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Winzerbier

Wieder einmal steht ein Bier aus der Klosterbrauerei in Neuzelle vor mir, diesmal das Winzerbier. Da die Angaben auf dem Etikett wie in der Lausitz üblich recht minimalistisch sind, beginne ich gleich mit der Verkostung.

Hellgelb und kristallklar präsentiert das Bier im Glas. Dazu kommt eine lebhafte Kohlensäure. Darüber eine überaus üppige Schaumkrone, weiß, fest und feinporig. Optisch also wirklich hervorragend. Der Schaum bleibt auch enorm lange stehen. Optisch macht das Bier also schon mal was her.

Das Bier duftet nach Getreide, grünen Früchten und einem Hauch Weißwein. Das Aroma ist fein abgestimmt und macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist angenehm süß, der Körper ist ausgeglichen und bringt sowohl den Geschmack des Malzes wie auch ausgeglichen die Bitterstoffe des Hopfens hervor. Der Abgang ist mild und trotzdem bleibt der Geschmack lange im Mund.

Zusammenfassend ist das Winzerbier mein persönlicher Favorit aus der Klosterbrauerei Neuzelle.

Zutaten:

Wasser, Malz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
http://www.klosterbrauerei.com

Dieses Bier können Sie portofrei bestellen, indem Sie auf den folgenden Banner klicken:

Kloster Scheyern Export Dunkel

Nun steht wieder einmal ein Bier aus Bayern vor mir, das Kloster Scheyern Export Dunkel. Der letzte Test eines Bieres dieser Brauerei ist bereits einige Monate her und damals stand auf der Flasche, dass das Bier im Auftrag und unter Kontrolle des Klosters in der Brauerei Tucher gebraut wird. Auf der Website schreibt das Kloster nach wie vor, dass seit 2006 das Bier wieder im Kloster gebraut wird. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Mitte Dezember letzten Jahres habe ich im Kloster per Mail nachgefragt, was denn nun stimmt. Leider hat das Kloster bis heute nicht geantwortet und es wird wohl auch keine Antwort mehr kommen. Aber egal. Beginnen wir mit dem Biertest.

Das Bier ist wirklich dunkel, fast schwarz. Gegen das Licht gehalten zeigt es sich in einem eleganten Dunkelrot. Darüber ein elfenbeinfarbener feinporiger und fester Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Optisch gibt es also absolut nichts auszusetzen. Das Aroma dieses Bieres wird von Röstaromen bestimmt, unterstützt durch Karamell und einem Hauch von Pflaumen. Auch der Duft ist wirklich ansprechend.

Der Antrunk ist leicht süß und im Mund breitet sich ein malziger Geschmack mit einer fein abgestimmten Säure aus. Dazu sorgt eine feinperlende Kohlensäure für die gewünschte Süffigkeit. Der Abgang ist leicht bitter und sehr angenehm. Der Geschmack bleibt in der Kehle relativ lange erhalten.

Alles in Allem ein gelungenes Bier mit einem sehr angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis. Es gibt wirklich nichts daran auszusetzen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei

Klosterbier-Vertriebs GmbH
85298 Scheyern
http://www.klosterbrauerei-scheyern.de/

Oder halt auch die Brauerei Tucher. Das verrät das Kloster nicht.

Wolters Märzen

Nun steht ein Bier aus dem niedersächsischen Braunschweig vor mir, das Märzen aus dem Hofbrauhaus Wolters. Meist schmecken die Märzen-Biere ja recht gut. Auch Wolters bewirbt sein Märzen als „Unverwechselbar – feinwürzige und vollmundige Bierspezialität“. Lassen wir uns also überraschen.

