BroBier – Fränkisches Rotbier

Die Brauerei beschreibt das Fränkische Rotbier, das jetzt vor mir steht, wie folgt: “Bier von Franken für Franken und alle, die gerne Franken wären.” Das passt doch schon mal zu Franken. Bier ist fester Bestandteil der fränkischen Kultur und Element der hiesigen Lebensfreude. Kein Wunder also, dass dort bierbegeisterte Menschen heranwachsen.

Nicht nur Franken reklamiert die Urheberschaft des Rotbiers für sich, sondern auch in Hamburg rühmt man sich, das Rotbier erfunden zu haben. Wer nun Recht hat weiß ich nicht, aber meist gefällt mir die fränkische Interpretation dieses Bierstils besser. Mal sehen, ob auch die Jungs von BroBier dieser Erwartung entsprechen können.

Bernsteinfarben und klar läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine relativ kleine elfenbeinfarbene Schaumkrone, die aber fest ist und lange erhalten bleibt. So stelle ich mir ein Rotbier aus Franken vor.

Das Aroma ist malzbetont nach Brotrinde und Karamell, aber auch eine angenehme Fruchtigkeit mit dem Duft dunkler Trockenfrüchte steigt mir in die Nase.

Der Antrunk weist eine diskrete Süße auf. Auf der Zunge spiegelt das Bier die Aromen wider, angereichert durch einen Hauch roter Johannisbeeren, die eine leichte Säure mitbringen und so für einen reichhaltigen Geschmack sorgen. Bitter ist in dem erstaunlich leichten Bier nur wenig vorhanden. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, ohne aufdringlich zu werden. Die Süße lässt nach und nur eine angenehme Karamellnote klingt noch lange in der Kehle.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

BroBier UG (haftungsbeschränkt)
Im Grund 7
96182 Reckendorf

Wilderen Cuvée Clarisse

Die im Jahr 1743 gegründete Brouwerij Wilderen ist in Flandern beheimatet. Mit Ausnahme der Information, dass es dort einen großen Biergarten gibt, konnte ich keine Informationen über diese Brauerei finden. Aber von dort kommt das Wilderen Cuvée Clarisse, das jetzt vor mir steht und das bei den World Beer Awards 2019 als weltbestes seines Stils ausgezeichnet wurde.

In einem schönen tiefen Rubinrot fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine durchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Aroma ist malzbetont, süß und sirupartig. Düfte nach dunkler Schokolade und Karamell steigen mir in die Nase, unterstützt durch einen Hauch Lakritz sowie einige florale Noten.

Überraschend ist der erste Kontakt des Bieres mit der Zunge, denn es ist nicht so süß wie ich es aufgrund des Aromas erwartet hätte. Dazu kommt eine sehr feinperlige Kohlensäure, die das Bild zu einem sehr eleganten Bier abrundet. Auf der Zunge stelle ich eine leichte Säure fest und ich schmecke Trockenfrüchte, die durch den Hopfen mit einer leichten Schärfe gut abgerundet werden. Die 9,2 Volumenprozent Alkohol sind sehr gut eingearbeitet, so dass der Alkohol nicht in den Vordergrund trifft und nur wärmend wirkt. Der Abgang ist mild und der Geschmack nach Trockenfrüchten klingt kurz nach.

Auch wenn das Wilderen Cuvée Clarisse nicht als Weihnachts- oder Winterbier ausgewiesen ist, passt es doch perfekt in diese Jahreszeit.

Zutaten:

Wasser, Gerste, Hopfen, Hefe, Kräuter

Alkoholgehalt:

9,2 % Vol.

Bittereinheiten:

28 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Wilderen
Wilderenlaan 8
3803 Sint-Truiden (Wilderen)
www.brouwerijwilderen.be

