Archiv der Kategorie: Biertest

Delirium Tremens

Das Delirium Tremens ist schon aufgrund seines Namens vermutlich das bekannteste Bier als Belgien. Typisch für das Delirium Tremens ist die Flasche in Steingutoptik. Allerdings handelt es sich um normales Braunglas, das lediglich bedruckt ist.

Beim Einschenken des Bieres fällt zunächst der feinporige Schaum über dem goldgelben Ale Pale aus dem Haus Brasserie Léon Hughe auf, der auch recht lange stehen bleibt. Der Duft ist deutlich von Hopfen geprägt, weist aber auch eine Fülle weiterer Aromen auf. Am Geschmack scheiden sich die Geister. Während das Bier bereits zu den besten Bieren der Welt gewählt wurde, habe ich bereits andere Stimmen gehört, die das Delirium als durchschnittlich oder sogar als nicht gut einschätzten. OK, das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Auf jeden Fall ist es mit der kräftigen Hopfennote ein typisch belgisches Bier, dessen Geschmack lange auf der Zunge bleibt

 Inhalt:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Huyghe Brewery
Brusselse stw 282
9090 Melle
http://www.delirium.be

DIE BIEROTHEK

Piedboeuf Blond

Eine Bierflasche mit 75 cl Inhalt, einem Schraubverschluss aus Plastik und einem Preis von etwa einem Euro sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Auch die Bezeichnung als Tafelbier zieht mich nicht wirklich an. Aber OK, manchmal gibt es ja auch Überraschungen, so dass ich auch dieses Bier einmal verkosten muss.

Schon beim Einschenken macht sich aber Enttäuschung breit. Das Bier ist hell und sieht irgendwie wässrig aus. Der Schaum ist grobporig und fällt schnell in sich zusammen. Der Eindruck bestätigt sich beim ersten Schluck. Kaum Bitterstoffe und dazu ein teigiger Geschmack. Dieser Geschmack kommt vermutlich durch das Hinzufügen von nicht gemalzter Gerste und von Mais. Bis jetzt also wirklich kein Genuss; zum Trinken ist dieses Bier eher nicht geeignet.

Aber Moment, die Belgier kochen doch auch häufig mit Bier. Eventuell ist das Piedbeouf ja zum Kochen geeignet. In Deutschland wird Bier zum Kochen nur selten verwendet, da das am weitesten verbreitete Pils beim Kochen meist bitter wird. Aus diesem Grund wird zum Kochen hierzulande fast immer Schwarz- oder Rotbier verwendet. Für eine helle Biersoße hat sich Piedboeuf als gut geeignet herausgestellt.

Inhalt:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen, Klärstoff: E150c (Ammoniak-Zuckercouleur), Antioxidanz: E300 (Ascorbinsäure), Süßstoff E954 (Saccharin)

Alkoholgehalt:

1,1 % Vol.

 

Brauerei:

InBev Belgium s.a./n.v.
BdIndustriel 21 Industrielaan
B-1070 Bruxelles

Urfränkisches Landbier

Fränkisches Bier genießt bei mir eigentlich einen großen Vertrauensvorschuss. Um das Ergebnis dieses Biertests vorwegzunehmen: diesmal war ich wirklich enttäuscht.

Beim Eingießen fällt die angenehme rotbraune Farbe auf. Der elfenbeinfarbige Schaum besteht aus ungleichmäßig großen Blasen und fällt schnell zusammen. Bereits beim Antrunk fällt vor allem ein deutlich säuerlicher Geschmack mit einer leichten Schokoladennote auf. Im Abgang ist das Bier unangenehm bitter. Nein, dieses Bier braucht die Welt nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

 

Brauerei:

Privatbrauerei Kesselring
97342 Marktsteft
http://www.kesselring-bier.de/

Braufactum Roog

Welcher Teufel hat mich eigentlich geritten, dass ich ein Rauchbier gekauft habe? Vermutlich hat mich gereizt, dass es sich um ein Rauchweizen handelt, eine Seltenheit. Außerdem stammt das Bier aus der hessischen Brauerei Braufaktum, während Rauchbier traditionell aus dem fränkischen Bamberg stammt. In der Regel stört mich der Rauchgeschmack im Bier, der in der Regel sehr hervorstechend ist. Aber egal, jetzt habe ich es vor mir stehen und ich werde tapfer sein und es verkosten. Sehen wir uns zunächst die Etiketten an.

