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Maisel & Friends auf der Internorga

In fast genau zwei Monaten ist es wieder soweit: die Internorga öffnet in Hamburg ihre Pforten. Seit fünf Jahren ist auch die Craft Beer Arena fester Bestandteil der Messe. Die Brauerei Maisel & Friends ist einer der Initiatoren der CRAFT BEER Arena auf der INTERNORGA und von Beginn an als Aussteller dabei. Als einer der Vorreiter im deutschen Craftbiermarkt sind sie auch in diesem Jahr in der Arena in Hamburg zu Gast.

Die kreativen Brauer der Familienbrauerei Maisel haben jetzt angekündigt, auf der Internorga zwei Messeneuheiten zu präsentieren. Worum es sich handelt, verrät die Brauerei aber noch nicht. Es handelt sich um zwei neue, dauerhaft sowie national verfügbare Craftbiere. Diese werden das bestehende Sortiment an angenehm zu trinkenden Sessionbieren perfekt ergänzen.

Interessierte Gastronomen und Fachbesucher können sich bereits jetzt auf das Pale Ale freuen, das sie am Stand von Maisel & Friends frisch gezapft probieren können. Das Pale Ale hat sich mittlerweile zum Must-have für Bars, Clubs und Restaurants aller Art entwickelt. “Die Gäste erwarten heute Abwechslung beim Restaurantbesuch und bestellen neben den Klassikern Pils, Hell und Weißbier schon völlig selbstverständlich ein Pale Ale,” erklärt Brauereiinhaber Jeff Maisel. “Diese veränderte Konsumgewohnheit sollten findige Gastronomen nicht verschlafen.” Das Pale Ale von Maisel & Friends ist dauerhaft und national im 30 Liter Fass und in der 0,33l Longneckflasche erhältlich. Das super süffige Bier mit Anklängen nach tropischen Früchten ist ein echtes “Brett” an Hopfenaroma.

Der Maisel & Friends-Biersommelier Michael König freut sich auf viele interessierte Besucher und angeregte Fachgespräche. Wir dürfen durchaus erwarten, dass er auch wieder den einen oder anderen limitierten Sondersud als Überraschung dabeihat.

Lückenlos vom Feld bis in die Flasche

Die Brauerei Bischofshof setzt neue Maßstäbe in Sachen Verbraucherschutz und bei der Sicherheit von Lebensmitteln. Als erste mittelständische Brauerei Ostbayerns darf sie künftig das weltweit anerkannte Gütesiegel “FSSC 22.000” tragen. Die Auszeichnung, die der TÜV Süd jetzt nach einem umfangreichen Prüfprozess verlieh, gilt als eine der strengsten internationalen Normen für Transparenz im Herstellungsprozess von Lebensmitteln. “Das Siegel signalisiert eine lückenlose Dokumentation von Herkunft, Herstellung und Lieferung vom Feld bis in die Flasche – und ist ein zusätzliches Qualitätsversprechen für unsere Kunden”, sagt Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß bei der Übergabe der Zertifikate im Dezember in Regensburg.

Woher kommen unsere Lebensmittel? Die Sicherheit und Herkunft von Nahrungsmitteln wird den Deutschen immer wichtiger. 96 Prozent der befragten Bundesbürger sagten in der europaweiten Studie “Eurobarometer”, dass sie beim Kauf auf Qualität achten. Zwei Drittel der Teilnehmer an der Studie gaben an, eine möglichst unabhängige Gütekennzeichnung sei ihnen dabei wichtig.

Das verstand Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß als Auftrag: “Um unser seit jeher gelebtes Qualitätsversprechen auch für den Endkunden noch besser sichtbar zu machen, haben wir uns entschlossen, dieses global anerkannte Verfahren zum Nachweis einer sicheren Lebensmittelproduktion zu durchlaufen”, sagte er. “Umso mehr freuen wir uns über diesen Erfolg”, betonte der Brauereidirektor.