Gold Ochsen überrascht in diesem Jahr mit einem Kristallweizen Doppelbock

Seit nunmehr acht Jahren überrascht die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen mit ihren kreativen Bier-Sondereditionen, die stets in limitierter Auflage von 1.597 – das Gründungsjahr der Brauerei – per Hand in elegante 0,75-Liter-Flaschen abgefüllt werden. 2020 dürfen wir uns über ein ganz besonderes Jahrgangsbier freuen: das Gold Ochsen Kristallweizen Doppelbock. Ein Kristallweizen wird nur sehr selten als Bock- beziehungsweise Doppelbock gebraut und gilt deshalb als Rarität – neben der ausgewiesenen Brauexpertise von Gold Ochsen auf dem Gebiet des Kristallweizens war dies der Grund, ein Kristallweizen Doppelbock in limitierter Auflage zu brauen. “Wir freuen uns sehr, dass mit der Edition 2020 eine gleichermaßen außergewöhnliche wie einzigartige Weizenstarkbierspezialität unsere Reihe an Jahrgangsbieren fortführt”, so Gold Ochsen Geschäftsführerin Ulrike Freund. Das Gold Ochsen Kristallweizen Doppelbock ist ab 26. Oktober 2020 im Brauerei Shop, im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt sowie bundesweit über den Gold Ochsen Online Shop erhältlich. Als Rarität in eleganter, mit Kork verschlossener Flasche und edler Verpackung eignet es sich beispielsweise auch als besonderes Weihnachts-, Geburtstagsgeschenk oder als Dankeschön für Familie, Freunde und Geschäftspartner.

Beim Gold Ochsen Kristallweizen Doppelbock treffen elegante Spritzigkeit und ein ausgeprägter Körper auf malzaromatische Süße, dezente Fruchtsäure sowie eine feine Prise Aromahopfen. “Um die einzigartige charakteristische Note unseres obergärigen Jahrgangsbiers weiter zu unterstreichen, haben wir neben dem Tettnanger Aromahopfen noch speziellen ‚Citra Hopfen’ verwendet. Diese Sorte zeichnet sich durch eine Vielzahl an Fruchtnoten aus, darunter Maracuja, Litschi, Pfirsich, aber auch rote Beeren, grüne Früchte oder Blumen”, erläutert Stephan Verdi, technischer Betriebsleiter und 1. Braumeister bei Gold Ochsen. Die kräftig goldgelb leuchtende Bierspezialität umschmeichelt nach Angaben der Brauerei die Nase mit ihrem ausgewogenen Aromenspiel, das sich durch den typischen obergärigen, fruchtigen, leicht bananenartigen Weizengeruch auszeichnet. Diese Komposition macht das Gold Ochsen Kristallweizen Doppelbock zu einer Gaumenfreude, die als Aperitif serviert werden kann und zudem perfekt mit hellen Fleischgerichten und Süßspeisen harmoniert.

Der ganz besondere Charakterdoppelbock mit 7,8 Volumenprozent Alkohol wurde nach einer speziellen Rezeptur mit Weizen- und Gerstenmalz eingebraut und mittels der durch die Brauerei sorgfältig kultivierten obergärigen Gold Ochsen Hefe vergoren. Nach einer langen und kalten Reife- sowie Lagerphase im Keller haben es sich die Gold Ochsen Braumeister nicht nehmen lassen, dieses obergärige Starkbierjuwel kristallklar zu filtrieren. Wie der Alkoholgehalt der Starkbierspezialität schon vermuten lässt, handelt es sich beim Doppelbock um das stärkste Bier unter den Bockbieren. Manchmal wird es auch als Fastenbock bezeichnet, da es früher Mönchen und Nonnen während der Fastenzeit als “flüssiges Brot” Energie spendete. “Ein Doppelbock passt aufgrund seiner Stärke ideal in die kalte Jahreszeit – als Kristallweizen jedoch ist es eine absolute Rarität auf dem Markt. Als die Idee aufkam, diese Spezialität als limitiertes Jahrgangsbier zu brauen, zeigte sich das gesamte Team sofort begeistert – nicht zuletzt, da wir damit auch unsere Kristallweizen-Braukunst abseits unseres beliebten Klassikers unter Beweis stellen können”, so Produktionsleiter Bernhard Frey.

Rittmayers Alkoholfreies Kellerbier

Aus der Brauerei Rittmayer im fränkischen Hallerndorf stammt das alkoholfreie Kellerbier, das jetzt vor mir steht. Andere Biere, die ich aus dieser Brauerei verkostet habe, haben mir recht gut gefallen. Mal sehen, ob das auch auf dieses Bier zutrifft. Zwar fehlt den alkoholfreien Bieren häufig etwas Geschmack, da der Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger ist, aber in diesem Fall ist die Hefe noch im Bier, was einigen Geschmack bringt und das Bier ist mit Cascade gestopft, wodurch ich mir doch ein volleres und modernes Geschmacksbild erhoffe.

