Archiv der Kategorie: Craft Beer

Wildwuchs Große Freiheit

Der Hamburger Jung Friedrich „Fiete“ Matthies stellt seit 2014 in der Jaffestraße in Hamburg-Wilhelmsburg an der Elbe seine unkonventionellen Biere her. 2019 eröffnete er die erste Hamburger Bio-Brauerei in Wilhelmsburg und kreiert dort seine ökologischen Craft Biere. Das Wildwuchs Große Freiheit Bitter Ale ist das erste alkoholfreies Biobier aus Hamburg, und entstand in Kooperation mit BrewCraft. Mal sehen, was dabei herausgekommen ist.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas. Die hellgraue Schaumkrone ist recht klein und fällt auch schnell in sich zusammen. An der Optik könnte Fiete noch etwas arbeiten.

Das Aroma gefällt mir schon deutlich besser. Es ist sehr komplex und so steigen mir herbe Düfte in die Nase, ich rieche Kräuter, auch eine leichte fruchtige Säure und selbstverständlich Espresso. Dabei ist das Aroma aber auch frisch. So gefällt mir das Bier.

Der Antrunk ist recht süß, was aber durch die reichlich vorhandene und sehr feinperlige Kohlensäure ausgeglichen wird. Als sich das Bier auf der Zunge ausbreitet, erobern kräftige Röststoffe meinen Mundraum, die aber noch etwas Platz für die Säure lassen, die ich bereits in der Nase wahrgenommen habe. Für ein alkoholfreies Bier ist das Mundgefühl überraschend samtig. Im Abgang verstärken sic die Röstaromen noch und wirken jetzt fast überdosiert. Dafür klingen sie lange nach.

Die Große Freiheit ist ein ungewöhnliches Bier, das zu gefallen weiß. Eines ist aber sicher: hier vermisse ich den nicht vorhandenen Alkohol absolut nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

0,29 % Vol.

Stammwürze:

6 %

Brauerei:

Brauwerk Hamburg KG
Jaffestr. 8
21109 Hamburg
www.wildwuchs-brauwerk.de

The Crafty Brewing Company – Irish IPA

Vor einiger Zeit verkaufte Lidl mal wieder Craft Beer, diesmal von der Rye River Brewing Company im irischen Kildare. Immer wieder frage ich mich, wie eine handwerklich arbeitende Brauerei die Mengen Bier herstellen kann, die eine Discounterkette wie Lidl benötigt, um alle Filialen damit zu beliefern. Daher habe ich mir die Website der Brauerei einmal angesehen und dort durchaus den Eindruck gewonnen, dass die Brauerei wirklich korrekt zu arbeiten scheint. Sie macht auch damit Werbung, dass sie bei den World Beer Awards 2019 als die erfolgreichste europäische Brauerei abgeschnitten hat. Allerdings fällt mir auf, dass die von Lidl verkauften Biere auf der Website der Brauerei nicht erwähnt werden. Das muss nicht zwingend etwas zu bedeuten haben, aber es löst bei mir schon so einige Gedankengänge aus. Aber sehen wir uns einmal das Bier an.

Mit einer kräftigen Goldfarbe fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große größtenteils feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Aromen nach Zitrone, Ananas und Mandarinen steigen mir in die Nase. Der Duft gefällt mir überraschend gut.

Der Antrunk ist recht süß und die Kohlensäure ist ziemlich knapp dosiert. Da würde ich mir durchaus mehr wünschen. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und der Geschmack nach Mandarine kommt dazu. Das Mundgefühl ist samtig. Mich verwundert, dass das Bier für ein India Pale Ale nur wenig Bitterstoffe enthält. Auch im Abgang bleibt die Fruchtigkeit dominant. Erst als der Fruchtgeschmack nachlässt, kommt ein geringes Bitter mit langem Nachklang zu Tragen.

Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Allerdings sollte das Bier relativ flott getrunken werden, denn wenn es einige Zeit im Glas verweilt, verschwinden die Fruchtaromen doch schneller als ich es erwartet hätte. Aber wenn wir uns den Preis von Euro 1,79 für 500 ml ansehen, passt das Preis-/Leistungsverhältnis.

