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Neues alkoholfreies Craft Beer von Maisel & Friends

Seit mittlerweile etwa 40 Jahren ist Bier auch in alkoholfreien Varianten auf dem Markt. Anfangs war es eher eine Notlösung. Da Alkohol ein guter Geschmacksträger ist, fehlte es dem alkoholfreien Bier an Geschmack. Inzwischen wurden die Braumethoden verbessert und damit auch der Geschmack des alkoholfreien Bieres. Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe alkoholfreier Craft-Biere, so dass es nicht verwundert, dass auch die Familienbrauerei Maisel & Friends aus dem fränkischen Bayreuth jetzt ein alkoholfreies Bier auf den Markt bringt.

Nun gibt es meines Wissens drei unterschiedliche Methoden, ein alkoholfreies Bier herzustellen. Die Brauerei kann zunächst einmal ein normales alkoholhaltiges Bier brauen, dem anschließend der Alkohol weitgehend entzogen wird, der Gärprozess kann durch eine kurzzeitige Erwärmung abgebrochen werden, die die Hefen abtötet und es gibt auch Hefen, die während der Gärung nur wenig Alkohol ausscheiden. Maisel & Friends verwendet für das neue alkoholfreie Pale Ale eine Kombination der ersten beiden Methoden.

Während der Biermarkt insgesamt nicht nur in Deutschland stagniert, ist der Trend zu alkoholfreien Bieren ungebrochen. Verbraucher greifen längst nicht mehr nur danach, weil sie z. B. als Autofahrer ein Alternativgetränk suchen, sondern weil sie eine geschmackvolle Abwechslung zu süßen Erfrischungsgetränken wünschen. Der Bierstil Pale Ale entwickelt sich nach wie vor dynamisch und ist aus Handel und Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Als obergäriges, fruchtiges Craftbier mit charakteristischer Hopfenaromatik ist Pale Ale perfekt für alle, die süffige Biere mit dem gewissen Extra bevorzugen. „Beide Trends greifen wir auf und erweitern unser Portfolio um eine weitere Sorte in der 0,33 Liter Longneckflasche,“ erklärt Inhaber Jeff Maisel. „Wer das alkoholfreie Pale Ale probiert, wird überrascht sein, wie erfrischend fruchtig, hopfig und völlig anders ein alkoholfreies Bier schmecken kann.“

Maisel & Friends Alkoholfreies Pale Ale wird entsprechend dem Bayerischen Reinheitsgebot mit nur vier Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen und Hefe) gebraut. Dazu werden fruchtige Aromahopfensorten zum Brauen verwendet, die das volle Aroma in den isotonischen Durstlöscher bringen und Alkohol als Geschmacksträger nicht vermissen lassen. Das alkoholfreie Craftbier verbindet die genussvollen Eigenschaften eines Pale Ales mit den Vorzügen eines alkoholfreien, kalorienarmen Erfrischungsgetränks. Braumeister Markus Briemle beschreibt es mit den Worten: „Ganz anders, als man sich ein alkoholfreies Bier vorstellt. Aufregend, erfrischend und es macht Lust auf den nächsten Schluck.“ Maisel & Friends beschreibt sein alkoholfreies Pale Ale so: naturbelassen und von leuchtend, goldgelber Farbe. Es duftet nach Zitrusfrüchten, Aprikose und Pfirsich. Im Mund verbinden sich die fruchtigen Nuancen nach Stein- und Zitrusfrüchten mit einer perfekt eingebundenen Bitternote.

Das neue Bier kann jetzt bereits im Onlineshop der Brauerei bestellt werden. Bis es in den Regalen der Supermärkte und in den Getränkeshops auftaucht dauert es erfahrungsgemäß noch einige Zeit.