Zunächst fällt die Flaschengröße auf; 650 ml passen in die Flasche. Ebenfalls auffällig ist auch der Alkoholgehalt von 6,6 Volumenprozenten, besonders für Weizenbier ein erstaunlich hoher Wert. Auf dem vorderen Etikett wird auch erklärt, dass das Rauchmalz traditionell über Buchenholz gedarrt wurde, womit geklärt ist, woher die Raucharomen stammen. Das Etikett auf der Rückseite trägt die Zutatenliste, auf die ich gleich noch eingehen werde.

Ein Blick auf die Website des Herstellers informiert mich noch, dass dieses Rauchweizen auf dem World Beer Cup 2012 mit der Silbermedaille ausgezeichnet wurde. Zumindest in diesem Jahr war das Bier also das zweitbeste Rauchbier weltweit. Dementsprechend wachsen jetzt meine Erwartungen; eventuell war der Kauf doch kein Fehler.

Immerhin sechs verschiedene Malzsorten verbraut die Manufaktur in ihrem Rauchweizen. Das helle Weizenmalz ist für Weizenbiere typisch und betont die Frische des Weizenbiers. Durch das dunkle Weizenmalz kommen die Malznoten zum Vorschein. Für das Weizenkaramellmalz wird das Getreide nach speziellen Verfahren vermälzt, verzuckert und anschließend schonend geröstet. Dann folgen noch drei Gerstenmalze. Das Rauchmalz verleiht dem Bier seinen typischen rauchigen Geschmack. Das Wiener Malz sorgt für einen vollmundigen Geschmack und gibt dem Bier eine goldene Farbe, wenn es nicht wie hier mit dunklen Malzen gemischt wird. Das Karamellmalz verbessert die Schaumeigenschaften und die Vollmundigkeit des Bieres wird optimiert, ohne die Farbe zu verändern. Die Hopfensorte Herkules ist eine Neuzüchtung, die seit etwa zehn Jahren auf dem Markt ist und die einen hohen Bitterwert hat. Na ja, eventuell gefällt mir dieses Rauchweizen ja doch. Schenke ich mir also ein.

Dunkelbraun mit einem Rotstich steht das Bier im Glas. Auffällig ist auch die große Menge Hefe, die das Bier enthält. Das gefällt mir, da Biere mit Hefe in der Regel vollmundig sind. Über dem Bier wie für Weizenbier typisch viel Schaum in einem hellen Haselnussbraun. Der Schaum ist feinporig und bleibt lange erhalten. Optisch ist das Bier also perfekt. Der Duft ist durch starke Röstaromen geprägt, ich würde sagen angekokeltes Buchenholz mit einem Hauch gebrannter Mandeln. Das klingt in der Beschreibung nicht so toll, ist aber in der Realität absolut nicht unangenehm.

Der Antrunk ist überraschend mild. Ich hätte ihn aufgrund des intensiven Dufts deutlich heftiger erwartet. Aber so haben wir hier ein mildes Rauchbier mit einer leichten Süße, bei dem die Rauchnoten zwar deutlich wahrnehmbar sind, aber nicht alle anderen Geschmäcker überlagern, wie es bei vielen Rauchbieren aus Bamberg der Fall ist. Hier kommt aber auch der Geschmack der Hefe deutlich durch. Die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt für zusätzliche Frische und Süffigkeit des Bieres. Der Abgang ist bitter und wird von Röstaromen bestimmt, die auch lange nachklingen.

