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Pauwel Kwak

Wieder einmal steht ein belgisches Bier vor mir, diesmal aus der Brauerei Bosteels in Buggenhout. Das im Jahr 1791 gegründete Unternehmen wird in der siebten Generation von der Familie Bosteels geführt. Das Wasser für die dort gebrauten Biere stammt aus einem mehr als 100 Meter tiefen Brunnen. So verwundert es auch nicht allzu sehr, dass das Pauwel Kwak mehrfach ausgezeichnet wurde. Die erste Goldmedaille erhielt es im Jahr 1996 beim World Beer Cup, gefolgt von einer Bronzemedaille 2000 und einer Silbermedaille 2002. Außerdem erhielt das Bier 1998 bei den World Beer Championships eine Goldmedaille. Da kann ich jetzt wirklich etwas Besonderes erwarten.

Dunkel bernsteinfarben ist das Pauwel Kwak. Darüber bildet sich überdurchschnittlich viel hellbeiger Schaum, der lange erhalten bleibt. Die Optik ist also 1a.

Das Aroma ist fruchtig. Ich rieche Zitronenschale, rote Früchte und Banane. Später kommen auch die Düfte von Röststoffen und Toffee durch. Offensichtlich hat die Brauerei gute Hopfensorten verwendet und das Aroma macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist intensiv und süß. Passend dazu ist die Kohlensäure feinperlig und mild. Auch der Körper ist intensiv, dabei ausgewogen, malzig und fruchtig. Aus dem Hintergrund schimmern rote Beeren durch. Dazu kommt eine angenehme Würzigkeit. Der Abgang ist sehr mild und bis zum Schluss malzig. Die Bitterstoffe des Hopfens kommen nur schwach zum Tragen.

Das Pauwel Kwak ist ein wirklich gutes belgisches Bier, das aber vermutlich noch gewinnen würde, wenn es in einem Whisky- oder Rumfass reifen würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,4 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Bosteels s.a.
Kerkstraat 96
9255 Buggenhout
Belgien

DIE BIEROTHEK

Gouden Carolus ambrio

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus Belgien vor mir, das Gouden Carolus ambrio aus der Brauerei Het Anker in Mechelen nördlich von Brüssel. Die Brauerei teilt mit, dass sie das Bier nach einem Rezept aus dem Jahr 1421 braut, dass dieses Rezept aber modernisiert wurde. Es ist etwas stärker als im Original und es wird besserer Hopfen verwendet, der ausschließlich aus Belgien stammt. Ziel ist es, dass durch die Kombination verschiedener Malze, der Hopfensorten und Kräuteraromen die Geschmacksvorteile dunkler Biere mit der Frische eines hellen Biers kombiniert wird. Außerdem wird das Bier in der Flasche nachvergoren.

Bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich sehr viel weißer sahniger Schaum, der einen leichten Stich ins Beige hat. Der Schaum fällt nur langsam in sich zusammen. Die Optik ist bei diesem Bier also schon mal sehr gut.

Das Aroma wird durch sanfte Röstaromen geprägt, unterstützt durch den Duft von Trockenpflaumen, Kräutern und einer leichten Whiskynote. Doch, das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß und ich stelle eine feinperlige Kohlensäure fest, die aber leider nur in geringer Menge vorhanden ist. Etwas mehr Kohlensäure würde sicher für eine bessere Frische sorgen. Sobald sich das Bier im Mund verteilt, spielt es seine Stärken aus. Der Geschmack ist ausgewogen und intensiv nach Irish Coffee und roten Beeren. Der Abgang ist mild und klingt mittellange nach.

Das Gouden Carolus ambrio ist ein sehr angenehmes Bier, an das sich die meisten Konsumenten gewöhnen können.

