Taliman Sluga – Das österreichische Bier-Kochbuch

Ich muss ja zugeben, dass ich von Taliman Sluga noch nie etwas gehört hatte, bis ich sein neues Buch in den Händen hielt. Das liegt vermutlich daran, dass er eher aus der Ecke der Köche stammt, denn bereits seit fünfzehn Jahren schreibt er (unter anderem) Kochbücher. Sein aktuelles Buch fällt schon mal durch sein Format auf, das so gewählt wurde, dass es in so manche Jackentasche passt, zumindest aber in die Handtasche der Frau.

Solange ich nur das Inhaltverzeichnis ansehe, enthalten die ersten 90 Seiten das, was jedes Kochbuch enthält: Texte, die die Themen des jeweiligen Buchs behandeln. Erst als ich die Texte lese bemerke ich den Unterschied: Taliman Sluga hat seine Texte so gestaltet, dass jeder, der sich erstmals mit dem Thema Bier näher beschäftigen will, die Texte versteht und er in der Lage ist, selbstständig im Internet die Themen weiter zu recherchieren. Er erklärt die Geschichte des Bieres, in groben Zügen den Unterschied zwischen der österreichischen Gesetzgebung und dem deutschen Reinheitsgebot und viele andere Themen rund um das Bier. Hervorheben möchte ich dabei zwei Themenbereiche, die ansonsten von den Autoren vernachlässigt werden: die Form der Gläser, die zum jeweiligen Bierstil passen soll (ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass das Glas einen großen Unterschied macht) und die Trinktemperatur.

Aber kommen wir nun zum Hauptteil des Buches, zu den Rezepten. In fast allen Fällen ist die Bierküche extrem fleischbetont. Zu einem Braten wird eine Biersoße gereicht und gut ist. In älteren Kochbüchern finden wir ab und an auch eine Biersuppe, die aber meist recht einfallslos und langweilig erscheint. Bei Faliman Sluga ist das anders. Er nutzt in seinem Buch das Bier vom Salat bis zum Dessert. Bei den Hauptspeisen beschränkt er sich auch nicht nur auf Fleischgerichte, sondern er nutzt das Bier auch für die Zubereitung von Fisch und Gemüse. Auch an die Vegetarier hat er gedacht. Die größte Begeisterung haben bei mir aber die Desserts ausgelöst. Hier reicht die Spannweite von geeister Biercreme über eine Bier-Karamellsause bis zur Porter-Sabayon.

Und haben Sie keine Angst vor den österreichischen Namen der Lebensmittel, die uns in Deutschland häufig doch recht fremdartig vorkommen. Im Anschluss an den Rezeptteil hat Taliman Sluga ein Glossar geschrieben, so dass die Rezepte auch in Deutschland verständlich sind.

Die Texte sind unterhaltsam geschrieben und die Rezepte sind originell. Daher sind die € 19,95 für jeden Bierliebhaber gut angelegt.

BrewDog startet in Wien eine Kampagne gegen den Rassismus

BrewDog setzt seit Beginn des Jahres mit einer neuen Kampagne ein Zeichen gegen Rassismus und appelliert an die Vielfalt. Nach verschiedenen Aktivitäten in Deutschland will die schottische Brauerei nun auch über die Grenzen hinaus zum Nachdenken anregen. Der Slogan “Wenn du nur eine Hautfarbe magst, kannst du mit mehr als 30 Sorten eh nichts anfangen” ist bis Ende Oktober auf einem über 10 Meter hohen Transparent in der Wiedner Hauptstraße / Ecke Lambrechtgasse zu sehen.

Toleranz und Diversität sind immer wieder Themen öffentlicher Debatten, gelebter Rassismus steht leider nach wie vor weltweit auf der Tagesordnung. Die schottische Brauerei BrewDog ist bunt, laut und schon immer eine Marke mit Haltung. BrewDog steht seit jeher für Vielfalt – beim Bierbrauen ebenso wie beim gesellschaftlichen Miteinander – und nutzt ihre Kanäle dazu, sich eben dafür stark zu machen. Darauf macht jetzt auch ein 10,5 mal 6,2 Meter großes Transparent in der Wiedner Hauptstraße / Ecke Lambrechtgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk aufmerksam.

