Genys ist eine kleine Brauerei in Kaunas, Litauen, die nicht nur für ihre tollen Craft-Biere bekannt ist, sondern auch auf die Umwelt achtet. Sie verwendet zu 100% Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen. Genys Brewing Co. besitzt das Zertifikat „Powered by Green“ des litauischen Wirtschaftsministeriums. Bislang exportiert die Brauerei ihre Biere noch nicht nach Deutschland, hat das aber vor. Deshalb war sie auch auf der ProWein in Düsseldorf, wo ich die Brauer kennengelernt habe. Dort haben sie mir auch einige Biere zur Verkostung mitgegeben, unter anderen das Nuotykis Pavasario Nakti, ein Baltic Pale Ale, das mit Hanf und Lindenblüten gebraut wurde. Dieses Bier steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.
Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist durchschnittlich groß. Anfangs fällt sie schnell in sich zusammen, ein Rest bleibt aber lange erhalten.
Im Aroma sticht der Duft nach Karamell hervor, der durch die Düfte nach Zitrusfrüchten sowie blumige und kräuterige Noten unterstützt wird. In der Nase hält dieses Bier damit keine Überraschungen bereit, der Duft ist aber sehr angenehm und macht Lust auf den ersten Schluck.
Der erste Kontakt des Bieres mit der Zunge zeigt eine leichte Süße und obwohl das Bier vergleichsweise wenig seiner feinperligen Kohlensäure enthält, macht es einen angenehm frischen Eindruck. Auf der Zunge überrascht das Bier wieder einmal nicht, sondern entspricht meinen Erwartungen – und das aufs Beste. Wie ich es von einem Pale Ale erwarte ist das Genys Nuotykis Pavasario Nakti angenehm fruchtig mit der passenden Portion Bitter, untermalt durch eine leichte Süße. Die Blumigkeit der Lindenblüten sowie die Kräuternoten des Hanfes machen das vollmundige Bier rund. Im Abgang werden das Bitter und der Kräutergeschmack kräftiger und sie klingen lange nach.
Zutaten:
Wasser, Malz (Pale Ale, CaraHell, CaraPils), Hopfen (Citra), Lindenblüten, Hanfsamen
Alkoholgehalt:
4,5 % Vol.
Bittereinheiten:
15 IBU
Brauerei:
Genys Brewing, UAB
Juozapavičiaus av. 7H
45251 Kaunas
Litauen
www.genysbrewing.lt
Wieder einmal steht ein Bier aus der Gentse Stadsbrouwerij vor mir, die alle anderen Biere aus dem belgischen Gent ein Gruut. Dieses Bier hat aber auch eine weitere Besonderheit: in ihm wurden auch Nüsse verbraut. Ich bin mal gespannt, wie sich die Nüsse im Bier so machen.
Der Winter ist jetzt ja wirklich vorbei, aber trotzdem beschreibe ich jetzt noch den Wintertraum des Labieratoriums. Erstmals hatte ich dieses Bier im letzten Jahr auf der BrauBeviale in Nürnberg getrunken und es war für mich das Highlight dieser Messe. Wieder zu Hause habe ich lange gebraucht, dieses Bier kaufen zu können, um es zu beschreiben. Und dann – Ende letzten Jahres kam die Insolvenz der Cottbuser Brauerei. Da dachte ich, es lohnt sich nicht, dieses tolle Bier zu beschreiben. Inzwischen ist Olaf Wirths aber wieder als Gypsy-Brauer unterwegs. Damit ist er wieder dort angekommen, wo er ursprünglich begonnen hatte und erfolgreich war. Derzeit bietet die Brauerei drei Biere an, ein Porter, ein IPA und ein Helles. Vielleicht erfreut um Olaf ja Ende diesen Jahres wieder mit einem Wintertraum. Daher habe ich mich jetzt entschlossen, den Wintertraum doch noch zu beschreiben.
Das Pilsener war das erste Bier, mit dem die kleine Brauerei Rehbock an die Öffentlichkeit gegangen ist und es ist noch immer das Bier, das die Brauerei am häufigsten verkauft.
Wie alle Biere von Birra Flea ist auch das IPA einer historischen Persönlichkeit gewidmet, Federico Il. Ihm ist nicht nur dieses Bier gewidmet, sondern auch die Universität von Neapel trägt seinen Namen. Er gilt als der erste moderne Herrscher und eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Mittelalters. Er war König von Sizilien, König von Deutschland, König von Jerusalem und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; außerdem förderte er Künstler und Dichter und war selbst ein Intellektueller und Philosoph. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Förderung der Literatur durch die sizilianische Schule für Poesie.
Die Geschichte der Brouwerij Roman beginnt 1545 mit einem Mann namens Joos Roman. Er besaß ein Gasthaus namens „De Clocke“ in Mater, einem Ortsteil von Oudenaarde. Dieses Bed and Breakfast lag verkehrsgünstig an der deutsch-französischen Handelsroute. Roman besaß ein Gasthaus, einen Bauernhof, eine Mühle, eine Mälzerei und natürlich auch eine Brauerei. Damals war das Bierbrauen nur eine der vielen Tätigkeiten, die dort ausgeführt wurden. Im Laufe der Zeit, als die nächsten Generationen das Ruder übernahmen, wurde Bier zur Haupttätigkeit der Familie.
Ich habe schon einige Biere mit dem Namen La Forestinne beschrieben, die aus der Brasserie Caracole stammten. So war ich ziemlich überrascht, als ich auf der Internorga andere Biere mit diesem Namen gesehen habe, die aber aus der Brasserie d’EBLY stammen. Ich weiß nicht, welche Brauerei den Namen zuerst verwendete, aber offensichtlich können in Belgien zwei Biere mit gleichem Namen friedlich nebeneinander vertrieben werden. In Deutschland würde eine solche Situation sicher zu einer Abmahnung führen.
Ursprünglich wurde dieses fassgereifte Bier in englischen Pubs als „Bitter“ gezapft. Erst mit der Abfüllung auf Flaschen wurde daraus das „Pale Ale“. Anfang der 1980er Jahre nahmen sich die ersten Craft-Brauer in den USA des alten Braustils an und interpretierten ihn neu. So wurde das „Pale Ale“ zu dem Bier, das bis heute wie kaum ein anderes für die Craft-Bewegung steht.
Die Brauerei Ferme de Bertinchamps ist im wallonischen Gembloux beheimatet. Sie bewirbt ihre Biere als traditionelle und authentische belgische Biere im alten Stil, die aus reinem Malz und Hopfen gebraut werden, ohne Gewürze und Zusatzstoffe. Ich habe die Brauer auf der Internorga in Hamburg kennengelernt, wo ich auch einige Biere zur Verkostung bekommen habe. Jetzt steht das Brune vor mir.
Glaabsbräu ist nicht nur die älteste Brauerei Südhessens, sondern nach eigenen Angaben auch eine der modernsten Brauereien Deutschlands Im Jahr 2018 hat Glaab’s anlässlich der CraftbeerMesse in Mainz mit ihrem neuen Craftbier „Vicky loves Pales Ale“ eine exotische Interpretation des Pale Ale auf den Markt gebracht. Erstmalig in Hessen und in Deutschland kaum bekannt, setzt Glaabsbräu den australischen Hopfen „Vic Secret“ ein, der diesem Bier fruchtige Aromen verleihen soll.