Bayerns Brauer melden für 2018 Rekordergebnis

Wie der Bayerische Brauerbund mitteilt, haben der “Jahrhundertsommer” und Sondereffekte wie die Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr den Bierabsatz mit einem Absatzplus von 3,1% auf ein Rekordniveau ansteigen lassen. Insgesamt produzierten Bayerns Brauer von Januar bis Dezember 24,6 Millionen hl, knapp 740.000 Hektoliter (satte 74 Mio. Maß) mehr als im Vorjahr. Mit diesem Absatzplus liegt Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt (+ 0,5%) und konnte von den Sondereffekten des Sommers 2018 besonders stark profitieren.

Erstmalig stieg der Absatz alkoholfreier Biere, die in den Zahlen des amtlichen Bierabsatzes nicht enthalten sind, auf über 2 Millionen Hektoliter (+10,5% zum Vorjahr) und erreichte so ein Allzeithoch.

Das gute Abschneiden Bayerns führt der Bayerische Brauerbund neben dem Wetter auch auf den Siegeszug bayerischer Bierspezialitäten in anderen Bundesländern und im Ausland zurück. Der Bierexport in Länder außerhalb der EU konnte 2018 um weitere 112.000 Hektoliter (+2,0 %) auf einem neuen Höchststand von 5,75 Mio. hl gesteigert werden.

Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Georg Schneider, beurteilt den deutschen Biermarkt jedoch witterungs- und WM-bereinigt als bestenfalls stagnierend und nennt unter anderem die demographische Entwicklung, die gesundheitsbewusstere Ernährung der Bevölkerung sowie ein verändertes Freizeitverhalten als Gründe für den stetig sinkenden Pro-Kopf-Bierkonsum in Deutschland.

Verlässliche Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit gefordert

Empört äußerte sich Schneider zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG), das erst vor einer Woche zwar die Verfassungswidrigkeit einer im Haushaltsbegleitgesetz von 2004 beschlossenen Biersteuererhöhung für mittelständische Brauereien festgestellt hat, jedoch einer Rückzahlung der überhöht abgeführten Biersteuer an die kleinen Brauereien eine Absage erteilte. Nachdem die Biersteuermengenstaffel keine Subvention der Brauereien darstellt, sondern ein seit Jahrzehnten funktionierendes Mittelstandskorrektiv zum Erhalt der mittelständischen Struktur der bayerischen Brauwirtschaft ist, hatte sich der Spitzenverband der Bayerischen Brauwirtschaft mit seiner Klage durch die Instanzen der Finanzgerichtsbarkeit bis zum Bundesverfassungsgericht weit mehr für die Branche erhofft.

Freiwillig und dem wachsenden Verbraucherinteresse an einer bewussteren Ernährung geschuldet, hat sich die Braubranche für die Deklaration des Brennwertes auf ihren Produkten ausgesprochen. Vor dem Hintergrund dieser Offenheit und dem Grundsatz folgend “Klarheit und Wahrheit für den Verbraucher” übte Schneider jedoch harsche Kritik an der “Gängelung” der Branche durch höchstrichterliche Verbote der Verwendung der Begriffe “bekömmlich” bzw. “wohl bekomm`s” zur Beschreibung eines Bieres mit mehr als 1,2 Vol % Alkoholgehalt.

Herausforderungen in wirtschaftlich schwieriger Lage angehen

Vor dem Hintergrund des steigenden Sortieraufwands und der Kosten, die eine immer größer werdende Individualisierung der Gebinde mit sich bringt, verwies Georg Schneider auf die Vorteile der Mehrwegflasche, die in der bayerischen Bauwirtschaft noch einen sehr hohen Marktanteil besitzt. Klar bezog er dabei Position zur Erhöhung des Flaschenpfandes: “Das Pfand von nur 8 Cent pro Flasche deckt weder die Kosten der Neuglasbeschaffung, noch stellt es einen hinreichenden Anreiz zur Leergutrückgabe dar.” Auch ging Präsident Schneider auf den Fachkräftemangel insbesondere in der Logistik und auf den Kostendruck in der Branche durch Kostensteigerungen im Energiebereich, im Rahmen der LKW-Mautausdehnung auf Bundesstraßen und vor allem bei den Personalkosten ein.

