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Obama

Das Etikett dieses American Pale Ale ist schon auffällig. Ein Bier mit dem Namen und Bild des ehemaligen amerikanischen Präsidenten fällt im Regal auf. Da stellt sich mir die Frage, auf was für ein Bier wohl ein Etikett mit Angela Merkel kommen würde. Wobei – für ein Etikett mit Donald Trump würden mir schon einige Billigbiere einfallen. Aber egal – kommen wir zum Obama.

Rotgolden und hefetrüb fließt Obama ins Glas. Dabei entwickelt er eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Auch das Aroma ist sehr angenehm. Düfte nach Grapefruit, Ananas und Waldhonig steigen mir in die Nase.

Der erste Kontakt mit der Zunge ist überraschend süß. Für meinen Geschmack ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Schnell kommt ein angenehmes kräftiges Bitter dazu, während sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang dominiert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Haferflocken, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol

Brauerei:

Indslev Bryggeri A/S
Store Landevej 13
5580 Nr. Åby
www.indslevbryggeri.dk

Tuatara Amarillo

Tuatara ist das maorische Wort für die einzigartige Brückenkopfechse, welche es nur in Neuseeland gibt. Das besondere, ist deren dritten Auge auf dem Kopf. Es ist kein richtiges Auge, wie wir es haben. Mehr so eine Art “Sensor”, um Licht und Schatten zu erkennen. Tuatara ist aber auch der Name der größten Craft Beer-Brauerei in Neuseeland. Und deren Flaschen sehen einmalig aus. Der Flaschenhals hat Schuppen wie eine Echse: Mehr zur Brauerei findet ihr hier. Tuatara ist bekannt für betont hopfige Biere. Dafür verwenden sie Hopfen aus Neuseeland und aus den USA.

Beinahe blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet intensiv nach dunkler Schokolade, die durch einen Hauch Espresso unterstützt wird.

Wider Erwarten ist der Antrunk nicht süß, sondern im Gegenteil recht trocken und durch die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure sogar frisch. Zur Frische kommt schnell der Geschmack nach Schokolade und auch der Espressogeschmack ist überraschend kräftig. Dabei enthält das Bier erstaunlich wenige Bitterstoffe. Der Espressogeschmack wird im Abgang noch stärker und er klingt lange nach.

Eine Anmerkung zum Abschluss: als ich das Bier gekauft habe, war es bereits kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Die Aromen des Hopfens hatten sich vermutlich bereits weitgehend abgebaut. Dadurch hat sich der Charakter des Bieres verändert. Als ich das Tuatara Amarillo schon einmal getrunken habe, hatte ich deutliche fruchtige Aromen in der Nase. Aber auch durch die längere Lagerung ist das Bier nicht schlechter geworden, nur anders. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dieses Bier auch überlagert noch begeistern kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (NZ Ale, NZ Medium Crystal, NZ Dark Crystal, Schokoladenmalz), Hopfen (Goldings, Chinook, Motueka, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

5 % Vol.

Bittereinheiten:

33 IBU

Brauerei:

Tuatara Brewing Co.
7 Sheffield Street<
Paraparaumu 5254
Neuseeland
www. tuatarabrewing.co.nz

Welde Pale Ale

Im Jahr 1888 übernahm Braumeister Johann Welde die 1752 gegründete Brauerei und gab ihr seinen Namen. Die Brauerei entwickelte sich von Generation zu Generation und erweiterte sich stetig. Heute wird Weldebräu von Dr. Hans Spielmann geleitet, der aus dem einstigen Familienbetrieb eine moderne Privatbrauerei entwickelte. Gebraut werden sowohl erstklassige traditionelle Biere als auch moderne Craft Biere. Das Sortiment wird von Zeit zu Zeit erweitert. Aktuell sind drei zusätzliche Craft-Biere neu im Sortiment, von denen jetzt das Pale Ale vor mir steht. Vielen Dank an die Brauerei für das Zusenden des Bieres.

