Archiv der Kategorie: Craft Beer

Gruthaus Münsterländer Hanf

Bereits seit dem Jahr 2016 braut Philipp Overberg in der belgischen Brauerei Anders sein Münsterländer Hanf. Der Hanf stammt aus dem Münsterland und wird von Ursula Tenhumberg in Warendorf angebaut. Wenn Sie genauere Informationen über den Hanfanbau haben wollen, finden Sie sie auf der Website der Erzeugerin.

Honigfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist unterdurchschnittlich groß, gemischtporig und fällt schnell in sich zusammen. Die Optik kann mich nicht wirklich ansprechen.

Düfte nach Karamell, Honig und Wiesenkräutern steigen mir in die Nase unterstützt durch eine leichte Fruchtigkeit. Langsam wird mir das Bier sympathisch.

Der erste Eindruck beim Antrunk ist, dass das Bier recht süß und durch die reichlich vorhandene Kohlensäure durchaus erfrischend ist. Der Hanf ist deutlich zu schmecken. Auf der Zunge kommt noch ein ordentliches Bitter dazu und mischt sich mit dem Geschmack des Hanfes. Jetzt kommt auch die leichte Fruchtigkeit zum Tragen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Zusammenfassend ist das Bier nicht ganz rund, aber trotzdem vollmundig und süffig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener, die Fruchtigkeit bleibt bei wenigen Bitterstoffen, die nur kurz nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Hafer, Zucker, Hefe, Hanfblüten, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Gruthaus-Brauerei
Krummer Timpen 61
48143 Münster
www.gruthaus.de

Gold Ochsen Porter Jahrgangsbier 2019

Inzwischen ist es bereits ungefähr einen Monat her, dass mich die Pressemitteilung der Brauerei Gold Ochsen erreichte, dass das siebte Jahrgangsbier erschienen ist. Während im letzten Jahr ein Rauchbock die Brauerei aus Ulm als Jahrgangsbier vertrat, ist es in diesem Jahr ein Porter. Wie im letzten Jahr wurden vom Jahrgangsbier 1597 Flaschen von Hand abgefüllt. Weshalb eine so krumme Anzahl? Ganz einfach. Die Brauerei wurde im Jahr 1597 gegründet. Inzwischen ist das Gold Ochsen Porter bei mir eingetroffen und ich hatte nun die Gelegenheit, es zu verkosten.

Edel sieht schon der Karton aus, in dem die Flaschen einzeln verpackt wurde. Schwarzer Karton, viel Gold und etwas Rot im Druck, das macht schon Eindruck. Das gilt auch für die Flasche. Auch sie ist schwarz, der Druck wiederholt sich auf den Etiketten. Dann noch der Naturkork als Verschluss – das weckt durchaus hohe Erwartungen.

Nachdem ich die Flasche geöffnet habe (das war nicht ganz einfach, denn der Korken saß wirklich fest), fließt das Bier blickdicht schwarz in das Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große Schaumkrone, hellbraun und sahnig, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal richtig was her.

Die komplexen Duftnoten des Gold Ochsen Porter stehen der Optik in nichts nach. Süße Noten steigen mir in die Nase, die an Rübensirup erinnern, zusammen mit dem Duft nach dunkler Schokolade und Kaffee, unterstützt durch einen Hauch angenehmer Säure. An diesem Bier zu riechen macht richtig Lust und bei jedem Atemzug kann ich weitere Nuancen feststellen, Vanille ist dabei und auch einige Kräuter.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß, aber die passend dosierte sehr feinperlige Kohlensäure macht dieses Bier vom ersten Moment an zu einem vollmundigen Genuss. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Ich schmecke dunkle Schokolade, Espresso und Rübensirup und auch die geringe Säure, die ich in der Nase festgestellt habe, findet sich auf der Zunge. Bitter ist kaum vorhanden. Das Mundgefühl ist voll, rund und samtig. Alle Geschmackseindrücke sind perfekt aufeinander abgestimmt. Im Abgang wird das Bitter etwas deutlicher und der Geschmack nach Espresso kommt mehr in den Vordergrund. Der Geschmack klingt sehr lange nach.

Dieses Bier passt sowohl zu vielen Geflügelgerichten als auch zum Dessert mit Lebkuchen oder Dominosteinen.