Leikeim Weißbier

Das Brauhaus Leikeim hat seinen Sitz in Altenkunstadt in Oberfranken. Diese Gegend ist für seine guten Biere bekannt und hat nach eigenen Aussagen die größte Brauereidichte der Welt. Mal sehen, wie sich das Weizenbier von Leikeim in diese Landschaft einfügt. Bemerkenswert finde ich allerdings, dass Leikeim ab und an die Rezeptur seines Weißbiers verändert. Das wird meines Wissens aber nicht in Form von Werbung mitgeteilt, sondern dem aufmerksamen Biertrinker fällt auf, dass sich die Alkoholkonzentration ändert. Mal sind es 5,1 % Vol., mal 5,5 % und derzeit enthält das Leikeim Weißbier 5,4 Volumenprozent Alkohol. Wenn Ihr Leikeim eine andere Alkoholkonzentration aufweist, hat die Brauerei die Rezeptur wieder geändert, so dass die folgende Beschreibung vermutlich nicht mehr zutreffend ist.

Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Für ein Weizenbier bildet sich recht wenig Schaum, der aber sahnig ist und lange erhalten bleibt. Die Optik geht also in Ordnung.

Düfte nach Karamell, Banane, Nelke und Hefe steigen mir in die Nase. Das Aroma entspricht meinen Erwartungen für ein bodenständiges Bier, das ohne Besonderheiten auskommen will, also ohne Aromahopfen, die das Bier einmalig machen.

Der Antrunk ist trocken und spritzig und der erste Geschmackseindruck gefällt mir. Aber auf der Zunge wird das Bier recht schlank. Der Geschmack nach Banane und Hefe wird durch ein minimales Bitter begleitet. Leider ist das Bier nicht sonderlich vollmundig. Der Abgang erzeugt einen leichten metallischen Geschmack in der Kehle, auch jetzt kann ich fast kein Bitter feststellen und der Geschmack klingt nur lange nach.

Anfangs hat mir das Bier recht gut gefallen, aber zum Ende fällt es doch ziemlich ab.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,3 %

Brauerei:

Brauhaus Leikeim
Gewerbegebiet 4
96264 Altenkunstadt
www.leikeim.de

Hofbräu Sommerzwickl

Der Sommer ist ja schon lange vorbei, aber jetzt habe ich ganz weit hinten in meinem Kühlschrank noch ein Hofbräu Sommerzwickl gefunden. Das musste ich selbstverständlich gleich öffnen und verkosten, denn bereits Ende April kommt der neue Jahrgang auf den Markt.

Das Bier sieht aus wie ein typisches Märzen, bernsteinfarben und hefetrüb. Die feinporige Schaumkrone ist etwas mehr als durchschnittlich groß und bleibt recht lange erhalten. Optisch haben die Münchner alles richtig gemacht.

Das Aroma ist würzig. Düfte nach Brotkrume und Kernobst steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur reichlich vorhandenen sehr feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu und die Hefe entfaltet ihren Geschmack. Dabei ist das Bier recht vollmundig. Im Abgang bleibt ein leichtes und freundliches Bitter, das mittellang nachklingt.

Ich kann beim Hofbräu Sommerzwickl keine Fehler feststellen, aber so richtig zufrieden bin ich mit diesem Bier nicht. Irgendetwas fehlt mir, auch wenn ich nicht genau definieren kann, was ich vermisse. Aber zum Essen oder beim Fernsehen ist dieses Bier eine gute Wahl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Helles Gerstenmalz, Münchner Malz), Hopfen (Herkules, Perle, Magnum, Select), Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,8 %

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeuhaus.com

Biershop Bayern

Wolpertinger Helles

Was ein Wolpertinger ist? Wikipedia beschreibt dieses Wesen wie folgt: „Der Wolpertinger ist ein bayerisches Fabelwesen, dessen genauer Ursprung unklar ist. Im Grunde handelt es sich beim Wolpertinger um ein Mischwesen, wie sie bereits aus der Antike bekannt sind. Allerdings gab es kein festes Schema, das heißt, es wurden zum Beispiel Eichhörnchen mit Entenschnäbeln versehen oder Hasen mit Entenflügeln.“ Der Wolpertinger gilt allgemein als sehr scheu. Er kann nur bei Vollmond in der Abenddämmerung von jungen Frauen gesehen werden. Gejagt wird er, indem ihm Salz auf den Schwanz gestreut wird. Der Wolpertinger, der auf dieser Bierdose gezeigt wird, ist im Übrigen auch bei Wikipedia abgebildet. Wie er sich in der Dose macht, will ich jetzt feststellen.

