abläufen, industrieller und maschineller Produktion und mit Lebensmittelrecht. Ausbildungsbetriebe zahlen übrigens je nach Bundesland zwischen 764 EUR und 881 EUR als Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr. Die Ausbildungsstellen bundesweit sind zwar gezählt – für den Ausbildungsstart 2017 waren bei Arbeitsagenturen und Jobcentern 185 Ausbildungsstellen gemeldet. Trotzdem lohnt es sich, über diesen Beruf nachzudenken. Wer sich für eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei einer vom Wohnort entfernten Brauerei entscheidet, sollte bei seiner Arbeitsagentur vor Ort nach Unterstützung fragen, z.B. nach Berufsausbildungsbeihilfe.

Hintergrund: Der Deutsche Brauer-Bund feiert seit 1994 den Tag des Deutschen Bieres jeweils am 23. April. Bundesweit gab es im Juni 2017 knapp 5.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Brauer und Mälzer. Im März 2018 waren bei Arbeitsagenturen und Jobcentern 125 Arbeitslose Brauer und Mälzer gemeldet.

Informieren Sie sich über den Beruf „Brauer und Mälzer“: https://berufenet.arbeitsagentur.de

Insel-Brauerei Saison

Die Insel-Brauerei aus Rambin auf Rügen steht einfach für Qualität. Daher habe ich auch keine Befürchtungen das Insel Saison von dort zu öffnen und zu verkosten. Saison, auch Farmhouse Ale genannt, ist ein alter belgischer Bierstil. Traditionell wurde er im Winter gebraut, um im Sommer die Erntehelfer zu motivieren, am nächsten Tag wieder zur harten Arbeit aufs Feld zu gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei groß aus Qualität und konsistenten Geschmack geachtet wurde; vermutlich war die Menge wichtiger und es wurde mit den Zutaten gebraut, die noch in ausreichender Menge verfügbar waren.

Heute ist das Saison ein sehr komplexer Bierstil. Die meisten dieser Biere verfügen über ein sehr fruchtiges Aroma, das sich auch im Geschmack widerspiegelt. Achten Sie auf erdige Hefetöne, milde bis mäßige Säure. Viel Würze und mit mittlerer Bitterkeit. Sie neigen dazu, halbtrocken zu sein, wobei viele nur einen Hauch von Süße haben. Ob dies auch auf das Produkt von Deutschlands größter Insel zutrifft will ich jetzt feststellen.

Rotgolden und praktisch ohne Hefetrübung zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich sehr viel fester Schaum mit einem leichten Gelbstich, der sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Angenehme Fruchtaromen nach Trockenpflaumen, Orange und Pfirsich seigen mir in die Nase, unterstützt durch einige würzige Noten. Ich meine, Koriander und einen Hauch Nelke zu erkennen.

Der Antrunk ist recht süß und fruchtig, wobei die Orange etwas stärker in den Vordergrund tritt als im Aroma. Leider ist die sehr sanfte und feinperlige Kohlensäure recht knapp bemessen. Da würde ich mir etwas mehr wünschen. Auf der Zunge entwickelt sich eine ordentliche geschmackliche Intensität. Zur Süße gesellt sich eine gut abgestimmte fruchtige Säure, so dass mich die wenige Kohlensäure nicht mehr stört. Bitterstoffe kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen. Dafür erinnert das Bier jetzt etwas an Wein. Auch der Abgang ist sehr mild und mit minimalen Bitterstoffen. Leider klingt auch die Fruchtigkeit nur kurz nach.

Für mich ist das Insel Saison sicher nicht das beste Bier aus der Brauerei in Rambin, aber der Geschmack ist komplex und wirklich nicht zu verachten. Ich kann jeden Biergenießer verstehen, der von diesem Bier begeistert ist. Ich würde aber trotzdem empfehlen, es etwas kühler zu trinken als mit den von der Brauerei empfohlenen 12° Celsius. Es gilt aber: mit diesem Bier kann der Sommer kommen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Traubenzucker (während der Flaschenreifung vollständig vergoren), Naturhopfen, Hefe, Gewürz

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsummer von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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Brasserie et Musée Bruxellois de la Geuze

Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich Brüssel als die Bierhauptstadt der Welt bezeichne. Und wenn ich schon einmal in Brüssel bin, gehört der Besuch mindestens eines der dortigen Brauereimuseen für mich zum Pflichtprogramm. Da die Geuze eine Spezialität ist, die angeblich nur in der Umgebung von Brüssel herzustellen ist, habe ich mich für die Brasserie et Musée Bruxellois de la Gueuze der Brauerei Cantillon entschieden.

