Archiv der Kategorie: Biertest

Leffe Bruin

Nachdem mir gerade das Leffe Blonde überhaupt nicht geschmeckt hat will ich auch gleich ein zweites Bier aus der Brauerei hinter mich bringen, das Leffe Bruin. Die Zutatenlisten der beiden Biere unterscheiden sich nicht. Aber ich hoffe doch, dass durch ein anderes Malz und einen anderen Hopfen diesmal ein besseres Bier auf mich wartet.

Dunkelrot, die Brauerei schreibt mit Recht mahagonifarben, steht das Bier im Glas, dazu eine Menge feinporiger hellbrauner Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier also sehr ansprechend.

In der Nase zeigt sich ein breites Aromenspiel von Karamell, Röststoffen und Trockenfrüchten. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und wird durch die kräftige Kohlensäure abgerundet. Nach wenigen Sekunden kommen die Röstaromen zum Vorschein, die durch überraschend wenige Bitterstoffe unterstützt werden. Dafür bleibt das Bittere zusammen mit den Röstaromen lange zurück. Dieses Bier bildet einen angenehmen Gegensatz zum Blonde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium
B.P. 200
1070 Brüssel
Belgien

Für
Br. Abbaye de Leffe
Place de’l Abbaye
1 5500 Dinant
Belgien
http://www.leffe.com

DIE BIEROTHEK

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Leffe Blonde

Nun will ich wieder einmal ein belgisches Bier verkosten, das Leffe Blonde. Es ist eines der bekanntesten belgischen Biere und ich bin schon mal gespannt, wie es sich so macht.

In einem intensiven Goldgelb zeigt sich das kristallklare Bier im Glas. Darüber viel weißer feinporiger Schaum, der auch lange stehen bleibt. Dazu eine lebhafte Kohlensäure, so dass das Bier optisch durchaus perfekt ist. Das Aroma ist durch das Malz bestimmt, unterstützt durch den Duft nach Gräsern.

Auf der Zunge präsentiert sich das Bier zunächst recht süß, bevor sich unangenehm stark die Bitterstoffe des Hopfens melden. Dagegen ist der Abgang überraschend geschmacklos. Ich glaube, dieses Bier braucht die Welt nicht wirklich.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Zucker, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium
B.P. 200
1070 Brüssel
Belgien

Für
Br. Abbaye de Leffe
Place de’l Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien

DIE BIEROTHEK

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Rhönpiraten Indian Pale Ale

Nun steht mal wieder ein Bier aus Franken vor mir, ein Indian Pale Ale von den Rhönpiraten. Da das Etikett keine weiteren Informationen enthält, werde ich sofort mit dem Verkosten beginnen.

Hellgelb und hefetrüb steht das Bier im Glas, darüber reichlich feinporiger weißer Schaum, der der lange erhalten bleibt. Die ausreichend vorhandene Kohlensäure ist feinperlig. Optisch hat die Brauerei also nichts falsch gemacht.

Das volle Aroma wird von Getreide, Zitrusfrüchten und Karamell bestimmt. Das entspricht meinen Erwartungen an ein IPA und etwas anderes hätte mich doch ziemlich enttäuscht.

Der Antrunk ist nur leicht süßlich, bevor sich eine intensive, aber angenehme, Hopfenbittere im Mund ausbreitet. Das Bittere wird aber durch die reichlich vorhandene Hefe abgemildert, so dass sich zusammen mit den Karamelltönen des Malzes ein sehr schön abgerundetes Geschmackserlebnis bildet. Auch der lange aber vergleichsweise milde Abgang passt sich gut in das Bild ein.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

Rhönpiraten
Inh. Stephan Kowalsky
Friedenstr. 25
97645 Ostheim v.d. Rhön
http://www.rhoenpiraten.de