In hellem Gelb präsentiert sich das Bier im Glas, darüber überdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Meine Vorurteile gegenüber Dosenbier scheinen sich als falsch herauszustellen.

Das Aroma ist recht angenehm. Düfte nach Malz und Toffee steigen mir in die Nase, dazu leichte blumige Noten.

Als das Bier erstmals auf die Zunge trifft ist die reichlich vorhandene Kohlensäure der vorherrschende Eindruck. Dazu kommt eine ordentliche Trockenheit. Auf der Zunge ist das Bier schlank und mir fehlt weitgehend der Geschmack. Der Abgang ist unangenehm muffig, so dass ich nach dem ersten Schluck die Verkostung abgebrochen und das Bier in den Ausguss gekippt habe. Besonders im Abgang machte das Bier den Eindruck, als würde es beginnen zu verderben.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Überkinger GmbH
73337 Bad Überkingen
Die Überkinger GmbH ist Ende 2019 insolvent geworden. Daher kann ich hier auch keinen Link zu der Brauerei mehr angeben.

Brauerei Simon Hell

Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, wie lange es die Brauerei, die jetzt unter dem Namen Brauerei Simon firmiert, bereits gibt. Mir sind nur die folgenden Informationen bekannt: 1875 übernahm Johann Simon das Köbel´sche Anwesen am Laufer Marktplatz, das mit Braurecht sowie Metzgerei und Branntweingerechtigkeit ausgestattet war. Er konzentrierte sich auf das Bierbrauen, das an dieser Stelle bereits durch das in Lauf typische Kommunbrauwesen lange Tradition hatte. In den Folgejahren führten sein Sohn Georg und sein Enkel Karl Simon den Betrieb erfolgreich weiter. Im Grunde ist das Gründungsdatum ja auch unerheblich; wichtig ist nur das Bier, das derzeit gebraut wird. Das Helle, das jetzt vor mir steht, beschreibt die Brauerei aus Lauf wie folgt: „Fränkische Gerste und Hersbrucker Hopfen prägen den authentisch-bodenständigen Charakter dieses typisch fränkischen Lagerbieres. Eine kräftige, goldgelbe Farbe sowie ein gut ausbalanciertes Verhältnis von Malz- und Hopfenaromen sorgen für ein harmonisches Geschmackserlebnis. Süffig, angenehm rezent und mild – ein Genuss für jede Gelegenheit.“

Und wirklich – golden und kristallklar fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittliche sahnige Schaumkrone, die auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Wie ich es erwartet habe, wird das Aroma durch das Malz geprägt. Dazu kommen leichte würzige und fruchtige Aromen, in denen ich den Duft Feigen zu bemerken meine.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge kommt zur diskreten Süße ein passendes Bitter. Obwohl im Geschmack keine Fruchtigkeit festzustellen ist, ist das Bier schön süffig. Der Abgang ist mild und wenig bitter. Er klingt nur kurz nach.

Das Helle der fränkischen Brauerei Simon ist ein ordentliches Allround-Bier ohne Überraschungen. Aber es ist durchaus möglich, sich daran zu gewöhnen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Simon GmbH
Heroldstrasse 12
91207 Lauf a. d. Pegnitz
www.brauerei-simon.de

Seit mehr als einer Woche ist die Website der Brauerei nicht mehr zu erreichen, auch auf Mitteilungen per Facebook reagiert die Brauerei nicht mehr. Daher habe ich den Eindruck, dass das Unternehmen die Corona-Krise nicht überstanden hat und geschlossen wurde. Aus diesem Grund habe ich den Link zur Brauerei deaktiviert. Sollte die Brauerei doch weiterhin existieren, teilen Sie mir dies bitte mit, damit ich den Link wieder aktiviere.