10. Bayerische Bierkönigin – letzte Chance für Bewerberinnen!

Die amtierende Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler aus dem Nördlinger Ries in Schwaben rief anlässlich der Jahrespressekonferenz des Bayerischen Brauerbundes bierbegeisterte Damen ab 21 auf, sich noch bis 24:00 Uhr des 20. Februars 2019 um ihre Nachfolge zu bewerben. Bisher liegen dem Bayerischen Brauerbund rund 40 Bewerbungen vor. Am 16. Mai endet die Amtszeit von Johanna. Im Rahmen einer glanzvollen Biergala wird dann die 10. Bayerische Bierkönigin 2019/2020 gekürt, die dann ein Jahr lang das Bayerische Bier und die Tourismusregion “Bierland Bayern” vertritt.

Karlsberg Brauerei: Collaboration Brew mit Big Time Brewery

Wer Höchstleistungen bringen will, braucht immer wieder auch Impulse von außen. Damit ist es auch kein Wunder, dass sich immer wieder Brauer verschiedener Brauereien treffen, um gemeinsam ein besonderes Bier zu brauen. Die Karlsberg Brauerei aus Homburg bildet da keine Ausnahme. So gingen die Braumeister im noch jungen Jahr 2019 auf große Fahrt: Sie reisten Anfang Februar nach Seattle, um gemeinsam mit den Experten der Big Time Brewery ein ganz besonderes Bier zu brauen.

Dieser älteste Brewpub in der US-Metropole braut bereits seit 1988 Spezialitäten wie IPA, Pale Ale, Stout, Barley Wine & Co und gehört damit zu den Pionieren der Craftbier-Bewegung. Für Karlsberg war es, nach dem Collaboration Brew bei der irischen O’Haras Brauerei im September letzten Jahres, die zweite Kooperation mit einer anderen Brauerei.

Vorgenommen hatten sich die seit vielen Jahren über den großen Teich hinweg befreundeten Brauer die Herstellung eines hellen Bockbiers. Hierfür arbeiteten die Karlsberg-Braumeister Darko Zimmer (Betriebsleiter) und Thomas Kaiser mit ihren US-Kollegen Rick (Inhaber) und Roy Mclaughlin (Braumeister) Hand in Hand. Dass dabei ein bemerkenswertes Bier entstehen würde, war zu vermuten; schließlich verstehen nicht nur alle vier aufs Beste ihr Handwerk, sondern beide Seiten brachten jeweils die Kompetenzen und Fertigkeiten ein, die sie am besten beherrschen.

Während man bei Big Time reiche Erfahrung mit der Verwendung und Kombination verschiedener Hopfensorten mitbringt, kann sich Karlsberg eine außergewöhnliche Bockbier-Kompetenz auf die Fahnen schreiben. Das beweist das immer wieder erfolgreiche Abschneiden bei renommierten Wettbewerben wie unter anderem Meiningers International Craft Beer Award. Dort erreichte der Karlsberg Bock im Mai 2018 die höchste Auszeichnung. Platin ging als bestes Bockbier überhaupt aus dem Wettbewerb hervor.

“Für uns war der Co-Brew ein sehr wertvoller Blick über den Tellerrand”, berichtet Thomas Kaiser. “Die Biervielfalt, die wir erlebt haben, und die etwas andere Vorgehensweise beim Brauen haben uns inspiriert und neue Impulse gegeben.” Im Zusammenspiel mit den kreativen Partnern in Seattle habe man nichts weniger geschafft, als “eine traditionelle Biersorte auf ein neues Level zu heben”, berichtet der Braumeister.

Das im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit entstandene Bier werden Kenner bald auch hierzulande probieren können: Die Hälfte der insgesamt 1.700 Liter des hellen Bocks kommen bald nach Deutschland: Etwa 400 0,65-Liter-Flaschen – handabgefüllt und nummeriert – werden dann über den Webshop der Brauerei auf www.karlsberg.de vermarktet. Der Rest wird in Fässer gefüllt und in ausgewählten Gastronomie-Objekten sowie auf der Homburger Braunacht am 27. April ausgeschenkt solange der Vorrat reicht.

Wie gesagt: Das Bier ist ein helles Bockbier mit einer Stammwürze von 16,5 % und einem Alkoholgehalt von 6,5 % Vol. Eingebraut wurden die Malzsorten Münchner Malz, Pilsener Malz und Wiener Malz. Das Bier ist, wie es sich für ein Bockbier gehört, mild gehopft (Bittereinheiten: 19 IBU). Verwendet wurden die Hopfensorten Chinook, Magnum, Hallertauer Mittelfrüher und Mount Hood. Verwendeter Hefestamm: German Bock Lager Yeast.

