Père Noël (deutsch: Vater Weihnachten) ist der französische Weihnachtsmann. Daher passt das Bier doch gut in diese Zeit. Deshalb wird das Bier auch ausschließlich von September bis Dezember ausgeliefert.
Bernsteinfarben und hefetrüb zeigt sich der Weihnachtsmann im Glas. Darüber eine üppige Krone aus gemischtporigem Schaum, die sich bis auf einen Rest schnell auflöst. Der Rest bleibt lange auf dem Bier stehen.
Das Aroma ist durch das Malz geprägt mit blumigen und grasigen Noten. Das gefällt mir schon mal.
Der Antrunk ist spritzig und nicht allzu süß. Schnell überdecken Bitterstoffe die Süße. Das Bier macht jetzt einen eher trockenen Eindruck. Da ich auch keine Fruchtigkeit feststellen kann, macht das Bier einen eher unausgewogenen Eindruck. Als ich zwischendurch ein Stück Marzipan gegessen habe, verbessert sich der Geschmack aber erheblich. Dem Bier fehlt also offensichtlich etwas Süße. Der Abgang ist freundlich bitter und klingt ellenlang nach.
Dieses Bier passt gut zu Desserts; durch die Süße auf der Zunge verbessert sich der Genuss deutlich.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Brewers Gold, Hallertau Mittelfrüh), Zucker, Hefe, Lakritze
Alkoholgehalt:
7 % Vol.
Bitterwert:
50 IBU
Brauerei:
Brasserie De Ranke
Rue Du Petit Tourcoing 1a
7711 Dottignies
Belgien
www.deranke.be
Nun steht das erste Weihnachtsbier dieses Jahres vor mir, das Buch de Noël aus der Brasserie Dubuisson im belgischen Pipaix. Die Brasserie Dubuisson, aus der auch die Marke Cuvée des Trolls stammt, ist die älteste Brauerei in der Wallonie. Die Brauerei wurde im Jahr 1769 gegründet und obwohl sich die Brauerei bis heute im Familienbesitz befindet, hat sie eine wechselvolle Geschichte vorzuweisen. Bis zum Jahr 1932 braute sie ausschließlich für die Dorfbewohner sowie die dort tätigen Knechte. Im Jahr 1933 wurde die Produktion ausgeweitet, die Marke Bush wurde aus der Taufe gehoben und das Bier wurde in ganz Belgien sowie in Großbritannien verkauft.
Eigentlich ist es ja ein ökologischer Wahnsinn, Bier um die halbe Welt zu transportieren. Trotzdem steht jetzt ein Longboard Island Lager aus Hawaii vor mir. Dieses Bier wurde vielfach ausgezeichnet: 2013 erhielt es die Silbermedaille beim North American Beer Award in der Kategorie Dortmunder/Export, 2014 sogar eine Goldmedaille beim Wettbewerb der North American Brewers Association in der Kategorie Helles Lager und im gleichen Jahr die Bronzemedaille beim Great International Beer Festival auf Rhode Island. Auch im Jahr 2015 wurde das Bier zweimal ausgezeichnet, jeweils Silber gab es beim Great International Beer Competition in der Kategorie Helles Lager und beim Great American Beer Festival in der Kategorie Dortmunder/Export. 2016 gab es dann die Goldmedaille in der Kategorie European Lager beim International Craft Awards Competition. Immerhin sechs gute Gründe, doch ein Bier vom anderen Ende der Welt zu probieren.
Es gibt weltweit nur elf Brauereien, die Trappistenbier brauen dürfen. Dafür ist es erforderlich, dass das Bier innerhalb eines Trappistenklosters und unter Aufsicht der Mönche gebraut wird. Zu erkennen sind die Trappistenbiere an dem sechseckigen Siegel „Authentic Trappist Product“. Zwei der weltweit elf Trappistenbrauereien befinden sich in den Niederlanden. Aus einer dieser beiden Brauereien steht jetzt ein Bier vor mir, das Zundert Trappist.