Schwarzwald Michel

Wilhelm Hauff hat ihn ersonnen, den Schwarzwald Michel, auch Holländer Michel genannt. Wenn Sie die Geschichte interessiert, können Sie eine Zusammenfassung auf www.schwarzwald.net/stories/michel.html nachlesen. Diesem fiktiven Holzfäller und Flößer hat die Brauerei Alpirsbacher ein Helles gewidmet, das ursprünglich ausschließlich für Edeka gebraut wurde. Dieses Bier steht jetzt vor mir. Es wurde im Jahr 2017 bei Meiningers International Craft Beer Award mit der Silbermedaille ausgezeichnet.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas mit relativ wenig Schaum, der sich auch schnell auflöst.

Das Aroma wird durch Biskuit, Hefe und einige würzige Noten dominiert.

Im Antrunk stelle ich eine leichte Süße fest, die gut zur sehr feinperligen Kohlensäure des Bieres passt. Das Malz dominiert auch auf der Zunge, dazu ein leichtes Bitter. Richtig rund ist das Bier nicht, aber eine gewisse Vollmundigkeit und Süffigkeit kann ich nicht abstreiten. Im Abgang sind fast keine Bitterstoffe festzustellen, aber einige würzige Noten sind vorhanden. Der Nachklang ist nur kurz.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

Alpirsbacher Klosterbräu
Marktplatz 1
72275 Alpirsbach
www.alpirsbacher.de

Crew Republic Smoked Porter

Im Jahr 2011 gründeten Mario und Timm die Brauerei Crew Republic, die heute in Unterschleißheim in der Nähe von München beheimatet ist. Neben Bieren, die ständig im Angebot sind, brauen sie dort auch eine Experimentallinie, die sie mit einem X sowie einer Zahl, vermutlich eine laufende Nummer, markieren. Jetzt steht das X 7.1 vor mir, ein Smoked Porter.

Blickdicht schwarz mit einer durchschnittlichen Menge mittelbraunem Schaum, der lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas. An der Optik habe ich schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma von Röststoffen und Rauch steigt mir in die Nase, dazu ein Hauch dunkler Schokolade mit einer angenehmen Malzsüße. So hatte ich mir das Aroma vorgestellt, eine Überraschung erlebe ich aber nicht.

Der erste Kontakt mit der Zunge wird durch eine recht kräftige Süße geprägt, bevor die ersten Rauchnoten auftreten. Bei der Süße würde ich mir etwas mehr Kohlensäure wünschen. Zunächst wird der Geschmack des Rauches kräftiger, bevor sich noch ein Hauch nach dunkler Schokolade und Vanille dazu gesellt. Das Mundgefühl ist rund, vollmundig und cremig. Im Abgang dominiert der Rauch, dazu kommt ein zurückhaltendes Bitter. Der Geschmack klingt noch sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Münchner, Rauchmalz, Röstmalz), Hopfen (Tradition, East Kent Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

CREW Republic Brewery GmbH
Andreas-Danzer-Weg 30
85716 Unterschleißheim
www.crewrepublic.de

Steven Seagull

Von der Ostseeküste Schleswig-Holsteins kommt das Steven Seagull, das jetzt vor mir steht, genauer gesagt vom Timmendorfer Strand. Da können wir nur neidisch werden – die Brauer arbeiten dort, wo wir gerne Urlaub machen. Na ja, ich hoffe, dass das Bier mir etwas Urlaubsfeeling vermittelt.

Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine sehr große sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig. Düfte nach Grapefruit, Ananas, Biskuit und Vanille steigen mir in die Nase. So muss ein IPA sein.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge kommt ein ordentliches Bitter dazu, aber ohne Konsumenten zu überfordern, die IPAs noch nicht gewöhnt sind. Zusätzlich spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Der Geschmack der Zitrusfrüchte und der Ananas sorgen zusammen mit der Malzsüße und den Bitterstoffen für ein volles und rundes Mundgefühl. Im Abgang dominiert zunächst die Süße, bevor das Bitter mit mit leichten grasigen Noten und einem langen Nachklang in den Vordergrund tritt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale, Cara Pils, Sauermalz), Hopfen (Magnum, Columbus, Simcoe, Mosaic, Azacca, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

15,2° Plato

Bittereinheiten:

44 IBU

Brauerei:

Sudden Death Brewing Co. GbR
Strandallee 81
23669 Timmendorfer Strand
www.suddendeathbrewing.de

DIE BIEROTHEK   


Freaky Wheat

Auf dem Craft Brauer Festival von Maisel & Friends hat auch die Tanker Brewery ihre Biere vorgestellt und da sie schon mal in Bayreuth zu Gast waren, haben die Brauer aus Estland gemeinsam mit den Franken ein Bier eingebraut, das Freaky Wheat, ein Wheat Wine. Von diesem Bier hat mit Maisel & Friends eine Flasche zugeschickt, die jetzt vor mir steht und darauf wartet, von mir verkostet zu werden. Und weil ein großes Bier in eine große Flasche gehört, wurde das Freaky Wheat in eine Flasche mit 0,75 Litern Inhalt abgefüllt.

Dunkel bernsteinfarben bis haselnussbraun präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine ungeheure feinporige Schaumkrone mit einem leichten Stich ins beige, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch haben die Brauer aus Franken und Estland schon mal alles richtig gemacht.

Aromen nach Honig, Banane, grünen Beeren und Vanille verwöhnen meine Nase. Dazu kommt eine leichte Säure, die deutlich nach Wein duftet. Dieses komplexe Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk enthält überraschend viel Süße, die gut zur reichlich dosierten und sehr feinperligen Kohlensäure passt. Aber erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt, lässt das Bier seine Muskeln spielen. Banane steht im Vordergrund, zusammen mit einer leichten fruchtigen Säure, die für einen weinigen Geschmack sorgt. Die 10,4 Volumenprozent Alkohol schmecken nur leicht durch und unterstützen den fruchtigen Geschmack. Obwohl das Bier auf der Zunge keine Bitterstoffe aufweist, ist es voll und ausgewogen. In der Kehle entsteht der Geschmack nach getrockneten Bananen. Der Abgang ist mild und praktisch ohne Bitter, klingt aber trotzdem lange nach.

Das cremige und mächtige Freaky Wheat eignet sich hervorragend als Aperitif oder auch einfach für einen schönen Abend am Kamin. Zu erwerben ist es im Brauereishop von Maisel oder online bei Flaschenfreund.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Blanc), Hefe

Alkoholgehalt:

10,4 % Vol.

Stammwürze:

22,4° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

zusammen mit

Tanker Brewery
Hoidla tee 9
Vaida, Harjumaa
75302 Eesti
Estland
www.tanker.ee

Dithmarscher Naturtrüb

Wieder einmal steht ein Bier aus dem schleswig-holsteinischen Marne vor mir. Diesmal setzt das Familienunternehmen auf ein naturtrübes Bier und liegt damit voll im Trend. Dabei bleibt die Brauerei ihren Idealen treu und präsentiert dieses Pils in einer gewohnt rustikalen Aufmachung und der klassischen Bügelflasche.

Golden und ordentlich hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große Schaumkrone ist sahnig und bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist teigig, wobei sich die Düfte der Hefe gut mit den Hopfenaromen verbinden. Dazu das typische Herbe eines norddeutschen Bieres – da kann ich mich ja nur auf den ersten Schluck freuen.

Der Antrunk ist angenehm trocken, bevor die Hefe in den Vordergrund tritt und auch der Hopfen für ein kräftiges aber freundliches Bitter sorgt, was aber die Süffigkeit keinesfalls stört. Der Abgang ist typisch norddeutsch – kurz bitter und mittlerer Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Perle, Taurus), Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

11,4 %

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Dithmarscher Privatbrauerei
Karl Hintz GmbH & Co. KG
Oesterstr. 18
25709 Marne
www.dithmarscher.de