Das Foto stammt von der Karlsberg Brauerei und zeigt die Brauer während einer Pause im Rahmen des Collaboration Brew in Seattle

Noblesse

Seit 2007 betreibt der Brauer Ronald seine kleine Brauerei De Dochter van de Korenaar, wo er als erstes das Noblesse herstellte, das jetzt vor mir steht.

Bernsteinfarben und mit viel Hefe präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es schon mal nichts zu meckern.

Malz und Hefe dominieren das Aroma. Düfte nach Brot, Toffee, Banane und Beeren steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist mäßig süß und die Kohlensäure ist dazu passend dosiert. Auf der Zunge ist der Geschmack leicht teigig und aus dem Hintergrund lugt der Geschmack nach Banane hervor, der von einem freundlichen Bitter begleitet wird. Damit folgt das Bier der Tendenz belgischer Brauer, mehr Hopfen einzusetzen als in der Vergangenheit. Der Abgang ist zunächst sehr mild, aber langsam kommt ein kräftigeres Bitter in den Vordergrund, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

De Dochter van de Korenaar
Gierlestraat 6a
2387 Baarle-Hertog
Belgien
www.dedochtervandekorenaar.be

Wolpertinger Helles

Was ein Wolpertinger ist? Wikipedia beschreibt dieses Wesen wie folgt: “Der Wolpertinger ist ein bayerisches Fabelwesen, dessen genauer Ursprung unklar ist. Im Grunde handelt es sich beim Wolpertinger um ein Mischwesen, wie sie bereits aus der Antike bekannt sind. Allerdings gab es kein festes Schema, das heißt, es wurden zum Beispiel Eichhörnchen mit Entenschnäbeln versehen oder Hasen mit Entenflügeln.” Der Wolpertinger gilt allgemein als sehr scheu. Er kann nur bei Vollmond in der Abenddämmerung von jungen Frauen gesehen werden. Gejagt wird er, indem ihm Salz auf den Schwanz gestreut wird. Der Wolpertinger, der auf dieser Bierdose gezeigt wird, ist im Übrigen auch bei Wikipedia abgebildet. Wie er sich in der Dose macht, will ich jetzt feststellen.

In hellem Gelb präsentiert sich das Bier im Glas, darüber überdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Meine Vorurteile gegenüber Dosenbier scheinen sich als falsch herauszustellen.

Das Aroma ist recht angenehm. Düfte nach Malz und Toffee steigen mir in die Nase, dazu leichte blumige Noten.

Als das Bier erstmals auf die Zunge trifft ist die reichlich vorhandene Kohlensäure der vorherrschende Eindruck. Dazu kommt eine ordentliche Trockenheit. Auf der Zunge ist das Bier schlank und mir fehlt weitgehend der Geschmack. Der Abgang ist unangenehm muffig, so dass ich nach dem ersten Schluck die Verkostung abgebrochen und das Bier in den Ausguss gekippt habe. Besonders im Abgang machte das Bier den Eindruck, als würde es beginnen zu verderben.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Überkinger GmbH
73337 Bad Überkingen
www.ueberkinger.com

19. 2. 2019: Offenes Biertasting & Fingerfood, Hopfen & Salz Dortmund

Probieren geht über Studieren. Unter diesem Motto steht an jedem 3. Dienstag im Monat das “Hopfen & Salz”. Jeweils zwei Stunden lang verkosten die Gäste Biere und genießen dazu das passende Fingerfood. Am nächsten Dienstag ist es wieder so weit; ein Termin, bei dem es sich lohnt, ihn zu beachten.

Termin:

19. 2. 2019, 19:00 – 21:00

Ort:

Hopfen & Salz, Volksgartenstraße 61, Dortmund

Bayerns Brauer schäumen – mit Recht

Am 14. Februar 2019 hat das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung vom 11. Dezember 2018 (Az. 2 BvL 5/11 und 2 BvL 4/11) bekanntgegeben die ab dem Jahr 2004 eingeführte Erhöhung der Biersteuer für kleine und mittelständische Unternehmen für verfassungswidrig erklärt. Trotzdem erhalten die Brauereien die in 15 Jahren zu viel entrichtete Biersteuer nicht zurück, weil das BVerfG die entsprechende Regelung im Haushaltsbegleitgesetz ungeachtet ihrer Verfassungswidrigkeit für die Vergangenheit für anwendbar erklärt hat.