FSSC steht für Food Safety System Certification, auf Deutsch also eine Norm für die Sicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln. Ursprünglich stammt das Qualitätssiegel aus der Raumfahrt und der Essensversorgung im All – als Nachweis für die Produktion sicherer Lebensmittel auf allen Stufen der Herstellung. “FSSC 22.000” ist von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannt und genießt eine hohe Akzeptanz im internationalen Handel sowie in der weiterverarbeitenden Industrie.

Dokumentation aller Liefer- und Brauprozesse nach strengsten internationalen Standards

Die Brauerei Bischofshof, zu der mit Weltenburger auch die älteste noch produzierende Klosterbrauerei der Welt gehört, bereitete sich in den vergangenen Monaten intensiv auf die Zertifizierung vor: “Die Herkunft unserer Rohstoffe, ihre hohe Qualität, die Verarbeitung und die gesamte Lieferkette sind jetzt auch nach internationalen Standards dokumentiert”, sagt Laila Schmidt. Sie koordinierte federführend als Zertifizierungsbeauftragte den Einführungsprozess. “Das Qualitätssiegel FSSC 22.000 schafft als Managementsystem Transparenz und Vertrauen in Bezug auf sämtliche Arbeitsschritte von der Herstellung bis zur Abfüllung unserer traditionellen Bierspezialitäten”, sagt Schmidt.

Das bayerische Reinheitsgebot von 1516 ist nach den Worten von Bischofshof-Braumeister und Qualitätsleiter Andreas König Fundament für die Qualität und Sicherheit des puren Naturproduktes Bier: “Wir verwenden Wasser aus eigenen Brunnen, Hefe aus unserer Reinzuchtanlage, Malz und Hopfen von regionalen Lieferanten”, sagt er. Für das FSSC-22000-Gütesiegel habe die Mannschaft sämtliche Prozessbeschreibungen und Dokumente in ein einheitliches Managementsystem gebracht. Bewährte Rezepturen, das Wissen und die langjährige Erfahrung unserer Brauer und Braumeister und die Freude am Produkt sind nach Königs Worten weitere Erfolgsfaktoren für die vielfach prämierten Biere.

Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß sieht die Zertifizierung auch als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Hauses: Bereits in den vergangenen Jahren investierte Bischofshof Millionen in moderne, innovative umweltschonende und energiesparende Technologien. 2006 weihte die Stiftungsbrauerei das modernste Sudhaus der Welt ein. Seit 2013 arbeiten die Bischofshof-Mitarbeiter in einer neuen Arbeitswelt, die zusammen mit dem Fraunhofer-Institut entstand, eng ausgerichtet an ökologischen und ökonomischen Grundsätzen. Seit 2016 in Betrieb ist ein neuer Gär- und Lagerkeller mit einer deutlich effizienteren Kühlleistung. Weitere Investitionen beispielsweise in Ladestationen für E-Fahrzeuge auf dem Brauereigelände sind bei Bischofshof bereits umgesetzt. Derzeit im Bau ist eine neue Energiezentrale, die künftig eine komplett klimaneutrale Produktion möglich machen soll.

Internorga 2019: Neben Craft Beer auch Craft Spirit und Craft Softdrinks

Handwerklich gebraute Biere aus dem Markt nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Mikrobrauereien haben ihre Erfolgsgeschichte in der Craft Beer-Arena gestartet, die seit vier Jahren eines der absoluten Highlights auf der Internorga ist. 2019 finden die CRAFT BEER Arena und CRAFT SPIRIT Lounge erstmals direkt nebeneinander auf einer Fläche in der Halle B4 OG statt. Vom 15. bis 19. März werden 31 Brauer aus ganz Europa, darunter renommierte und junge Unternehmen, über 150 kreative Biere präsentieren und zum Fachsimpeln einladen. Erstmals mit dabei sind Camba Bavaria GmbH, Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH und lillebräu GmbH, die sich Seite an Seite mit Internorga-erfahrenen Ausstellern wie Brauerei Lemke Berlin GmbH, Rügener Insel Brauerei GmbH oder Schneider Weisse präsentieren. Auf einer Bühne stellen die Experten ihre aktuellen Biere vor, liefern spannende Einblicke in die Braukultur und laden zu Tastings, Mixings und Pairings ein.

