Das heutige Brauhaus Nittenauer wurde bereits im Jahre 1762 unter dem Namen Kommunenbrauhaus gegründet. Seit 1996 fand dann schließlich die Umfirmierung in Brauhaus Nittenauer Josef Jakob statt. Das besonders Schöne ist die Nachhaltigkeit. Das Unternehmen deckt 94% der Energieversorgung mit einer Photovoltaikanlage ab.
Goldgelb mit einer geringen Hefetrübung und einer feinporigen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Leider fällt sie relativ schnell in sich zusammen.
Aber das Aroma entschädigt dafür. Düfte nach Mandarine, Banane, Biskuitteig, Orangenschale und Koriander steigen mir in die Nase. So erwarte ich es von einem Witbier.
Der Antrunk ist frisch und die reichlich enthaltene Kohlensäure passt gut zur Süße. Die Aromen, die ich bereits in der Nase hatte, spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist weich und voll, so dass das Bier sehr süffig ist. Der Abgang zeichnet sich durch ein mildes Bitter mit langem Nachklang aus.
Das The Wit hat eigentlich alles, was ein Witbier auszeichnet – die Frische, die Fruchtigkeit, die Würze des Korianders… Trotzdem muss ich sagen, dass mir bei dem Bier irgendetwas fehlt. Das hat es aber mit vielen anderen alkoholfreien Bieren gemeinsam. Es fehlt einfach der Geschmacksträger Alkohol. Eventuell geht es bei diesem Bierstil auch nicht anders. Das Nittenauer Brauhaus ist meines Wissens die erste Brauerei, die es schafft, ein alkoholfreies Witbier auf den Markt zu bringen. Und auch wenn es mit den alkoholhaltigen Witbieren nicht so ganz mitkommt, ist es in meinen Augen trotzdem ein gutes Bier, das auf jeden Fall für Autofahrer eine Alternative ist.
Zutaten:
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hafer, Hopfen, Orangenschalen, Koriander, Hefe
Alkoholgehalt:
0,45 % Vol.
Bittereinheiten:
30 IBU
Empfohlene Trinktemperatur:
4° C
Brauerei:
Brauhaus Nittenau
Wulkersdorfer Straße 4
93149 Nittenau
www.nittenauer-bier.de

Der Name des Biers, das jetzt vor mir steht, hat gleich zwei Bedeutungen: Einerseits handelt es sich um eine Verschmelzung der beiden Städtenamen La Roche-en-Ardenne und Gent. Außerdem ist es ist auch ein arrogantes Bier mit Haltung, weil es behauptet, das belgischste und hopfigste Bier Belgiens zu sein. Eigentlich gehört Arroganz nicht zu den belgischen Qualitäten, auch wenn ich der Meinung bin, dass die Belgier zu Recht stolz auf ihre große Bierkultur sein können. Nicht umsonst wurde sie in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. So ganz nebenbei: La Roche-en-Ardenne und Gent sind beides wunderschöne belgische Städte, in denen die Bierkultur gelebt wird und die mit Sicherheit einen Besuch wert sind.
In Essingen hat die im Juli 2019 gegründete CrafTanke von Fabian Maier und Marius Fischer, Biersommelier und studierender Brau- und Getränketechnologe in Weihenstephan, ihren Sitz. Aktuell vertreibt sie drei Biere und zwei Weinschorlen aus der Flasche. Ich habe CrafTanke in München auf der Braukunst Live kennengelernt und kurz darauf haben die beiden mir ein Paket mit ihren Produkten zum Verkosten geschickt. Die Biere durch eine Kooperation zwischen Marius als Rezeptentwickler und der Brauerei Aldersbach als abfüllende Brauerei entstanden, die Weinschorle durch Zusammenarbeit mit dem mehrfach prämierten Weinhof Dieroff. Jetzt steht der Lötkolben vor mir, ein helles Lager.
Das erste Mal, dass ich ein Bier aus Nittenau kennengelernt habe, ist bereits einige Zeit her. Damals war es Le Chauffeur, das alkoholfreie Bier aus der oberpfälzischen Kleinstadt, das mich gereizt hat und bei der Verkostung auch begeistern konnte. Dann habe ich lange Zeit nichts mehr von der Brauerei gehört, bis ich kürzlich auf der Braukunst Live in München die Brauerei wiedergefunden habe und mit dem dort ausstellenden Personal reden konnte. Wenige Tage später schickte mir Herbert Steger, der Verkaufsleiter der Brauerei, einige Flaschen Bier, damit ich auch diese Biere hier beschreiben kann. Vielen Dank dafür. Beginnen will ich mit „Mein Doldenzwerg“, einem Pale Ale.
Jetzt steht wieder einmal ein Bier vor mir, das Lidl aus Großbritannien zu uns geholt hat. Ob das jetzt noch einmal passiert, wo das Vereinte Königreich die EU verlassen hat? Wir werden sehen.
Wenn es auf hoher See mal wieder stürmisch wird, muss es einen geben, der einen klaren Kopf behält: Der Kapitän! Die Brauerei Landgang hat mit dem Kapitän ihr erstes alkoholfreies Bier gebraut, ein Pale Ale.
Nun steht mal wieder ein Bier aus Burgdorf in der Nähe von Hannover vor mir. Der Lehrter Lokschuppen ist ein Böhmisch Dunkel, also ein untergäriges dunkles Lagerbier. Mal sehen, wie es sich so macht.
Nun steht ein Bier aus der Brasserie des Légendes vor mir, das ein typischer Vertreter belgischer Braukunst ist. Ein Farmhouse Ale oder Saison. Dieser Bierstil wurde in früheren Zeiten von den Bauern gebraut, die es später an ihre Erntehelfer ausschenkten. Nach Angaben der Brauerei soll das Originalrezept, nach dem auch heute noch gebraut sind, aus dem Jahr 1184 stammen. Diese Aussage würde ich aber eher in das
Die Brauerei La Botteresse ist eine belgische handwerkliche Mikrobrauerei, die in dem Dorf Sur-Les-Bois (Gemeinde Saint-Georges) in der wallonischen Provinz Lüttich ansässig ist.
In der Altstadt von Düsseldorf befindet sich die Brauerei Schumacher, traditionell bekannt für sein hervorragendes Altbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet.