Wurmi Zwicklbier Dunkel

Nun will ich mich wieder einmal mit einem Bier aus Österreich befassen. Auffällig an diesem Bier ist, dass es mit einem Drehverschluss verschlossen ist. Er sieht zwar wie ein Kronkorken aus, ist aber keiner. Ich mag diese Verschlüsse nicht, da sie schlecht aufzubekommen sind, die Zacken schneiden gerne einmal in die Finger, und wenn das Bier einmal geöffnet ist, lässt es sich mitdiesem Verschluss nicht wieder verschließen. Nein, dann lieber einen richtigen Kronkorken oder einen richtigen Drehverschluss. Aber ich will ja nicht über Drehverschlüsse philosophieren, sondern mich mit dem Inhalt der Flasche beschäftigen, dem dunklen Zwicklbier aus dem Innviertel.

Intensiv mahagonifarben ist das Bier, darauf wenig feinporiger Schaum in einem angenehmen haselnussbraun, der sich aber leider sehr schnell auflöst. Dazu sehe ich eine lebhafte Kohlensäure.

Das Aroma wird durch die Röststoffe bestimmt, einige Kaffeearomen und Düfte von Trockenpflaumen steigen mir in die Nase, dazu ein teigiger Duft. Vom Aroma her lässt sich wirklich nicht meckern.

Der Antrunk ist neutral, fast langweilig. Nein, da lässt sich wirklich nichts weiter drüber sagen. Der Körper ist unausgeglichen und leicht sauer. Bitterstoffe kann ich auf der Zunge nicht feststellen, dafür lässt das Bier aber ein pelziges Gefühl auf der Zunge zurück. Erst im Abgang kommen Bittertöne in der Kehle zum Vorschein, nicht stark, aber trotzdem irgendwie unangenehm.

Von diesem Bier war ich wirklich enttäuscht. Ich werde es sicherlich nicht noch einmal kaufen.

Zutaten:

Wasser, Hefe, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Wurmhöringer
Stadtplatz 10/11
4950 Altheim
Österreich
http://www.wurmhoeriger.at

Riedenburger Doldensud Sud 86

Jetzt steht mal wieder ein IPA aus dem Brauhaus im bayerischen Riedenburg vor mir. Das Riedenburger Brauhaus braut „echtes Biobier“, also nicht Bio-light (EU-Bio), sondern die Zutaten stammen aus Bioland-Anbau. Dieses Bier hat eine Besonderheit: die Brauerei stempelt auf jedes Etikett, um welchen Sud es sich handelt. In diesem Falle ist es der Sud 86. Ob das notwendig ist weil das Bier aus Naturstoffen gebraut ist und die Inhaltsstoffe selbstverständlich natürlichen Schwankungen unterliegen und ob diese Schwankungen so groß sind, dass es einen deutlichen Unterschied im Geschmack ausmacht weiß ich nicht. Ich glaube, ich muss mir mal ein IPA aus Riedenburg in den Kühlschrank stellen bis der nächste Sud im Handel ist. Dann kann ich den direkten Vergleich starten. Aber ich beginne jetzt mal mit dem Test dieses Suds.

Goldgelb und hefetrüb ist das Bier im Glas. Darüber relativ wenig weißer Schaum. Er weist sowohl feine als auch große Blasen auf, bleibt aber lang erhalten.

Das Aroma ist betörend: Karamell, Grapefruit, Zitronenschale und Vanillearomen steigen mir in die Nase. Das zusammen mit der Optik macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß. Dazu kommt eine milde Kohlensäure. Der Körper ist intensiv und ausgeglichen, Süße, Säure und Bitterstoffe halten sich die Waage. Das Bier schmeckt wirklich angenehm. Der Abgang ist intensiv bitter, ohne dass die Bitterkeit unangenehm wird. Der Abgang ist intensiv bitter und – in meinen Augen eine Besonderheit dieses Bieres – die Zitrusnoten kommen noch einmal zum Vorschein. Der Geschmack hält sich auch lange in der Kehle.

