Artbeer #1 Case Maclaim

Jetzt steht mal wieder ein Sondersud von Maisel & Friends vor mir, Artbeer #1 genannt. Das auffällige Etikett wurde von Andreas von Chrzanowski gestaltet, auch als Case Maclaim bekannt. Na ja, bekannt ist wohl relativ. Ich hatte noch nie von ihm gehört, aber immerhin hat er es zu einem eigenen Eintrag auf Wikipedia gebracht. Der Bildausschnitt auf dem Etikett zeigt, wie filigran Case sprayt. Damit passt das Bild gut zu den in der Regel gut komponierten Bieren aus Bayreuth.

Beim Artbeer #1 handelt es sich um ein Hoppy Strong Ale, so dass ich also ein kräftiges, schweres und ordentlich gehopftes Bier erwarte. Mal sehen, wie mir dieses Bier gefällt, bei dem bereits der Name aussagt, dass es sich um das erste einer Reihe handelt.

Golden mit einem ordentlichen Stich ins orange präsentiert sich das Bier im Glas. Dazu kommt eine leichte Hefetrübung, die mich aber noch sehen lässt, dass das Bier recht viel Kohlensäure enthält. Die Schaumkrone ist durchschnittlich groß, dabei aber cremig und mit langer Haltbarkeit. Optisch macht das Bier schon mal einen sehr guten Eindruck.

Das Aroma ist frisch und fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas, Mango und Himbeeren steigen mir in die Nase. Ich kann kaum glauben, dass diese frischen Aromen wirklich mit satten 9,5 Volumenprozenten Alkohol daherkommen. Jedenfalls bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Bereits beim ersten Kontakt des Bieres mit meiner Zungenspitze spiegeln sich die fruchtigen Aromen wider. Die Süße ist angenehm zurückhaltend. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt nimmt die Fruchtigkeit noch zu und das Mundgefühl ist cremig und rund. Ich frage mich nur, wo sich denn die 38 Bittereinheiten verstecken. Die verstecken sich offensichtlich irgendwo hinter der ungeheuren Fruchtigkeit der Hopfensorten Mosaic und Citra und sie kommen erst im recht trockenen Abgang wirklich zum Vorschein. Auch der Geschmack des Alkohols meldet sich erstmals im Abgang, wo er aber gut eingebunden ist. Und wo wir schon beim Abgang sind: die Fruchtigkeit klingt noch ellenlang nach.

Das Artbeer #1 hat mich wirklich überrascht und auch überzeugt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Stammwürze:

19,3° Plato

Bittereinheiten:

38 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstaße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Höchste Auszeichnung beim World Beer Cup 2018 für Ott Spezial

Das Exportbier Ott Spezial der Schussenrieder Brauerei Ott holt sich die fünfte Goldmedaille innerhalb eines Jahres. Der World Beer Cup, als „Olympiade der Bierwettbewerbe“ bezeichnet, ist der renommierteste Bierwettbewerb der Welt. Dieser findet nur alle zwei Jahre statt – diesmal in Nashville, Tennessee, USA. In diesem Jahr wurden 8.234 Biere aus 33 Staaten von 295 Juroren getestet und bewertet. 2.515 Brauereien konnten so in 101 Bierkategorien Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen erhalten. Insgesamt konnten sich neun deutsche Brauereien über eine Auszeichnung freuen. Das Ott Spezial wurde als einziges Bier aus Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Der World Beer Cup zeigt die Breite der globalen Brauergemeinschaft und der Gewinn einer Auszeichnung symbolisiert eine der größten Brauerfolge.

Neben der Goldmedaille von Monde Selection 2018, der 4 Sterne Gold-Auszeichnung des Genussmagazins „selection“ 2017, der Goldmedaille des „Superior Taste Awards“ von iTQi 2017 und der Goldmedaille beim Bierwettbewerb „The International Beer Cup“ 2017 erhält das Ott Spezial nun auch noch die höchste Auszeichnung in Gold.