Um es gleich von vornherein klarzustellen: Der Stadtteil Anderlecht, in dem die Brauerei beheimatet ist, gehört nicht zu den bevorzugten Wohngegenden in Brüssel. An der Kasse weist die Brauerei auch vorsorglich darauf hin, dass die Besucher nichts sichtbar im Auto liegen lassen sollen. Aber ganz ehrlich: zu einer Brauereibesichtigung ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sicher empfehlenswert.

Nachdem ich die rue Gheude 56 gefunden hatte (mein Navi hatte mich erst einmal kreuz und quer durch den Stadtteil geleitet, bevor ich ganz in der Nähe der Metrostation mein Ziel erreichte), empfand ich die Außenfront von Cantillon als – wie formuliere ich es jetzt positiv – sehr traditionell. Außerdem verunsicherte mich das Schild an der Tür, das lediglich auf die Brauerei hinwies und das Museum nicht erwähnte. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, das Tor zu öffnen und einzutreten. Und da wusste ich, hier bin ich richtig. Ein Blick nach links zeigte mir den Probiertresen, den Sie im ersten Bild sehen. Rechts beklebte ein Angestellter Flaschen mit Etiketten, alles von Hand. Geradeaus blickte ich auf den Tresen mit der Kasse für den Eintritt und dem Verkauf der dort hergestellten Geuze sowie einiger Souvenirs. Zur Auswahl standen T-Shirts und Käse. Bevor ich mich in diesem Text der Brauerei und der Geuze widme, ist dieser Käse noch einige Worte wert. Im Allgemeinen wird Bierkäse mehrfach mit Bier abgewaschen, wodurch der Käse etwas vom Biergeschmack annimmt, allerdings doch sehr dezent. Bei der Herstellung dieses Käses, der in der Brauerei Dupont hergestellt wird, wird die Geuze direkt der Milch hinzugefügt (auf 550 Liter Milch kommen 10 Liter Bier). Dadurch ist der Biergeschmack deutlich ausgeprägter als bei klassischem Bierkäse. Auch wenn Sie kein Freund von Sauerbier sein sollten, lohnt schon dieser Käse den Besuch bei Cantillon. Aber kommen wir jetzt endlich zur Brauerei. Zunächst zahlte ich die sieben Euro Eintritt, für die es auch zum Abschluss der Führung zwei Biere zur Verkostung gab. Die Führung wird auch in Englisch durchgeführt, was mir sehr entgegenkam, da ich weder der französischen noch der niederländischen Sprache mächtig bin. Zunächst gab es an der Abfüllanlage, die glücklicherweise gerade stillstand, eine Einführung und den Besuchern wurde erklärt, was Lambik und was Geuze ist. Gegenüber der Anlage stapelten sich die gefüllten Flaschen, die Sie auf dem zweiten Foto sehen (nein, das sind nicht alle Flaschen, die in der Brauerei lagern. Das Lager erstreckt sich über die Wände in mehreren Räumen, überall dort, wo noch etwas Platz ist). Aber hier eine Kurzfassung der Einführung.

Cantillon ist mehr als 100 Jahre alt und befindet sich nach wie vor im Familienbesitz, ganz ohne eine Beteiligung der großen Brauereikonzerne. Und nicht nur das Unternehmen hat ein stattliches Alter erreicht, sondern auch die Maschinen, die in der Brauerei einsetzt, stammen aus dem 19. Jahrhundert. Ein Besuch in der Brasserie Cantillon ist also eine echte Reise in die Vergangenheit.