Die Brauerei empfiehlt eine Trinktemperatur von 8° – 10° Celsius. Ich meine, dass es wie die meisten malzbet0nten und kräftigen Biere durchaus auch etwas wärmer sein darf. Und seien wir ehrlich – wer kann ein Bier schon so exakt temperieren? Ich empfehle dieses Bier im Keller zu lagern und auch mit der Kellertemperatur zu trinken.

Beim Gold Ochsen Porter hat die Brauerei in ihrer Pressemitteilung wirklich nicht übertrieben. Im Gegenteil – es gefällt mir noch besser als ich es erwartet hätte. Ich empfehle Ihnen, gleich zwei Flaschen des diesjährigen Jahrgangsbiers zu kaufen – eine zum sofort trinken und eine legen Sie sich in den Keller und lassen sie noch einige Jahre nachreifen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses Bier durch eine längere Lagerung noch an Geschmack gewinnt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

Genys Tamsus Miškas

Tamsus Miškas, auf Deutsch „Dunkler Wald“, ist ein Chocolate Porter der Brauerei Genys Brewing Co. aus Kaunas in Litauen. Bislang haben mir alle Biere aus dieser Brauerei gut gefallen, so dass ich mich jetzt auf dieses dunkle Bier freue.

Der Name „dunkler Wald“ passt zu diesem Porter Es ist blickdicht schwarz mit einer durchschnittlich großen und mittelbraunen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Vor mir steht ein Porter wie gemalt.

Düfte nach dunkler Schokolade und Kaffee steigen mir in die Nase, unterstützt durch Toffee und das Aroma gerösteter Nüsse. Wow, das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist stiltypisch recht süß und mir fällt die relativ geringe Dosierung der sehr feinperligen Kohlensäure auf. Trotzdem passt es, denn das Bier ist nicht so schwer wie erwartet. Eine leichte Süße mit dem Geschmack nach Schokolade und Espresso breitet sich auf der Zunge aus. Die Bitterstoffe halten sich diskret im Hintergrund, das Mundgefühl ist samtig und die Drinkability ist hoch. Im Abgang zeigen sich erstmals deutlich die Bitterstoffe des Hopfens die zusammen mit einigen erdigen Noten den Geschmack nach Schokolade unterstützen. Der Geschmack klingt noch längere Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Best Cara, Münchner, Best Chocolate, Best Roasted Black), Hopfen (Fuggle)

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

37 IBU

Farbe:

130 EBC

Brauerei:

Genys Brewing, UAB
Juozapavičiaus av. 7H
45251 Kaunas
Litauen
www.genysbrewing.lt

Buddelship Smook in de Piep

Simon Siemsglüss hatte den Traum einer eigenen Brauerei. So mietete er sich im Jahr 2014 im Hamburger Stadtteil Stellingen die Räume einer alten Fischkonservenfabrik und im Mai 2014 ging es mit dem Slogan „Bier mit Charakter – unfiltriert und ohne Kompromisse“ mit dem ersten Sud los. Nun steht vor mir ein Imperial Porter von Simon, das Smook in de Piep. Seinen Namen hat das Bier vom Rauchmalz, mit dem es gebraut wurde. Dann wollen wir doch mal sehen, was dabei herausgekommen ist.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Beim Einschenken bildet sich eine ordentliche mittelbraune und feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Düfte nach Mokka und dunkler Schokolade steigen mir in die Nase, dazu einige Rauch- und Speckaromen, deutlich wahrnehmbar, aber nicht aufdringlich. Abgerundet wird die Aromenvielfalt durch den Duft nach Vanille.

Der Antrunk ist süß, was aber durch die großzügig dosierte Kohlensäure wirkt das Bier erfrischend. Das Mundgefühl ist voll, fast sirupartig dickflüssig. Jetzt kommen auch die Röststoffe zum Tragen, die einen angenehmen Espressogeschmack auf die Zunge zaubern, dessen Bitterkeit gut auf die Süße abgestimmt ist. Durch die Kohlensäure wirkt das Bier auch jetzt lebendig. Der Abgang ist zunächst überraschend mild, der Geschmack nach Espresso lässt nach und macht einem freundlichen Bitter Platz, das sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Roggenmalz, Hopfen (Goldings Nugget Triskei), Hefe

Alkoholgehalt:

9,6 % Vol.

Stammwürze:

23,6° Plato

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Buddelship Brauerei GmbH
Warnstedtstrasse 16L
22525 Hamburg
www.buddelship.de

Viven Master IPA

Im Jahr 2003 übernahm Tony Traen die alteingesessene Brauerei Viven im flämischen Sijsele von Willy de Lobel. Er gab der Brauerei einen neuen Namen, verbesserte die Rezepturen der vorher hier gebrauten Biere Kloster von Viven und Kapelle von Viven. Sie heißen jetzt Viven Bruin und Viven Blond.