Kampagne für Vielfalt erreicht Wien

Gemeinsam mit der Berliner Werbeagentur heimat active entwickelte BrewDog zu Beginn des Jahres eine Kampagne, bei der Vielfalt auf zweideutige Weise thematisiert wurde. Dieser Ansatz traf den Puls der Zeit. So setzte die schottische Brauerei zum Beispiel ein Zeichen gegen Rassismus, als sie im Februar einen gebrandeten Lastwagen mit der Aufschrift “Wenn Du nur eine Hautfarbe magst, kannst Du mit mehr als 30 Sorten eh nichts anfangen” vor einem Thüringer Gasthof abstellte, dessen Betreiber auch das Bier “Deutsches Reichsbräu” vertreibt. Das Bier hatte zuvor aufgrund seiner rechtsextremen Anspielungen für Aufsehen gesorgt. Ein Stunt, der vor allem auf Social Media die große Runde machte. Auch im Rahmen der #Blacklivesmatters-Bewegung machte sich BrewDog für Vielfalt und Toleranz in den sozialen Netzwerken stark und beteiligte sich zudem an einer weltweiten Brauereien-Initiative, im Rahmen derer mehr als 900 Brauereien eine eigene Version eines Bieres mit dem Namen “Black is beautiful” braute.

Brehon Brewhouse – Imagine

Wenn Sie einmal in Irland sind, sollen Sie unbedingt einmal das Brehon Brewhouse besuchen. Das ist ein Muss für Liebhaber von handwerklichem Bier. Neben einer Führung durch die Produktion gibt es dort einen Verkostungsraum im Hauptraum des alten Familienhauses. Dort können Sie eine Vielzahl traditioneller und neuartiger Biere verkosten und sich mit dem Inhaber Seamus unterhalten. Wenn er gute Laune hat erzählt er Ihnen die Geschichte der Brauerei und des Milchviehbetriebs. Die Verkostungen sind großzügig bemessen, und Sie haben viel Zeit für dieses Erlebnis. Aber kommen wir zum Bier.

Das Aroma ist vollmundig nach Pfirsich, Mango und Grapefruit. Nicht sonderlich kräftig, aber es macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß, frisch und spritzig. Auf der Zunge dominiert die Fruchtigkeit. Ungewöhnlich ist, dass im Geschmack nicht die Zitrusaromen im Mittelpunkt stehen, sondern die anderen Früchte. Dazu kommt ein kräftiges Bitter, das aber nicht zu stark ist, so dass die anderen Geschmacksnoten noch wirklich gut durchkommen. Das Mundgefühl ist voll und samtig. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Citra, Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

13 ° Plato

Brauerei:

Brehon Brewhouse Ltd.
Dunelty
Iniskeen
Carickmacross
Co Monaghan
Irland
http://www.brehonbrewhouse.ie/

Cast-Brauerei – Red Ale

Bei der Beschreibung dieses Biers nimmt die Brauerei den Mund ziemlich voll, denn sie beschreibt das Bier wie folgt: “Das Irish Red Ale ist unsere Interpretation des traditionellen irischen Red Ale. Durch eine spezielle Kombination ausgesuchter Malz-Sorten erreichen wir sein unglaublich intensives Malz-Aroma mit starken Noten von Toffee, Butter und Keks. Der Genuss unseres Irish Red Ale versetzt Dich direkt in einen Abendspaziergang ins irische Hochmoor.” Mal sehen, ob das Bier diesem Anspruch standhalten kann.

Farblich ist das Bier schon mal sehr ansprechend. Sehr dunkel rotbraun ist es, fast schwarz. Die gemischtporige Schaumkrone ist nicht sonderlich ausgeprägt und sie löst sich auch schnell auf.

Wie erwartet ist das Aroma malzbetont, aber auch recht komplex. Ich rieche Düfte nach Toffee, Butter, Trockenfrüchten, gebrannten Nüssen, Keksen und dunkler Schokolade. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es wirklich rieche oder ob ich hier etwas interpretiere, aber ich meine, auch etwas Torf riechen zu können.