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brouwerij Het Anker
Guido Gezellelaan 49
2800 Mechelen
Belgien
www.hetanker.be

Floris Ninkeberry

Nun will ich nach längerer Pause mal wieder ein Fruchtbier aus Belgien verkosten, genauer gesagt das Floris Ninkeberry aus der Brauerei Huyghe in Melle in Ostflandern. Dieses obergärige Bier hat eine Besonderheit: in der Regel verwenden die Belgier nur eine Frucht für ihre Fruchtbiere, während für das Ninkeberry die Säfte von immerhin vier vorwiegend exotischen Früchten verbraut wurden. Außerdem handelt es sich im Gegensatz zu den Fruchtbieren aus dem Hause Lindemans hier um ein Weizenbier, das mit Früchten gebraut wurde. Dann wollen wir mal sehen, ob die Mischung gelungen ist.

Golden und leicht trüb ist es, Ninkeberry, dazu sehe ich einige Schwebstoffe, von denen ich vermute, dass es sich um Fruchtfasern handelt. Der feinporige Schaum entwickelt sich nur in geringem Umfang, dafür bleibt er aber lange erhalten. Mir fällt auf, dass ich keinerlei Kohlensäure sehen kann.

Das Aroma ist fruchtig, so fruchtig, dass ich es fast mit dem Aroma eines Multivitaminsafts vergleichen will. Zu den Aromen der verbrauten Fruchtsäfte aus Mango, Aprikose, Pfirsich und Passionsfrucht gesellt sich noch der Duft des Weizens nach Banane.

Der Antrunk ist von intensiver Süße und Fruchtigkeit geprägt. Die Frucht sorgt wohl auch dafür, dass das Bier frisch wirkt, auch wenn nach wie vor nur sehr wenig Kohlensäure zu bemerken ist. Später wird die Süße durch eine angenehme Säure ergänzt. Bitterstoffe des Hopfens kann ich nicht schmecken, aber bei diesem Bier fehlen sie auch nicht.

Das Floris Ninkeberry ist gut geeignet für Liebhaber süßer und fruchtiger Biere, aber ich kann es mir durchaus auch als Grundlage für ein Sorbet oder in leichten sommerlichen Cocktails vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Fruchtsaft (Mango, Aprikose, Pfirsich, Passionsfrucht), Hopfen, Hefe, Aroma

Alkoholgehalt:

3,6 % Vol.

Brauerei:

Br. L. Huyghe
Brusselsestw. 282
9090 Melle
Belgien
www.delirium.be

Gouden Carolus Classic

Nun habe ich mal wieder ein hochdekoriertes Bier vor mir stehen, das Gouden Carolus Classic aus der Brauerei Het Anker. Dieses dunkle Belgian Ale wurde 2009 beim Word Beer Award als „World’s Best Standard Strong Dark Ale“ ausgezeichnet, 2010 beim Australian International Beer Award mit der Silbermedaille, ebenfalls in Jahr 2010 beim World Beer Award als „World’s Best Dark Ale Abbey/Trappist“ und 2012 beim World Beer Award als „World’s Best Dark“. Also, da kann ich mich sicher auf ein ganz besonderes Bier freuen.

Schwarz steht das Bier im Glas, nur als ich das Glas ich es gegen das Licht halte schimmert es dunkel Rubin durch. Über dem Bier bildet sich viel sahniger haselnussbrauner Schaum, der sich nur langsam auflöst. Damit hat die Brauerei bei der Optik schon mal alles richtiggemacht.

Das Aroma ist durch viele Röststoffe geprägt. Ich rieche Espresso, Apfel und Vanille. Damit hat das Aroma eine elegante Schwere, die durchaus zur Optik des Biers passt.

Der Antrunk ist süß und es zeigt sich, dass das Bier nur wenig Kohlensäure enthält. Trotzdem und trotz der Schwere, die ich im Aroma festgestellt habe und die sich im Antrunk fortsetzt, wirkt das Bier vollmundig und durchaus lecker. Schnell mischen sich Röststoffe in die Süße, zusammen mit einer milden Säure, so dass das Bier einen durchaus ausgewogenen Eindruck macht. Der milde Abgang macht einen likörartigen Eindruck mit langem Nachklang.

Dieses Bier kann ich mir gut zu einem Dessert vorstellen.