Goldgelb mit einem leichten Stich ins Rote und auch leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist feinporig aber nicht üppig, bleibt aber lange erhalten.

Die Aromen tropischer Früchte steigen mir in die Nase. Ich rieche Banane, Grapefruit, Ananas, Maracuja und Zitronenschale. Bereits jetzt bin ich mir ziemlich sicher, ein Bier vor mir zu haben, das mir gefällt.

Der Antrunk ist in erster Linie fruchtig. Die Malzsüße ist zurückhaltend, passend zur Fruchtigkeit dosiert. Die Kohlensäure ist sanft und sehr feinperlig. Schnell kommt ein angenehmes Bitter dazu und die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider, der Geschmack auf der Zunge ist dabei nicht so kräftig wie die Aromen in der Nase. Dabei bleibt das Bier aber immer frisch. Der Abgang ist freundlich bitter und er klingt lange nach.

Nun habe ich die drei neuen Craft-Biere verkostet, die mir die Brauerei Welde zugeschickt hat. Sie haben mir alle drei gut gefallen und ich muss mal sehen, wo ich die anderen Biere aus Plankstadt-Schwetzingen herbekomme. Leider werden diese Bier nicht im Ruhrgebiet vertrieben, aber der Aufwand, die Welde-Biere ins Ruhrgebiet zu bringen, lohnt sich sicher.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Simcoe, Pekko, Cascade), Hefe (American Ale)

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Weldebräu GmbH & CO. KG
Brauereistraße 1
68723 Plankstadt/Schwetzingen
www.welde.de

Braukatz Hop Cat

Die Brau-Manufactur Allgäu ist seit 1883 in Familienbesitz. Hier wird wirklich mit Leidenschaft gebraut. Neben den traditionsreichen Bieren komponieren die Brauer auch einige Craft-Biere. Die Geschwister Kathrin und Stephanie Meyer haben sich mit ihrer eigenen Craft Beer-Linie Braukatz einen Namen gemacht. Hier wird Wert auf Rohstoffe der Region und Qualität gelegt. Die Biere sind für absolute Bierliebhaber, die es auch gerne mit Katzen aufnehmen.

Bleibt noch die Frage zu stellen, was für ein Bierstil die Hop Cat ist. Untappd bezeichnet die Hop Cat als Harvest Ale. Die deutsche Wikipedia schreibt aber, dass Ale grundsätzlich ein obergäriges Bier ist. Die englischsprachige Wikipedia beschreibt das Harvest Ale dagegen so: “The tagline generally refers to beers being brewed for Fall harvests.” (Der Begriff bezieht sich im Allgemeinen auf Biere, die für die Herbsternte gebraut werden). Die Beschreibungen widersprechen sich also. Die Frage bleibt an dieser Stelle also unbeantwortet und ich werde das Hop Cat als Ale einsortieren. Kommen wir jetzt aber zum Bier.

Das Hop Cat strahlt mir aus dem Glas in hellem Gelb entgegen und hat eine durchschnittlich voluminöse und feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. Optisch hat die Brauerei schon mal alles richtig gemacht.

Fruchtig-blumige Aromen steigen mir in die Nase. Die kräftigsten Düfte erinnern an Ananas und Zitronenschale. Ich scheine also ein recht frisches Bier vor mir zu haben.

Und tatsächlich: der erste Kontakt des Bieres mit der Zunge fällt ausgesprochen frisch und spritzig aus, verbunden mit einer mäßigen Süße. Dann kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund. Die Düfte spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt ein gut angepasstes Bitter, während die Frische erhalten bleibt und für eine ungeheure Drinkability sorgt. Im Abgang bleiben die bitteren Noten erhalten und sie klingen recht lange nach.