Zutaten:

Wasser, Gerste, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

Rye River Company
Donoghcumper
Dublin Road
Celbridge
W23 AX07
Co. Kildare
Irland
www.ryeriverbrewingco.com

Giesinger Doppel-Alt

Die Brauerei Giesinger macht sich derzeit auf, das Münchener Oktoberfest zu erobern. Eine wichtige Hürde hat sie in diesem Jahr genommen, sie hat die Genehmigung erhalten, einen Brunnen zu bohren, um ihr Bier auf dem Grundwasser von München zu brauen, was eine der Voraussetzungen ist, auf der Wiesn ein Zelt betreiben zu dürfen. Aber darum geht es hier nicht, sondern um ein Bier der jungen Brauerei. Ich glaube, es ist das erste Altbier aus Bayern, das mir untergekommen ist, auf jeden Fall das erste Doppel-Alt.

Dunkelbraun und hefetrüb präsentiert sich das Doppel-Alt aus dem Münchner Stadtteil Untergiesing. Die durchschnittlich große Menge elfenbeinfarbenen Schaums ist von sahniger Konsistenz und sie bleibt lange erhalten.

Düfte nach Karamell mischen sich mit Röststoffen, unterstützt durch das Aroma von Trockenfeigen und dunkler Schokolade. Damit ist das Aroma nicht wirklich stiltypisch, aber wirklich gut.

Der Antrunk ist recht süß, aber das hatte ich bereits aufgrund des Aromas erwartet. Noch mehr beeindruckt mich aber die Kohlensäure. Sie ist nicht nur extrem feinperlig, sondern auch perfekt dosiert. Während sich das Bier auf der Zunge erwärmt zeigt sich die gesamte Komplexität des Geschmacks. Ich schmecke Mokka und ein zur Süße passendes Bitter, Noten von Trockenobst und Nüssen. Der Alkohol ist sehr gut eingearbeitet, so dass er aus dem Hintergrund die anderen Geschmäcker unterstützt. Das Mundgefühl ist samtig. Im Abgang wird das Bier trockener, ein leichter Geschmack nach Bitterschokolade setzt sich durch, der relativ lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser. Gerstenmalz (Pilsner Malz, dunkles Caramelmalz, Röstmalz), Hopfen (Hallertauer Tradition), Hefe (Alt-Hefe)

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Giesinger Bräu
Martin-Luther-Straße 2
81539 München
www.giesinger-braeu.de

Crab #1

jetzt steht das Bier mit der Krabbe im Etikett vor mir. Auch der Name würde auf den ersten Eindruck auf ein Bier von der Nordseeküste hinweisen. Aber weit gefehlt, der Name steht für Craft Beer Braunschweig. Und das Crab #1 war im Jahr 2015 das erste Bier, das Paul Briesemeister, Stefan Speit und Max Juraschek auf den Markt gebracht haben. Inzwischen ist das Angebot auf vier Biere angewachsen, neben dem Pale Ale, das jetzt vor mir steht, gibt es noch ein Helles, ein IPA und ein Altbier. Aber jetzt ist erst einmal das Crab #1 mit der Verkostung dran.

Golden und hefetrüb fließt das Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große Schaumkrone, die aber sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Grapefruit und süßen Südfrüchten steigen mir in die Nase. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß, frisch und spritzig. Auf der Zunge entwickelt sich ein freundliches Bitter, das mit einer Fruchtigkeit unterlegt ist, die die Aromen widerspiegelt. Das Mundgefühl ist voll und rund, so dass dieses Bier eine ungeheure Drinkability bietet. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach, aber es klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Wiener, Cara), Hopfen (Cascade, Citra, Magnum), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,8° Plato

Brauerei:

National Jürgens Brauerei GmbH
Rebenring 31
38106 Braunschweig
Eingang B8
www.crabbs.de

Insel-Brauerei Swimmers Saison

Die Rügener Insel-Brauerei von Markus Berberich hat vier alkoholfreie Biere auf dem Markt gebracht. Gebraut werden sie ausschließlich mit Naturhopfen, also mit Dolden sowie nach einer neuen Braumethode, die Markus Berberich und sein Braumeister Frank Lucas entwickelt haben. Ob sich dieser Aufwand lohnt will ich jetzt feststellen.

Kupferfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Swimmers Saison im Glas. Darüber prangt eine voluminöse feste Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik ist für ein alkoholfreies Bier durchaus erstaunlich, besonders die Haltbarkeit der Schaumes.