Goldgelb mit einem Rotstich steht das Bier vor mir. Darüber ein üppiger feinporiger Schaum mit einer guten Standzeit. Optisch macht das Bier also schon mal was her. Das Aroma ist intensiv; das Bier riecht kräftig nach Malz und bitterem Hopfen. Nun bin ich ja recht verwöhnt, deshalb fehlt mir bei dem Bier die Fülle von Naturhopfen. Und tatsächlich, ein weiterer Blick auf das Rückenetikett bestätigt, dass das Bier mit Hopfenextrakt gebraut wurde. Aber eventuell gefällt das Bier mir beim Trinken ja besser?

Nein. Der Geschmack ist einfach nur süß und bitter, das Bier enthält nur wenig Kohlensäure. Ich empfinde es einfach nur als langweilig, so dass ich es wirklich nicht empfehlen kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Brauerei:

Hofbrauhaus Wolters GmbH
38102 Braunschweig
http://www.hofbrauhaus-wolters.de

Ratsherrn Summer Ale

Passend zu den derzeitigen Temperaturen steht jetzt das Summer Ale aus der Ratsherrn-Brauerei in den Hamburger Schanzenhöfen. Komponiert aus sechs Hopfen- und vier Malzsorten macht es wirklich neugierig. Und da aus dieser Brauerei bislang immer wirklich gute Biere kamen sind meine Erwartungen entsprechend hoch.

Rotgolden und hell ist das Bier im Glas, darüber ein feinporiger reinweißer Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt. Das Aroma ist würzig und fruchtig mit einigen Zitrusaromen. Doch, das Bier macht den erwarteten guten Eindruck. Zeit also für den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und mir fällt sofort die lebhafte und feinperlige Kohlensäure auf. Schnell füllt sich der Mund mit einer fruchtigen Säure, unterstützt von einer ausgewogenen Menge an Bitterstoffen. Das Bier ist für warme Sommerabende hervorragend geeignet. Der Abgang ist angenehm bitter und der Geschmack bleibt lang erhalten.

Zutaten:

Wasser
Gerstenmalz (Pale Ale, Weizenmalz hell, Carahell, Caramünch), Hopfen (Cascade, Herkules, Tradition, Simcoe, Saphir, Mittelfrüh), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,3 %

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
20357 Hamburg

Dieses Bier können Sie ab einer Bestellsumme von 49,00 Euro durch einen Klick auf das folgende Banner versandkostenfrei bestellen:

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Riegele Robustus 6

Nun steht ein Bier aus der Riegele BierManufaktur vor mir. Es verspricht auf dem vorderen Etikett ein „Kräftiges Vergnügen“. Da mir die anderen Biere von Riegele gut gefallen haben ist meine Erwartung entsprechend hoch.

Tiefschwarz steht das Bier im Glas, ich könnte das Bier auch als fast vollkommen blickdicht beschreiben. Nur wenn ich das Glas gegen das Licht halte sehe ich ein leichtes Dunkelrot durchscheinen. Darüber ein hellbrauner feinporiger Schaum mit einer durchschnittlichen Standzeit.

Das Aroma des Bieres wird durch Röstaromen bestimmt, unterstützt durch den Duft von Kaffee und dunkler Schokolade. Das Aroma ist intensiv, ohne aufdringlich zu sein. Der Antrunk ist überraschend mild, nicht so kräftig wie ich es aufgrund der Farbe und des intensiven Dufts erwartet hätte. Dann kommt der volle Körper zum Tragen, intensiv, schokoladig und mit einer ausgewogenen Menge Bitterstoffen. Der Abgang ist überraschend mild, auch wenn der Geschmack der Röststoffe noch lange anhält. Zu diesem Bier können wir „Sie“ sagen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Chocolate, Dark Chocolate, Steffi, Münchner Malz, Amber Malz), Weizenmalz, Geröstete Gerste, Hopfen (First Gold, Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Riegele BierManufaktur
S. Riegele KG
Augsburg
http://www.riegele-biermanufaktur.de