Eine feine Süße trifft auf meine Zunge, begleitet von einer sehr feinperligen sanften Kohlensäure. Ja, dieses Red Ale ist malzbetont und holt die Eigenschaften der einzelnen verwendeten Malze gut heraus. Leichte Schokoladennoten konkurrieren mit Trockenfrüchten, Kaffee und einer angenehmen warmen Alkoholnote um meine Gunst. Das Mundgefühl ist cremig und weich, die Drinkability ungeheuer. Erst im Abgang kommt der Hopfen mit seinen Bitterstoffen etwas ins Spiel, die mit einem leichten Röstaroma einhergehen. Der Nachklang ist gering, aber wirklich lang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstgerste, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

13 ° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Cast-Brauerei GmbH
Schlosserstr. 20/1
70180 Stuttgart
https://cast.beer/

Birra Moretti L‘Autentica

Birra Moretti ist eines der bekanntesten Biere Italiens. Aber nicht nur dort: Die Brauerei exportiert ihren Gerstensaft mittlerweile in über 40 verschiedene Länder. Das Bier feiert weltweit große Erfolge und wird immer wieder für seinen exzellenten Geschmack ausgezeichnet. In internationalen Wettbewerben spielt Moretti bei den Top-Playern mit und muss sich hinter den Bierriesen wie Deutschland nicht verstecken. Und das schon seit mehr als 150 Jahren. Die Traditionsbrauerei eröffnete ihre Pforten im Jahre 1860 und braut seither ihr allseits bekanntes und beliebtes Bier.

Den bärtigen Biertrinker auf Birra Morettis Label kennt jeder, die Geschichte dahinter wahrscheinlich nicht. Als der Neffe des Gründers Luigi eines Tages beim Mittagessen in seiner Lieblings-Trattoria saß, erblickten seine fachmännischen Augen die Personifizierung des perfekten Biertrinkers. Authentisch, echt und traditionell: Ein gediegener Herr mit mächtigem Schnauzbart und bierlüsternem Blick. Wie ein fetter Kater mit prachtvollem Schnurrhaar eine Maus betrachtet, so schwelgt dieser schnauzbärtige Herr über einem Glas mit verlockendem Inhalt. Bauschiger weißer Schaum türmt sich über einem kühlen Blonden, Wasser perlt am eiskalten Glas herab und lädt zu einem herzhaften Schluck ein. Herr Moretti konnte dem Genießer nicht widerstehen und bat ihn um ein Foto. Im Gegenzug dafür verlangte der Bärtige nichts weiter als noch ein Glas Bier. Seither identifizieren sich scharenweise Männer mit dem Moretti-Mann.

Golden und klar strahlt mir das Birra Moretti aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich große gemischtporige Schaumkrone fällt leider schnell in sich zusammen, so dass die Optik doch ziemlich leidet.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Der Duft nach Karamell steht im Vordergrund und wird durch würzige Noten sowie durch den Duft nach weißem Pfeffer abgerundet.

Als das Bier erstmals die Zunge berührt fällt mir die geringe Karbonisierung auf, wodurch das Bier beinahe etwas abgestanden wirkt. Außerdem ist es für ein Lagerbier recht süß. Vermutlich würde sich hier etwas mehr Kohlensäure wirklich bezahlt machen. Auf der Zunge kommt ein gut abgestimmtes Bitter dazu, so dass das Bier jetzt vollmundig und süffig ist. Das Bitter klingt im Abgang noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Bittereinheiten:

12 IBU

Brauerei:

Heineken International
Tweede Weteringplantsoen 21
1017 ZD Amsterdam
Niederlande
www.birramoretti.com

www.birramoretti.com

Flügge Fil

Jetzt ist es schon einige Zeit her, dass ich zuletzt ein Bier der Brauerei Flügge aus Frankfurt verkostet habe. Nun ist es mal wieder soweit. Vor mir steht Fil. Beim Fil handelt es sich um ein Fruit Sour mit Johannisbeere. Vergoren ist das dunkelrote Kettlesour mit einer Kveikhefe aus Norwegen.

Bereits die Farbe des Fil zeigt an, dass hier einiges an Johannisbeeren verarbeitet wurde. Die größtenteils feinporige Schaumkrone, die sich beim Einschenken bildet, ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Das ist bei einem Sauerbier nicht selbstverständlich und bei einem Fruchtbier ebenfalls nicht. Dass hier die Optik so gut gelungen ist, rechne ich den Brauern hoch an.