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Bitterwert:

16 IBU

Brauerei:

Het Anker NV
Guido Gezellelaan 49
2800 Mechelen
Belgien
www.hetanker.be

Lucifer

Nein, ich werde mich jetzt nicht über den Namen dieses Belgian Ale aus der Brauerei Het Anker in Mechelen auslassen. Die Namensvergabe der Biere ist eine geschäftliche Entscheidung der Brauerei und unabhängig davon, wie ich den Namen finde, kann und will ich diese Entscheidung nicht ändern. Kommen wir also gleich zum Bier.

Lucifer wird seit den frühen 1980er Jahren gebraut, damals von der Brauerei Riva. Es handelt sich dabei um eines der in Belgien beliebten hellen Starkbiere. Seit dem Jahr 2009 wird Lucifer von der Brauerei Het Anker gebraut und vertrieben.

Beim Einschenken überrascht mich Lucifer zum ersten Mal. So viel Schaum habe ich noch nicht erlebt. Der feinporige weiße Schaum reicht bis zum Boden des Glases. Es dauert eine Weile, bis der Schaum teilweise in sich zusammengefallen ist und ich nachschenken kann. Jetzt zeigt es sich, dass das Bier hell-goldgelb mit einem leichten Grünstich ist. Dazu enthält es etwas Hefe und viel Kohlensäure. Wenn das Bier so schmeckt wie es aussieht, hat die Brauerei nichts falsch gemacht.

Das Aroma wird durch Zitronenschalen dominiert, unterstützt durch Düfte nach Holunderblüte und Toffee.

Der Antrunk ist zwar recht süß, aber trotzdem spritzig, so dass ich darüber nicht meckern will. Außerdem zieht sich die Süße recht schnell zurück, so dass das Bier mit vielen bitteren und sauren Eindrücken keinen wirklich ausgewogenen Eindruck macht. Im Abgang kommen dann einige freundliche Bitterstoffe zum Vorschein, die mittellang nachklingen.

Dass ich geschmacklich etwas enttäuscht von dem Bier bin, liegt das an dem exzellenten Eindruck bei der Optik und auch noch beim Aroma. Es ist aber sicher kein schlechtes Bier, auch wenn es meinen Geschmack nicht wirklich trifft.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

16 ° Plato

Bittereinheiten:

8 IBU

Brauerei:

Brouwerij Het Anker
Guido Gezellelaan 49
2800 Mechelen
www.hetanker.be

Maneblusser

Viele gute Biere kommen bekanntlich aus Belgien, so dass ich immer wieder gerne ein Bier aus unserem westlichen Nachbarland verkoste. Jetzt steht vor mir ein Maneblusser, ein flandrisches Bier, das sich recht unbescheiden rühmt, Mechelens Stadtbier zu sein. Damit hängt die Brauerei die Messlatte schon mal sehr hoch.

Wenn wir uns den Trunkenbold auf dem vorderen Etikett ansehen, könnte bei uns fast der Eindruck entstehen, dieses Bier würde sich ausschließlich eignen, sich zu betrinken. Tatsächlich bezieht sich das Etikett auf einen Vorfall in der Geschichte Mechelens und das Motiv steht in direktem Zusammenhang mit dem Namen dieses Biers. Es war in der Nacht des 27. Januars 1687. Neblig war es und Vollmond. Als ein betrunkener Mann, dessen Name nicht überliefert ist, auf dem Weg nach Hause war, schien der Mond so auf den Kirchturm von Saint Rumbold, dass es ihm so schien, als würde der Kirchturm brennen. Selbstverständlich schlug er sofort Alarm, was für einen ziemlichen Aufruhr in Mechelen sorgte. Seitdem werden die Einwohner dieser Stadt häufig als Maneblusser bezeichnet, auf deutsch also Mondlöscher. Ich weiß nicht, ob diese Geschichte wahr ist oder nicht, aber auf jeden Fall hat sie Charme. Und dass der Maneblusser auf dem Etikett einen Feuerwehrhelm und einen Löscheimer spendiert wurde, macht ihn auch recht sympathisch. Kommen wir aber zum Bier.

Hell goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas, darüber sehr viel weißer sahniger Schaum, der recht langsam in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist getreidig, etwas Karamell kommt durch, dazu blumige und fruchtige Noten. Insgesamt mag meine Nase die Düfte, die ihr hier dargeboten werden.

Der Antrunk ist mild und spritzig; die leichte Süße harmoniert gut mit der Fruchtigkeit. Auf der Zunge bleibt das Bier mild, es wird etwas würziger und die leichte Säure einiger Zitrusnoten mischt sich unter den Geschmack. Der Abgang ist nur leicht bitter mit kurzem Nachklang.

Das Maneblusser ist ein frisches Bier für den Sommer, für alle Biertrinker geeignet, die ein mildes Bier zu schätzen wissen, das zwar mit einem guten Hopfen gebraut wurde, der aber nur sparsam eingesetzt wurde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Het Anker
Guido Gezellelaan 49
2800 Mechelen
Belgien
www.hetanker.be/en/maneblusser

Piedboeuf Bruin

So, nun habe ich mal wieder ein Bier von AB InBev vor mir stehen, das Piedboeuf Bruin. Von einem Tafelbier erwarte ich mir wirklich nicht viel und ein Alkoholgehalt von nur 1,1 % weist eher auf einen wässrigen Genuss hin, wenn wir hier von einem Genuss überhaupt sprechen können. Auch der Preis, der sich irgendwo in der Nähe des allerbilligsten Discounter-Biers in Deutschland bewegt, lässt bei mir einige Zweifel an der Genusstauglichkeit dieses Biers aufkommen. Immerhin kommt das Bier in einer Glasflasche daher und nicht in einer Dose oder gar einer PET-Flasche.

Schwarz ist das Bier im Glas. Nur wenn ich es gegen das Licht halte, schimmert schwach ein dunkles Rubinrot durch. Darüber eine durchschnittliche Menge hellbrauner gemischtporiger Schaum, der sehr schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma bringt einige Röststoffe sowie etwas Schokolade mit sich, ansonsten erinnert es weniger an Bier, eher an eine Limonade.

Der Antrunk ist sehr süß und die doch recht feinperlige Kohlensäure ist absolut ohne Kraft, sodass sie den ersten schlechten Eindruck nicht herausreißen kann. Auch der Körper ist süß, wirklich süß. Wer süße Getränke mag, könnte diesem Bier eventuell etwas abgewinnen, ansonsten erwartet den Biertrinker hier nur eine Enttäuschung, die sich auch eins-zu-eins im Abgang fortsetzt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen, Klärungsmittel E150c, Süßstoff E954

Alkoholgehalt:

1,1 % Vol.

Brauerei:

InBev Belgium s.a./n.v.
Bd. Industriel 21 Industrielaan
1070 Brüssel
Belgien
www.inbev.com

St. Bernardus Abt 12

Ganz im Westen von Flandern liegt das größte Hopfenanbaugebiet Belgiens. Und genau dort befindet sich in Watou die Brauerei des St. Bernardus. Dort wird im Übrigen nicht nur Bier gebraut, sondern seit 1959 befindet sich auf dem gleichen Gelände auch eine Käserei. Jetzt steht vor mir das St. Bernardus Abt 12, mit 10 % Vol. das stärkste Bier dieser Brauerei. Es wird in der Brauerei seit 1946 gebraut, das Rezept ist aber älter und wurde der Brauerei von der Abtei im Rahmen der damals erteilten Lizenz zum Brauen dieses Biers übergeben.

Rubinrot ist das Bier, darüber sehr viel gemischtporiger Schaum, der durchschnittlich schnell in sich zusammenfällt.

Das komplexe Aroma ist malzbetont. Ich rieche Kaffee, Gewürze und Äpfel.