Bernsteinfarben fließt das Bier ins Glas. Mich verwundert, dass ich praktisch keine Hefetrübung sehe, ich würde das Bier eher als klar bezeichnen, was stiluntypisch wäre. Der durchschnittlich voluminöse feste Schaum dagegen gefällt mir und er bleibt auch lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell, aber auch deutliche würzige Noten steigen mir in die Nase. Den typischen Cascade-Duft vermisse ich leider, was aber am fehlenden Alkohol liegen könnte.

Der Antrunk ist recht süß, was ich bei einer gestoppten Gärung auch erwartet habe. Die Kohlensäure ist gut dosiert. Auf der Zunge bildet sich ein leichtes Bitter, das durch einen minimalen Geschmack nach Trockenfrüchten ergänzt wird. Für ein alkoholfreies Bier ist das Kellerbier recht vollmundig. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter aus, das aber trotzdem lange nachklingt.

So ganz ist das Alkoholfreie Kellerbier von Rittmayer nicht meins, aber für ein alkoholfreies Bier ist es wirklich gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Rittmayer oHG
An der Mark 1
91352 Hallerndorf
www.rittmayer.de

Coopers Best Extra Stout

Coopers ist Australiens älteste Brauerei in Familienbesitz und befindet sich in Südaustralien. Seit sechs Generationen ist die Familie Hüter eines stolzen Vermächtnisses, das 1862 begann, als Thomas Cooper seine erste Charge Bier braute. Die Leidenschaft für das Brauen hat die Familie zusammengehalten und sie durch Wirtschaftsrezessionen, Kriege, staatliche Auflagen, wechselnde Geschmacksrichtungen und das gelegentliche feindliche Übernahmeangebot hindurch unterstützt.

Inzwischen werden Coopers’ Biere und Stouts auf der ganzen Welt genossen, und diese Biere werden immer noch nach denselben traditionellen Brauweisen wie durch Thomas Coopers hergestellt. Wenn die Brauerei also sagt, handgemacht von der Familie Cooper, dann meint sie das auch so.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Die gemischtporige mittelbraune Schaumkrone ist nur klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen. An der Optik könnten die Australier durchaus noch etwas optimieren.

Aber das Aroma gefällt mir schon besser. Düfte nach Espresso und dunkler Schokolade, nach Pumpernickel, Lakritz und gerösteten Haselnüssen steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist süß und aufgrund der gut dosierten und sehr feinperligen Kohlensäure angenehm frisch. Auf der Zunge mischen sich die süßen und bitteren Eindrücke und der Geschmack nach Pumpernickel kommt in den Vordergrund. Das Mundgefühl ist voll und rund. Fast macht das Bier im Mund einen dickflüssigen Eindruck. Auch der Abgang ist leicht bitter, die Süße bleibt und die Geschmackseindrücke klingen lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerste, Hopfen (Pride of Ringwood), Hefe

Alkoholgehalt:

6,3 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

180 EBC

Brauerei:

Coopers Brewery Ltd.
461 South Road
Regency Park, S.A.
Australien
https://coopers.com.au/

Österreich: Der Wirtshausführer 2021 ist erschienen

Der Wirtshausführer Österreich 2021 ist erschienen. Komplett aktualisiert stellt er, wie seit 22 Jahren, verlässlich 1.000 von versierten Kulinarikredakteuren empfohlene Wirtshäuser, Landgasthöfe, Stadtgasthäuser, Beisln und Hotelrestaurants in Österreich, Südtirol, Adria, Friaul, Slowenien und Istrien vor. Dazu kommt der Weinguide “Wein mit Egle”, der 250 Top-Weingüter in Österreich und Südtirol präsentiert. So wissen die Österreicher auf einen Blick, wo sie gut essen, trinken und schlafen können und welcher Wirt besonders nachhaltig wirtet.

Aus Covid-Gründen wurde der neue Guide am 20. Oktober 2020 im Rahmen eines konzentriert gehaltenen Events im Wirtshaus “Zum Alten Beisl” in Wien präsentiert. Vor Ort vergaben die Wirtshausführer Herausgeber Renate Wagner-Wittula, Elisabeth und Klaus Egle die begehrten Auszeichnungen “Wirtshausführer Wirt 2021”, “Wirtshausführer Winzer 2021” und “Wirtshausführer Weinmensch 2021”. Die “Wirtshausführer Weinwirte 2021” und die “Wirtshausführer Aufsteiger 2021” werden in den Bundesländern ausgezeichnet. Als Jury fungierten die Wirtshausführer Kulinarikredakteure gemeinsam mit den Herausgebern.