Dieses Bier ist etwas ganz Besonderes. Wer IPAs mag, wird den Doldensud lieben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Emmermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
93339 Riedenburg
http://www.riedenburger.de

Biershop Bayern

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Weißer Hase Weißbier Hell

Jetzt will ich mich mal wieder einem Weizenbier widmen, genauer gesagt dem hellen Weißbier aus der Brauerei Hasen-Bräu.

Goldgelb und hefetrüb ist das Bier im Glas. Dazu eine lebhafte Kohlensäure und viel feinporiger weißer Schaum, der auch lange erhalten bbleibt.

Das Aroma ist teigig und leicht säuerlich, dazu der Duft der Hefe. Es ist der typische Duft hefetrüber Weizenbiere ohne jede Überraschung.

Der Antrunk ist leicht süß, aber nicht so sehr, dass es unangenehm würde. Der Körper dieses Bieres ist weizentypisch: der Geschmack der Hefe und des Weizenmalzes, dazu eine leichte Säure. Dieses Bier lässt sich ohne zu lügen als süffig, frisch und spritzig beschreiben. Der Abgang ist dann leicht bitter und der Geschmack bleibt noch einige Zeit erhalten.

Ein schönes Weizenbier, das aber auch keine Überraschungen bereithält.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz. Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Hasen-Bräu Brauereibetriebsgesellschaft mbH
86179 Augsburg
http://www.hasen-braeu.de

Flying Turtle Pale Ale

Nun will ich mich mal wieder mit einem Craft-Bier aus Berlin beschäftigen, dem Pale Ale von Flying Turtle.

Auch wenn IPAs in der Regel eher helle Biere sind, ist das Flying Turtle rotbraun mit einem Stich ins Goldene. Dazu ungewöhnlich viel cremiger weißer Schaum, der lange erhalten bleibt. Dazu kommt noch eine üppig bemessene Menge Kohlensäure. Dieses Pale Ale macht richtig viel her.

Das Aroma ist wunderbar fruchtig, Grapefruit und Zitrone verbinden sich mit leichten Bitternoten. An einen solchen Duft könnte ich mich wirklich gewöhnen.

Der Antrunk ist recht süß, wobei die lebhafte Kohlensäure einen angenehmen Kontrast zu dieser Süße bildet. Schnell entwickelt sich auf der Zunge der volle Körper, bei dem sich die Süße und die Bitterstoffe gut die Balance halten. Allerdings würde ich mich über etwas mehr Säure freuen, aber das ist mein persönlicher Geschmack und Sie können das vollkommen anders empfinden. Der Abgang ist überraschend mild, der angenehm bittere Geschmack bleibt aber lange erhalten.

Dieses IPA gefällt mir ausnehmend gut, es ist intensiv und dabei wirklich mild.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Malz: Pilsner, Münchner, Cara Red), Hopfen (Columbus, Centennial, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Flying Turtle GmbH
Hasenheide 88
10967 Berlin
http://www.flyingturtlebeer.de/

Leider funktioniert der Link seit einiger Zeit nicht mehr. Ich weiß nicht, ob es Flying Turtle noch gibt. Um Irrtümer zu vermeiden, habe ich den Link deaktiviert. Sollten Sie Informationen haben, würde ich mich über eine kurze Mitteilung freuen.

Uttendorf Premium

Nun steht mal wieder ein Bier aus Österreich vor mir, das Uttendorf Premium. Wenn ich die Website der Brauerei richtig deute handelt es sich in erster Linie um eine Gasthausbrauerei, die ihr Bier aber auch über den Handel vertreibt. Die Informationen auf den Etiketten der Flasche geben außer Marketingprosa nicht viel her und auch auf der Homepage der Brauerei stehen keine Informationen über das Bier. Beginnen wir also mit dem Test.

Optisch ist das Bier schon mal gelungen. Es hat die Farbe von dunklem Mahagoni, darüber ein fast weißer Schaum, der lediglich einen leichten Braunstich aufweist. Dazu eine muntere Kohlensäure, die Lust auf den ersten Schluck macht.

Das Aroma besticht durch einen intensiven Karamellduft, unterstützt von Bananennoten. So kann es meinetwegen weitergehen.

Der Antrunk ist wenig süß, fast schon geschmacksneutral. Dabei ist er aber absolut nicht langweilig. Der Körper ist malzig und leicht bitter. Dazu kommt eine wirklich geringe Säure. Das Bier ist durchaus fruchtig, aber der Geschmack ist nicht wirklich rund. Der Abgang ist schwach. Ich schmecke kaum Bitterstoffe und das, was an Geschmack in der Kehle ankommt löst sich auch schnell wieder auf.

Das Bier ist nicht schlecht, wirklich nicht. Aber von einer kleinen Brauerei, vermutlich einer Wirtshausbrauerei, die ihr Bier mit Begriffen wie Premium und Spitzenqualität bewirbt und die nach eigenen Angaben bereits im Jahr 1600 gegründet wurde, hätte ich doch mehr erwartet.

Zutaten:

Eine Zutatenliste veröffentlicht die Brauerei nicht. Damit steht sie nicht alleine da; viele österreichische Brauereien geben lediglich die Allergene an, bei diesem Bier ist es Gerstenmalz.

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Vitzthum
5261 Uttendorf
http://www.uttendorf-bier.com

Ratsherrn Wintertiet Sud 2

Die Puristen werden jetzt sagen, dass das Ratsherrn Wintertiet in diesem Blog nichts verloren hat, weil es sich um kein Bier im Sinne des Biergesetzes aus dem Jahr 1993 oder im Sinne des deutschen Reinheitsgebots ist, das 2016 sein 500jähriges Bestehen feiert. Ganz falsch ist diese Meinung nicht, schließlich enthält das Wintertiet Kandis und Koriander. Das Argument ist aber durchaus zwiespältig, da das Wintertiet in Deutschland auch als Bier verkauft werden dürfte, wenn die Ratsherrn es nicht selbst gebraut hätte, sondern den Brauvorgang ins Ausland, beispielsweise nach Dänemark oder Polen, verlegt und das Bier dann importiert hätte. Da der Brauvorgang in Deutschland geschehen ist, darf das Bier in Deutschland lediglich als „Brauspezialität“ verkauft werden. Würde das Bier exportiert, dürfte es im Ausland wieder als deutsches Bier verkauft werden. Also passt das Wintertiet doch hier hin. Und bereits auf dem Etikett steht, dass es sich um ein „Strong Belgian Dark“ handelt, und in Belgien sind diese Zutaten durchaus üblich. So, das soll als Vorbemerkung ausreichen, kommen wir zum Biertest.

Aber Moment, eine Bemerkung sei mir noch gestattet. Auf dem Etikett ist vermerkt, dass es sich um den zweiten Sud handelt. Eine Neuauflage dieses Getränks kann schon wieder anders schmecken. Dieser Test bezieht sich ausdrücklich nur auf diesen Sud.

Das Bier ist schwarz. Wirklich intensiv schwarz. Nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte, schimmert schwach etwas Mahagoni durch. Diese Farbe warnt mich schon: der Geschmack dieses Bieres ist sehr intensiv, das ist keinesfalls etwas, das ich mir einfach so „hinter die Binde kippen“ kann. Der haselnussbraune Schaum ist feinporig, beinahe cremig und er bleibt auch zum Teil wirklich lange erhalten.