Damit ließ es Tony aber nicht bewenden, sondern er hatte die Idee, die flämische Braukunst auch auf andere Bierstile anzuwenden, die nicht aus Flandern kommen. Zusammen mit Dirk Naudts von der Proef Brauerei entwickelte er die Rezepte für Viven Ale, Viven Porter, Viven Imperial IPA und Viven Master IPA. Das Master IPA steht jetzt vor mir und schon der Name veranlasst mich, an dieses India Pale Ale recht hohe Ansprüche zu stellen. Dazu trägt auch die Hopfenauswahl bei. Drei Hopfensorten aus unterschiedlichen Teilen der Welt wurden für dieses Bier verwendet, Merkur aus Deutschland bringt erdige und Zitrusnoten mit, Nelson Sauvin aus Neuseeland und Citra aus den USA versprechen ein fruchtiges Aroma und eine angenehme Bitterkeit. Wenn das IPA dann noch gut ausbalanciert ist, kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Hell bernsteinfarben und minimal hefetrüb leuchtet mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß, bleibt aber sehr lange erhalten. Die Optik des Viven Master IPA weiß jedenfalls schon mal zu begeistern.

Düfte nach Grapefruit und anderen Zitrusfrüchten steigen mir in die Nase. Der Duft des Malzes hält sich dabei diskret im Hintergrund, kommt aber neben den Hopfenaromen noch zum Vorschein. Diese Geruchseigenschaft schätze ich bei einem IPA.

Der erste Eindruck, den das Bier auf der Zunge hinterlässt, ist süß und durch die reichlich dosierte Kohlensäure spritzig. Zusammen mit der Fruchtigkeit, die die Aromen widerspiegelt, kann dieses Bier mich wirklich begeistern. Auf der Zunge kommt noch ein freundliches Bitter dazu, so dass das Bier wunderbar süffig ist. Das Mundgefühl ist voll und rund. Langsam wird das Bier trockener und im Abgang lässt auch das Bitter noch etwas nach, das aber zusammen mit einigen Zitrusnoten noch lange nachklingt.

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Trinktemperatur:

5°C – 8°C

Brauerei:

Viven
Stationsstraat 89
8340 Sijsele
www.viven.be

Insel-Brauerei Überseehopfen India Pale Ale

Wer hat sie im Getränkemarkt noch nicht gesehen, die in braunes Packpapier gehüllten Flaschen aus der Insel-Brauerei in Rambin auf Rügen. Inzwischen ist die Auswahl der Biere aus Rambin recht umfangreich und vor mir steht jetzt wieder einmal ein Überseehopfen, das India Pale Ale. Das Bier wurde mit nur einer Hopfensorte gebraut, die aus Tasmanien stammt. Und die Brauer setzen nicht nur auf eine Hopfensorte, sondern verwenden Doldenhopfen, keine Pellets.

Und die Optik dieses IPAs passt absolut zum Anspruch, der im Nordosten unserer Republik an die dort gebrauten Biere gestellt wird. Bernsteinfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier, gekrönt von viel elfenbeinfarbenem Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist ähnlich verlockend wie die Optik. Die Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas und Kräutern steigen mir in die Nase, dazu der Duft der Hefe. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck, den das Bier beim Kontakt mit der Zungenspitze vermittelt, ist trocken und spritzig. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt spiegeln sich dort die Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe – Ananas und Mango sind die hervorstechenden Geschmäcker. Dazu kommt ein ordentliches angenehmes Bitter, das an eine Grapefruit erinnert. Das Mundgefühl ist samtig. Der Abgang ist fruchtig und trocken und er klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Traubenzucker (vollständig während der Flaschenreifung vergoren), Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei
Hauptstr. 2c
18575 Rambin
www.insel-brauerei.de

Marstons English Pale Ale

In der viktorianischen Ära kamen in England die hellen Biere in Mode und sie lösten die die früheren dunkleren Biere ab. Die Brauerei Marstons wollte zu den Wurzeln zurückkehren und hat das ursprüngliche englische helle Bier neu interpretiert. Die Brauerei verspricht eine kalte, hopfige und pikante Qualität, die uns die Biere, die gewohnt sind, vergessen lässt. Wir haben es also mit einem sehr hohen Anspruch zu tun, und ich will jetzt mal testen, ob die Brauerei dieses Versprechen einlösen kann.