Nicht nur die Farbe, auch das Aroma wird durch die roten Johannisbeeren dominiert. Die Süße, die im Duft der meisten Fruchtbiere vorkommt, fehlt hier fast vollständig und wird durch einen leichten Alkoholduft ersetzt. Aber alles in Allem ist das Aroma durchaus stimmig und ansprechend.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt zeigt sich die gesamte fruchtige Säure. Während andere Sauerbiere bei mir immer in kleinen Schlucken durch die Kehle wollen ist das Flügge Fil überraschend süffig und erinnert entfernt an einen guten Johannisbeerwein. Die Fruchtigkeit bleibt auch im Abgang erhalten, der durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Johannisbeeren, Haferflocken, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Flügge GmbH
Goldsteinstraße 254
60529 Frankfurt
https://brauerei-fluegge.de

Brehon Brewhouse – Red Right Hand

Das Brehon Brewhouse ist eine ländliche Brauerei in der Grafschaft Monaghan, nahe der Grenze zu Nordirland. Brehon zeichnet sich durch traditionelle irische Bierstile aus, wie z.B. das Irish Red Ale und das Irish Dry Stout. Darüber hinaus braut Brehon in Zusammenarbeit mit Kinnahan Craft Whiskey regelmäßig ein Fässchen Spezial, wie z.B. das “Crann Beatha” Imperial Stout.

Brehon wurde von Seamus McMahon gegründet, einem Milchbauern, der u.a. Milch für Baileys produziert. Als Milchbauern hatten seine Frau Siobhan und er bereits viele Materialien im Haus, die zum Bierbrauen benötigt wurden. Sie verfügten bereits über Kältetechnik sowie über ausreichend Platz, Kapital und Erfahrung als Unternehmer. Sie hatten auch immer eine Leidenschaft für Bier, so dass der Anfang für eine einzigartige ländliche Brauerei gemacht wurde.

Die Rote Rechte Hand symbolisiert die historischen Clans der irischen Provinz Ulster. Sie steht für Stärke, Einheit und Charakter und erinnert auch an eine beliebte englische Fernsehserie.

Schon optisch macht das Bier seinem Bierstil alle Ehre. Dunkel rubinrot strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die hellbraune Schaumkrone ist feinporig.

Zunächst steigt mir der Duft dunkler Schokolade in die Nase, unterstützt durch das Aroma in Rum eingelegter Rosinen. Mit der Zeit kommen Röststoffaromen mehr in den Vordergrund, die an gebrannte Mandeln erinnern. Die 11 Volumenprozent Alkohol sind gut eingebunden und fallen kaum auf.

Der Antrunk ist süß und sehr angenehm malzig. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach Karamell und Toffee, hervorragend unterstützt durch den Geschmack von getrockneten Pflaumen, Rumrosinen und karamellisierter Nüsse. Dazu steuert der Hopfen ein passendes Bitter bei. Das Mundgefühl ist schwer und weich, fast likörartig. Der Abgang ist erdig mit leichtem Bitter und einem ellenlangen Nachklang.

Zutaten:

Wasser4, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

11,0 % Vol.

Brauerei:

Brehon Brewhouse Ltd.
Dunelty
Iniskeen
Carickmacross
Co Monaghan
Irland
www.brehonbrewhouse.ie

Mönchsambacher Export

Die Brauerei Zehendner aus Mönchsambach hat kein riesiges Sortiment: Ausgefallene Craftbiere und irgendwelchen Schnickschnack gibt es dort nicht. Was es allerdings gibt, ist gutes, bodenständiges, fränkisches Bier in ausgezeichneter Qualität. Aufgrund der großen Auswahl sind die Franken wählerisch, wenn es um ihr Bier geht. Kellerbiere gibt es hier wie Sand am Meer, doch das ungespundene Mönchsambacher Export kennt jeder fränkische Biertrinker. Es ist eines der beliebtesten Biere und wird nicht nur in der Domstadt Bamberg gern getrunken.

Rotgolden und klar fließt das Bier ins Glas und bildet dabei überraschend wenig feinporigen Schaum, der aber lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach Toffee, Hefeteig, Stroh und Zitrusfrüchten. Abgerundet wird das Aroma durch kräftige würzige Noten. So stelle ich mir ein fränkisches Bier vor.

Beim Kontakt mit der Zunge überrascht das Bier angenehm durch eine geringe Süße. Auf der Zunge kommt schnell ein freundliches Bitter dazu, das die Süße aber nur teilweise überdeckt. Dazu kommen die würzigen Noten, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang überzeugt mich durch ein sanftes Bitter mit überraschend langem Nachklang.

