Wieder einmal ein Weizenbier aus Bayern, diesmal das Aldersbacher Kloster Weiße Hell aus dem niederbayerischen Aldersbach in der Nähe von Passau. Schon das Rückenetikett macht neugierig auf das Bier, da hier keinerlei Hopfenextrakt verwendet wird. Das weist darauf hin, dass es sich um ein handwerklich gebrautes Bier handelt.
Im Glas macht das Bier schon mal einen guten Eindruck. Goldgelb bis Bernsteinfarben lacht es mich an, allerdings nicht ganz so hefetrüb wie viele andere Hefeweizen. Darüber eine gewaltige feinporige Schaumkrone, die auch lange stehenbleibt. So soll ein Weizenbier aussehen.
Und dann erst mal der Duft – Hefe und Banane sind ja typisch für ein naturtrübes Weizen. Dazu kommen noch Noten von Zitrusfrüchten und Blüten. Offensichtlich hat die Brauerei bei der Auswahl ihres Hopfens ein gutes Händchen bewiesen.
Der Antrunk wird von der Hefe bestimmt, die durch eine leichte milde Säure und einem Hauch Banane unterstützt wird. Der Körper ist voll, gut austariert und spritzig. Lediglich den Abgang hätte ich mir etwas kräftiger gewünscht. Dann wäre das Bier perfekt gewesen, aber auch so spielt es eindeutig in der obersten Liga.
Zutaten:
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
5,5 % Vol.
Brauerei:
Brauerei Aldersbach
Frhr. V. Aretin KG
94501 Aldersbach
www.aldersbacher.de
Der Name des Bieres, das jetzt vor mir steht, erinnert mich an die Studentenszene der 1980er Jahre. Damals machte sich fast jeder einen Spaß daraus, Städtenamen zu verballhornen, auch wenn aus Heidelberg damals Highdelberg wurde. Eventuell lässt der Name dieses IPAs auf das Alter des Geschäftsführers der Brauerei schließen. Aber das nur am Rande. Auch dieses Bier aus der Brauerei zum Klosterhof wird in einer Flasche mit 0,75 Litern Inhalt abgefüllt, die der Konsument außerhalb von Heidelberg nur im Altglascontainer zurückgeben kann. Das ist zwar schade, aber eventuell entschädigt ja das kunstvolle Etikett für diese Umweltsünde. Und das Etikett verrät auch bereits, dass die Brauer in die Rezeptur dieses Biers viel Herzblut gelegt haben: es wurden für das Brauen sieben Malze, acht Hopfen und zwei Hefesorten verwendet. Da kann ich wohl hoffen, dass dabei etwas ganz Besonderes herausgekommen ist.
Ich weiß, der Advent ist bereits längere Zeit vorbei und der nächste Advent lässt auch noch lange auf sich warten, aber der Adventsbock aus der Klosterhofbrauerei in Heidelberg hat mich erst in dieser Woche erreicht. Da ich bei einem Saisonbier wie dem Adventsbock immer etwas ganz Besonderes erwarte, musste ich ihn selbstverständlich sofort verkosten. Das Etikett gibt keine speziellen Informationen her und auch im Internet steht nicht mehr. Trotzdem fällt mir eines auf: das Bier ist in einer Mehrwegflasche mit 0,75 Litern Inhalt abgefüllt. Dagegen ist eigentlich nichts zu sagen, sondern im Gegenteil sind Mehrwegflaschen umweltfreundlich. Dies gilt selbstverständlich nur dann, wenn der Konsument auch die Möglichkeit hat, die Flasche zurückzugeben. Ich würde es daher begrüßen, wenn das Bier, das verschickt wird, in Standardflaschen abgefüllt würde, die überall zurückgegeben werden können. Die Flasche, in der mich der Adventsbock sowie mehrere andere Biere der Brauerei zum Klosterhof erreicht haben, werde ich in Essen leider nicht los. Schade, damit wird aus einer umweltfreundlichen Mehrwegflasche ein Einweggebinde. Aber kommen wir zum Bier.
Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, woher der etwas merkwürdige Name dieses Bieres kommt. Weder auf dem Etikett noch auf der Homepage der Brauerei Walter Bräu im Weseler Ortsteil Büderich konnte ich einen Hinweis darauf finden. Lediglich den Hinweis „Ein Bier das verbindet“ konnte ich entdecken. Aber ich will mich nicht länger mit dem Namen aufhalten und das Bier verkosten.
Nun steht noch ein Bier aus Wesel vor mit, das Walter Bräu Landbier.
Nun steht wieder ein Bier aus Wesel vor mit, das Walter Bräu Rotbier. Rotbier ist eine Spezialität, die ich hauptsächlich aus Nürnberg und aus Belgien kenne, die aber mehr und mehr auch in Nord- und Westdeutschland gebraut wird. Mal sehen, ob die Westfalen mit diesem Bier auch zurechtkommen.
Meist kennen wir Altbier als dunkles Bier. Das Altbier aus Münster ist anders und mit hellem Malz gebraut. Von der Optik her würden wir das Bier eher für ein Lager halten. Aber es handelt sich wirklich um ein obergäriges Altbier.
Nun habe ich ein Double IPA aus der Münchener Bierschmiede Crew Republic vor mir stehen. Weshalb Double IPA? IPAs werden nach dem Brauen noch einmal kalt gehopft. Dieses Bier wird aber nicht nur einmal, sondern zweimal kaltgehopft. Damit wollen die Brauer alles, aber wirklich alles aus dem Aromahopfen herausholen. Ob sich das lohnt will ich jetzt herausfinden.
Nun will ich gleich noch ein Bier aus der kleinen Brauerei Walter Bräu in Wesel verkosten, diesmal das Klosterbier.
Jetzt will ich erstmals ein Bier aus dem westfälischen Wesel verkosten. Die Brauerei Walter Bräu, von der dieses Bier stammt verkauft sein Bier häufig im Direktvertrieb. Ich kenne sie von verschiedenen Verkaufsmessen in Essen, auch auf der Grünen Woche in Berlin war die Brauerei vertreten. Außerdem verfügt die Brauerei über einen Biergarten. Es handelt sich um ein sehr spezielles Konzept. Die Getränke müssen im Biergarten gekauft werden, das Essen kann der Gast gerne mitbringen. Das ist noch relativ normal und zumindest aus bayerischen Biergärten auch bekannt. Aber im Biergarten von Walter Bräu kann der Gast auch grillen, ein Fondue, ein Raclette veranstalten oder sein Fleisch auf dem heißen Stein garen. Das dafür benötigte Zubehör sowie Geschirr und Besteck stellt die Brauerei, der Gast bringt das Essen mit und bezahlt für die Reinigung der verwendeten Gerätschaften. Irgendwie ist das ein witziges Konzept. Aber kommen wir zum Hildegard Bier.