Segelschiff-Mumme

Nun habe ich eine Brauspezialität aus dem östlichen Niedersachsen vor mir stehen, eine Mumme aus der Brauerei Nettelbeck in Braunschweig. Wenn Sie noch nie etwas von Mumme gehört haben müssen Sie sich keine Sorgen machen. Mir ging es bis gestern auch nicht anders. Andererseits ist Mumme Wikipedia immerhin einen langen Artikel wert. Dort wird auch ausgeführt, dass dieses Bier bereits vor 600 Jahren bis nach Indien und in die Karibik verschifft wurde. In dieser Hinsicht können wir die Mumme durchaus als Urahn des Indian Pale Ale betrachten. Heute braut nur noch die Brauerei Nettelbeck KG die Mumme. Sollte diese Brauerei irgendwann aus welchem Grund auch immer einmal die Herstellung dieser Spezialität einstellen, geht ein Stück Bierkultur verloren. Hoffen wir also das Beste.

In tiefem Rotbraun steht das Bier im Glas, darüber ein heller leicht gelbstichiger Schaum, gemischtporig und von durch durchschnittlicher Standzeit. Das Aroma ist deutlich malzbetont mit leichten Röstaromen, unterstützt durch den Duft von Trockenfrüchten. Bis hierhin macht das Bier schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß, aber nicht so sehr wie es die Optik und das Aroma vermuten ließen. Die sehr feinperlige Kohlensäure trägt das Bier über die Zungenspitze hinweg und sorgt für eine angenehme Süffigkeit. Die Menge des Hopfens ist gut auf den Geschmack des Malzes abgestimmt. Er sorgt für eine gewisse Fruchtigkeit, die in feinem Einklang mit den Bitterstoffen des Hopfens steht. Trotz des milden Abgangs bleibt der Geschmack dieser Bierspezialität noch eine ganze Zeit erhalten.

Alles in Allem handelt es sich um ein eigenwilliges Bier, das nicht jedem gefallen will und das sich wohltuend von der Masse abhebt. Wenn Sie einmal ein solches Bier finden, sollten Sie nicht versäumen, sich die eine oder andere Flasche mitzunehmen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

H. Nettelbeck KG
Leipziger Str. 184
38124 Braunschweig
http://www.bs-mumme.de

Aecht Schlenkerla Rauchbier

Heute steht mal eine echte regionale Spezialität vor mir, ein dunkles Rauchweizen aus Bamberg. Rauchbiere sind bekanntlich eine Spezialität aus Bamberg, und wenn sie nicht zu rauchig sind, ist der Rauchgeschmack eine interessante Alternative. Das Aecht Schlenkerla Rauchbier hat aber noch eine Besonderheit: die Brauerei Heller, aus der dieses Bier stammt, malzt das Gerstenmalz selber und kann daher frei über die Intensität des Rauchgeschmacks bestimmen. Aber beginnen wir doch einfach mit dem Test des Bieres

In dunklem Tiefrot steht das Bier im Glas. Auch wenn das Rückenetikett ein hefetrübes Bier verspricht, kann ich keinerlei Trübung feststellen, im Gegenteil, dieses Bier ist wirklich kristallklar. Darüber ist ein beiger Schaum, der sich aber leider recht schnell auflöst.

Das Aroma wird durch Rauch geprägt, dazu Schinken und unterstützt von roten Früchten. Dabei bleibt das Raucharoma aber angenehm und es wird nicht, wie bei einigen anderen Rauchbieren, penetrant.

Der Antrunk ist schwach süß und das Bier enthält nur wenige Bitterstoffe, die aber den Geschmack dominieren. Das Bier bleibt dadurch aber recht mild. Dazu kommt ein angenehmer Rauchgeschmack, der sich verstärkt, während das Bier der Kehle zuströmt.

Hier haben wir ein Bier, das wohl nichts für jeden Tag ist, aber zu kräftigen Speisen sehr gut passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Heller-Bräu Trum GmbH
96049 Bamberg
http://www.schlenkerla.de

Rhönpiraten Spezial

Nun steht mal wieder ein Bier aus Franken vor mir. Es stammt aus der recht neuen Kleinbrauerei Rhönpiraten aus Ostheim. Das Spezial ist ein untergäriges Vollbier. Da die Etiketten nichts hergeben werde ich mir gleich das erste Glas einschenken.