Ein Schönes Bier zur fränkischen Brotzeit. Der zwinkernde Mönch mit Bierkrug in der Hand auf dem Etikett stammt übrigens vom unvergessenen Nürnberger Künstler und Cartoonisten Gerd Bauer.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Zehendner GmbH
Mönchsambach 18
96138 Burgebrach
https://moenchsambacher.de/

Lehe Suur Paks Mastif

Der englische Mastiff ist ein ziemlich großer und gemütlicher Hund, der es nicht eilig hat. Auch dieser Barley Wine mit aristokratischen Wurzeln braucht seine Zeit. Dies gilt sowohl für die Reifung als auch für den Genuss. Das jetzt vor mir stehende Bier wurde in Cognacfässern gereift. Ein anständiger Barley Wine ist über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinweg haltbar.

In dunklem Rubinrot läuft der Mastif ins Glas. Die hellbraune Schaumkrone, die er dabei bildet, ist recht klein, dafür aber feinporig und mit langer Lebensdauer.

Das Aroma ist sehr komplex. Ich rieche Toffee und Cognac, dazu Trockenfrüchte und kandierte Walnüsse. Wow.

Der Antrunk ist frisch und süß. Er wird durch die sehr feinperlige Kohlensäure abgerundet. Das Mundgefühl ist rund, voll, likörartig und wärmend. Der Geschmack nach Cognac und nach Trockenfrüchten kommt in den Vordergrund. Dabei zeigen sich die 9,6 Volumenprozent Alkohol nicht störrisch, sondern sie passen sich hervorragend in die Geschmackskomposition ein. Im Abgang verstärkt sich die Fruchtigkeit noch weiter, so dass sie bittere Eindrücke weitgehend verdrängt. Dadurch kann sie lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,6 % Vol.

Brauerei:

Lehe Pruulikoda OU
Paldiski mnt 21
Keila
Harjumaa 76606
Estland
https://craft.lehe.beer/

Dreimal Platz 1 für Ottakringer Biere bei der Falstaff Bier Trophy 2020

Sie schmeckten den Juroren wieder ausgezeichnet: Acht Biere aus der Ottakringer Brauerei und dem Ottakringer BrauWerk haben die Jury der “Falstaff Bier Trophy 2020” überzeugt und werden von dieser als “exzellente Spezialitäten” bezeichnet. Nach fünf Siegerplätzen im Vorjahr sind diesmal drei weitere dazugekommen. Das “Ottakringer Wiener Original”, das “Ottakringer Gold Fassl Spezial” und das “Ottakringer BrauWerk Sun Beam” haben in ihren Kategorien zudem den ersten Platz erzielt.

  • Kategorie “Wiener Lager”: 95 Punkte und damit den 1. Platz für das “Ottakringer Wiener Original”
  • Kategorie “Spezialbier”: 94 Punkte und damit den 1. Platz für das “Ottakringer Gold Fassl Spezial”
  • Kategorie “Belgische obergärige Biere”: 93 Punkte und damit den 1. Platz für das “Ottakringer BrauWerk Sun Beam” dicht gefolgt mit 92 Punkten für das “Ottakringer BrauWerk Big Easy” und 91 Punkten für das “Ottakringer BrauWerk Black and Proud”
  • Kategorie “Pilsner”: “Ottakringer Pils” 93 Punkte und damit 2. Platz
  • Kategorie “Lagerbier”: “Ottakringer Dunkles” 93 Punkte und damit 2. Platz sowie 90 Punkte für das “Ottakringer Helles”

“Die Auszeichnung der Falstaff-Jury ist wieder ein Beweis für unsere stets höchste Bierqualität und damit eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit des gesamten Brauerei-Teams”, freut sich Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei. “Wir bemühen uns täglich, diesen Qualitätsanspruch zu gewährleisten und freuen uns, dass dies neuerlich von externen Experten bestätigt wurde.” Die Falstaff-Jury hat knapp 150 Biere aus Österreich und der Schweiz bewertet. Verkostet wurden die Biere von den Falstaff-Chefredakteuren Benjamin Herzog und Dominik Vombach aus der Schweiz, vom österreichischen Journalisten und »Bierpapst« Conrad Seidl, vom Wiener Genuss- und Drink-Journalisten Roland Graf sowie vom ausgebildeten Brauer und österreichischen Biersommelier-Staatsmeister Michael Kolarik-Leingartner.