Es ist ein Bier mit Ecken und Kanten, eines der wenigen Rauchbiere, die ich wirklich mag. Ich könnte es mir gut zu einem Wildbraten vorstellen. Aber dieses Bier will nicht jedem gefallen und ich kann durchaus verstehen, wenn jemand dieses Bier nicht mag. Probieren Sie es aus, es lohnt sich.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz (helles Weizenmalz, dunkles Weizenmalz, Weizenkaramellmalz), Gerstenmalz (Rauchmalz, Wiener Malz, Karamellmalz), Hopfen (Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Brauerei:

Die Internationale Brau-Manufacturen GmbH
60591 Frankfurt

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Einbecker Urbock dunkel

Nachdem der helle Ur-Bock aus Einbeck mir nicht ganz so gut gefallen hat, versuche ich es jetzt einmal mit dem dunklen Ur-Bock. Flasche und Etikett sind identisch mit der Ausnahme, dass diesmal Dunkel auf dem Etikett steht, nicht hell. Nach dem Einschenken fällt sofort auf, dass der feine Schaum diesmal deutlich stabiler ist und recht lange stehen bleibt. Das macht schon mal einen sehr guten Eindruck. Auch wenn wir uns die Farbe des Bieres ansehen, bleibt der Eindruck bestehen. Der Duft ist intensiv hopfig mit einem deutlichen Malzaroma. Das klare Bier hat die intensive Farbe von dunklem Bernstein mit einem Stich ins rötliche.

Der Antrunk ist leicht süß und malzig. Ein intensives Bier mit viel Körper. Kurz danach kommt auch die bittere Note zum Vorschein, die sich bis zum Abgang hält. So muss ein Bockbier sein. Dieses Bier ist kein Vergleich mit dem hellen Bockbier aus Einbeck. Alle weiteren Bockbiere werden sich an diesem Bier messen müssen.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

 

Brauerei:

Einbecker Brauhaus AG
37574 Einbeck
www.einbecker.de

Firestone Pale 31

Nun möchte ich wieder einmal ein Craft-Bier verkosten, erstmals aus den USA. Das von Firestone Walker in Kalifornien gebraute Bier wird in Deutschland durch Braufactum im hessischen Frankfurt vertrieben. Bereits die Angaben auf den Etiketten versprechen, dass dieses Bier eine Menge Spaß machen wird.

Bereits bei der Malzauswahl haben sich die Brauer eine Menge Arbeit gemacht und haben eine Mischung von vier Malzen kreiert. Das enzymreiche Pilsener Malz verleiht dem Bier einen frischen und abgerundeten Geschmack. Das helle Maris Otter-Malz ist das klassische Malz für Ale und soll wohl das Lieblingsmalz sehr vieler englischer Brauer sein. Das Münchner Malz sorgt für eine intensive Farbe des Biers und das Caramelmalz sorgt für eine Vollmundigkeit des Biers und verbessert die Schaumeigenschaften. Dazu noch vier Hopfensorten. Fuggle ist ein milder und zugleich würziger englischer Aromahopfen, der für Ales und Stouts verwendet wird. Cascade ist nach Angaben eines Hopfenhändlers der beliebteste Aromahopfen in den USA und wird aufgrund seiner Zitrus- und Grapefruitaromen häufig in stark gehopften Ales verwendet. Er entstand aus einer Kreuzung von Fuggle mit der russischen Hopfensorte Serebrianka. Centennial ist ein Aromahopfen mit einem hohen Alphasäuregehalt und blumiger Zitrusnote. Chinook ist eine amerikanische Hopfensorte mit starkem Grapefruitcharakter. Die Zutatenliste macht also schon mal viel Lust auf dieses Bier. Schenke ich es also ein.

Bereits beim Öffnen der Flasche steigt mir ein intensiver und leicht säuerlicher Duft von Zitrusfrüchten und Pfirsichen in die Nase. Ein so intensiv duftendes Bier habe ich selten verkostet. Nachdem ich diesen Duft genossen habe ist es an der Zeit, dass das Bier ins Glas kommt. Intensiv gelb mit einem leichten Rotstich steht das Bier im Glas, dazu eine leichte Trübung durch die vorhandene Hefe. Braufactum, der Vertreiber von Firestone in Deutschland, beschreibt die Farbe als Altgold. Und jetzt im Glas kommt noch eine zusätzliche Duftnote hervor, getrocknete Mango. Dazu eine durchschnittliche Menge weißer Schaum, der aber lange erhalten bleibt.

