Bereits seit 1888 braut die heute noch inhabergeführte Flensburger Brauerei Biere und hält sich dabei natürlich an das deutsche Reinheitsgebot. Heute zählt die unabhängige und nördlichste Brauerei Deutschlands zu einer der weltweit erfolgreichsten Anbieter im Segment der Bügelverschlussflaschen. Teil des Erfolgs ist wohl auch das typische „Plop“ bei ersten Öffnen der Flasche. Lange Zeit kam aus Flensburg nur das Pilsener, das vermutlich auch das bekanntes Erzeugnis von de Grenze nach Dänemark ist. Mittlerweile gehören auch andere Bierstile zum Flensburger Sortiment. Jetzt steht das Dark Amber vor mir, das bereits seit einiger Zeit auch in den Getränkemärkten des Ruhrgebiets zu erhalten ist.
Dunkel rubinrot präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich viel feinporiger hellbrauner Schaum, der lange erhalten bleibt. Optisch lässt sich nichts sagen gegen dieses Bier.
Das Aroma ist leicht süß und enthält vom Malz Düfte nach Karamell, Biskuitteig und etwas Kaffee. Der Hopfen trägt einige leichte Aromen nach roten Beeren und Zitrusfrüchten bei.
Der Antrunk ist recht süß, was die viele sehr feinperlige Kohlensäure aber gut ausgleichen kann. Schnell gesellt sich ein leichtes Bitter dazu, das von einem Hauch bitterer Schokolade begleitet wird. Das gefällt mir im Prinzip, allerdings würde ich mir etwas mehr Fruchtigkeit wünschen würde. Aber auch so ist das Dark Amber vollmundig und es gefällt meiner Kehle. Der Abgang ist nur wenig bitter und er klingt recht kurz nach.
Das Dark Amber überrascht mich, ist es doch sehr mild und es kommt mit wenigen Bitterstoffen. Damit wirkt es gar nicht so richtig nordisch. Trotzdem lässt es sich gefällig trinken.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Cascade), Hefe
Alkoholgehalt:
6,6 % Vol.
Bittereinheiten:
15,3° Plato
Brauerei:
Flensburger Brauerei
24937 Flensburg
www.flens.de
Wieder einmal steht ein Bier aus der Klosterbrauerei Andechs vor mir – diesmal das Spezial Hell. Da mir die anderen Biere vom heiligen Berg ausnehmend gut gefallen haben, sind meine Erwartungen entsprechend hoch angesetzt.
Jetzt will ich ein Duckstein Original testen, also mal wieder ein Bier aus Hamburg. Die Flasche fällt durch ihre Form bereits im Regal auf, zusätzlich sind alle Flaschen nummeriert. Das Besondere an diesem Bier ist, dass das Malz über Buchenholz getrocknet wird.

Das Bockbier gehört in Deutschland zu den beliebtesten Bierstilen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die kleine aufstrebende Brauerei Eulchen aus dem rheinland-pfälzischen Mainz auch einen Doppelbock im Angebot haben. Eine Flasche steht jetzt vor mir und möchte gerne verkostet werden. Mache ich sie also auf und schenke ein.
Die Tradition begann im 12. Jahrhundert. Wenn der erste Schnee fiel öffneten die Mönche die Tore der Abtei Grimbergen und luden die Dorfbewohner zu einem rauschenden Fest ein. Für diesen Anlass hatten sie aus der Ernte des jeweiligen Jahres ein spezielles Winterbier gebraut. Auch heute noch wird dieses ordentlich gehopfte Bier jedes Jahr neu gebraut und unter den Namen Grimbergen Winter – Hiver und Grimbergen Noël verkauft.
Die Brauerei Schlenkerla ist bekannt für ihr Rauchbier und nicht ohne Grund hat Slowfood das Rauchbier aus Bamberg in die Arche des guten Geschmacks aufgenommen. Das helle Lagerbier wird aber ohne Rauchmalz gebraut. Auf dem Rückenetikett beschreibt die Brauerei, dass das Lagerbier in den gleichen Kupferkesseln wie die anderen Biere gebraut wird und dass sich dabei ein ganz leichter Rauchgeschmack aus dem Kessel auf das Bier überträgt. Ich erwarte also ein Rauchbier für Anfänger, da denen in vielen Fällen der Rauchgeschmack der anderen Biere zu intensiv ist.
Das Waldhaus Ohne Filter ist ein hefetrübes Kellerbier aus dem südlichen Teil des Schwarzwalds, das mit ganzem Doldenhopfen gebraut wird.
Eventuell kennen Sie das Chiemseer Helle ja aus dem Urlaub. In Rosenheim befindet sich das relativ junge Chiemseer Brauhaus, aus dem dieses Bier stammt.
Das Citrilla ist ein Weizen-IPA. Obwohl es erst im Jahr 2014 erstmal gebraut wurde, hat es doch schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. 2014 entstand es erstmals durch einen Gemeinschaftssud von Maisel & Friends und der Ratsherrn Brauerei im Hamburger Schanzenviertel. Anlass für diesen Gemeinschaftssud war das einjährige Bestehen der Brauereigaststätte Altes Mädchen der Ratsherrn-Brauerei. Das sehr fruchtige Weißbier hieß damals Citrilla Wheat und war innerhalb weniger Tage durch die Kehlen geflossen. Daher entschieden sich die Brauer aus Bayreuth, dieses Bier noch als Sondersud zu brauen. Da auch der Sondersud auf eine große Nachfrage stieß wurde das Bier im Mai 216 ins feste Sortiment der Brauerei aufgenommen.