Becks ist sicher das bekannteste Bier aus Bremen, aber diese Stadt hat noch mehr zu bieten. Jeder, der schon einmal als Tourist nach Bremen gekommen ist, kennt sicher die Böttcherstraße und hat dort bestimmt auch das Brauereigasthaus Schüttinger gesehen. Dort können Sie neben den dort gebrauten Bieren auch aus der regional geprägten Speisekarte wählen. Und falls Sie ein Stück Bremen mit nach Hause nehmen wollen: die Biere gibt es auch in Flaschen abgefüllt zum Mitnehmen. Eines der beiden Biere aus dieser Wirtshausbrauerei steht jetzt vor mir.
Goldgelb und hefetrüb steht das Bier im Glas. Darüber eine mittlere Menge gemischtporiger Schaum, der durchschnittlich lange stehen bleibt. Also macht das Bier rein optisch schon mal einen guten Eindruck. Dazu kommt noch eine große Menge Kohlensäure, die ein tolles Bier verspricht.
Das Aroma ist durch Malz und Hefe geprägt, unterstützt durch die Düfte von hellem kandiertem Honig und von Heu. Auch hier gibt es nichts zu meckern.
Der Antrunk ist recht süß, aber noch nicht so stark, dass es unangenehm wäre. Außerdem zeigt hier die Kohlensäure, dass sie nicht nur in ausreichender Menge vorhanden, sondern auch recht lebhaft ist.
Der Körper ist einfach rund. Im intensiven Geschmack verbindet sich die Süße des Malzes mit einer leichten Säure und die Hefe nimmt dem Geschmack die Spitzen. So stelle ich mir ein Bier aus einer Gasthausbrauerei vor. Der Abgang ist sehr mild, wobei aber ein leichter bitterer Anklang lange erhalten bleibt.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Aromahopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
4,9 % Vol.
Brauerei:
Schüttinger Gasthausbrauerei
28195 Bremen
http://www.schuettinger.de
Nun befasse ich mich mal wieder mit einem Bier aus Bayern, das Dolden Dark aus dem Riedenburger Brauhaus. Es handelt sich um ein handwerklich gebrautes Porter. Eine Besonderheit dieses biologischen Bieres aus dem Altmühltal ist die Verwendung von Emmermalz. Emmer ist eine alte Getreidesorte, die zwischenzeitlich nahezu ausgestorben war. Erst in den letzten Jahren gewinnt sie langsam wieder etwas an Bedeutung. Aber wenden wir uns dem Bier zu.
Lange habe ich kein Porter getestet. Nun ist es mal wieder an der Zeit und ich habe mir ein Bier aus Österreich ausgesucht, von dem ich mir eine Menge verspreche. Immerhin haben dieses Bier die Brauer von Bierol nicht allein kreiert, sondern sie haben sich auch Chris Sullivan von „Outlaw’s Collaborations“ dazu geholt. Jetzt bin ich mal gespannt, ob die Erfahrungen sich ergänzen oder ob das Sprichwort “ Viele Köche verderben den Brei“ zum Tragen kommt. Aber wenn die Tiroler sich einen Braumeister aus Oregon zu Hilfe holen bin ich doch eher optimistisch.
Nachdem nun der erste Advent naht ist es an der Zeit, einmal eines der vielen Weihnachts- und Winterbiere zu verkosten. Ich habe mir das Alpirsbacher Weihnachtsbier aus Baden-Württemberg vorgenommen. Da die Etiketten nicht viel über das Bier verraten beginne ich direkt mit der Verkostung.
Nun steht wieder ein Bier aus der Klosterbrauerei in Neuzelle vor mir, ein Lager, Schlaubetaler Landbier genannt. Zunächst einmal wollte ich selbstverständlich wissen, wo dieser doch etwas merkwürdig anmutende Name herkommt. Das Schlaubetal ist ein Naturpark in Brandenburg und lässt sich vermutlich kaum besser beschreiben als es auf der offiziellen 
Nun habe ich mal wieder ein Bier aus der Klosterbrauerei Neuzelle in der Lausitz vor mir stehen, das Seelsorger-Bier. Woher der Name kommt ist mir nicht bekannt, aber Sie müssen keine Angst haben, Sie müssen wirklich weder vor noch nach dem Genuss dieses Getränks beten.
Lange habe ich kein Kriek mehr getestet. Diese Biersorte ist wohl auch eher etwas für den Sommer und jetzt haben wir bereits Ende November. Aber mit einem Himbeerbier sich etwas Sommer in den Herbst zu retten hat ja auch etwas für sich. Und dann war das Bier im Regal auch sehr auffällig, die grüne Flasche mit 37,5 cl war von oben bis unten durch Papier verhüllt.
Nun steht wieder ein Bier aus den Schanzenhöfen in Hamburg vor mir, das Ratsherrn Weißbier. Auf dem Rückenetikett brüstet sich die Brauerei damit, eine Weißbiertradition aus dem 14. Jahrhundert wieder aufleben zu lassen. Wenn dies stimmt ist die Tradition des Weizenbiers in Hamburg noch satte 200 Jahre älter als die Tradition der Herstellung von Rotbier. Ehrlich gesagt habe ich von Weiß- und Rotbier in Hamburg sonst noch nie etwas gehört und ich konnte auch im Internet keinerlei Quellen finden, die diese Traditionen belegen. Aber es geht hier schließlich um die Qualität des heute gebrauten Bieres, nicht um die erstmalige Herstellung der jeweiligen Brauspezialität.
Wieder einmal steht ein Bier aus den Schanzenhöfen in Hamburg vor mir, diesmal das Session Pils. Da mir bislang die Biere aus dieser norddeutschen Brauerei immer ausgesprochen gemundet haben (ja, diese Brauer können nicht nur Pilsener Biere brauen), sind meine Erwartungen entsprechend hoch. Daher will ich mir ohne lange Vorrede gleich mal eine Probe einschenken. Aber Moment, was heißt hier Rasenmäher? Auf dem Rückenetikett wird das folgendermaßen erklärt: „Unser drittes Pils aus der Dry Hopped Reihe ist ein echtes Rasenmäher. So werden im Allgemeinen Biere mit einem niedrigen Alkoholgehalt genannt. Frisch, kaltgehopft und mit vollem Geschmack ist unser Rasenmäher das perfekte Gerät für jede Gelegenheit!“ Ich übersetze das mal: nach dem Genuss eines Bieres sollte niemand mehr fahren (in der DDR war halt nicht alles schlecht). Aber um einen Rasenmäher vor sich her zu schupsen reicht es noch immer… Nun aber zur Bierprobe.
Nun steht mal wieder ein Biobier aus Neumarkt in der Oberpfalz vor mir, erstmals aber nicht aus der Lammsbräu-Brauerei, sondern von Glossner Bräu. Es handelt sich um ein alkoholfreies Schankbier. Häufig ist Schankbier ja nicht von bester Qualität und der Entzug des Alkohols macht das Bier auch nicht wirklich schmackhafter. Dementsprechend niedrig sind meine Erwartungen. Aber bevor ich über dieses Bier den Stab breche will ich erst einmal prüfen, ob sich mein Vorurteil bestätigt. Schenke ich mir also eine Probe ein.