Wilhelm Hauff hat ihn ersonnen, den Schwarzwald Michel, auch Holländer Michel genannt. Wenn Sie die Geschichte interessiert, können Sie eine Zusammenfassung auf www.schwarzwald.net/stories/michel.html nachlesen. Diesem fiktiven Holzfäller und Flößer hat die Brauerei Alpirsbacher ein Helles gewidmet, das ursprünglich ausschließlich für Edeka gebraut wurde. Dieses Bier steht jetzt vor mir. Es wurde im Jahr 2017 bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Silbermedaille ausgezeichnet.
Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas mit relativ wenig Schaum, der sich auch schnell auflöst.
Das Aroma wird durch Biskuit, Hefe und einige würzige Noten dominiert.
Im Antrunk stelle ich eine leichte Süße fest, die gut zur sehr feinperligen Kohlensäure des Bieres passt. Das Malz dominiert auch auf der Zunge, dazu ein leichtes Bitter. Richtig rund ist das Bier nicht, aber eine gewisse Vollmundigkeit und Süffigkeit kann ich nicht abstreiten. Im Abgang sind fast keine Bitterstoffe festzustellen, aber einige würzige Noten sind vorhanden. Der Nachklang ist nur kurz.
Zutaten:
Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
Alkoholgehalt:
4,8 % Vol.
Stammwürze:
11° Plato
Brauerei:
Alpirsbacher Klosterbräu
Marktplatz 1
72275 Alpirsbach
www.alpirsbacher.de
Oud Bruin ist ein typischer Bierstil für Flandern, die Region, in der er gebraut wird. Eine Mischung aus gereiftem Braunbier, das bereits seit sechs Monaten in Eichenfässern gelagert wurde, und etwas jungem Braunbier. Jedes Fass wird separat probiert und nach Belieben gemischt, um die perfekte Kombination zu erhalten. Der Geschmack ist jedes Jahr etwas anders, obwohl die Hauptmerkmale immer gleichbleiben: Das Aroma wird von grünem Apfel, roten Früchten und Eiche dominiert.
Im Jahr 2011 gründeten Mario und Timm die Brauerei Crew Republic, die heute in Unterschleißheim in der Nähe von München beheimatet ist. Neben Bieren, die ständig im Angebot sind, brauen sie dort auch eine Experimentallinie, die sie mit einem X sowie einer Zahl, vermutlich eine laufende Nummer, markieren. Jetzt steht das X 7.1 vor mir, ein Smoked Porter.
Die Brauerei Gaverhopke wurde 1994 von Erik Ameye und seiner Frau Christiane Soens in Stasegem gegründet. Im Jahr 2007 ging er in den Ruhestand, und die Brauerei wurde von Gudrun Vandoorne und Bruno Delrue übernommen. Gudrun ist die Brauerin und wurde 2010 zur „Neuen Unternehmerin des Jahres“ gewählt. Die Zingende Blondine wird seit Oktober 2008 gebraut. Es handelt sich um ein obergäriges Belgian Strong Golden Ale, das in der Flasche einer zweiten Gärung unterzogen wurde.
Das Arendonker Tripel ist ein obergäriges Bier, das mit anschließender Flaschengärung gebraut wurde. Es wurde mit Münchner Malz und Aromahopfen gebraut.
Von der Ostseeküste Schleswig-Holsteins kommt das Steven Seagull, das jetzt vor mir steht, genauer gesagt vom Timmendorfer Strand. Da können wir nur neidisch werden – die Brauer arbeiten dort, wo wir gerne Urlaub machen. Na ja, ich hoffe, dass das Bier mir etwas Urlaubsfeeling vermittelt.
Die Belgier sind ja bekanntlich stolz auf ihre Comic- und Romanfiguren. So ist es auch kein Wunder, dass die Brasserie des Légendes auch Hercule Poirot ein Bier gewidmet hat, dem von Agatha Christie ersonnenen Privatdetektiv, der von sich selbst sehr eingenommen ist und in England ermittelt. Sein Markenzeichen ist der angeklebte schwarze Schnurrbart, der sicherlich auch bei der Entscheidung Pate gestanden hat, zu Ehren von Hercule Poirot ein Stout zu brauen.
Auf dem Craft Brauer Festival von Maisel & Friends hat auch die Tanker Brewery ihre Biere vorgestellt und da sie schon mal in Bayreuth zu Gast waren, haben die Brauer aus Estland gemeinsam mit den Franken ein Bier eingebraut, das Freaky Wheat, ein Wheat Wine. Von diesem Bier hat mit Maisel & Friends eine Flasche zugeschickt, die jetzt vor mir steht und darauf wartet, von mir verkostet zu werden. Und weil ein großes Bier in eine große Flasche gehört, wurde das Freaky Wheat in eine Flasche mit 0,75 Litern Inhalt abgefüllt.
Pardál ist tschechisch und hat mehrere Bedeutungen: Panther, Puma, Freund, Kumpel. Hier hat es wohl die Bedeutung Panther. Darauf weist der stilisierte Panther hin, der auf dem Etikett abgedruckt ist. Das Pardál stammt aus der Budweiser-Brauerei und ist dort die Billigmarke der Brauerei. Andererseits kommt aus Budweis ein recht gutes Bier, so dass ich jetzt mal gespannt bin, wie sich das Pardál so macht.
Wieder einmal steht ein Bier aus dem schleswig-holsteinischen Marne vor mir. Diesmal setzt das Familienunternehmen auf ein naturtrübes Bier und liegt damit voll im Trend. Dabei bleibt die Brauerei ihren Idealen treu und präsentiert dieses Pils in einer gewohnt rustikalen Aufmachung und der klassischen Bügelflasche.