Die Trends: Die Lachsforelle hat den Lachs abgelöst und Take Away als Zusatzgeschäft

In den Küchen der heimischen Wirtshäuser hat sich der Trend zu nachhaltigem und bewusstem Genießen noch weiter verstärkt. Die Tendenz, regional einzukaufen und zu kochen hat sich massiv verfestigt. Man kann sagen: Die Lachsforelle hat den Lachs abgelöst.

Im Getränkebereich ist das Angebot an alkoholfreien Getränken durch selbstgemachte Limos und Drinks deutlich bunter geworden. Orange Wines und Natural Wines bleiben weiterhin ein interessantes, wenn auch erklärungsbedürftiges, Nischenangebot.

Viele Wirte sind durch den Lockdown geschäftlich sehr kreativ und innovativ geworden. Take Away als planbares Zusatzgeschäft, also Speisen zum Mitnehmen, hat sich speziell am Land durchgesetzt. In vielen Betrieben ist dieses Angebot auch nach dem Ende des Lockdowns aufrecht geblieben. “Der Großteil unserer Lokale dürfte mit der Krise gut zurechtgekommen sein, weil es sich meistens um Familientriebe handelt, die auf soliden Beinen stehen, also auch Eigenkapital haben”, sagen die Wirtshausführer-Herausgeber. “Und wer sich in der Vergangenheit um seine Stammkunden gekümmert hat, der war der Gewinner. Diese haben ihrem Wirt auch in schlechten Zeiten die Treue gehalten.” Und 80 neue Lokale wurden im Wirtshausführer 2021 aufgenommen.

Wirtshausführer Wirt 2021: Metin Yurtseven und Nicole Herzog, Zum Alten Beisl, Wien

Manchmal betritt man ein Lokal und weiß sofort: Das ist ein Glücksfall. Weil hier alles passt, so kommt, wie man sich das wünscht und sogar noch besser. Das “Zum Alten Beisl “im 10. Wiener Gemeindebezirk, gleich beim Reumannplatz, ist so ein Glücksfall. Geführt wird das Wirtshaus von Wirt und Küchenchef Metin Yurtseven, einem gebürtigen Kapfenberger, der sich “step by step” in Richtung Wien durchgekocht hat und seiner Partnerin, Nicole Herzog, die für das Wirtschaftliche und die Süßspeisen zuständig ist und für rundum zufriedene Gäste sorgt.

Wirtshausführer Winzer 2021: Stefan Krispel, Weingut Krispel, Hof bei Straden

Das steirische Weingut Krispel hat sich zu einem Genuss-Eldorado entwickelt, in dem die exzellenten Weine von Stefan Krispel auf der einen Seite und die Produkte vom vorbildlich gehaltenen Freiland-Wollschwein auf der anderen Seite das Herzstück des Betriebes bilden. Sauvignon Blanc steht natürlich ganz vorne im Schaufenster, die Burgundersorten sind aber die große Passion von Krispel, was er nicht zuletzt mit einem fantastischen Grauburgunder unterstreicht, der zu den hervorragendsten Vertretern dieser Sorte überhaupt zählt.

Wirtshausführer Weinmensch 2021: Martin Kušej, unterstützt von Zalto Glas

Burgtheater-Direktor Martin Kušej, der dem Burgtheater bereits in der Vergangenheit mit seinen Inszenierungen einige Sternstunden beschert hatte, fand klare Worte, als er 2017 anlässlich seiner Bestellung gefragt wurde, wie er denn seine “Rolle” anlegen würde: “Ich will Vollgas geben!” Das gilt für ihn freilich nicht nur, wenn es um die Kultur, sondern auch, wenn es um den Genuss geht. Als Weinfreund und furchtloser Genießer ist für ihn das Wichtigste beim Essen und Trinken immer das “Zusammensein”.