Mit seinen 4,8 Volumenprozenten Alkohol ist das Bier vergleichsweise leicht und empfiehlt sich damit als ideales Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnang Perle, Tettnang Hallertauer Mittelfrüh, Hallertauer Brewers Gold, France Triskel), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
http://www.brau-manufactur-allgaeu.de/

elbPaul Brown Ale

Bevor wir zu diesem Bier aus dem Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg kommen, will ich erst einmal Dirk Paul, dem Brauer, die Möglichkeit, geben, sich vorzustellen. Auf seiner Website klingt das so: “ICH, DIRK, erhielt meine Brau- und Mälzerausbildung bei Neumarkter Lammsbräu in der Oberpfalz. Während der daran anschließenden Meisterschule, die ich als Brau- und Malzmeister abschloss, war ich in der Hausbrauerei Altstadthof in Nürnberg als Brauer tätig. In dieser Zeit habe ich erkannt, dass mir das Experimentieren mit kleineren Mengen immer gut gelang und ich wusste: Das Schaffen neuer Biersorten und Geschmacksrichtungen und ebenso das Brennen von Schnäpsen, das ist mein Weg. In dieser Zeit fehlte mir Hamburg mit seiner Elbe. So kehrte ich unmittelbar nach Ablegen der Meisterprüfung nach Hamburg zurück und war in Gröninger’s Privatbrauerei als Brauer tätig, bis ich meinen Traum wahr und mich selbstständig machte. Ich wollte endlich meine Ideen verwirklichen und mich ausleben! Aus Verbundenheit mit Hamburg und seiner Elbe habe ich mein erstes Bier, ein Pils, elbPaul genannt. Inzwischen sind weitere Biere entstanden, Weizen und das saisonale Doppelbock, die ebenso wie mein Pils in Restaurants und Kneipen aber auch im lokalen Handel sowie im Webshop erhältlich sind. Derzeit experimentiere ich an weiteren Saisonbieren. Dabei bleibe ich aber bei meinen Werten: Meine Biere sind handwerklich hergestellte Biere in kleinen Mengen. Alle meine Biere erstelle ich nach eigenen Rezepten.” Dann wollen wir doch mal nachsehen, was in diesem Fall dabei herausgekommen ist.

Brown Ale scheint mir doch untertrieben zu sein. Tatsächlich ist das Brown Ale praktisch blickdicht schwarz mit einer durchschnittlichen Menge beigem Schaum, der uns sehr lange erhalten bleibt. Wow.

Neben Röststoffen mit dem Duft nach Kaffee steigen mir einige fruchtige Noten in die Nase. Nicht schlecht. Da bekomme ich glatt Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Kontakt mit der Zunge zeichnet sich durch eine leichte Süße aus, die im Dialog mit reichlich vorhandener sehr feinperliger Kohlensäure auftritt. Schnell kommt ein angenehmes Bitter dazu und auch die Röststoffe melden sich mit einem leichten Kaffeegeschmack zu Wort. Das alles wird durch eine diskrete Fruchtigkeit begleitet, die aber im Hintergrund bleibt und die anderen Geschmackskomponenten so unterstützt. Der Abgang ist leicht bitter und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Fuggles), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH
Jaffestr. 8
22861 Hamburg
www.elbpaul.de

Craftwerk Festbier

Vorgestern klingelte überraschend der Postbote und brachte mir ein Geburtstagsgeschenk. Nicht dass ich Geburtstag hätte, aber Craftwerk, der Craft Beer-Ableger der Bitburger-Gruppe, wird fünf Jahre alt. Aus diesem Anlass hat das Team in der Eifel ein Festbier gebraut, von dem sie mir eine Flasche geschickt haben. Die Beschreibung auf dem Rückenetikett beschreibt die Begeisterung, die während des Brauens geherrscht haben muss: “Happy Hoppy Birthday! Zum 5. Geburtstag üverraschen wir Euch mit unserem Festbier – vollgepackt mit den fantastischen Aromahopfensorten Callista, Ariana und Citra und jeder Menge guter Laune. Limitiert auf 12.000 Flaschen.” Ariana kenne ich nicht, aber Callista und Citra versprechen ein gutes Bier. Na, dann will ich mal – ich trinke auf das Wohl von Craftwerk.