Mitte Juni wird die Auszeichnung in der Baden Württembergischen Landesvertretung in Berlin an Brauereichef Michael Ott und 1. Braumeister Oliver Kurth überreicht. „Das neue Ott Spezial wurde erst im Herbst 2016 eingeführt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr stolz auf diese erneute hohe Auszeichnung innerhalb dieser kurzen Zeit. Es bestätigt uns, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind. Mein großer Dank gilt diesem hervorragendem Team!“ erklärt Brauereichef Michael Ott.

Vulkan IPA

Genau genommen beginnt die Geschichte der Vulkan Brauerei in Mendig bereits vor etwa 13.000 Jahren. Damals brach der Laacher-See-Vulkan aus, Bei diesem Ausbruch entstanden die Bimslagerstätten im Neuwieder Becken. Bis in das 19. Jahrhundert diente der Abbau des Bimssteins überwiegend der Mühlsteingewinnung. Seit dieser Zeit wurden die Basaltgewölbe von den bis zu 28 in Mendig ansässigen Brauereien als Kühl- und Lagerhallen genutzt. Das einzige noch betriebsfähige Kühllager befindet sich hier unterhalb der Vulkan Brauerei. Noch heute nutzt die Brauerei diesen Felsenkeller für die Lagerung ganz besonderer Edelbiere in original Bourbon-Holzfässern aus den USA.

Leuchtend kupferfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittlich voluminöse feinporige Schaumkrone mit einem Stich ins elfenbeinfarbene, die lange erhalten bleibt. Die Optik ist schon mal sehr ansprechend.

Für ein IPA duftet das Bier überraschend stark nach Karamell. Dieser Duft versucht, die fruchtigen Aromen in den Hintergrund zu drängen, was ihm aber nicht wirklich gelingt. Auch wenn die Zitrusnoten etwas zurückhaltend sind, können sie sich gut durchsetzen.

Der Antrunk ist halbtrocken, so dass die geringe Dosierung der Kohlensäure mir nicht sauer aufstößt. Auf der Zunge zeigt sich der Malzkörper erstaunlich selbstbewusst und das kräftige Bitter ist mit dem Malz hervorragend austariert. Dazu kommt eine angenehme Fruchtigkeit, die den Geschmack nach Zitrusfrüchten sowie Stachelbeeren beisteuert. Der Abgang besticht durch ein ordentliches Bitter mit ellenlangem Nachklang. Dieses IPA bleibt sicher im Gedächtnis.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Caramelmalz Hell, Pilsner Malz, Pale Ale, Münchner), Hopfen (Galaxy, Delta, Calypso (Citra), Topaz), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

17° Plato

Brauerei:

Vulkan Brauerei GmbH & Co. KG.
Laacher-See-Straße 2
56743 Mendig
www.vulkan-brauerei.de

11. 5. – 12. 5. 2018: Pro-Bier.com in Wanne-Eickel

Zum zweiten Mal präsentiert die Veranstaltung vorwiegend regionale Brauer, deren Biere den Bierfans aus NRW noch nicht bekannt sein dürften. Vermutlich das Highlight der Veranstaltung dürfte aber folgendes sein: Braumeister und Auszubildende der Fiege Brauerei präsentieren außerdem vor Ort ausgefallene Bierexperimente. Und hier die teilnehmenden Brauer: Beura )Osnabrück), Brauprojekt 777 (Voerde-Spellen), Privatbrauerei Moritz Fiege (Bochum), Finne (Münster), Friedensreiter (Steinfurt), fleuther (Geldern), Hensen (Mönchengladbach), Mücke (Essen), Aktionsbrauerei Hanno Dähne (Herten), Walterbräu (Wesel).

