Nun steht ein Altbier des größten Brauereikonzerns der Welt vor mir, das Diebels Alkoholfrei. Die Brauerei beschreibt dieses Bier auf ihrer Website so: „Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot und unter höchsten Diebels Qualitätsstandards. Diebels Alkoholfrei bietet ein erfrischendes Geschmackserlebnis und ist ein idealer Durstlöscher nach dem Sport. Höchste Qualität bewahrt den echten Diebels Geschmack. Auch wenn Sie der Fahrer sind: Mit unserem Diebels Alkoholfrei können Sie getrost anstoßen. Und Sie können sich sicher sein: Bei diesem erfrischenden, geschmackvollen Bier werden Sie bestimmt nicht merken, dass es auch noch kalorienarm und alkoholfrei ist!“ Dann wollen wir doch mal sehen, ob das Bier dieser Beschreibung entspricht.
Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Es bildet sich eine sehr voluminöse Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt.
Das Aroma ist malzbetont. Röststoffe sowie ein leichter Duft nach Pumpernickel steigen mir in die Nase.
Der Antrunk trumpft mit einer leichten Süße sowie einer ordentlichen Dosierung feinperliger Kohlensäure auf. Insgesamt macht das Bier im ersten Moment einen recht frischen Eindruck. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu. Der Geschmack erinnert entfernt an Schokolade. Aber irgendetwas fehlt im Geschmack, so dass das Bier keinen wirklich runden Eindruck macht. Der Abgang ist schlank und wenig bitter. Er klingt nur sehr kurz nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen
Alkoholgehalt:
> 0,5 % Vol.
Brauerei:
Brauerei Diebels GmbH & Co. KG
Brauerei-Diebels-Straße 1
D-47661 Issum
www.diebels.de
Und wieder einmal steht ein Bier aus der niederbayerischen Brauerei Zombräu vor mir. Der Hopfenzupfer stammt aus der Reihe Mirskofener Mutation. Unter diesem Namen vertreiben die beiden Brauer saisonale und experimentelle Biere, die nur einmal gebraut werden. Wenn sie weg sind, sind sie weg und dieses spezielle Bier wird nie wieder in dieser Form gebraut. Eine Besonderheit dieses Festbieres sei aber auch nicht verschwiegen: es wurde mit frischem Doldenhopfen aus dem eigenen Anbau der Brauer gebaut und mit ebenfalls frischem Hopfen aus der Hallertau kaltgehopft.
Der Absatz an Craft Beer steigt immer weiter, so dass es kein Wunder ist, dass auch die Brauereikonzerne ihren Anteil am Kuchen sichern wollen. So auch die Bitburger Brauereigruppe, die zu diesem Zweck das Craftwerk gegründet hat. Von dort steht jetzt das Holy Cowl vor mir, ein Tripel, das dem traditionellen belgischen Bierstil nachempfunden ist, bei dem die Brauerei sich aber an das deutsche Reinheitsgebot gehalten hat.
Im Süden von Hannover unweit des Maschsees ist die Mashsee Brauerei beheimatet, die die niedersächsische Landeshauptstadt mit guten Bieren versorgt. Von guten Bieren schreibe ich hier ganz bewusst, da mich bislang keines der Biere, die ich aus dieser Brauerei verkostet habe, enttäuscht hat. Ich hoffe, dass diese Aussage auch für das Berverly Pils gilt, ein Bier, dessen Name bereits recht hohe Erwartungen weckt. Ich bin aber guter Dinge, hat dieses Bier mit dem typisch norddeutschen Bierstil doch im Jahr 2017 beim Meininger Craft Beer Award die Goldmedaille gewonnen. Kann da jetzt noch etwas schiefgehen? Ich hoffe nicht. Schließlich verspricht schon der Name dieses Bieres verspricht den Sommer und die Sonne Kaliforniens und damit ein richtig gutes Bier.

Das Bier, das ich jetzt testen werde, ist neu. Ganz neu. Wirklich neu. So neu, dass es noch nicht im Handel erhältlich ist. Es ist sogar so neu, dass es noch nicht einmal einen Namen hat. Und so wundert es auch nicht, dass dieses Bier bis heute noch so ganz nackt und ohne Etikett daherkommt.
Bei diesem Bier fällt zunächst der etwas merkwürdig anmutende Name auf. Eine kurze Internetrecherche lüftet das Geheimnis aber. Macumba ist eine Voodoo-Technik für die Partnerrückführung. Verschiedene Esoterikanbieter versprechen schnelle und zuverlässige Erfolge. Na ja, wer es glaubt… Hoffen wir mal, dass das Bier einen besseren Erfolg nachweisen kann.
Im Jahr 2015 gründeten die Brüder Tobias und Bastian Merches im niederbayerischen Mirskofen die Brauerei Zombräu. Nun haben die beiden mir sechs ihrer Biere für eine Verkostung zugeschickt. Aus dieser Sammlung verkoste ich heute das erste, Richtfest genannt. Dabei handelt es sich um ein helles Bockbier.
BRLO ist der altslawische Name von Berlin. Auf dem vorderen Etikett des BRLO Porter steht „Handcrafted with Berlin Love“ während auf dem Rückenetikett versichert wird, dass die Brauerei in Berlin verwurzelt ist und sich für ein nachhaltiges Miteinander einsetzt. Da würde ich eigentlich erwarten, dass das Bier aus Berlin stammt. Das ist aber ein Irrtum, denn das Porter stammt aus dem sachsen-anhaltinischen Landsberg im Saalekreis. OK, das muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil, die kleine Brauerei bezieht ihr Wasser aus einem eigenen Brunnen, verfügt über eine eigene Malzfabrik und zumindest die eigenen Biere werden mit Hopfen aus dem Elbe-Saale-Anbaugebiet gebraut, so dass die Grundstoffe für das Bier maximal 80 Kilometer transportiert werden. Das macht die Brauerei und auch das dort gebraute BRLO Porter doch gleich sympathisch.
Das Friday von And Union nennt sich nicht nur IPA, sondern auf dem Rückenetikett der Flasche wird es als Über IPA bezeichnet, was immer das auch genau heißen mag. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es sich um ein IPA handelt und dementsprechend werde ich das Bier auch versuchen zu bewerten.