Düfte nach Getreide, Karamell steigen mir in die Nase, begleitet durch eine leichte Fruchtigkeit nach Zitrone und Ananas sowie einige würzige Noten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Leicht süß und spritzig meldet sich das Bier bei der Zunge. Schnell kommt noch ein an die Süße angepasstes Bitter dazu, unterstützt durch einige würzige Noten. Das Mundgefühl ist sanft, dabei ist das Bier vollmundig und süffig. Im Abgang ist es leicht bitter, mit einer angenehmen Fruchtigkeit und Würze. Ich merke diesem Bier kaum an, dass es alkoholfrei ist.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Naturhopfen, Hefe, Gewürz

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Morland Old Golden Hen

Dass ein Bier einen eigenen Eintrag in Wikipedia erhält ist recht selten. Das „Old Golden Hen“ hat zusammen mit dem „Old Speckled Hen“, dem „Old Crafty Hen“ und dem „Old Hoppy Hen“ einen Eintrag im englischsprachigen Wikipedia.

Das Old Golden Hen wurde im August 2011 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich um ein Golden Ale, das mit dem Hopfen Galaxy aus Tasmanien gebraut wurde und das jetzt auf seine Verkostung wartet.

Intensiv goldfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Auffällig ist, dass dieses Bier gefiltert ist, was bei Craft-Bieren selten vorkommt. Die gemischtporige Schaumkrone leicht überdurchschnittlich voluminös und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont, aber auch der Hopfen kommt mit seinen fruchtigen und blumigen Noten gut zum Tragen. Düfte nach Karamell, Grapefruit und Mango steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist leicht süß, die sehr feinperlige Kohlensäure ist passend dazu dosiert. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter dazu, begleitet von einer herben Fruchtigkeit, die mich an Grapefruitkerne erinnert. Dabei ist der Geschmack frisch und das Bier ist recht vollmundig. Der Abgang wird durch ein leichtes freundliches Bitter bestimmt, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Glukosesirup, Hopfen (Galaxy), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Brauerei:

Greene King Brewing & Retailing House
Westgate Brewery Bury St Edmunds
IP33 1 QT
Großbritannien
www.oldspeckledhen.co.uk

Kaminfeuer

Jetzt steht ein besonderes Bier vor mir, das Kaminfeuer Kellerbier, mit dem Heiko Müller den Hobbybrauerwettbewerb 2019 gewonnen hat und das er deshalb bei Maisel and Friends in Bayreuth im professionellen Maßstab brauen durfte.

Über die Entstehung dieses Biers muss ich mich hier nicht weiter auslassen. Christian Dekant von www.gradplato.com hat mit Heiko ein Interview geführt, dass Sie hier lesen können. Und falls Sie das Kaminfeuer nachbrauen wollen, finden Sie auf www.maischemalzundmehr.de das Rezept. Damit kann ich mich hier ja auf die Verkostung beschränken.

Mit einem schönen und intensiven Honiggold präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist durchschnittlich groß und feinporig. So verwundert es auch nicht, dass sie lange erhalten bleibt. Das Bier ist nicht gefiltert, so dass es mich etwas verwundert, dass es nur wenig Hefe enthält. Das kann aber in anderen Flaschen anders sein und ändert nichts daran, dass es wirklich ein Bier wie gemalt ist.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach Karamell mit leichten Röstaromen, unterstützt durch den Duft nach Heu sowie einem leichten Rauchgeruch steigen mir in die Nase. Der Rauch ist aber nur dezent feststellbar, wirklich wie der Duft eines kleinen Rauchwölkchens, das aus einem offenen Kamin entwischt ist.

Der Antrunk ist leicht süß und verwöhnt die Zunge mit einer sehr feinperligen Kohlensäure, die für meinen Geschmack gerne noch etwas höher dosiert sein dürfte. Auf der Zunge dominiert wie in der Nase das Karamell, das gut mit der sehr zurückhaltenden Rauchnote harmonisiert. Die Noten nach Heu kommen jetzt stärker in den Vordergrund. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Kaminfeuer etwas trockener. Obwohl es nur wenige Bitterstoffe enthält, klingt der Geschmack noch lange nach.

Das Bier ist rundum gelungen und überrascht dadurch, dass es keine Überraschungen bereithält und trotzdem nicht langweilig wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener, Pilsener, Münchener, Spitzmalz und Rauchmalz), Hopfen (Magnum, Saazer, Styrian Goldings), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Bittereinheiten:

23 IBU

Brauerei:

Gebr. Maisel KG
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

IPA Green Killer

Die Wurzeln der Brasserie de Silly reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Es handelt sich um eine Familienbrauerei, die neben den traditionellen belgischen Bierstilen auch einige Craft-Biere anbietet.

