Jetzt habe ich mal wieder ein Bier aus der Brauerei Burgdorf in der Nähe von Hannover vor mir stehen. Es handelt sich um ein Schwarzbier, einen Bierstil, der bis zur Wende eher in der DDR beheimatet war, jetzt aber auch im Westen immer mehr Anhänger findet. Mal sehen, wie sich dieses Bier so macht.
Dunkelbraun und mit wenig grobporigem Schaum, der sich auch schnell auflöst, präsentiert sich das Bier im Glas. Mit dieser Farbe und ganz ohne Schaum erinnert es eher an Cola.
Düfte nach dunkler Schokolade und Brotkrume steigen mir in die Nase. Aromen des Hopfens kann ich in der Nase nicht feststellen.
Der Antrunk ist leicht süß, die Kohlensäure sehr feinperlig. Auf der Zunge entwickelt sich ein Schokoladengeschmack, dazu eine leichte Säure. Das Bier ist recht schlank und unausgeglichen. Mir fehlen Körper und die Weichheit, die ich von einem Schwarzbier erwarte. Erst im Abgang macht sich eine leichte Hopfenbittere bemerkbar, aber auch hier verschwindet der Geschmack sehr schnell.
Das Burgdorfer Schwarzbier ist absolut nicht meins. Schade. Andere Biere aus der Brauerei können mich durchaus begeistern. Ich habe keine Ahnung, weshalb das Schwarzbier so verunglückt ist.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
4,8 % Vol.
Stammwürze:
12 %
Farbe:
62,9 EBC
Brauerei:
Brauerei Burgdorf GmbH & Co. KG
Lise-Meitner-Str. 8
31303 Burgdorf
www.brauerei-burgdorf.de
Wieder einmal steht ein Bier aus der Brauerei Burgdorf vor mir. Diesmal ist es das Kolshorner Rotwild, ein Bockbier. Ob es sich um einen hellen oder um einen dunklen Bock handelt, ist auf dem Etikett nicht ersichtlich.
An dem Bier, das jetzt vor mir steht, ist bereits das Etikett auffällig. Auf dem Hauptetikett steht lediglich der Name der Brauerei und groß, dass es der dritte Sud ist. Um was für ein Bier es sich handelt (es ist ein Stout), steht lediglich klein auf der Halskrause. Inzwischen hat die Brauerei die Etikettierung wohl geändert. Der Name ist in die Mitte des Etiketts gerückt, um den wievielten Sud es sich handelt erscheint nicht mehr. Nur der Bierstil ist weiterhin klein auf der Halskrause vermerkt. Es ist schon erstaunlich, was sich die Brauer alles einfallen lassen, damit ihre Biere im Regal auffallen.
Witbier ist eine obergärige belgische Bierspezialität, die manchmal auch als „belgisches Weißbier“ bezeichnet wird. Sie hat einen intensiven hefearomatischen Geschmack, der durch die Zugabe von Orangenschalen und Koriander zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis wird. Mit der Verbreitung der Craft-Biere wurde dieser Bierstil auch in Deutschland bekannt und so steht jetzt vor mir das Bremer Witbier aus der Union-Brauerei.
Vier unterschiedliche alkoholfreie Biere hat die Rügener Insel-Brauerei inzwischen auf den Markt gebracht. Auch diese Biere werden ausschließlich mit Naturhopfen gebraut. Die verwendeten ganzen Dolden entfalten im Braukessel ihrem feinsten Duft und die beste Bittere. Durch diese natürliche Brauart ergibt sich eine langanhaltend hohe Qualität.
Das Rezept des Viven Imperial IPA stammt von der Westküste Amerikas. Dazu kommt die belgische Baukunst, die es immerhin in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO geschafft hat. Diese Kombination lässt mein Herz höherschlagen, denn ich erwarte ein ganz besonderes Bier.
90 Tage Reifezeit! Lange, kalte Gärung und die Lagerung. Hoppe verspricht, dass auf diese Weise ein Bock entstanden ist, der nicht so süß ist wie viele andere. Dann bin ich ja mal auf dieses Bier gespannt, denn für mich gehört eine gewisse Süße zu einem Bockbier einfach dazu.
Die Grundlage für Liefmans Kriek Brut wurde bereits in den Jahren 1900 bis 1930 gelegt, als die Bauern aus der Umgebung bei Liefmans anfingen, nach einem Fass Bier zu fragen, mit dem sie ihren Überfluss an Krieken ( also Kirschen) verarbeiten konnten.
Jetzt steht ein Bier vor mir, dessen Etikettierung mich etwas verwirrt. Es heißt Lehrter Blondes, ist auf dem vorderen Etikett als Kolshorn Hausbräu benannt (Kolshorn ist ein Ortsteil von Lehrte) und stammt aus Burgdorf. Hoffen wir mal, dass die Brauerei aufgrund dieser vielen Ortsangaben keine Abmahnung bekommt. Und auch wenn es Blondes heißt, handelt es sich nicht wie von mir zunächst vermutet um ein Helles, sondern um ein Pils. Aber ich will mich hier ja mit dem Bier beschäftigen, nicht mit der Beschriftung der Etiketten. Schenke ich mir also ein Glas ein.
Auch wenn die meisten Trappistenbiere in Belgien gebraut werden, gibt es doch einige wenige Braustätten der Trappisten in den Niederlanden, den USA und in Österreich. Aus der Trappistenbrauerei in Engelszell stammt das Nivard, das jetzt vor mir steht. Es wurde nach Pater Nivard Volkmer benannt, der 1919 bei Banja Luka in Bosnien geboren wurde. Mit elf Jahren kam er in die Internatsschule des Klosters Maria Stern mit der Absicht, Mönch zu werden. „So bin ich in das Trappistenleben hineingewachsen. Aus tiefstem Herzen bin ich überzeugt: Das Gute kommt aus der Stille, aus dem Schweigen“. 1944 wurde er zum Priester geweiht. Nach den Kriegswirren kam er 1951 in das Stift Engelszell, wo er viele Jahre lang verschiedene Ämter bekleidete, darunter zwei Jahre Superior (Oberer). 1991 wurde er wieder nach Banja Luka gerufen, zur Leitung seines Stammklosters. Schließlich kehrte er 2002 von den Mühen des Lebens gezeichnet, „heim“ nach Engelszell, wo er sich im September 2014 in die himmlische Heimat verabschiedete.