Die Optik ist schon mal ansprechend. Intensiv goldfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen mit seiner durchschnittlich voluminösen sahnigen Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Aber schon das Aroma enttäuscht dann. Das Malz steht im Vordergrund und die wenigen Zitrusaromen haben es schwer, darüber hinwegzukommen. Da hätte ich mir dann doch mehr gewünscht.

Der Antrunk will mich mit seiner leichten Süße und der reichlich bemessenen feinperligen Kohlensäure dann wieder versöhnen. Auf der Zunge offenbart das Bier ein erstaunlich kräftiges Bitter, fast als ob ich auf einen Grapefruitkern gebissen hätte. Dabei bleibt das Bier frisch, schafft aber kein volles Mundgefühl. Der Abgang ist eher schlank, wenig bitter, dafür kommen einige grasige Noten zum Vorschein und der Nachklang ist sehr kurz.

Insgesamt bin ich von Marstons English Pale Ale eher enttäuscht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Cascade, Styrian), Hefe

Alkoholgehalt:

3,6 % Vol.

Brauerei:

Marston’s
Shobnall Road
Burton-on-Trent
Staffordshire, DE14 2BW
Großbritannien
http://www.marstons.co.uk/

Bremer Weißbier

Seit dem 11. Jahrhundert wird in Bremen Bier gebraut. Die Qualität der traditionellen Bremer Sorten wie Rotbier, Porter und Ale wurden dabei nicht nur in der Heimat geschätzt. Bremer Braukunst wurde im großen Stil nach Holland, England und Skandinavien exportiert.

Die Zahl der Brauereien war einst groß. So wurden im Jahr 1748 noch 35 Brauereien in Bremen gezählt. Diese Vielfalt nahm später kontinuierlich ab. Kaum zu glauben, dass in einer Stadt mit 550.000 Einwohnern 2015 nur drei Brauereien in Bremen Bier brauten. Es war an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen: Im Dezember 2015 wurde die Freie Brau Union Bremen (wieder)eröffnet. Von dort steht jetzt das Weißbier vor mir.

Hell bernsteinfarben und mit leichter Hefetrübung steht das Bier nun vor mir. Die Schaumkrone ist klein, grobporig und nicht wirklich stabil. Die Optik kann mich zumindest nicht überzeugen.

Das Aroma gefällt mir schon mal besser. Ich rieche reife Banane, Brot, sowie etwas Nelke und Zitrus.

Der Antrunk ist leicht süß und da die Kohlensäure recht knapp dosiert ist, fehlt dem Bier die Frische. Auf der Zunge zeichnet es sich durch eine mittlere Fruchtigkeit aus, bei der der weizenbiertypische Geschmack nach Banane überraschend kräftig zum Ausdruck kommt. Dazu passen eine leichte fruchtige Säure sowie der diskrete Geschmack nach Nelken. Bitterstoffe kann ich praktisch nicht feststellen. Das Mundgefühl ist samtig und voll. Auch der Abgang ist fruchtig nach Banane mit einem kurzen Nachklang.

Auch wenn das Bier für meinen Geschmack noch perfektioniert werden kann, ist es doch jetzt bereits ein gutes Weißbier, das sich an traditionelle Muster anlehnt.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

14 IBU

Brauerei:

Union Brauerei Bremen GmbH
Theodorstraße 13
28219 Bremen
www.brauerei-bremen.de

Insel-Brauerei Surfers Summer Ale

Die Rügener Insel-Brauerei hat 4 neue alkoholfreie Biere auf dem Markt gebracht. Mit dem Snorkeler`s Sea Salt, dem Surfers Summer Ale, dem Swimmer`s Saison und dem Skipper`s Special Bitter bietet das Unternehmen uns nun vier alkoholfreie Craft Bier Spezialitäten an. Die Besonderheit dieser Biere liegt nach Angaben der Brauerei unter anderem auch in der erstmalig angewendeten neuen Braumethode. Markus Berberich (Brauereigründer) und Frank Lucas (Braumeister) haben sich in einjähriger intensiver Entwicklungszeit bemüht, durch ein ausgereiftes Zusammenspiel aller Komponenten einen unglaublichen Geschmack zu erzeugen. Gebraut wird ausschließlich mit Naturhopfen. Die verwendeten ganzen Dolden entfalten im Braukessel ihrem feinsten Duft und die beste Bittere. Durch diese natürliche Brauart soll sich eine langanhaltend hohe Qualität ergeben.