Der Bayerische Brauerbund e.V. hatte in einem Musterverfahren gegen das Haushaltsbegleitgesetz aus dem Jahre 2004 den Klageweg bis zum Bundesfinanzhof beschritten. Dieser hatte die verfassungsrechtlichen Bedenken des Spitzenverbandes der bayerischen Brauwirtschaft bereits 2011 bestätigt und die Entscheidung über die Verfassungswidrigkeit des damaligen Gesetzgebungsverfahrens an das BverfG gegeben. Schwerwiegende Mängel im Gesetzgebungsverfahren und die Überschreitung der Kompetenzen des Vermittlungsausschusses, der das unter der Bezeichnung “Koch-Steinbrück-Papier” bekannt gewordene Gesetz zum stufenweisen Abbau von Subventionen erarbeitet hatte, werden als Gründe für die verfassungswidrige Biersteuererhöhung vom BVerfG genannt.

Brauerpräsident Georg Schneider bezeichnet die Entscheidung des BVerfG als Skandal: “Die Biersteuermengenstaffel ist eine über Jahrzehnte funktionierende Mittelstandskomponente, die durch einen ermäßigten Biersteuersatz die Wettbewerbsfähigkeit und das Überleben von vielen kleinen und mittleren Brauereien sichert. Nun stellt das oberste Gericht fest, dass die Staffel verfassungswidrig zum Nachteil der Branche geändert wurde, aber von den widerrechtlich zu viel eingezogenen Steuern gibt es keinen Cent zurück. Warum haben hunderte Brauereien 15 Jahre lang, Monat für Monat gegen ihren erhöhten Biersteuerbescheid Beschwerde eingelegt? Nur, um am Ende Recht zu bekommen? Da wird das Wort “Mittelstandsfreundlichkeit” zur politischen Worthülse und das Vertrauen in den Rechtsstaat mit Füßen getreten!”

Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes kann der Bundesfinanzhof, bei dem der Bayerische Brauerbund stellvertretend für die Branche mit einem Musterverfahren geklagt hat, alle dort anhängigen Klage- und Einspruchsverfahren abarbeiten und abschließen. Die stille Hoffnung auf eine Rückerstattung der verfassungswidrig abgeführten Biersteuer in Millionenhöhe wurde mit der heute bekannt gewordenen Entscheidung des BVerfG in der Brauwirtschaft von bitterer Enttäuschung abgelöst.

11. 2. – 16. 2. 2019: Mezinárodni Pivi Festival Budweis

Etwa 250 Brauereien nehmen am 29. Internationalen Bierfestival in Budweis teil. Im Vergleich zu den Veranstaltungen in den Vorjahren ist das Teilnehmerfeld internationaler geworden, so nehmen in diesem Jahr erstmals auch Brauereien aus Israel und aus Zagreb teil. Wie Festivaldirektor Alois Srb am Montag mitteilte, findet das Bierfest in diesem Jahr wieder auf dem Messegelände statt.

450 Experten aus Tschechien und anderen Ländern werden in 33 Kategorien die besten Biere küren. Diese werden mit dem “Goldenen Biersiegel” ausgezeichnet. Die Siegerbiere aus den einzelnen Kategorien werden um den Hauptpreis, das “Weltbiersiegel”, streiten. Der Wettbewerb umfasst auch zwei Cider-Kategorien.

Im Pavillon Z werden alle großen tschechischen Brauereien vertreten sein. Sie werden dabei neue Biersorten und Spezialbiere vorstellen, die sie in der Sommersaison verkaufen werden. Srb zufolge werden auch zahlreiche Mikrobrauereien, die in der Öffentlichkeit weniger bekannt sind, ihr Angebot präsentieren. Am Wettbewerb nehmen unter anderem Brauer aus Belgien, Brasilien, Chile, Irland, Japan, Mexiko, Österreich, Russland und Spanien teil. Angemeldet seien 20 Brauereien aus der Slowakei und acht aus Deutschland, sagte Srb.

Das Bierfestival findet vom 11. bis 16. Februar auf dem Messegelände in Budweis statt. Die Veranstalter rechnen damit, dass rund 4500 Menschen das Bierfest besuchen werden.

Mit Material von Radio Praha.