Das klare Bier steht in dunkler Bernsteinfarbe im Glas, darüber ein cremefarbener feinporiger Schaum mit guter Standzeit. Optisch hat die Brauerei alles richtig gemacht.

Der Antrunk ist malzsüß und durch die sehr feine Kohlensäure wirklich spritzig. Anschließend macht sich ein ausgeglichener bitterer Geschmack im Mund breit, fein abgestimmt auf die Süße des Malzes. Der Abgang ist überraschend mild und der angenehme Bittergeschmack klingt lange angenehm nach. Ein Bier wie es sein soll.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Rhönpiraten
Inh. Stephan Kowalsky
Friedenstr. 25
97645 Ostheim vor der Rhön
http://www.rhoenpiraten.de

Ottakringer Goldfassl

Nun steht mal wieder ein Bier aus Österreich vor mir, das Goldfassl aus der Ottakringer Brauerei in Wien. Gekauft habe ich die Flasche im Laden der Brauerei in Ottakring, in dem neben den eigenen Bieren auch einige Craft-Biere sowie viele andere Biere von österreichischen und deutschen Bieren zu kaufen gibt. Das Goldfassl ist ein Pils, gebraut mit Wasser aus einem eigenen Brunnen.

Das Bier ist goldgelb und klar. Die Kohlensäure ist nur in kleiner Menge vorhanden. Der weiße Schaum baut sich schnell ab, lediglich ein kleiner Rest bleibt lange Zeit erhalten. Optisch macht das Bier also nicht allzu viel her.

Auch das Aroma ist nichtssagend, einfach etwas Malz und viel Hopfen.

Der Antrunk ist spritzig, der Körper recht bitter, der Abgang ist nichtssagend. Gut, eventuell gehe ich mit dem Goldfassl jetzt etwas zu hart ins Gericht. Das Bier ist durchaus trinkbar, aber nicht wirklich ein Genuss. In meinen Augen ist es lediglich geeignet, um sich mal abends die Kante zu geben, vergleichbar ist es mit einem mittelprächtigen norddeutschen Pils. Ich weiß aber, dass die Brauerei in Wien-Ottakring auch andere Biere brauen kann, die deutlich besser schmecken und das nicht nur in der Craft-Bier-Division Brauwerk.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,6 %

Brauerei:

Ottakringer Brauerei AG
1160 Wien
Österreich
http://www.ottakringer.at

Fünffach gehopfter Hallodri

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus Bayern vor mir. Die Flasche fiel mir bereits im Regal auf. Das Bier stammt aus dem Hofbräuhaus in München, bekannt eher für Massenbiere. Die Gestaltung des Etiketts erinnerte mich aber doch sehr an Etiketten von Craft-Bieren. Warum auch nicht? Auch Maisel, ebenfalls eher bekannt für Massenbiere, bringt mit seiner Serie „Maisels and Friends“ einige Biere auf den Markt, die weder in Geschmack noch im Preis den Massen gefallen wollen. Also musste ich den fünffach gehopften Hallodri einfach mitnehmen. Nun muss ich aber zugeben, dass ich mich im Geschäft von der Gestaltung der Etiketten sowie von der Prosa darauf täuschen lassen habe. Das fiel mir erst zu Hause auf. Fünffach gehopft bedeutet nicht, dass es sich um eine ausgeklügelte Mischung von fünf Hopfensorten handelt, sondern es bedeutet lediglich, dass der Hopfen in fünf Portionen nacheinander zugegeben wurde. Und bei der Heißhopfung geht durch das Kochen zumindest ein Teil der Aromen des Hopfens verloren. Aber immerhin wurde kein Hopfenextrakt verwendet. Ich bin vor dem Einschenken des Bieres also schon etwas kritisch. Aber genug der Vorrede, beginne ich mit dem Testen.