Der Antrunk ist spritzig und frischer als ich es erwartet habe. Sofort bemerke ich die kräftige Süße des Bieres, zusammen mit würzigen Noten nach Nelken und anderen Gewürzen. Damit wirkt das Bier von Anfang an ausgewogen. Der Körper ist nicht ganz so intensiv wie vermutet. Schokolade, Kaffee und eine leichte Säure verbinden sich zu einem runden Eindruck. Der Abgang ist leicht bitter und er klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Brauerei:

Brasserie St. Bernard N.V.
Trappistenweg 23
8978 Watou
Belgien
www.sintbernardus.be

Cuvée Li Crochon Brune

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der belgischen Wallonie vor mir, das Cuvée li Crochon. Aber Moment, was ist ein Crochon? Der Reiher, der auf dem vorderen Etikett abgedruckt ist, ist es jedenfalls nicht. Kein Übersetzer kennt dieses Wort. Eine Internetrecherche ergab das Ergebnis: Es handelt sich um eine Werbegemeinschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gegend um Falaën sowie die dort produzierten Lebensmittel bekannt zu machen und auch den Tourismus in diesem Teil der Wallonie anzukurbeln. Der etwas merkwürdig aussehende Vogel auf dem Etikett der Bierflasche, der einen Reiher darstellen soll, ist das Wappentier dieser Werbegemeinschaft.

Kommen wir nun zum Bier. Braun soll es sein, ich würde die Farbe eher mit Mahagoni beschreiben, fast schwarz. Darüber bilden sich Unmengen hellbrauner sahniger Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Diese Optik gefällt mir.

Das Aroma wird durch die Röststoffe dominiert, ich rieche Kaffee, Trockenfrüchte, Waldhonig und florale Noten.

Der Antrunk ist süß; ich stelle Röststoffe und eine feinperlige Kohlensäure fest. Auch der Körper wird durch die Röststoffe bestimmt; der Geschmack nach Kaffee kommt stärker durch als ich es nach dem Aroma erwartet hätte. Dazu kommt eine leichte Säure, zusammen mit dem Geschmack nach Rosinen. Der Abgang enthält den Geschmack roter Beeren und er ist sehr mild. Etwas mehr Bitterstoffe würden dieses Bier sicher noch aufwerten.

Alkoholgehalt:

8,7 % Vol.

Brauerei:

Fosca SPRL
Rue de la Molignée 27
5644 Ermeton
Belgien
www.drinkermeton.be

Leffe Bière Noël

Weihnachten ist nun bereits einige Wochen vorbei und da fällt mir tatsächlich noch eine Flasche Weihnachtsbier in die Hände, das Leffe Bière Noël. Irgendwie bin ich zu spät dran, aber in diesem Jahr wird voraussichtlich noch einmal Weihnachten sein und Leffe wird dann das Bier sicher noch einmal auf den Markt bringen. Es lohnt sich also, das Bier noch zu verkosten.

In dunklem Braun steht das Bier im Glas, beinahe schwarz. Darüber bildet sich sehr viel hell-haselnussbrauner gemischtporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch Röststoffe dominiert. Das Bier duftet nach Karamell und Rosinen, dazu würzig. Was meine Nase wahrnimmt ist sicherlich gut, aber gerade unter den Weihnachtsbieren aus Belgien habe ich deutlich komplexere Aromen erlebt. Damit Ist das Aroma des Leffe Bière Noël in diesem Umfeld Durchschnitt.

Der Antrunk ist wie erwartet ziemlich süß und ich stelle fest, dass dieses Bier recht wenig Kohlensäure enthält, ohne dabei allerdings abgestanden zu wirken. Der Körper ist voll und rund, Säure und Süße sind gut ausgewogen. Allerdings fehlen mir hier einige Bitterstoffe. Fruchtig süß schmeckt das Bier, dazu kommt noch der Geschmack von in Rum eingelegten Rosinen. Der Abgang ist dann mild und er klingt nicht lange nach.

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Das Leffe Bière Noël ist ein gutes Bier, nur im Vergleich mit den anderen Weihnachtsbieren aus Belgien fällt es auf einen guten Durchschnitt ab.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen, Zucker

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Gebraut für:

Brasserie Abbaye de Leffe
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien

Brauerei:

InBev Belgium
1070 Brüssel
Belgien
www.ab-inbev.com