Das Aroma wird durch die Röstaromen bestimmt. Vordergründig kommt Karamell zur Geltung, das Bier duftet aber auch leicht süßlich mit einem Hauch von Trockenfrüchten. Damit entspricht das Aroma dem Eindruck, den die Optik vermittelt hat. Das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist süß, wirklich süß. Die Süße überdeckt im ersten Moment jeden anderen Geschmack. Da aber Kandis verwendet wurde, kein Raffinadezucker, ist der Geschmack trotzdem recht komplex und nicht unangenehm. Der Körper ist so intensiv wie ich ihn aufgrund der Optik und des Aromas erwartet habe. Bitter und süß halten sich prima die Waage. Dazu ist das Bier leicht fruchtig. Der Koriandersamen ist kaum zu schmecken, da ich aber aus der Zutatenliste weiß, dass er im Bier enthalten ist, kann ich ihn ahnen. Im Abgang ist das Wintertiet sowohl bitter als auch süß. Während die Süße aber recht schnell verschwindet, bleibt der angenehm-bittere Geschmack lange erhalten.

Dieses Bier steht wirklich in der Tradition der belgischen Braukunst. Ich habe vor vielen Jahren durch die belgischen Biere erfahren, dass Bier mehr ist (oder zumindest sein kann) als die übliche Industrie-Massenware. So etwas wie das Ratsherrn Wintertiet wünsche ich mir öfter.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Kandiszucker, Hopfen, Koriandersaat, Hefe

Alkohlgehalt:

9,3 % Vol.

Stammwürze:

21,4° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
Schanzenhöfe
20357 Hamburg
http://www.ratsherrn.de

Black Pearl

Nun habe ich ein Craft-Bier vor mir stehen, ein Porter aus Distelhausen, einem Ortsteil von Tauberbischofsheim. Die Erwartungen an dieses Bier kann ich von vornherein nach oben schrauben, da dieses Bier im Jahr 2014 mit dem Silber Meiningers international CraftBeer Award ausgezeichnet wurde. Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen.

Schwarz steht das Bier im Glas. Erst als ich das Glas gegen das Licht halte, sehe ich ein sehr dunkles Mahagoni durchscheinen. Darüber eine durchschnittliche Menge größtenteils feinporiger haselnussbrauner Schaum, der sich nur langsam auflöst. Optisch gibt es also nichts zu meckern.

Das komplexe Aroma wird durch kräftige Kaffee- und Schokoladennoten geprägt, unterstützt durch einen Hauch von Gewürznelken und Kräutern.

Der Antrunk zeigt eine leichte angenehme Süße. Außerdem stelle ich fest, dass die sehr feinperlige Kohlensäure reichlich vorhanden ist. Der ausgeglichene Körper wird durch Schokoladennoten und Waldhonig geprägt. Süße und Bitterstoffe ergänzen sich hervorragend. Lediglich die Kaffeenoten, die ich im Aroma festgestellt habe, fehlen mir an dieser Stelle. Sie kommen aber im leicht bitteren Abgang wieder zu Geltung. Dann bleiben sie auch recht lange erhalten.

Dieses Bier macht deutlich, dass es sich wirklich lohnt, auf handwerklich gebrautes Bier zu setzen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Malzsorten: Pilsner Malz, Münchner Malz, Caramel Malz), Hafermalz, Hopfen (Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

15° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Brennwert:

57 kcal/239 kJ pro 100 ml

Brauerei:

Distelhäuser Brauerei
97941 TBB-Distelhausen
http://www.distelhaeuser.de

Loncium Classic

Nun steht ein handwerklich gebrautes Biobier aus Österreich vor mir. Da das Etikett nicht allzu viel hergibt bin ich zunächst einmal auf die Website der Brauerei gegangen, um zu versuchen, noch weitere Informationen zu erhalten. Leider wird dieses Bier dort nicht erwähnt. Ich gehe daher davon aus, dass dieses Bier nicht mehr gebraut wird.

Intensiv goldgelb zeigt sich das Bier im Glas, darüber gemischtporiger weißer Schaum und ich sehe, dass das Bier recht wenig Kohlensäure enthält.

Das Aroma ist getreidig-teigig und leicht bitter.