12.4. – 13. 4. 2019: Home Brew Bayreuth

Nach dem erfolgreichen ersten Hobbybrauerwettbewerb von BrauBeviale und Maisel & Friends findet 2019 erstmals ein komplettes Event statt, das sich um die Belange von Heim- und Hobbybrauern dreht. Die “Home Brew Bayreuth” ist ein zweitägiges Get-together der deutschen Heimbrauerszene mit Fachvorträgen, dem Messebereich “brau@home” und dem Ausschank von Hobbybrauerbieren. Besucher und Bierinteressierte können bei freiem Eintritt die Hobbybrauerbiere verkosten, für “Visitors Best Beer” abstimmen, leckeres Festivalessen genießen und sich über Bierthemen informieren. Anmeldungen für den Ausschank und den Hobbybrauerwettbewerb zum Thema “Kellerbier” werden bis 25. März 2019 entgegengenommen.

Die neue Veranstaltung “Home Brew Bayreuth” wird bereits jetzt als “der Pflichttermin” für Hobby-, Heimbrauer und Bierinteressierte im süddeutschen Raum gehandelt. Das Event soll künftig jährlich stattfinden und die Heimbrauerszene näher zusammenbringen. Neben einer Vielzahl an Ausstellern von Hobbybraubedarf, Hopfen- und Malzlieferanten, gibt es Führungen durch Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt, entspannte Festivalatmosphäre mit leckerem Essen und Musik, dazu viel Wissenswertes zum Thema Bier und Brauen. Hobby- und Heimbrauer dürfen im “Community Ausschank” den Besuchern ihr selbstgebrautes Bier präsentieren und den drei Bestplatzierten winken bierige Preise. Das Event wird bei weitem nicht nur ein Stelldichein von Hobbybrauern sein, denn natürlich sind auch bierinteressierte Besucher herzlich willkommen.

Ein besonderes Highlight wird die Siegerehrung des Hobbybrauerwettbewerbs am Samstag, 13. April um 20 Uhr werden. Alle kreativen Heimbrauer können sich ab sofort und bis spätestens 25. März 2019 anmelden, die Biere müssen bis spätestens 5. April 2019 eingereicht werden. Maisel & Friends und die BrauBeviale suchen in diesem Jahr nach dem besten “Kellerbier – zwischen traditionell und modern”. Eine hochkarätig besetzte Fachjury, bestehend aus erfahrenen Braumeistern, Biersommeliers und Bierbloggern, wird aus allen eingereichten Bieren den Sieger küren. Der Gewinner des Wettbewerbs hat die Ehre, seine Kellerbierkreation auf dem 25 Hektoliter-Sudwerk der “Maisel & Friends Brauwerkstatt” zu brauen und so in den ganz normalen Brauer-Alltag einzutauchen. Das Siegerbier wird in Flaschen gefüllt und auch bei der Etikettengestaltung darf der glückliche Heimbrauer seine Wünsche und Ideen verwirklichen. Vom 12. bis 14. November 2019 wird das Gewinnerbier schließlich auf der Nürnberger BrauBeviale im Hobbybrauerbereich “brau@home” den Fachbesuchern und der Fachpresse präsentiert.

Die BrauBeviale ist die wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie in diesem Jahr und seit 2018 bietet sie mit “brau@home” eine Plattform für Heimbrauer an. Auch die kreativen Brauer von Maisel & Friends unterstützen die wachsende Hobbybrauerszene mit Fachwissen, Tipps und Kniffen bei einem regelmäßig stattfindenden Hobbybrauerstammtisch. Zusammen haben sie 2018 einen gemeinsamen Hobbybrauerwettbewerb ins Leben gerufen.

Für Hobbybrauer und Aussteller gibt es bereits am Freitag der “Home Brew Bayreuth” die Möglichkeit, an einem Get-together in lockerer Atmosphäre teilzunehmen. Anmeldungen hierfür nimmt der Maisel & Friends Biersommelier Michael König entgegen: m.koenig@maisel.com.

Informationen zur “Home Brew Bayreuth” und dem Hobbybrauerwettbewerb: https://maiselandfriends.com/home-brew-bayreuth.

