Die Beschreibung, die die Brauerei für dieses Bier liefert, ist euphorisch: „Unsere untergärige Spezialität, für die man auch keinen Anlass zum Genießen braucht… Von allen Stimmungen unbeeindruckt bringt Sie meist einem Lächeln mit. Spätestens wenn sie den Gästen das erste Getränk serviert herrscht auch bei diesen ein zufriedenes Aufatmen. Sollte es dann noch ein wirklich gutes Bier sein wird aus einem langweiligen „Hallo“ ein fröhliches „Hell-Oohh“… wer kennt Sie nicht? Die Kellnerin des Vertrauens…. Prost.“
Eine solche Beschreibung kann einem gefallen oder auch nicht. Wichtiger ist aber das Bier, das ich jetzt öffne. Ups, bereits beim Öffnen schäumt das Bier aus der Flasche. Das gefällt mir schon mal nicht sonderlich. Hätte ich die Flasche vorher geschüttelt würde ich das ja verstehen. Aber ich hatte sie doch ganz normal aus der Küche geholt.
Im Glas präsentiert sich das Bier hell bernsteinfarben und hefetrüb. Obwohl das Bier bereits beim Öffnen übergeschäumt war bildet sich im Glas nicht übertrieben viel Schaum. Dafür ist er aber feinporig und bleibt lange erhalten.
Das Aroma ist malzbetont, ansonsten aber recht diskret. Leichter Toffeeduft steigt mir in die Nase, unterstützt durch Düfte nach Hefe und Orangen. Ich würde mir den Duft intensiver wünschen, aber das ist mein persönlicher Geschmack.
Der Antrunk ist leicht süß, überraschend spritzig und rund. Insgesamt ist das Bier süffig. Die Hefe macht zusammen mit der Süße des Malzzuckers und einem leichten Bitter den Geschmack rund. Auch der Abgang ist nur leicht bitter, er klingt aber lange nach.
Anfangs war ich fast etwas enttäuscht von diesem Bier, aber je mehr ich davon trinke, gefällt es mir immer besser. Kurz gesagt war es Liebe auf den zweiten Schluck.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
5,2 % Vol.
Brauerei:
Braukraft GmbH & Co. KG
Hirtackerweg 35
82205 Geisenbrunn
www.braukraft.de

Horny Betty – das ist schon ein merkwürdiger Name für ein Bier. Horny bedeutet hornig, geil oder spitz. Welches dieser Adjektive auf dieses Bier zutrifft überlasse ich Ihrer Vorstellungskraft. Es stammt aus der Brauerei Gusswerk, die sich selbst als die österreichische Bio-Brauerei bezeichnet. Nun ist sie nicht die einzige Brauerei in Österreich, aus der Biobiere kommen, aber mehr als zwei Dutzend Biobiere aus einer Brauerei sind schon eine Seltenheit. Mal sehen, ob aus Hof in der Nähe von Salzburg nicht nur Masse, sondern aus Klasse kommt.
In Schottland wird Torf seit eh und je zum Darren von Malz eingesetzt. Das Aroma des Torffeuers überträgt sich dabei auf das Malz und auf diese Weise entsteht das unverwechselbare Aroma der Whisky-Biere. Ein solches Bier steht jetzt vor mir, das Scotch-Ale aus der Braumanufaktur Störtebeker in Stralsund.
Die Brauerei Grolsch ist in Enschede beheimatet und gehört zu den großen Brauereien der Niederlande. Ab und an finden wir das Bier auch in den deutschen Getränkemärkten und in Köln hat Grolsch auch eine deutsche Niederlassung. Das Wasser stammt aus einer Quelle und als die Brauerei im Jahr 2002 eine neue Produktionsstätte errichtete, wurde extra eine sieben Kilometer lange Pipeline gebaut, die die Brauerei mit dem Wasser versorgt. Das Malz stammt aus den Niederlanden, aus Deutschland und Frankreich. Den Hopfen bezieht die Brauerei aus der Hallertau sowie aus Tschechien. Allerdings verwendet Grolsch auch Hopfenextrakt, bei dem die Herkunft nicht immer wirklich klar ist.
Frédéric Adant ist der Besitzer der kleinen Brauerei mit Restaurant im belgischen Mariembourg, in der ich vor einiger Zeit mit meiner Frau zu Gast war, um mir die Brauerei anzusehen und mich von der Qualität der im Restaurant angebotenen Speisen zu überzeugen.
Ursprünglich lebte die Trappistenabtei Achtel von der Landwirtschaft. Als sich die Abtei aus diesem Wirtschaftszweig zurückzog sah sie die Entwicklung als eine Möglichkeit, das finanzielle Überleben des Klosters zu sichern. Bruder Antoine, der zuvor Brauer in der Trappistenabtei von Rochefort war, zog nach Achel, um die Zwillingssterne am Firmament der neuen Brauerei zu entwickeln – die Achel 8 Blond und Achel 8 Bruin. Diese Achelse-Tripel-Dubbel-Paarung repräsentiert die größeren, stärkeren Brüder der Achel-Familie. Und im Gegensatz zur Achel Blond 5, die nur frisch gegossen in der Abtei verkostet werden kann, waren es Biere, die für die Außenwelt bestimmt waren.