Biershop Bayern

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Closter Zell

Wieder einmal steht eine Flasche Bier aus der Klosterbrauerei in Neuzelle vor mir. Wie üblich werfe ich zunächst einen Blick auf das Etikett. Wie bei der Brauerei aus der Lausitz üblich sind die Angaben eher minimalistisch. An Zutaten werden Wasser, Gerstenmalz und Hopfen angegeben. Das kennen wir bereits von den Bieren aus Neuzelle. Im Onlineshop der Brauerei steht der Käufer dann ziemlich ratlos da, denn er kann keinerlei Unterschied zwischen den Bieren einschätzen. Es wäre sicher hilfreich, einige zusätzliche Informationen in der Artikelbeschreibung oder im Laden auf einem Rückenetikett zu finden. Na ja, dann müssen Sie halt hier nachlesen. Ich gieße mir das Bier jetzt erst einmal ein.

Rotgold und klar steht das Bier im Glas. Eine wirklich schöne Farbe, die Lust auf dieses Bier macht. Dazu eine lebhafte Kohlensäure. Der optische Eindruck wird nur durch den wenigen recht grobporigen Schaum gestört, der sich auch recht schnell auflöst. Dafür ist das Aroma umso besser. Es wird durch Malz und Röstaromen bestimmt, unterstützt anfangs durch eine säuerliche Note, bevor ein Duft nach dunklem Honig und Karamell durchkommt.

Der Antrunk enthält wenig Restsüße und bringt einen vollen Röstgeschmack mit sich. Anschließend wird das Bier etwas süßer. Dazu recht wenig Bitterstoffe. Der Abgang ist mild. Überhaupt ein mildes Bier, genau richtig für Verbraucher, denen ein norddeutsches Pils zu herb ist. Dazu ein Stück Käse macht den Genuss perfekt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
www.klosterbrauerei.com

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Schöfferhofer Dunkles Hefeweizen

Das Schöfferhofer Weizen kennt wohl jeder, zumindest aus der Werbung im Fernsehen. Grund genug für mich, jetzt einmal das dunkle Hefeweizen zu testen.

Es ist dunkelrot, enthält angemessen viel Hefe und einen sehr schönen cremefarbenen Schaum mit mittlerer Standzeit. Optisch gibt es also schon mal nichts auszusetzen. Es duftet nach Malz und Banane, also so wie erwartet. Dann können wir ja den Geschmack testen.

Im Antrunk ist der Hopfen deutlich zu schmecken, Malz ist eher etwas im Hintergrund. Schnell wird der Geschmack aber etwas dünn und ich habe den Eindruck, dass das Bier irgendeinen Fehlgeschmack mitbringt, nicht stark, aber doch störend. Leider kann ich ihn nicht identifizieren.

Wird mir dieses Bier in einem Lokal angeboten werde ich es sicher nicht stehen lassen, aber mein Lieblingsbier wird es gewiss nicht.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

 

Brauerei:

Schöfferhofer Weizenbier GmbH
Darmstädter Landstr. 185
60598 Frankfurt
www.schoefferhofer.de

Zirndorfer Landbier

So, nun steht mal wieder ein Bier aus Franken vor mir, das Zirndorfer Landbier. Mal sehen, wie es sich macht.

Bernsteinfarben ist das Bier im Glas, dazu eine feste und feinporige Schaumkrone, die auch recht lange erhalten bleibt. Bis hierhin macht das Bier jedenfalls alles richtig. Dazu der Duft nach Hefe und etwas Honig. Da bekomme ich doch wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Im Antrunk dominiert die Süße des Malzes, die durch die Honignote unterstützt wird, die ich bereits im Duft festgestellt habe. Im Körper kommen die Röstaromen des Malzes richtig zum Vorschein und auch der Hopfen macht sich langsam aber sicher bemerkbar.