Der Antrunk enthält wenig Süße, es handelt sich also offensichtlich um ein recht trockenes Bier. Der Körper ist ziemlich bitter und zeigt eine leichte Säure. Trotzdem ist das Bier einigermaßen süffig. Der Abgang ist bitter und der Geschmack bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Insgesamt macht das Bier auf mich einen etwas unausgeglichenen Eindruck. Um es zu mögen muss der Konsument auf recht bittere Biere stehen. Allerdings habe ich das Bier auch nicht wie von der Brauerei empfohlen bei 7° C getrunken, sondern bei Zimmertemperatur, da bei dieser Temperatur die Aromen und Geschmäcker der Biere besser zur Geltung kommen. Könnte ich das Bier noch einmal nachkaufen, würde ich den Test noch einmal mit gekühltem Bier wiederholen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Brauerei:

Biermanufaktur Loncium GmbH
9640 Kötschbach-Mauthen 60
Österreich
http://www.loncium.at

Fohrenburger Weizen

Es ist schon erstaunlich: die Brauereien in Österreich müssen sich nicht an das deutsche Reinheitsgebot von 1516 halten, aber viele Biere aus Österreich entsprechen trotzdem dem Reinheitsgebot. So auch dieses Weizenbier aus dem Vorarlberg, lt. Angaben der Brauerei handelt es sich sogar um das erste richtige Weizenbier aus dem Vorarlberg. Dann bin ich ja mal gespannt, ob diese Premiere gelungen ist.

Gelb und hefetrüb ist das Bier, darüber für ein Weizenbier vergleichsweise wenig gemischtporiger weißer Schaum. Der Schaum hält sich durchschnittlich lange, bevor er sich auflöst.

Das Aroma wird durch das Weizenmalz geprägt, eine deutliche Bananennote wird durch etwas Säure unterstützt.

Der Antrunk ist relativ neutral, zeigt aber sofort, dass dieses Bier mit einer sehr aktiven Kohlensäure daherkommt. Der Körper ist absolut weizentypisch. Allerdings ist der Geschmack deutlich intensiver als der Durchschnitt, hat relativ wenig Säure und macht einen wirklich runden Eindruck. Der Abgang ist leicht bitter, ein Eindruck, der langsam aber merklich verklingt. An dieses Weizenbier könnte ich mich wirklich gewöhnen.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Brauerei Fohrenburg GmbH & Co KG
Fohrenburgstraße
6700 Bludenz
Österreich
http://www.fohrenburg.at

Schlägler Pils

Nun verkoste ich ein Pils aus Österreich. Bei der Werbung ist die Brauerei Schlägl ja nicht wirklich schüchtern, wenn das Bier mit folgendem Satz beworben wird: „Ein Schluck echter Heimat aus Österreichs einziger Stiftsbrauerei“. Mal sehen, ob das Bier dem hohen Standard standhält, den dieser Werbespruch innehat.

Goldgelb und mit einem leichten Rotstich steht das Bier im Glas. Darüber relativ wenig gemischtporiger weißer Schaum, der trotz der reichlich vorhandenen Kohlensäure recht schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma wird eindeutig durch das Malz bestimmt, das dem Duft angenehme Karamellnoten verleiht. Ich rieche auch die typischen Düfte von Hopfen, allerdings habe ich den Eindruck, dass bei diesem Bier nur Bitterhopfen zum Einsatz kommt. OK, das ist für Pils eigentlich typisch, aber die Verwendung von Aromahopfensorten wertet das Bier doch noch deutlich auf.

Der Antrunk ist relativ süß, bevor schnell die Bitterkeit des Hopfens durchkommt, die sich im Abgang noch bis zur Grenze zum Unangenehmen steigert. Der bittere Geschmack verdrängt alle anderen Geschmäcker und bleibt wirklich lange erhalten.

Mir persönlich ist das Bier zu bitter. Aber wer sehr bittere Biere mag, wird dieses Bier lieben.

Zutaten:

Wasser, Malz (Pilsner), Hopfen aus dem Mühlviertel

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Stiftsbrauerei Schlägl e.U.
4160 Aigen-Schlägl
Österreich
http://www.stiftsbrauerei-schlägl.at