Schon die Optik ist feierlich. In einer schönen Kupferfarbe fließt das Bier ins Glas. Es bildet eine leicht überdurchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist wahnsinnig fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas und roten Früchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch etwas Toffee. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist ebenfalls fruchtig, dabei frisch und spritzig. Etwas erstaunt mich die geringe Süße. Die Fruchtigkeit verstärkt sich schnell noch und ein angenehmes Bitter kommt dazu. Das Mundgefühl ist moussierend und rund. Der Abgang bringt ein überraschend mildes Bitter in die Kehle, das lange nachklingt.

Mit dem Festbier ist dem Team in Bitburg schon ein großer Wurf gelungen. Mit seiner Fruchtigkeit und weniger Alkohol würde ich mit dieses Bier für die Sommersaison wünschen.

Zutaten:

Brauwasser, Pilsner Malz, Karamellmalz), Hopfen (Callista, Ariana, Citra, Herkules, Magnum, Taurus), Hefe

Alkoholgehalt:

5,7 % Vol.

Stammwürze:

13,8 %

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Bitburger Braugruppe GmbH
Römermauer 3
54634 Bitburg
www.craftwerk.de

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Braukatz Red Ale

Wieder einmal steht ein von Stephanie und Kathrin Meyer in der Brau-Manufactur Allgäu vor mir. Diesmal handelt es sich um das Red Ale, ein American Amber, das mit einer ordentlichen Menge Karamell- und Alemalz sowie den fruchtigen Hopfen Comet und Galaxy eingebraut wurde. Das lässt doch schon mal ein richtig gutes Bier erwarten.

Cognacfarben ergießt sich das Bier ins Glas. Schaum bildet sich nur wenig, aber er ist sehr schön feinporig und bleibt auch lange erhalten. Die Optik des Red Ale gefällt mir schon mal.

Das Aroma ist mit den intensiven Düften nach Karamell und Biskuit malzbetont, aber auch der Hopfen kommt mit seinen Düften nach Trockenfrüchten, Limone und Grapefruit zu seinem Recht. Das Bier gefällt mir immer besser.

Der erste Kontakt mir der Zunge fällt recht süß aus, aber die reichlich dosierte sehr feinperlige Kohlensäure sorgt für eine angenehme Frische. Schnell gesellt sich eine ordentliche Fruchtigkeit dazu, die die Aromen auf der Zunge widerspiegelt. Der Alkohol ist deutlich zu schmecken, passt sich aber sehr gut in die anderen Geschmacksnoten ein. Selten wirkt ein Bier mit einem so intensiven Geschmack so frisch und spritzig wie das Red Ale. Im Abgang wird die Fruchtigkeit durch ein leichtes Bitter begleitet, das relativ lange nachklingt.

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

13,0%

Bittereinheiten:

Brau-Manufactur Allgäu
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de

Überquell Palim Palim Pale Ale

Das Palim Palim Pale Ale, das ich jetzt verkosten will, beschreibt die Überquell Brauerei so: “Von wegen Tea-Time – it’s Beer o’ Clock! Und zwar mit allem drum und drin: Beere, Orange, Toffee. Würde uns echt nicht wundern, wenn jetzt der ein oder andere Engländer noch blasser wird – aus Neid auf ein englisches Original made in Germany!” Mal sehen, ob das Bier wirklich so begeistern kann.

Bernsteinfarben mit einem deutlichen Stich ins Kupfer und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich überdurchschnittlich viel fester Schaum, der sehr lange erhalten bleibt.

Im Aroma überwiegt der Duft nach Karamell. Dazu kommen eine nicht allzu kräftige Fruchtigkeit sowie einige würzige Noten.

