„PferdeStärken in der WaldLandschaft“ ist ein Projekt des Sozialökonomieunternehmens De Winning. Das Ziel ist es die Kaltblutrasse und das zugehörige Handwerk zu erhalten und gleichzeitig Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Das arbeitende Kaltblut bietet Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Was hat das mit Bier zu tun? Stijn Pollaris erläutert: „Da die Arbeit mit Kaltblütern nicht mehr so rentabel ist wie früher, haben wir bei De Winning nach Mitteln gesucht, um dieses Projekt unterstützen zu können. Eines dieser Mittel war die Entwicklung eines eigenen lokalen Biers. Das erste 7PK kam im Jahr 2013 auf den Markt. Ein blondes, bitteres und kräftiges Bier, dass die Geschichte und die Leidenschaft des Projekts und von De Winning tragen wird.“
Momentan werden ungefähr 350 Hektoliter in Flaschen abgefüllt und ist 7PK bis über die Grenzen Belgiens erhältlich. Das Bier wird bei der Brauerei Anders gebraut. Gert Poelmans erzählt dazu: „Die Kaltblüter, mit denen alles begann, sind ein fester Wert innerhalb des Unternehmens und unterstützen die Arbeitsgruppen auf verschiedenen Gebieten. Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch was die therapeutische Unterstützung betrifft. Es zeigt sich: soziale Ökonomie, Natur und Pferde sind eine Superkombination, die allen Beteiligten nützt. Unsere Kaltblüter werden erneut nützlich eingesetzt und sorgen für eine einzigartige Arbeitsstimmung. Eine Win-Win-Situation für Mensch, Tier und Natur.“
Eine Besonderheit des 7PK ist die Verwendung von Hafer während des Brauens. Bei der Brussels Beer Challenge 2015 wurde es mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.
Golden und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei viel feinporigen Schaum, der allerdings recht schnell in sich zusammenfällt.
Das Aroma ist malzbetont und neben dem Duft von Toffee rieche ich etwas Sauerteig sowie holzige Töne. Nicht schlecht, aber auch nicht so, dass mich das Aroma wirklich begeistern könnte.
Der Antrunk ist süß und voll. Auf der Zunge entwickelt sich ein weiches Mundgefühl und mit dem gut abgestimmten Bitter wirkt das Bier vollmundig und rund. Der Abgang ist eher säuerlich als bitter.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hafer, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
7,0 % Vol.
Brauerei:
Brouwerij Anders
Stadsbeemd 1025
3545 Halen
Belgien
www.brouwerijanders.be
für
VZW De Winning Maatwerk
Sint-Ferdinandstraat 1
3560 Lummen
Belgien
www.pkbier.be
Die Brauerei Eutropius, eine kleine Brauerei in Westflandern, ist ein Projekt von 2 jungen Menschen. Ihr Ziel ist es, ihre Leidenschaft für handwerkliche Biere mit anderen Menschen zu teilen.
Die Brasserie de la Senne ist eine junge, aber talentierte belgische Brauerei, die von Bernard Lebouq und Yvan De Baets geleitet wird und deren Motto “ Qualität “ und “ Tradition “ ist. Aus diesem Grund werden alle Biere dieser Brauerei ungefiltert, unpasteurisiert und ohne Zusatzstoffe gebraut. Für den Brauprozess verwenden die Brauer nur Rohstoffe von höchster Qualität.
Das Brown Ale, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Dorpsbrouwerij Humulus im belgischen Arendonk, das direkt an der Grenze zu den Niederlanden liegt. Wie so viele belgische Biere wurde auch dieses in der Flasche einer zweiten Gärung unterzogen, wodurch die Kohlensäure im Bier feiner gebunden und der Geschmack in vielen Fällen verbessert wird. Mal sehen, ob das auch bei diesem Bier der Fall ist.
Im Osten Flanderns liegt die Gemeinde Melle, in der die Brauerei Huyghe beheimatet ist, aus der das St. Idesbald stammt, das jetzt vor mir steht. Es handelt sich um eine Privatbrauerei, die Mitglied der „Belgian Family Brewers“ ist. Bereits seit 1654 wird dort Bier gebraut. Im Jahr 1906 erwarb Léon Huyghe die Brauerei und nannte sie „Brouwerij-Mouterij den Appel“. 1938 fand die Umbenennung „Léon Huyghe Ltd.“ statt.