Wirtshausführer Aufsteiger 2021, unterstützt von METRO Österreich

  • Wien: Weinhaus Arlt, 1170 Wien
  • Burgenland: Das Blaufränkisch-Weinhotel, Deutschkreutz
  • Kärnten: Kropf, Griffen
  • Niederösterreich: Kaminstube, Schwarzenau
  • Oberösterreich: Stiegl-Klosterhof, Linz
  • Salzburg: Die Genusskrämerei, Hallein
  • Steiermark: Broadmoar by Johann Schmuck, St. Josef
  • Tirol: Orangerie Stift Stams, Stams
  • Vorarlberg: Weiss Restaurant, Bregenz

Wirtshausführer Weinwirte 2021, unterstützt von Österreich Wein Marketing

  • Wien: Albert, 1080 Wien
  • Burgenland: Restaurant am Friedrichshof, Zurndorf
  • Kärnten: Reidnwirt, St. Urban
  • Niederösterreich: Schlossküche Walpersdorf Blauenstein, Walpersdorf
  • Oberösterreich: Essig’s, Linz
  • Salzburg: Brunnauer, Salzburg
  • Steiermark: Theresas – eine ART Gasthaus, Deutschlandsberg
  • irol: Der Gannerhof, Innervillgraten
  • Vorarlberg: Traube Brennar, Egg

Über den Wirtshausführer Österreich 2021

22. aktualisierte Ausgabe/Beste 1.000 Lokale-Empfehlungen handverlesen von erfahrenen Kulinarik-Redakteuren/280 Lokale in Südtirol, im Raum Adria, Friaul, Istrien, Slowenien/250 beste Winzer/80 neue Lokale/450x Schlafen bei Wirt und Winzer/380x Nachhaltig Wirten/Sonntagsbraten/ Selbst gemachte Produte/Vegan essen/Große Österreichkarte

Wirtshausführer Österreich 2021 von Renate Wagner‐Wittula, Elisabeth Egle und Klaus Egle, 480 Seiten, Maße 13,5 x 23,0 cm, Klappenbroschüre, Preis 24,90 EUR, ISBN 978-3-9503606-8-4, Verkauf im Buchhandel, erschienen im Verlag GOURmedia, www.wirtshausfuehrer.at

Krug-Bräu Ur-Stoff

Bereits seit dem Jahr 1834 gibt es die Brauerei in Waischenfeld-Breitenlesau und seitdem ist sie auch im Besitz der Familie Krug. Ohne viel Werbung liefert das Familienunternehmen seine Biere nicht nur an Händler in Nürnberg, Frankfurt und Berlin, sondern auch nach Italien. So hat auch eine Flasche Ur-Stoff ihren Weg zu mir gefunden und möchte jetzt verkostet werden.

Bernsteinfarben und mit nur wenig Hefe fließt das Bier ins Glas. Die feste Schaumkrone ist überdurchschnittlich groß und bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont. Der Duft nach Karamell steigt mir in die Nase, unterstützt durch die Würzigkeit des Hopfens, die sich aber eher zurückhält.

Der Antrunk ist frisch mit einer leichten Süße. Die feinperlige Kohlensäure ist recht knapp dosiert, aber irgendwie passt es doch. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und eine leichte Würzigkeit des Hopfens sowie ein geringes Bitter gesellen sich dazu. Das Mundgefühl ist weich und rund. Im Abgang wird das Bitter kräftiger, was mich doch etwas überrascht. Außerdem klingt es lange nach.

Alles in Allem ein ungeheuer süffiges Kellerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Konrad Krug Brauerei und Tanzsaal GmbH
Breitenlesau 1b
91344 Waischenfeld
http://www.krug-braeu.de/

Grisette Triple Bio

Grisette Tripel Bio glutenfrei gehört zum renommierten Bierstil der belgischen Tripels. und zeichnet sich durch den einzigartigen Charakter seiner Aromen und Geschmacksrichtungen aus, die durch eine seltene Kombination von Klassizismus und Modernität entstehen. Dieses obergärige Bier, das in der Flasche einer zweiten Gärung unterzogen wird, setzt eine subtile Aromenpalette frei. Mit seiner warmen, goldblonden Farbe ist es klar und schimmernd.

Der Schaum ist fein und kompakt. Voller Geschmack und erfrischend, eignet sich dieses Bier für jede Jahreszeit.

Wie auch das Grisette Blonde wird es keiner biochemischen Behandlung unterzogen und ist als biologisch und glutenfrei zertifiziert.

Intensiv goldfarben fließt das Bier ist Glas. Die großporige Schaumkrone ist sehr voluminös und sie bleibt lange erhalten. Optisch macht das grisette Triple schon mal eine gute Figur.