Der Antrunk besticht durch Frische sowie durch eine feine Malzsüße. Der Malzkörper ist angenehm und wird durch eine fein abgestimmte Fruchtigkeit unterstützt. Der Geschmack nach Limonen und Grapefruit, nach roten Beeren und Toffee erfreut meinen Gaumen. Dazu kommt noch ein ordentliches Bitter. Das freundliche Bitter dominiert auch den Abgang, der lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner, Münchner, Caramel), Weizenmalz, Hopfen (Simcoe, Golding, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

39 IBU

Brauerei:

ÜberQuell Brauwerkstätten
St. Pauli Fischmarkt 28-32
20359 Hamburg
www.ueberquell.com

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Keizer Karel Charles Quint

Kaiser Karl V. (1500-1558) gilt als einer der größten Kaiser aller Zeiten. Sein Reich war schließlich so groß, dass es hieß, dass in dem Reich die Sonne nie unterging. Er war ein leidenschaftlicher Bierliebhaber und zu seinen Ehren hat die Brauerei Haacht aus dem belgischen Boortmeerbeek die drei Biere der Reihe Charles Quint kreiert. Jetzt steht das Blonde dieser Biere vor mir, das bei den World Beer Awards 2014 die Silbermedaille errungen hat.

Goldgelb und kristallklar präsentiert sich das Belgian Strong Ale im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont mit einer leichten fruchtigen Note. Düfte nach gelben Früchten, Äpfeln und etwas Vanille steigen mir in die Nase. Jetzt gefällt mir das Bier schon besser.

Der Antrunk ist leicht süß und die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure sorgt für eine ordentliche Frische. Auf der Zunge entwickelt sich das Bier intensiv und rund. Ein freundliches leichtes Bitter gesellt sich zum Geschmack der Früchte, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Ich würde mir aber noch etwas mehr Säure wünschen, die das Bier noch fruchtiger machen würde. Der Abgang ist leicht bitter und mit langem Nachklang.

Das Keizer Karel Charles Quint passt gut zu Muschelgerichten.

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Haacht Brasserie
Provinciesteenweg 28
3190 Boortmeerbeek
Belgien
www.keizerkarel.be

Braukatz Pale Ale

Craft Beer aus dem Allgäu? Ja, das geht, auch wenn viele bayrische Brauer dazu sagen: “So ein Schmarrn, bei uns heißt das Tradition”. Da ist durchaus etwas dran und der Übergang von traditionell gebrautem Bier und Craft Beer ist fließend. Aber es gibt doch noch Unterschiede zwischen einem (guten) Bier aus einer mittelständischen Brauerei auf der einen und einem Craft Beer auf der anderen Seite. Jetzt steht das Braukatz Pale Ale vor mir und ich will feststellen, wie gut dieses Bier gelungen ist. Vorher aber noch meinen Dank an die Post Brauerei in Nesselwang, die mir das Bier zugeschickt hat.

Bereits beim Öffnen der Flasche steigt mir ein fruchtiger Duft in die Nase. Mit dem Hopfen haben die Allgäuer also schon mal nicht gespart. Das freut mich schon mal. Im Glas strahlt mich das Bier in einer schönen Bernsteinfarbe an. Es entwickelt eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Im Aroma halten sich Malz und Hopfen die Waage. Düfte nach Karamell, Ananas, Limone und Mandarine werden durch einige holzige Noten unterstützt. Meine Nase ist von dem Bier schon mal sehr angetan.

Der Antrunk wird durch das Malz geprägt, begleitet durch den Geschmack nach Mandarine, Ananas und Zitrone. Wie schon im Duft gehen die Eindrücke eine perfekte Verbindung ein. Die fruchtigen Noten verleihen dem Bier eine gewisse Frische. Schnell kommt noch ein freundliches Bitter dazu, so dass das Bier einen vollen und runden Eindruck macht. Sowohl die Bitternoten als auch die Fruchtigkeit kommen auch im lang nachklingenden Abgang zum Tragen.

Das Pale Ale aus Nesselwang kann ich mir gut zu einem Raclette vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mandarina Bavaria, Hallertauer Tradition, Spalter Select, Hersbrucker spät), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

13,4 %

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de