Bernsteinfarben, fast wie Cognac, steht das Bier im Glas, darüber ein hellgelber und feinporiger Schaum, der sich aber leider recht schnell auflöst. Würde der Schaum länger stehenbleiben, wäre optisch eigentlich alles richtig gemacht. Das recht süße Aroma wird durch Karamellnoten bestimmt, unterstützt durch eine gewisse Fruchtigkeit, ich meine, den Duft getrockneter Feigen identifizieren zu können.

Der Antrunk ist sehr süß, bevor intensive Bitterstoffe den Mund ausfüllen. Das ist insoweit ehrlich, als dass bereits auf dem Rückenetikett auf eine ausbalancierte Hopfenbittere hingewiesen wird. Mir fehlt da aber jede Fülle. Der kurze Abgang ist herb.

Das Bier hat sicher seine Liebhaber, sonst würde es nicht gebraut werden. Für mich ist es aber nichts.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
http://www.hofbraeuhaus.de

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Riedenburger historisches Emmer-Bier

Nun teste ich mal wieder ein Craft-Bier aus dem Riedenburger Brauhaus in Bayern, das Emmer-Bier. Emmer, auch Zweikorn genannt, ist ein Vorgänger des Weizens. Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidearten. Diese Weizenart mit lang begrannten, meist zweiblütigen Ährchen wird heute in Europa kaum noch angebaut. Heute baut die Riedenburger Brauerei den Emmer im Rahmen eines Programms zum Erhalt historischer Getreidearten wieder an.

Rotbraun und leicht hefetrüb steht das Bier im Glas. Darüber ein üppiger hellgelber Schaum mit leichtem Braunstich, feinporig und mit mittlerer Standzeit.

Das Aroma ist getreidig mit Anklängen von Pflaume und roten Früchten. Bis hierhin ist das Bier durchaus ansprechend.

Im Antrunk ist malzig, auch wenn sich die Süße diskret im Hintergrund hält. Schnell kommt eine angenehme Säure in den Vordergrund, die dem Bier zusammen mit der feinperligen Kohlensäure eine großartige Eleganz verleiht. Der Abgang ist mild und kaum bitter. Dafür hält sich der Geschmack aber noch einige Zeit im Mund und in der Kehle. Das richtige Bier für alle, die eher milde Biere lieben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Mit Ausnahme des Wassers und der Hefe stammen alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
93339 Riedenburg
http://www.riedenburger.de

Biershop Bayern

Jubiläumsbier 425 Jahre Schwarzer Abt

Der Schwarze Abt ist wohl das bekannteste Bier aus der Klosterbrauerei Neuzelle. Jetzt habe ich das Bier zum 425jährigen Jubiläums dieses Biers vor mir.

Tiefschwarz ist das Bier im Glas. Selbst gegen das Licht gehalten kommt nur minimal ein Rotstich durch. Das ist also mal ein wirklich schwarzes Bier, kein dunkles Rotbier. Der hellbraune Schaum ist im Wesentlichen feinporig, auch wenn er einige größere Blasen enthält. Die Standzeit des Schaums ist durchschnittlich.

Der Duft verströmt recht intensiv Malz- und Röstaromen, dazu ein Hauch von Birnen- und Kaffeearoma. Der Antrunk ist recht süß, anschließend wird das Bier angenehm würzig, da der Geschmack des Malzes in den Vordergrund tritt. Erst im Abgang meldet sich auch der Hopfen, der aber den Malzgeschmack nicht überdeckt, sondern sich mit ihm verbindet und ihn damit komplettiert.

Ich habe das Jubiläumsbier nicht im direkten Vergleich zum „normalen“ Schwarzen Abt getrunken, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Jubiläumsbier etwas weniger süß aus der Schwarze Abt ist.

Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Invertzuckersirup

Alkoholgehalt:
3,9 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
http://www.klosterbrauerei.com

Dieses Bier können Sie portofrei bestellen, indem Sie auf den folgenden Banner klicken: