Nun hatte ich bereits längere Zeit kein Bier aus der Brauerei Schneider mehr verkostet. Heute ist es mal wieder so weit; vor mir steht das TAP1, „Meine helle Weisse“. Dieses Bier wurde bereits häufig ausgezeichnet, so dass ich eigentlich keinerlei Befürchtungen habe, dass es mich enttäuschen könnte. Hier die Auszeichnungen im Einzelnen:
- Brussels Beer Challenge 2013: Goldmedaille
- Australian International Beer Award 2013: Silber
- Brussels Beer Challenge 2014: Silbermedaille
- Brussels Beer Challenge 2015: Bronze
- The International Brewings Awards 2015: Silber
Da kann ja eigentlich nichts schiefgehen, oder? Ich schenke mir also ein Glas ein.
Hellgelb, leicht hefetrüb und mit einer sehr aktiven Kohlensäure präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber ein wunderbar feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch gefällt mir das Bier auf jeden Fall.
Das Bier duftet nach Toffee, Hefe und etwas Banane, unterstützt durch blumige und würzige Noten. Die Düfte nach Banane halten sich erstaunlich stark im Hintergrund und sind nicht so kräftig, wie ich es eigentlich von einem Weizen gewohnt bin. Aber gut, ich wechsle meine Biere bekanntlich so häufig, weil ich immer wieder etwas Neues kennenlernen will.
Die Kohlensäure sorgt für einen wirklich spritzigen Antrunk. Aber irgendwie bringt das Bier zunächst auch nicht viel mehr. Kurz darauf kommt eine leicht säuerliche Frische auf, wenn auch nicht so fruchtig wie bei den meisten Weizenbieren. Mir fehlt die Bananennote, die für Weizenbiere typisch ist. Der Abgang macht zunächst einen recht neutralen Eindruck, auch wenn im Nachklang eine gewisse Fruchtigkeit aufkommt, die auch endlich einige Bananennoten mitbringt.
Insgesamt bin ich von diesem Bier recht enttäuscht. Es hat nichts Falsches, aber auch keine Eigenschaften, die geeignet wären, mich zu begeistern. Will dieses Bier jedem gefallen? Wenn dem so wäre, ist es kein Wunder, dass ihm der Charakter fehlt. Das können die Brauer im bayrischen Kelheim wirklich besser. Ich habe bereits die meisten der Biere aus der Brauerei Schneider getrunken und sie haben mir alle besser gefallen.
Zutaten:
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Tradition, Saphir), Hefe
Alkoholgehalt:
5,2 % Vol.
Bittereinheiten:
14 IBU
Brauerei:
Schneider Weisse
G. Schneider & Sohn GmbH
93309 Kelheim
www.schneider-weisse.de

Die bekannten Brauer von Craft Beer sitzen bekanntlich in Hamburg, Berlin oder München. Aber auch NRW hat bei guten und kreativen Bieren durchaus ein Wörtchen mitzureden. Jetzt habe ich das Imperial Stout der Propeller Getränke GmbH aus Bad Laasphe am Rande des Rothaargebirges vor mir stehen.
Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Braumanufaktur in Potsdam vor mir. Die Potsdamer Stange ist ein alter regionaler Bierstil, der zuletzt in den 1970er Jahren gebraut und durch die Braumanufaktur wiederbelebt wurde. Den Namen dieses Bierstils beschreibt die Brauerei auf ihrer Website wie folgt: „Durch den höheren Spundungsdruck bei der Herstellung ist dieses Bier etwas spritziger und es entsteht mehr Schaum. Deshalb verwendet man zum Ausschank hohe Gläser um dem Schaum den nötigen Steigraum zu geben. Diese Stangengläser gaben dem Bier auch den Namen.“
Jetzt habe ich mal wieder ein Bier von Craftwerk Brewing aus der Bitburger-Gruppe vor mir stehen, das Dark Season, ein Sweet Stout. Nachdem mir kürzlich das Tangerine Dream gut gefallen hat, erwarte ich auch jetzt ein besonderes Bier. Mal sehen, ob das Dark Season meine Erwartungen erfüllt.
Max Glaner’s ist die Craft Beer-Marke der Brauerei Stiegl im Stadtteil Maxglan in Salzburg. Bislang haben mir die Biere dieser Reihe ausgesprochen gut gefallen, so dass es kein Wunder ist, dass ich mir jetzt das IPA gekauft habe und es jetzt verkosten will.