Das IPA ist das zweite Bier aus der Killer-Serie und folgt damit dem Pink Killer. Jetzt steht es vor mir und möchte verkostet werden.

Intensiv goldfarben mit einer ordentlichen festen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Zitrusfrüchte, Pfeffer und der Duft des Malzes dominieren das intensive Aroma dieses IPAs. Das frische Aroma macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist leicht süß und die reichlich dosierte Kohlensäure verleiht ihm eine angenehme Frische. Auf der Zunge spiegeln sich die fruchtigen Aromen wider, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Dazu kommt ein ordentliches Bitter, das gut mit der Fruchtigkeit abgestimmt ist, aber auch fast versucht, sie zu überdecken. Alles in Allem ist der Geschmack voll und rund, das Bier recht süffig. Im Abgang zeigen die Bitterstoffe zunächst ihre Stärke, die aber recht flott nachlässt. Die Fruchtigen Aromen klingen dagegen noch sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie de Silly
Rue Ville Basse 2
7830 Silly
Belgien
www.silly-beer.com

BRLO Naked

Alkoholfreie Biere erfreuen sich immer größer Beliebtheit. Da verwundert es nicht, dass auch die Brauerei BRLO aus der Hauptstadt auf diesen Zug aufgesprungen ist und ein alkoholfreies Bier mit dem Namen Naked auf den Markt gebracht hat. Der Name ist Programm: ein Bier, nackt, alkoholfrei und ganz auf sich und seine Zutaten zurückgeworfen.

Bernsteinfarben und hefetrüb blickt mich das Bier aus dem Glas an und wartet auf die Verkostung. Es lockt mich mit einer relativ kleinen gemischtporigen Schaumkrone, die aber recht lange erhalten bleibt. Für ein alkoholfreies Bier hat es eine gute und ansprechende Optik.

Das Aroma ist frisch und für ein alkoholfreies Bier recht intensiv. Düfte nach Grapefruit, Orange und Mandarine steigen mir in die Nase, begleitet durch leichte Röstaromen des Malzes sowie von einigen würzigen und grasigen Noten.

Recht süß ist der erste Eindruck, den das Bier auf der Zunge hinterlässt. Durch die reichlich vorhandene Kohlensäure ist es aber auch frisch. Auf der Zunge kommt ein dazu passendes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich, rund und voll. Im Abgang lässt das Bittere etwas nach, Fruchtigkeit und Bitter bleiben ausgewogen. Trotzdem wirkt das Bier jetzt etwas schlank, so dass erstmals die Alkoholfreiheit wirklich auffällig wird.

Das BRLO Naked gehört eindeutig zur Spitzengruppe der alkoholfreien Biere. Trotzdem würde ich empfehlen, dieses Bier gut gekühlt zu genießen.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Citra, Lemon Drop, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

7,5° Plato

Bitterwert:

40 IBU

Brauerei:

Braukunst Berlin GmbH
Schöneberger Straße 16
10963 Berlin
www.brlo.de

Flying Dog Snake Dog IPA

Honigfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas mit einer kleinen gemischtporigen Schaumkrone, die schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma gefällt mir aber schon besser. Es ist intensiv fruchtig mit Noten nach Grapefruit, Orange, Pfirsich und weißem Pfeffer.

Der Antrunk ist weich und voll. Leider ist die Kohlensäure recht knapp dosiert, da hätte ich mir mehr gewünscht. Aber auch so spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider und verbinden sich mit der Süße des Malzes sowie einem ordentlichen Bitter. Dabei haben die Brauer aber darauf geachtet, dass die Drinkability jederzeit gewahrt wird. Der Abgang ist überraschend trocken und wird von einem freundlichen Bitter dominiert, das lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Caramel), Weizenmalz, Hopfen (Mosaik, Citra, Simcoe, Columbus, Warrior, Galaxy), Hefe (American Ale)

Alkoholgehalt:

7,1 % Vol.

Bittereinheiten:

60 IBU

Brauerei:

Flying Dog Brewery
4607 Wedgewood Blvd
Frederick, Maryland
USA
www.flyingdog.dom