Die Veranstaltung in Kürze:

Datum und Uhrzeit
Fr., 11.05.2018, 16:00 Uhr
Sa., 12.05.2018, 22:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Kulturbrauerei Hülsmann
Eickeler Markt 1
44651 Herne

Bald kommt wieder Bier aus der Abtei von Grimbergen

Im Jahr 1128 wurde im Kloster Grimbergen erstmals Bier gebraut. Der Braubetrieb wurde im 18. Jahrhundert während der französischen Revolution eingestellt und seit 1958 stellt die belgische Brauerei-Gruppe Alken-Maes ein Abteibier unter dem Namen Grimbergen her. Das soll sich jetzt ändern und die Mönche der Abtei in der Provinz Flämisch-Brabant wollen wieder ihr eigenes Bier brauen. Geplant ist nach Informationen des Onlineportals flanderninfo.be, in den Gebäuden der Abtei eine Mikrobrauerei und ein Erlebniszentrum zu einzurichten. Derzeit sind sie in ihrer eigenen historischen Bibliothek auf der Suche nach dem alten mittelalterlichen Braurezept.

Seit rund einem Jahr sind die Mönche der Abtei von Grimbergen auf der Suche nach dem alten Rezept ihres angestammten Bieres. Dabei haben sie Hilfe von einigen Ehrenamtlichen, die noch Altniederländisch lesen können. Die Zutaten für das Bier, wie es hier im Mittelalter gebraut wurde, sind bereitsbekannt. Das sind ganz einfach Hopfen, Gerste und Weizen (früher nutzten die Menschen auch die Kräutermischung Grut, bevor Hopfen allgemein üblich wurde). Doch in welchem Verhältnis standen diese Zutaten zueinander? Das wird noch stets in den alten Büchern der Bibliothek gesucht.

Eine weitere Frage, die noch unbeantwortet ist, ist die nach dem Geschmack. Kann ein Bier aus der Zeit des Mittelalters heute noch den Geschmack der Leute finden? Und wenn Rezept und Zutaten passen, stimmt das Ganze denn noch mit dem Wasser überein, dass für den Brauprozess genutet werden wird? Gibt es überhaupt noch die Zutaten? 800 Jahre Hopfenzüchtung haben schließlich ihre Spuren hinterlassen. Das alles muss sich noch erweisen, doch die Pater sind von ihrer Sache überzeugt.

„Wir wollen sehr gerne zurück zu den Wurzeln unseres Bieres. Seit der Französischen Revolution ist Grimbergen nicht mehr in der Abtei selbst gebraut worden, doch die Leute habe ein Recht auf ein authentisches Bier. Darum möchten wir wieder einen direkten Bezug zum Brauprozess haben.“, erklärt Pater Karel Stautemans. Seit vielen Jahren wird das Grimbergen-Bier in all seinen Varianten und Geschmacksrichtungen in der Brauerei Alken Maes gebraut und dass soll auch so bleiben, so die Pater der Abtei. In der noch einzurichtenden Mikrobrauerei soll ein eigenes und exklusives Bier gebraut werden, eben ein Bier nach dem uralten und ureigenen Rezept aus dem Mittelalter.

Auch die Pater von Grimbergen sind in der modernen Zeit angekommen. Um herauszufinden, wie sie an die Sache und nicht zuletzt an den mittelalterlichen Geschmack des Bieres im Verhältnis zu den heutigen Geschmäckern herangehen können, haben sie eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Pater wollen, um die Brauerei und ihr Erlebniszentrum einrichten zu können, mehrere Räume innerhalb der Abtei zusammenführen, bzw. Mauern dazwischen einreißen lassen. Dazu gehören das Bistrot Fenikshof, der gleichnamige Festsaal und die Volkssternenwarte MIRA. Das Problem ist, dass der Festsaal Fenikshof der einzige größere Veranstaltungssaal der Gemeinde Grimbergen ist. Viele Vereine nutzen diesen Saal für ihre Events. Der seit 20 Jahren laufende Vertrag zwischen der Gemeinde und der Abtei dazu läuft im Oktober 2019 aus und verlängert wird er nicht. Doch alle Beteiligten suchen nach einer gemeinsamen Lösung. „Vielleicht baut die Gemeinde ja ein neues Vereinshaus.“, so Pater Stautemans.