Eine Besonderheit dieser Brauerei ist nicht nur, dass mit wilden Hefen gebraut wird, sondern in dem Raum, in dem die anfangs sterile Bierwürze mit den Hefen infiziert wird, hat sich im Laufe der Zeit eine einmalige Kolonie an Mikroorganismen gebildet. Forscher der Katholischen Universität Leuven haben in einem einzigen Lambik neben 100 unterschiedlichen Hefestämmen auch 27 Essigsäure-Bakterienstämme sowie 38 Milchsäure-Bakterienstämme identifiziert. Da ist es kein Wunder, dass die Brauer diesen Raum wie ein Heiligtum behandeln und dass das Bier aus dieser Brüsseler Brauerei einmalig ist.

Die Gärung erfolgt in Holzfässern. Dabei kommt es den Brauern weniger auf Geschmacks- oder Aromastoffe an, sondern das Holz ist in erster Linie erforderlich, damit durch das ein Gasaustausch stattfinden kann, der in den weniger pflegeintensiven Edelstahlfässern nicht möglich ist. Anfangs verläuft die Gärung recht stürmisch, bevor nach drei bis vier Wochen eine langsame Gärung einsetzt, für die die Brauerei satte drei Jahre ansetzt. Aufgrund dieser langen Zeit und einiger spezieller Hefen, die auch nicht gärfähige Zucker verarbeiten können, enthält das Lambik am Ende der Gärung nur sehr wenig Restzucker. Als ich die Brauerei besucht habe, hatten die Brauer die Hefen des aktuellen Suds untersucht und zwei Hefestämme festgestellt, die erwarten lassen, dass das Bier am Ende lediglich 0,2 % Zucker enthalten wird.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb die Biere aus Belgien, die mit einem Naturkorken verschlossen wurden, zusätzlich einen Kronkorken mitbringen? Auch dieses Rätsel konnte ich bei meinem Besuch lösen. Der Kronkorken sorgt dafür, dass der Naturkorken nicht aus der Flasche gedrückt wird, wenn das Bier ungekühlt gelagert wird, sich im Sommer erwärmt und dabei ausdehnt. Der Kronkorken ersetzt dabei den bei Sekt und Champagner üblichen Drahtverschluss. Und da wir gerade beim Thema Naturkorken sind, hier noch ein Hinweis zur Lagerung: Bekanntlich sollten Bierflaschen bekanntlich stehend gelagert werden. Das ist bei Flaschen mit Naturkorken als Verschluss anders. Bei stehender Lagerung käme der Kork nicht mit dem Bier in Berührung kommen, daher austrocknen und etwas schrumpfen. Luft könnte in die Flasche gelangen und das Bier könnte verderben.

Bierpapst Conrad Seidl zeichnet Bierspezialitäten der Brau Union Österreich aus

Conrad Seidl, Autor des Bier Guide 2018, prämierte am 16.4. 2018 im Casino Linz Österreichs beste Bierlokale, Biershops und Brauereien. Zugleich präsentierte er auch sein Standardwerk für den Biergenuss: den Bier Guide 2018. Bei diesem Bierfest wurden auch drei Bierspezialitäten der Brau Union Österreich zur Bierinnovation des Jahres gekürt: das Zipfer Meisterwerke Weizen, das Gösser Stifts-Troad und die Sonderedition aus Kaltenhausen 200 Jahre Stille Nacht.

Gabriela Maria Straka, Diplom-Biersommelière und Pressesprecherin der Brau Union Österreich AG, freut sich über die Auszeichnung: „Dass wir mit unseren Bierspezialitäten angesichts der großen Konkurrenz in Österreich gleich drei Bierinnovationen des Jahres stellen, erfüllt uns mit Stolz! Die Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, Österreich zum Land mit der besten Bierkultur zu machen. Höchste Qualität bei unseren Rohstoffen und die langjährige Erfahrung unserer Brauer machen den Unterschied.“

Die Bierkultur hat in Österreich traditionell einen hohen Stellenwert. Das Interesse an außergewöhnlichen Bieren fernab des Mainstreams, die sich durch spezielle Braumethoden, interessante Geschmacksvarianten, spezielle Hopfensorten oder neuartige Rezepturen auszeichnen, ist bereits seit geraumer Zeit besonders hoch. Die Brau Union Österreich trägt mit ihren Bierspezialitäten diesem Trend Rechnung.