Bei unter 35 ° C ist die neue Frische-Destillation ein besonders schonendes Verfahren, das den typischen Geschmack des Bieres erhalten soll, indem die bedeutenden Duftnoten werden geschützt werden sollen und das Ergebnis soll dann ein alkoholfreies Craft Bier mit einem natürlichen Mundgefühl, wie wir es von einem Bier erwarten, entstehen. Die Biere aus der Insel-Brauerei sind ja für ihren umwerfenden Geschmack bekannt. Die sorteneigene Kohlensäure wird während des Gärens aufgefangen und dann später dem alkoholfreien Bier wieder zugeführt. Für die alkoholfreien Craft Biere der Rügener Insel-Brauerei bedeutet das ein natürliches Bieraroma mit dem für diesen Bierstil typischen Charakter. Nach dem Abfüllen reifen die alkoholfreien Biere nach der traditionellen Methode. Diese Flaschenreifung mit allen ihren Besonderheiten garantiert die Sauerstofffreiheit der Flaschen und ist dank der Verbindung mit dem Naturpapier als Lichtschutz ausschlaggebend für eine besonders lange Frische.

Soweit die Theorie. Jetzt will ich aber wirklich wissen, wie diese ganzen Mühen sich im fertigen Produkt machen.

Hell kupferfarben und leicht hefetrüb mit sehr viel festem weißem Schaum zeigt sich das Bier im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist fruchtig-herb. Ich rieche Grapefruit, verschiedene andere Südfrüchte und einen Hauch Vanille.

Der Antrunk ist weich und cremig. Er zeichnet sich durch eine leichte Süße und reichlich Kohlensäure aus, die für eine ordentliche Frische sorgt. So geht es auch auf der Zunge weiter. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, unterstützt durch ein angenehmes Bitter, das die Süße und Fruchtigkeit nicht überdeckt. Insgesamt ist das Bier sehr süffig. Im Abgang halten sich Frucht und Bitter die Waage und der Geschmack klingt sehr lange nach.

Das Surfer’s Summer Ale von der Insel-Brauerei in Rambin auf Rügen ist ein tolles Sommerbier, das mich vergessen lässt, dass es keinen Alkohol enthält und das sich an viele Speisen anpassen kann. Ich denke da an verschiedene Gerichte mit Fisch oder Meeresfrüchten, aber auch an Currys.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2 c
18573 Rambin auf Rügen
www.insel-brauerei.de

Kompel – Prion des Fleurs

Zwischen 1923 und 1987 fuhren Tausende Bergleute auf Zeche Eisden in eine Tiefe von 900 Metern, um dort die Kohle abzubauen. Oberirdisch drehten Hunderte von Arbeitern die Wellenräder. 1987 schloss die Mine ihre Pforten endgültig. Zwei Kohleschächte zeugen von jahrzehntelangem Kohleabbau. Die Kompel-Biere sind eine Ode an die Bergleute, ihre harte Arbeit und ihr Leben in Staub und Schweiß.

Das Kompel Prion Des Fleuts ist mit Honig, Zitrusschalen und Koriander gebraut. Im Jahr 2017 wurde das Bier bei der Brussels Beer Challenge mit Gold ausgezeichnet, 2018 mit Silber. Ebenfalls 2018 wurde es bei den World Beer Awards als weltbestes Bier seines Bierstils sowie als bestes belgisches Bier geehrt. Ich kann also durchaus von diesem Bier etwas ganz Besonderes erwarten.

Kupferfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Aromen nach Karamell, Honig, Südfrüchten und Kräutern steigen mir in die Nase, so dass ich richtig Lust auf den ersten Schluck bekomme.

Der Antrunk ist recht süß, aber trotz der nur gering dosierten Kohlensäure nicht aufdringlich. Irgendwie passt im ersten Eindruck alles zusammen. Auf der Zunge wird das Bier etwas trockener, wobei der Honiggeschmack erhalten bleibt und an Waldhonig erinnert. Bitterstoffe sind nur minimal vorhanden und das Mundgefühl ist samtig und voll. Im Abgang ist das Bier mild bitter, ein Geschmack, der lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Kräuter, Honig, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

17 IBU

Farbe:

17 EBC

Trinktemperatur:

7° – 9 °C

Brauerei:

Brouwerij Kompel bvba
Acacialaan 14
3630 Maasmechelen
Belgien
www.kompel-bier.be