11. 5. – 12. 5. 2018: Craft Bier Fest Wien

Am 11. und 12. Mai 2018 findet die Frühlingsedition des Craft Bier Fest Wien in der Marx Halle statt. Sowohl das weite Feld der österreichischen Brauer als auch internationale Kreativbrauer – allen voran aus dem Gastland Irland – bieten bodenständige Biersorten, aber auch kreative Überraschungen.

Die Veranstalter freuen sich, mit Irland ein Gastland gefunden zu haben, das mit seinen klassischen Ales und Stouts eine lange und weltbekannte Biertradition hat, das dank einer sehr lebendigen Craft-Bier-Szene aber auch hochkarätige Exemplare neuer und wiedererstarkter Bierstile wie India Pale Ale (IPA), Porter oder Session-Ale nach Wien mitbringen wird.

Spezialitäten aus Irland

Die Carlow Brewing Company mit ihren O’Hara’s-Bieren und Cider-Spezialitäten, McGargles aus Kildare, Blacks Of Kinsale aus der Region Cork und Porterhouse aus Dublin werden dem Wiener Publikum einen repräsentativen Querschnitt der aktuellen irischen Craft-Bier-Szene bieten.

Seamus O’Hara von Carlow Brewing: „Trotz der vielen Bierstile in unserem Sortiment, allen voran das preisgekrönte IPA, bleibt das Stout unsere Flagship-Sorte und unser meistverkauftes Bier.“ Wer das O’Hara’s Stout noch nicht in den Wiener Irish Pubs probiert hat, kann dies in der Marx Halle nachholen – und außerdem auch alle anderen Sorten der vier irischen Brauer verkosten. Eine Entdeckungsreise auf die grüne Insel!

Whiskey und Bier

Dem „Spot on Ireland“-Schwerpunkt, der mit dem Irland Tourismus und Prima Reisen vor Ort auch touristisch abgedeckt wird, ist natürlich auch ein weiteres Thema am Craft Bier Fest geschuldet: die Kombination Whiskey und Bier. „Wir haben schon in den letzten Jahren bemerkt, dass immer mehr Kreativbrauer ihre Biere in vorbelegten Holzfässern reifen lassen“, erläutert Veranstalter Kevin Reiterer. „Da nun auf der anderen Seite Distiller wie Jameson ihre Whiskeys in vorbelegten Bierfässern ausbauen, war dieser Schwerpunkt für die Frühlingsedition sehr naheliegend.“

Jameson wird gemeinsam mit Bevog, einer der Speerspitzen der Craft-Bier-Bewegung im Bierland Österreich, das Gallink der Öffentlichkeit präsentieren. Dieses Barrel Aged Black IPA lagerte über viele Monate in alten Jameson-Eichenfässern.

Bierland Österreich

Als wichtigstes Bierfestival Österreichs bietet das Craft Bier Fest Wien aber vor allem den einheimischen Kreativbrauern eine breite Bühne, um sich einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der nach wie vor boomenden Szene der Kleinbrauer sind neue Projekte aus Niederösterreich sowie Wien entsprungen: Die Handwerksbrauerei Bierkanter aus dem Mostviertel – aktueller Staatmeister bei der Austrian Beer Challenge in der Kategorie Kreativbier – ist erstmals dabei, genauso wie das Bräuhaus Ten.Fifty (Favoriten) und die Braumanufaktur Schalken (Ottakring).

Insgesamt stellen 87 Brauereien und Cider-Produzenten aus 19 verschiedenen Ländern auf dem Bierfestival aus. Sie stellen über 430 verschiedene Biere und Cider vor, die die Besucher verkosten können. Vervollständigt wird das Genussevent von interessanten Foodtrucks und -ständen, die die unterschiedlichsten Geschmäcker bedienen und zum privaten Foodpairing einladen. Auch beim Essensangebot wird es irische Specials geben. Darüber hinaus wird für Hobbybrauer ein ausgesuchtes Sortiment an Kleinbrauanlagen und Zubehör geboten.