Der Antrunk bringt überraschend wenig Süße mit sich, da hätte ich bei der intensiven Farbe mehr erwartet. Dazu kommt eine frische Säure, die sich mit der ausgeprägten Bitternote und der reichlich vorhandenen Kohlensäure zu einem wunderbar ausgewogenen Bier verbindet. Der Körper ist weich und herrlich süffig. Der Abgang ist überraschend mild, wobei sich der Geschmack dieses Bieres lange im Mund hält. Dieses Bier macht wirklich Spaß.

Braufactum gibt auf seiner Website noch einige weitere Informationen zur Herstellung des Firestone Pale 31: Pale 31 ist ein Cuvée. Es besteht aus herkömmlich gebrautem Bier und Bieren, die im sogenannten „Firestone- Union-Verfahren“ gebraut werden, einer Weiterentwicklung der traditionellen „Burton-Union-Methode“. Als das Verhalten der Hefe durch Temperaturregelung noch nicht steuerbar war, schäumte das Bier oft aus den Fässern. Die überlaufende Flüssigkeit wurde aufgefangen und später wieder ins Fass gefüllt. Durch diese Zirkulation wird eine besonders aktive Hefe gewonnen, die dem Bier seinen einzigartigen Geschmack gibt. Firestone verwendet hierfür Fässer aus amerikanischer Eiche.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz, helles Malz der Sorte Maris Otter, Münchner Malz, Caramelmalz), Hopfen (Fuggle, Cascade, Centennial, Chinook)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Firestone Walker Brewery
1400 Ramada Drive
93446 Paso Robles
Kalifornien, USA

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taz.panterbräu

Am 3. Juli wurde das taz.panterbräu, das Bier der taz, der Öffentlichkeit vorgestellt und schon ist es bei mir angekommen (an dieser Stelle vielen Dank an Frau Renner von der taz für das Zusenden). Nach den Worten des Brauers handelt es sich um das rote Lager für das rote Lager. Na ja, warten wir mal ab, wie das Bier so ist. Das Etikett verrät erst einmal nicht viel über das Bier; es beschränkt sich auf die minimal erforderlichen Angaben. Aber OK, kommen wir zum Bier.

In einem satten Rotblond und leicht hefetrüb steht das Bier im Glas, darüber ein feinporiger Schaum mit mittlerer Standzeit. Doch, die Optik ist schon recht gut. Das Bier duftet nach Malz und Hefe, etwas bitter und süß. Offensichtlich wurde nicht nur reichlich ein gutes Malz verbraut, sondern auch einiger Aromahopfen. Der Duft wird durch das Aroma roter Früchte abgerundet. Doch, das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk wird durch die Süße des Zuckers bestimmt, der natürlich im Malz enthalten ist. Schnell macht sich ein leicht bitterer und dabei voller und runder Geschmack im Mund breit. Hier würde ich mir etwas mehr Kohlensäure wünschen, wodurch die Frische des Bieres noch etwas klarer zum Ausdruck kommen würde. Aber das ist meine persönliche Vorliebe. Der Abgang ist überraschend mild, der Geschmack bleibt im Mund aber sehr lange erhalten.

Alles in Allem ein hervorragend komponiertes Bier, etwas für Genießer. Es wäre wirklich schade um dieses rote Lager, wenn es jemand aus der Flasche trinkt und es auf diese Weise einfach in sich hineinschüttet. Ich würde es aber begrüßen, wenn das Bier, soweit es möglich ist, aus biologisch angebauten Zutaten hergestellt würde. Normalerweise schreibe ich hier ja nicht über Preise, aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme. Das Bier wird im taz-Café für einen überraschend niedrigen Preis angeboten: außer Haus für 2,00 Euro, bei Verzehr im Café für 2,80 Euro. Wo gibt es sonst noch ein Craft-Bier für diesen Preis?

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

 

Brauerei:

FlessaBräu
Petersburger Str. 39
10249 Berlin

Exklusiv gebraut für
taz
Rudi-Dutschke-Str. 23
10969 Berlin

Altenauer Edelpils

Um es vorweg zu sagen: Dieses Pils ist etwas ganz besonderes. Es ist kein Pils wie jedes andere. Das Bier hat eine sehr schön goldgelbe Farbe und nach dem Einschenken sehen wir einen feinporigen Schaum, der allerdings auch einige große Blasen enthält, was dem optischen Eindruck nicht wirklich zuträglich ist.