Es ist das dritte Septemberdrittel, in den Supermärkten türmen sich Pfeffernüsse, Spekulatius und andere Weihnachtsnaschereien, in der Fußgängerzone von Essen hängt die Weihnachtsbeleuchtung und so muss es mich nicht wundern, dass jetzt das erste Weihnachtsbier des Jahres vor mir steht. Es handelt sich um das Bière de Noël aus Val-Dieu, einer ehemaligen Zisterzienserabtei in Belgien, genauer gesagt aus dem Tal der Berwinne, gelegen an der Grenze zwischen dem Herzogtum Limburg und der Grafschaft Dalhem.
Kaiser Karl V. (1500-1558) gilt als einer der größten Kaiser aller Zeiten. Sein Reich war schließlich so groß, dass es hieß, dass in dem Reich die Sonne nie unterging. Er war ein leidenschaftlicher Bierliebhaber und zu seinen Ehren hat die Brauerei Haacht aus dem belgischen Boortmeerbeek die drei Biere der Reihe Charles Quint kreiert. Jetzt steht das Blonde dieser Biere vor mir, das bei den World Beer Awards 2014 die Silbermedaille errungen hat.
Die Brauerei Liefmans in Oudenaarde gibt es bereits seit dem Jahr 1679. Heute ist sie die einzige Brauerei in dem 30.000 Einwohner-Ort. Seit Jahrhunderten ist Oudenaarde berühmt für seine Fruchtbiere und Liefmans ist die letzte von ehemals 20 Brauereien in Oudenaarde. Das Besondere an Liefmans ist, dass sich dort eine Mikroflora gebildet hat, die Liefmans ermöglicht, mit den wilden Hefen zu brauen. Liefmans behauptet sogar, dass es nirgendwo sonst auf der Welt eine so perfekte Umgebung für das Brauen von Bier gibt.
Seit mehr als 460 Jahren beherbergt Oudenaarde die Brauerfamilie Roman, die die Brautradition vom Vater zum Sohn vererbt. Offiziell begann die Geschichte der Brauerei im Jahre 1545, was Roman zur ältesten Familienbrauerei Belgiens macht. Oudenaarde liegt im Zentrum der flämischen Ardennen und ist bekannt für seine braunen Biere. Es war das Grundelement, auf dem die Brauerei bis 1945 ihren Ruf begründete. Mit der Einführung von Romy Pils wurde eine neue Expansionsphase für die römische Brauerei eingeleitet und das Segment Pils zum zweiten wichtigen Standbein. Das machte Roman zu einem wichtigen Akteur für die Gastronomie der Region. Die achtziger Jahre waren der Beginn der obergärige Biere mit Nachgärung in der Flasche. Mit dieser neuen Technik erreichte Roman auch ein neues Qualitätsniveau. Schließlich hat die Brauerei in den letzten 30 Jahren eine ganze Reihe belgischer Biere mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Farben entwickelt.
Das Straffe Hendrik Wild ist eine wilde Variante des bekannten Straffe Hendrik Tripel. Dieses traditionelle Bier wird mit Brettanomyces-Hefe vergoren. Sie sorgen für fruchtige Aromen, die mit den reichhaltigen Aromahopfen harmonieren. Die wilden Hefen sorgen für eine längere natürliche Haltbarkeit sowie für eine Reifung des Bieres in der Flasche, die während der nächsten Jahre für eine Weiterentwicklung des Geschmacks sorgen. Bevor das Bier ausgeliefert wird, muss es längere Zeit in der Flasche reifen. Erst nach drei Monaten Flaschenreifung in den Kellern ist die Gärung der wilden Hefen abgeschlossen und das junge Bier kann getrunken werden. Das Bier entwickelt sich ebenso in den nachfolgenden Jahren noch weiter. Die bitteren Hopfenaromen werden weicher, während die wilden Hefen weiterwirken und fruchtige sowie blumige Aromen bilden. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Jahrgänge des Straffe Hendrik Wild voneinander. Dieses Bier wird nur einmal pro Jahr abgefüllt.