Brauerei Simon Hell

Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, wie lange es die Brauerei, die jetzt unter dem Namen Brauerei Simon firmiert, bereits gibt. Mir sind nur die folgenden Informationen bekannt: 1875 übernahm Johann Simon das Köbel´sche Anwesen am Laufer Marktplatz, das mit Braurecht sowie Metzgerei und Branntweingerechtigkeit ausgestattet war. Er konzentrierte sich auf das Bierbrauen, das an dieser Stelle bereits durch das in Lauf typische Kommunbrauwesen lange Tradition hatte. In den Folgejahren führten sein Sohn Georg und sein Enkel Karl Simon den Betrieb erfolgreich weiter. Im Grunde ist das Gründungsdatum ja auch unerheblich; wichtig ist nur das Bier, das derzeit gebraut wird. Das Helle, das jetzt vor mir steht, beschreibt die Brauerei aus Lauf wie folgt: “Fränkische Gerste und Hersbrucker Hopfen prägen den authentisch-bodenständigen Charakter dieses typisch fränkischen Lagerbieres. Eine kräftige, goldgelbe Farbe sowie ein gut ausbalanciertes Verhältnis von Malz- und Hopfenaromen sorgen für ein harmonisches Geschmackserlebnis. Süffig, angenehm rezent und mild – ein Genuss für jede Gelegenheit.”

Und wirklich – golden und kristallklar fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche sahnige Schaumkrone, die auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Wie ich es erwartet habe, wird das Aroma durch das Malz geprägt. Dazu kommen leichte würzige und fruchtige Aromen, in denen ich den Duft Feigen zu bemerken meine.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge kommt zur diskreten Süße ein passendes Bitter. Obwohl im Geschmack keine Fruchtigkeit festzustellen ist, ist das Bier schön süffig. Der Abgang ist mild und wenig bitter. Er klingt nur kurz nach.

Das Helle der fränkischen Brauerei Simon ist ein ordentliches Allround-Bier ohne Überraschungen. Aber es ist durchaus möglich, sich daran zu gewöhnen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Simon GmbH
Heroldstrasse 12
91207 Lauf a. d. Pegnitz
www.brauerei-simon.de

Alpirsbacher auf der Grünen Woche in Berlin

Wenn sich das Genießerland Baden-Württemberg auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin präsentiert, dürfen die Spezialitäten von Alpirsbacher Klosterbräu selbstverständlich nicht fehlen. Bei der 84. Grünen Woche vom 18. bis 27. Januar 2019 in Berlin wird die Schwarzwälder Familienbrauerei die Besucher aus aller Welt am Gemeinschaftsstand des Landes in Halle 5.2b mit ihren Bieren verwöhnen.

Unter dem Motto “Glück frisch gebraut” schenken die Alpirsbacher während der zehn Messetage auf der neu gestalteten Gartenterrasse am See ihre vielfach preisgekrönten Bierspezialitäten aus. Die Biere aus der Klosterstadt im Oberen Kinzigtal sind die idealen Begleiter zu den landestypischen Gerichten wie Maultaschen, Linsen mit Spätzle, Schäufele, Schwarzwälder Schinken oder Wurstsalat, die dort serviert werden.

“Unser Absatzgebiet erstreckt sich zwar überwiegend auf den süddeutschen Raum, aber auch in der Hauptstadt gibt es viele Freunde und Konsumenten unserer Biere, weshalb Alpirsbacher auch sonst in Berlin präsent ist. Mit unserem Auftritt auf der Grünen Woche wollen wir nicht nur Feinschmecker vom besonderen Geschmack unserer Spezialitäten überzeugen, sondern auch neue Genießer gewinnen”, sagt Carl Glauner, der Chef der Alpirsbacher Klosterbrauerei.

Markus Schlör, Geschäftsführer der Familienbrauerei, nennt noch weitere Gründe für das Engagement während der Internationalen Grünen Woche in Berlin. “Die Heimat von Alpirsbacher Klosterbräu liegt mitten im Herzen des Schwarzwalds. Deshalb wird der Name unserer traditionsreichen Brauerei in der Öffentlichkeit nicht nur mit einem qualitativ hochwertigen Biersortiment verbunden, sondern auch mit gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein. Wir gehören in diese Region und tun auch gerne etwas für sie”, betont Markus Schlör. Alpirsbacher Klosterbräu habe ein offenes Ohr für Traditionspflege und insbesondere für Natur- und Umweltschutz. “Unser Engagement soll dazu beitragen, Alpirsbach und den Schwarzwald noch lebenswerter und attraktiver zu gestalten.” Deshalb unterstützt die Familienbrauerei u.a. den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, die dortigen Naturparkwirte, das Naturschutzgebiet Glaswaldwiesen sowie die Aktion “Schmeck den Süden”.

Insofern ist auch der Standort von Alpirsbacher Klosterbräu während der Grünen Woche ideal: Denn die neue Gartenterrasse mit eigens dafür gefertigten Weißtannenmöbeln des Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg sorgt für eine wohltuende Atmosphäre.