Ein erster Schluck zeigt, dass sich das Altenauer Edelpils nicht mit den Massenprodukten aus der Getränkeindustrie vergleichbar ist. Der intensive herbe Geschmack ist deutlich bitter, ein Bier mit Charakter. Bei der Intensität des Geschmacks ist es erstaunlich, dass dieses Bier nur 5 % Alkohol hat. Andere Biere, die so intensiv schmecken, enthalten erheblich mehr Alkohol. Die Fülle der Aromen ist beeindruckend.

Alles in Allem ein Pils, das es nicht verdient hat, einfach gedankenlos heruntergekippt zu werden. Dieses Bier sollte aufmerksam getrunken und genossen werden, genau wie ein guter Rotwein.

Dass das Bier keinen Hopfenextrakt enthält, sondern ausschließlich Hopfen, zeigt, dass es sich nicht um ein Industrieprodukt handelt, sondern dass der Braumeister wirklich sein Handwerk verstehen muss. Durch die Verwendung von Hopfen, der nicht durch die industrielle Standardisierung gegangen ist, entstehen Biere, die jeweils einmalig sind.

 Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Altenauer Brauerei
38707 Altenau im Oberharz
http://www.altenauer-brauerei.de

Franziskaner Weißbier alkoholfrei

Nehmen wir uns mal wieder einem alkoholfreien Weizenbier an. Eigentlich stehe ich einem alkoholfreien Weißbier eher skeptisch gegenüber, da diese Biere meist eher flach schmecken und beim Entfernen des Alkohols auch der typische Weizencharakter verlorengeht. Wie die anderen Weizenbiere aus dieser Brauerei ist auch das alkoholfreie Weizen leicht trüb, es zeigt einen schönen dichten und gleichmäßigen feinporigen Schaum, der nicht allzu standfest ist, was aber bei alkoholfreien Bieren nicht anders zu erwarten war. An der Nase ist das Bier zunächst unscheinbar. Der Antrunk ist leicht süßlich; aber leider recht dünn. Langsam entwickelt sich auf der Zunge aber der Geschmack, der dieses Bier zu den besten seiner Art macht. Lt. Etikett auf der Rückseite der Flasche ist das Bier isotonisch. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist es ein erfrischendes Getränk an heißen Tagen oder nach körperlicher Anstrengung.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Spaten-Franziskanerbräu GmbH
80335 München
https://www.franziskaner-weissbier.de/

Biershop Bayern

Konrad 11°

Tschechisches Bier ist meist etwas Besonderes. Aus Tschechien kommen aber nicht nur die bekannten Marken wie das Pilsener Urquell. Es gibt auch viele kleinere und mittlere Brauereien, die mit viel Erfolg ausdrucksstarke Biere mit viel Charakter herstellen. Dazu gehört auch die Brauerei aus dem nordböhmischen Liberec, auf Deutsch Reichenberg, aus der das Konrad 11° stammt.

Im Glas macht das sehr dunkle Bier schon mal einen guten Eindruck. Leider fällt der Schaum recht mager aus und er ist auch nicht wirklich feinporig. Das Bier duftet deutlich nach Malz, zusammen mit dem Malzduft freue ich mich auf den ersten Schluck. Der allererste Eindruck ist etwas dünn, aber dann kommt der Geschmack mit Macht. Karamell und Röstmalz bestimmen den Geschmack. Dazu eine gewisse Spritzigkeit, die richtig Spaß macht. Halt ein Schwarzbier aus böhmischer Herstellung, wie ich es erwartet habe. Der lange Abgang zeichnet sich durch eine gewisse Süße zusammen mit Aromen von Röstmalz aus. Es handelt sich um ein wirklich gutes Schwarzbier, auch wenn ich durchaus glaube, dass noch etwas Luft nach oben sein dürfte.

 

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Maltosesirup

 

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol

Brauerei

Pivovar Vratislavice
Pivovarská 164
463 11 Liberec 30
Tschechien
http://www.pivo-konrad.cz/