Wenn Sie mich fragen, was mich an Riegele verwundert und fasziniert, dann ist es die ungeheure Marktdurchdringung dieser Brauerei. Unabhängig davon, ob Sie im Supermarkt, im Getränkemarkt, im Craft Beer-Store oder im Bioladen stehen – überall haben Sie die Chance diese Biere aus Augsburg zu finden. Das hat neben Riegele wohl nur die Braumanufaktur Störtebeker geschafft. Das ist auch kein Zufall, denn Riegele schafft es, trotz des deutschen Reinheitsgebots nicht nur sehr gute, sondern auch sehr unterschiedliche Biere zu kreieren. So ist es auch kein Wunder, dass ich den Speziator sofort kaufen musste als ich ihn im Bierregal gesehen habe. Es handelt sich um einen hellen Doppelbock mit 8,5 Volumenprozent Alkohol.
Die Brauerei Leffe braut in ihrer Reihe Royale regelmäßig Sondersude, bei denen spezielle Hopfensorten aus aller Welt verwendet werden. Das Ergebnis sind meist überraschende Biere mit einem speziellen Geschmack, der durch die Hopfensorten erzeugt wird. Jetzt steht das Leffe Royale Ella vor mir. Ella ist ein Hopfen aus Tasmanien. Ich habe nach dem Hopfen recherchiert und es scheint wirklich ein wirklich vielseitiger Hopfen zu sein. Ein Händler beschreibt ihn wie folgt: „Ella hat zwei Gesichter: vorsichtig dosiert bringt sie blumige und würzige (Anis) Noten ins Bier, bei höherer Dosis oder gestopft kommen dann auch sehr schöne Grapefruit/tropische Aromen.“ Na ja, wenn das stimmt, kann mit diesem Bier wohl nicht viel schiefgehen.
Die Flaschen von Tilmans fallen durch die von der Künstlerin Maki Shimizu gestalteten Etiketten bereits im Regal auf. Auch die lockeren Sprüche auf den Etiketten (vorderes Etikett: „Nachts sind alle Katzen blau“, Rückenetikett: „Wer das Bier warm lagert, bekommt ’nen Mordskater“) reizen durchaus zum Kauf. Weiter will ich mich gar nicht über die Etiketten auslassen. Wenn Sie mehr über die Künstlerin erfahren wollen, können Sie sich auf
Giesinger ist im Münchener Stadtteil Giesingen beheimatet und hält die Tradition der Stadtteilbrauerei aufrecht. Die Biere werden handwerklich hergestellt und sind weder filtriert noch thermisch behandelt. Die im Bier vorhandenen Trübstoffe sorgen für den vollen Geschmack. Da Brautradition bei Giesinger Bräu großgeschrieben wird, greift man bei der Herstellung auf vier große und offene Gärbottiche für die Hauptgärung der einzelnen obergärigen Biere zurück. Jetzt steht das Baltic Rye Porter vor mir. Die Brauerei verspricht auf dem Etikett, dass es sich um ein röstiges, süßes, dunkles und komplexes Baltic Porter mit vollmundigem Geschmack und brotigen Aromen handelt. An dieser Aussage werde ich das Bier messen.
Nun steht mal wieder ein Bier aus der niederbayrischen Familienbrauerei Ludwig Erl vor mir. Bereits seit 1871 und in der sechsten Generation wird dort die handwerkliche Braukunst gepflegt. Seit 2016 arbeitet dort neben zwei männlichen Brauern auch die erste Bierbrauerin in der Geschichte der Brauerei.
Das Bier, das jetzt vor mir steht, ist der Hexe Quintine gewidmet, der letzten Hexe, die im belgischen Ellezelles im wallonischen Teil von Belgien am 26. Oktober 1610 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Quintine war als gute Brauerin bekannt, verwendete aber häufig Zutaten, die nicht immer Gutes bewirkten.