Tickets für beide Tage sind bis Mittag des jeweiligen Veranstaltungstages unter ntry.at oder an mehreren Verkaufsstellen in Wien zum Vorverkaufspreis von € 8,— erhältlich. Dank des neuen, größeren Platzangebots in der Marx Halle werden aber auch noch an der Tageskasse Tickets erhältlich sein.

Das Craft Bier Fest Wien in Kürze

Marx Halle
Karl-Farkas-Gasse 19
1030 Wien

Freitag, 11. Mai 2018, 16 bis 23 Uhr
Samstag, 12. Mai 2018, 16 bis 23 Uhr

9. 5. – 12. 5. 2018: Celler Bierfest

Unweit der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover liegt das Örtchen Celle, und auch dort am Südende der Lüneburger Heide gibt es ein Bierfest, das in diesem Jahr bereits in der dritten Auflage erscheint. Selbst aus den Niederlanden und aus Schweden reisen die Brauer in das mittelalterliche Städtchen, um ihre Erzeugnisse vorzustellen.

Nicht dabei ist allerdings die einzige Brauerei aus Celle, die Brauerei Carl Betz. Die Geschäftsführerin der Brauerei Frauke Betz erklärt das mit der für eine solche Veranstaltung nicht vorhandenen Infrastruktur.

Eine Besonderheit hat das Celler Bierfest allerdings, mit der sich selbst erheblich größere Veranstaltungen nicht schmücken können: Die Brauerei Lemke aus Berlin hat extra für Celle ein Bier gebraut, das „Bierfest Pale Ale“. Allein das könnte ein Argument sein, nach Celle zu fahren.

Veranstalter des Bierfestes ist Michael Solms, der mit der GiG Linden deutschlandweit Bierfeste ausrichtet (nur mal so nebenbei: auch ein Besuch im GiG am Lindener Markt in der Nähe des Hannoverschen Hauptbahnhofs ist einen Besuch wert).

Das Celler Bierfest findet vom 9. bis 12. Mai auf dem Großen Plan statt. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:

Mittwoch, 9. Mai: 17-23 Uhr
Donnerstag: 12-18 Uhr
Freitag: 17-24 Uhr
Samstag, 12. Mai: 14-24 Uhr

Eine Liste der teilnehmenden Brauereien sowie der angebotenen Biere finden Sie unter www.bierfest-celle.de.

Australier braut Bier mit 220 Jahre alter Hefe

In Zusammenarbeit mit dem Queen Victoria Museum auf der Insel Tasmanien hat die Craft-Beer-Marke James Squire ein Bier hergestellt, das auf 220 Jahre alter Hefe basiert. Die Zutat wurde im Jahr 1977 in einem Schiffswrack vor der australischen Küste geborgen, wo es knapp 200 Jahre auf gut versteckt auf ihre Wiederentdeckung gewartet hat.

An Bord der „Sydney Cove“, wie das Schiff heißt, befanden sich die ältesten Flaschen Bier, die jemals entdeckt wurden. Bislang standen sie im Museum. Allerdings hat es ein Team aus Museumsmitarbeitern, Brauern und Winzern geschafft, den Hefestamm dieses Ur-Bieres zu isolieren, sodass man ihn als Zutat für neue Biere verwenden kann.

Das Ergebnis dieses Vorhabens nennt sich „The Wreck Preservation Ale“ und soll nach schwarzer Johannisbeere und Gewürzen schmecken, ein wenig wie belgische Trappistenbiere. Zu kaufen ist es allerdings zunächst nur in Australien.

Quelle: noizz.de

Neu gewählte Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler lernt anzapfen!

Sie ist noch keine ganze Woche im neuen Amt und schon geht für Johanna Seiler, die frisch gewählte Bayerische Bierkönigin, der Stress los. Die ersten Anzapftermine auf Volksfesten und Dulten in Bayern stehen auf dem Terminplan. Doch auch richtiges Anzapfen will gelernt sein.

Denn gerade vor Publikum und im Scheinwerferlicht der Medien ist eine sichere Hand und viel Selbstvertrauen gefragt, bevor die ersten Maßkrüge gefüllt werden können. Steht der Kandidat erst einmal auf der Bühne, eingerahmt von den Honoratioren der Stadt und bekommt er die Schürze angelegt, gibt es kein Zurück. Alle Augen, Fotoapparate, Kameras und unzählige Mobiltelefone zielen genau auf das Fass und erwarten die magischen Schläge:

Eins, zwei drei – sitzt der Wechsel fest? Braucht es einen Sicherheitsschlag? Die richtige Technik, aber auch die Nervenstärke kommen erst mit viel Übung und mit der Zeit. Ein professionelles Anzapftraining liefert aber die Basis für die ersten Auftritte vor Publikum.

Wichtig sind auch die Kenntnisse der „dos and don´ts“ beim Anzapfen. So weiß der Könner, welche Stellung der Wechsel haben muss, damit er beim Anzapfen auch wirklich zu ist und muss dies nicht erst mittels „Durchblasen“ feststellen. Nicht zuletzt gilt es für die Bayerische Bierkönigin auch die richtigen Begriffe, also das Vokabular des Anzapfens zu beherrschen: Angezapft wird mit dem konischen Wechsel und dem Schlegel und zwar am Spundloch. Danach wird die Pfeife gesetzt.

Damit die Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler immer eine sichere Hand und vor allem das Selbstvertrauen für ein stimmgewaltiges „Ozapft is!“ hat, wurde sie in der Paulaner Brauerei, München, von Dipl. Ing. Martin Zuber, Geschäftsführer der Brauerei im Eiswerk, in die hohe Kunst des Anzapfens eines Holzfasses eingewiesen. Auch Paulaner Geschäftsführer Andreas Steinfatt hatte aus jahrelanger Anzapferfahrung vor Publikum noch hilfreiche Tipps für Johanna Seiler.

10. 5. – 26. 5. 2018: Bierfestival in Prag

Tschechien ist bekanntlich das Land des Bieres, mehr noch als Belgien oder Franken. Das gilt zumindest im Hinblick auf den Pro-Kopf-Verbrauch. Da sind die Tschechen Weltmeister. Aber auch wenn es darum geht, das Bier zu feiern, langen die Tschechen richtig zu. Ab dem 10. Mai wird das Bier in Prag glatte 17 Tage lang gefeiert. Zumindest in Europa ist mir kein anderes Bierfestival bekannt, das so lange andauert. Aber nicht nur die Länge dieses Bierfestivals ist rekordverdächtig, sondern auch die Anzahl der Besucher. In den letzten Jahren besuchten etwa 150.000 Teilnehmer die Veranstaltung und da in diesem Jahr wirklich gutes und warmes Wetter zu erwarten ist, dürfte diese Zahl in diesem Jahr noch überschritten werden.

Vierzig kleine und mittelständische Brauereien aus Tschechien werden in diesem Jahr ihre Biere vorstellen. Ich muss zugeben, dass ich davon nur die Brauerei Konrad kenne, aber da die Tschechen wahre Meister im Brauen sind, wird sicher jeder sein Lieblingsbier finden. Die vollständige Liste der Brauereien finden Sie unter http://www.ceskypivnifestival.cz/de. Dass neben der flüssigen Nahrung auch für eine ausreichende Speisenauswahl sowie musikalische Untermalung gesorgt ist, benötigt wohl keiner Erwähnung.

Auch das Eintrittsgeld ist für unsere Verhältnisse sehr moderat. Das Standardticket kostet für alle 17 Tage 750 Tschechische Kronen. Darin ist neben dem Eintritt ein Verzehrgutschein in Höhe von 650 Kronen enthalten und ein Platz wird reserviert. Daneben gibt es für 1050 Kronen ein VIP-Ticket, in dem neben den Leistungen des Standard-Tickets ein zusätzlicher VIP-Service (was immer das auch heißen mag) sowie ein Verzehrgutschein von 650 Kronen enthalten ist. Das klingt erst einmal viel? Nein. Die Tschechische Krone ist nur etwa 4 Eurocent wert. Günstiger geht es nun wirklich nicht.