Das Aroma ist würzig. Ja, würzig, nicht mehr. Nicht wirklich typisch nach Bier, aber durchaus ansprechend. Wenn es so weitergeht, könnte ich mich sogar an ein glutenfreies Bier gewöhnen.

Der Antrunk ist recht süß, aber die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt für eine angenehme Frische. Auf der Zunge setzen sich die würzigen Noten durch, die ich bereits in der Nase festgestellt hatte. Das Mundgefühl ist schwer und voll, so dass jetzt auch wirklich das Gefühl nach Bier entsteht. Der Alkohol ist gut eingearbeitet. Auch im Abgang sind die würzigen Eindrücke dominant und sie klingen lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Reisflocken, Hopfen, Gewürze, Milchsäure, Invert-Rohrzucker, Hefe, Ascorbinsäure

Alkoholgehalt:

8 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Brasserie St-Feullien S.A.
Rue d’Houdeng 20
7070 Reulx
Belgien
www.st-feuillien.com

Hild Pils

Im Jahr 1890 wurde die Hildesheimer Aktienbrauerei gegründet, die 1905 Jahre durch den Kauf der insolventen Victoria Brauerei vergrößert wurde. Unter den Namen Hildbräu und Hild Pils wurde das Bier bis in die Kolonien bekannt. 1945 wurde die Brauerei jedoch durch Bombenangriffe zerstört. Lange Jahre mussten die Hildesheimer auf ihr Kultbier verzichten, bis im Jahre 2009 die Celler Carl Betz Brauerei das Pils wieder zu brauen begann. Heute wird das Bier durch den alteingesessenen Getränkehandel Schwertfeger vertrieben und in mehreren Hildesheimern Kneipen ausgeschenkt. Eine Besonderheit des Hild Pils ist, dass es im Gegensatz zu den Industriebieren nicht pasteurisiert wurde.

Golden und kristallklar fließt das Bier ins Glas und entwickelt dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. So stelle ich mir ein norddeutsches Pils vor.

Das Aroma ist würzig, aber auch der Malzkörper kommt zu seinem Recht.

Der Antrunk ist recht süß, was aber durch die gut dosierte feinperlige Kohlensäure abgemildert wird. Auf der Zunge kommt ein angenehmes leichtes Bitter dazu. Dabei wird das Bier überraschend vollmundig. Ein leichtes Bitter mit langem Nachklang dominiert auch den Abgang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Carl Betz GmbH
Waldweg 101-103
29221 Celle

für

Getränke Schwertfeger GmbH
Tannenweg 23
31137 Hildesheim
www.hild-pils.de

Stoute Bie

Der Legende nach war Stoute Bie der Dorfrebell und ein kühner Geist. Immer war er für einen Spaß zu haben, wobei er es mit dem Gesetz wohl nicht so genau nahm. So war es kein Wunder, dass er eines Tages durch die Polizei verhaftet werden sollte. Er gab Fersengeld und flüchtete zwischen den Hopfenfässern vor seinen Häschern. Zunächst ging auch alles gut, bis er im Hafen in die Enge getrieben wurde, von wo ein Landwirt ihm doch noch die Flucht ermöglichte. Der Brauer hielt es für eine gute Idee, das Bier, das er aus dem Hopfen braute, “Stoute Bie” zu nennen. Stimmt diese Geschichte? Ich habe keine Ahnung, aber ein Bier mit diesem Namen wird bis heute gebraut. Jetzt steht es vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Blickdicht schwarz präsentiert sihc das Bier im Glas. Die beige Schaumkrone ist sehr voluminös. Sie fällt durchschnittlich schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet röstaromatisch nach Kaffee, zusammen mit einigen blumigen Noten. Dazu kommen noch ein Hauch Holz sowie ein leichtes Lakritzaroma. Allerdings steht auf der Zutatenliste weder Lakritz noch ist auf dem Etikett vermerkt, dass das Bier in einem Holzfass gereift wurde.

Der Antrunk ist süß und frisch. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wobei sich hier der Geschmack nach Süßholz deutlich dazu mischt. Das verwundert mich etwas, denn wie schon erwähnt ist weder Süßholz noch Lakritze in der Zutatenliste aufgeführt. Bitterstoffe sind fast nicht zu schmecken. Trotzdem ist das Mundgefühl rund und voll. Auch der Abgang ist mild und praktisch ohne Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij De Bie
Vijestraat 47
8720 Dentergem
www.brewerydebie.com