elbPaul Brown Ale

Bevor wir zu diesem Bier aus dem Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg kommen, will ich erst einmal Dirk Paul, dem Brauer, die Möglichkeit, geben, sich vorzustellen. Auf seiner Website klingt das so: “ICH, DIRK, erhielt meine Brau- und Mälzerausbildung bei Neumarkter Lammsbräu in der Oberpfalz. Während der daran anschließenden Meisterschule, die ich als Brau- und Malzmeister abschloss, war ich in der Hausbrauerei Altstadthof in Nürnberg als Brauer tätig. In dieser Zeit habe ich erkannt, dass mir das Experimentieren mit kleineren Mengen immer gut gelang und ich wusste: Das Schaffen neuer Biersorten und Geschmacksrichtungen und ebenso das Brennen von Schnäpsen, das ist mein Weg. In dieser Zeit fehlte mir Hamburg mit seiner Elbe. So kehrte ich unmittelbar nach Ablegen der Meisterprüfung nach Hamburg zurück und war in Gröninger’s Privatbrauerei als Brauer tätig, bis ich meinen Traum wahr und mich selbstständig machte. Ich wollte endlich meine Ideen verwirklichen und mich ausleben! Aus Verbundenheit mit Hamburg und seiner Elbe habe ich mein erstes Bier, ein Pils, elbPaul genannt. Inzwischen sind weitere Biere entstanden, Weizen und das saisonale Doppelbock, die ebenso wie mein Pils in Restaurants und Kneipen aber auch im lokalen Handel sowie im Webshop erhältlich sind. Derzeit experimentiere ich an weiteren Saisonbieren. Dabei bleibe ich aber bei meinen Werten: Meine Biere sind handwerklich hergestellte Biere in kleinen Mengen. Alle meine Biere erstelle ich nach eigenen Rezepten.” Dann wollen wir doch mal nachsehen, was in diesem Fall dabei herausgekommen ist.

Brown Ale scheint mir doch untertrieben zu sein. Tatsächlich ist das Brown Ale praktisch blickdicht schwarz mit einer durchschnittlichen Menge beigem Schaum, der uns sehr lange erhalten bleibt. Wow.

Neben Röststoffen mit dem Duft nach Kaffee steigen mir einige fruchtige Noten in die Nase. Nicht schlecht. Da bekomme ich glatt Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Kontakt mit der Zunge zeichnet sich durch eine leichte Süße aus, die im Dialog mit reichlich vorhandener sehr feinperliger Kohlensäure auftritt. Schnell kommt ein angenehmes Bitter dazu und auch die Röststoffe melden sich mit einem leichten Kaffeegeschmack zu Wort. Das alles wird durch eine diskrete Fruchtigkeit begleitet, die aber im Hintergrund bleibt und die anderen Geschmackskomponenten so unterstützt. Der Abgang ist leicht bitter und klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Magnum, Fuggles), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH
Jaffestr. 8
22861 Hamburg
www.elbpaul.de

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