Dieses Landbier lässt sich am besten mit den Begriffen lieblich, süffig und malzig beschreiben. Es ist wirklich empfehlenswert.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

 

Brauerei:

Brauerei Zirndorf GmbH
90513 Zirndorf
http://www.zirndorfer.de/brauerei.html

Kartoffel Bier

Wieder einmal steht ein Bier aus der Klosterbrauerei vor mir, das Kartoffel Bier. Auch für dieses Bier hat die Brauerei nach Angaben von Herrn Fritsche, Geschäftsführer der Klosterbrauerei, eine Ausnahmegenehmigung, es als Bier zu verkaufen, obwohl es nicht so ganz dem deutschen Reinheitsgebot entspricht. Kartoffelsaft im Bier ist schon eine mutige Idee und jetzt bi ich neugierig, wie gut diese Idee ist. Ach ja, die Grundlage für das Kartoffel Bier ist das Pilsener aus Neuzelle.

Das Bier zeigt sich in einem intensiven Gelb und es trägt einen feinporigen weißen Schaum, der sich aber leider bis auf einen kleinen Rest flott auflöst. Dabei duftet das Bier malzig und nach Getreide, so dass auch daran nichts auszusetzen ist. Aber da ist noch eine Duftnuance dabei, die ich als Kartoffel identifiziere, aber auch nur, weil ich weiß, dass das Bier Kartoffelsaft enthält. Diese Nuance ist interessant und hätte mich ohne diese Kenntnis sicher zu längeren Ratespielchen beim Versuch veranlasst, sie zu identifizieren.

Der Antrunk ist leicht süß und keinesfalls mit einem herben norddeutschen Pils zu vergleichen. Das Bier hat einen sanften Körper, was auch erforderlich ist, damit sich die Kartoffel auf der Zunge bemerkbar macht. Die Bitterstoffe halten sich diskret im Hintergrund, so dass ein wirklich mildes und ausgewogenes Bier entsteht. Auch der Abgang ist mild und der Geschmack bleibt noch einige Zeit erhalten.

Zutaten:

Neuzeller Pilsener (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen), Kartoffelsaft

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Brauerei:

Klosterbrauerei Neuzelle GmbH
Brauhausplatz 1
15898 Neuzelle
www.klosterbrauerei.com

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Ratsherrn Springbock

Wieder einmal steht ein Bier aus der Hamburger Brauerei Ratsherrn vor mir, der Springbock. Es handelt sich um ein helles Bockbier und das Rückenetikett spricht ausdrücklich vom Frühling. Auch wenn es nicht ausdrücklich als Maibock angepriesen wird, dürfte es wohl doch in diese Kategorie fallen.

Verbraut wurden die drei Hopfensorten Saphir, Mittelfrüh und Tradition. Saphir zählt zu den hochfeinen Aromasorten und ist für helle Biere sehr beliebt. Auch Mittelfrüh gehört zu den hochfeinen Aromasorten. Nach starkem Rückgang der Anbauflächen, da er sehr anfällig für die Welkekrankheit ist, ist Mittelfrüh jetzt wieder stark im Kommen. Tradition gehört ebenfalls zu den Aromahopfen und verleiht dem Bier ein sehr feines, mildes, beinahe süßes Aroma. An Malz wurden Pilsener und Carahell verwendet.

Rotgolden und klar ist das Bier im Glas, darüber ein feinporiger Schaum, der sich allerdings schnell auflöst. Das Aroma ist leicht süßlich nach grünen Früchten, dazu eine feine leichtsäuerliche Note. Der Antrunk erscheint im ersten Moment recht süßlich, dieser Eindruck verfliegt aber schnell, wenn sich das Bier im Mund verteilt. Der Geschmack ist deutlich intensiver als ich bei einem hellen Bock erwartet habe. Eine leichte Süße steht in wunderbar ausgewogenem Verhältnis zu einer angenehmen Bitterkeit. Das Bier ist vollmundig und süffig, was auch durch die feine Kohlensäure unterstützt wird. Geschmacklich erinnert es eher an einen dunklen Bock. Insgesamt ein Bier, das seinesgleichen sucht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Carahell), Hopfen (Saphir, Mittelfrüh, Tradition), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

17 %

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstr. 30a
20357 Hamburg