Zipfer Meisterwerke Weizen mit Naturhopfen Citra

Mit großer Leidenschaft und Hingabe haben die Braumeister ihre Kunstfertigkeit beim Brauen mit Naturhopfen über viele Jahre hinweg weiterentwickelt und perfektioniert. Dieser Weg führte zu einer exklusiven Serie von Bier-Spezialitäten, die immer wieder neue und überraschende Geschmacksnuancen hervorbringen – die Zipfer Meisterwerke! Für jedes Meisterwerk wird ein ausgewählter Bierstil mit einem besonderen Naturhopfen veredelt. Das Ergebnis sind neue Wege für Genießer, außergewöhnliche Nuancen und Aromen.

2017 fiel die Wahl auf den Bierstil Weizen. Ein besonderer Hefestamm offeriert ein interessantes Bananen-Aroma – die perfekte Ergänzung dazu ist der Naturhopfen Citra, auch als „Obstkorb unter den Aromahopfen“ bezeichnet: Seine Nuancen nach Honigmelone und Pfirsich kommen im Meisterwerk Weizen gut zur Geltung. Schlank und facettenreich erstrahlt das neue Zipfer Meisterwerke Weizen in einem satten Goldgelb. Der speziell ausgewählte Hefestamm bringt nur einen dezenten Hauch von Bananennoten mit und gibt Raum für die fruchtigen Honigmelonen- und Pfirsich-Aromen des Naturhopfens „Citra“.

Gösser Brauschätze Stifts-Troad mit Urgetreide Emmer

Besondere Bierspezialitäten sind im Lauf einer tausendjährigen Braukultur auch im Stift Göss entstanden. Zusätzlich zu den Gösser Brauschätzen Stifts-Zwickl hell und dunkel präsentierte die Brau Union Österreich 2017 das Gösser Stifts-Troad.

Die Basis für das Gösser Stifts-Troad bilden heimische Rohstoffe – im Speziellen das wiederentdeckte Urgetreide Emmer – sie werden nach einem ursprünglichen Brauverfahren gebraut. Vom Getreide, in der Mundart „Troad“ genannt, kommt auch der Name der außergewöhnlichen Spezialität. Zusätzlich wird mit warmer Gärführung gearbeitet, das heißt, die obergärige Hefe arbeitet bei höheren Temperaturen als üblich. Dadurch wird das Bier besonders fruchtig und mild. Ungefiltert abgefüllt und daher natürlich-trüb ist das Stifts-Troad eine leuchtend bernsteinfarbene Bierspezialität. Mit fruchtigen Aromen entsteht ein samtig, seidiger Geschmack von anhaltender erfrischender Fruchtigkeit.

Bierkultur made in Kaltenhausen – bierige Spezialitäten

Bereits seit dem Jahr 2011 können Interessierte am Standort Kaltenhausen beim „Treffpunkt der Bierkultur“ den Brauprozess vom Korn bis ins Glas erleben, die gängigsten österreichischen und internationalen Biersorten kennenlernen und sich Wissen rund um Zapf- und Gläserkunde, Bieraromen und Speisenkombinationen aneignen. Auch die vom Verband der Brauereien Österreichs anerkannte Ausbildung zum Biersommelier kann in Kaltenhausen absolviert werden.

Aber auch mit bierigen Spezialitäten lässt das Hofbräu Kaltenhausen immer wieder aufhorchen: Aus der Spezialitäten-Manufaktur kommt eine stolze Liste von Kreativbieren und Sondereditionen. Zum 200-Jahr-Jubiläum des berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt brachte die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen 2017 ein ganz besonderes Bier heraus: die Kaltenhausen Edition 200 Jahre Stille Nacht. Mit dieser Sonderedition wurde ein Bier kreiert, das sich in Farbe, Aroma und Geschmack an die Biere der damaligen Zeit anlehnt, aber modern interpretiert wurde. Weiter kommen mit dem Kaltenhauser Kellerbier, dem Kaltenhauser Original und dem 1475 Pale Ale drei ganzjährig verfügbare Spezialitäten aus dem Hofbräu Kaltenhausen.