Aber nicht nur beim Bier ist das Handwerk gefragt, sondern auch bei den Spirituosen. Auch dort hat die Internorga einige Überraschungen bereit. Wie wäre es mit einem Gin ohne Alkohol? Oder mit handgefertigtem Korn? Mit Likör mit Chilli? In der Welt der Destiller gibt es nichts, was es nicht gibt. In den Fokus rückt dabei immer mehr der gesundheitsbewusste Konsument, der nach alkoholfreien Drinks oder Spirituosen natürlichen Ursprungs sucht. Aber auch experimentierfreudige Genießer und Fans traditioneller Destillate kommen in der vergrößerten CRAFT SPIRIT Lounge auf der INTERNORGA auf ihre Kosten. Im Vergleich zu 2018 wird die Fläche verdoppelt und bietet 18 Ausstellern Platz für die Präsentation ihrer neuesten Kreationen.

Neben Bier und Hochprozentigem durchdringt der Trend handgefertigter Braukunst zunehmend auch den alkoholfreien Erfrischungsgetränkemarkt: “Wir freuen uns, dass wir 2019 zahlreiche Anbieter angesagter Getränke und Innovationen im wachsenden Bereich der Limonaden und Säfte vor Ort haben und damit die hohe Nachfrage im Markt bedienen können,” freut sich Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Hamburg Messe und Congress GmbH. Ob natürlicher Wachmacher mit Mate, grüne Kaffeebohnen oder frische Ingwerlimonade – auf der INTERNORGA können Besucher die neuesten Produkte genauer unter die Lupe nehmen und mit den Herstellern in persönlichen Austausch treten.

Die INTERNORGA findet vom 15. bis 19. März 2019 auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH statt. Die CRAFT SPIRIT Lounge und CRAFT BEER Arena befinden sich erstmals direkt nebeneinander in der Halle B4 OG. Anbieter nicht alkoholischer handgefertigter Getränke präsentieren sich darüber hinaus in den Hallen A1 sowie B1, B2 und B3.

Haardt Bier schließt am 31. 12. 2018

Gerade gestern habe ich über das Ende von Labieratorium berichtet und die Befürchtung geäußert, dass dies der Anfang einer Marktbereinigung sein könnte. “Marktbereinigung” ist ein Euphemismus die eine Welle an Insolvenzen. Heute erreicht mich bereits die nächste Hiobsbotschaft. Auch die Craft Beer-Brauerei Haardt Bier aus Bad Dürkheim schließt zum Jahreswechsel.

Im Jahr 2015 hat die Brauerei, die ein Gemeinschaftsprojekt von Andreas Dietrich und der Bad Dürkheimer Agentur “Die Medienagenten” ist, begonnen, auf der Brauanlage des Brauhauses Grünstadt zu brauen. Sie stellte neben dem eigenem “Haardt Bier” auch ein Pale Ale für ein Bierlokal in Mannheim her.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: es gibt keinen Grund, das Totenglöckchen für das Craft Beer zu läuten. Neben alkoholfreien Bieren ist das Craft Beer der einzige Bereich in der Welt des Bieres, der noch wächst. Allerdings wächst das Angebot leider schneller als die Nachfrage. Damit sind bedauerliche Ereignisse wie im Fall des Labieratoriums und von Haardt Bier leider nicht zu vermeiden. Es bleibt zu hoffen, dass dies Einzelfälle bleiben und die Nachfrage nach Craft Beer steigt, so dass die Brauer, die viel Herzblut in ihre Produkte stecken, wieder ein gutes Auskommen haben.

Labieratorium gibt auf

Nach einem Bericht der Lausitzer Rundschau wird die Craft Beer-Brauerei Labieratorium zum Ende des Jahres schließen. Nur eineinhalb Jahre, nachdem Olaf Wirths seine eigene Brauerei eröffnet hat und nicht mehr als Gypsy-Brauer arbeitete, kommt für das Unternehmen das Aus. Grund ist der zu geringe Absatz in der Region.

Die Marke Labieratorium gibt es seit 2015. Damit eröffnete Olaf die Bierbar Labyrinth in der Nähe des Cottbuser Bahnhofs und erst im Sommer des letzten Jahres richtete er seine Brauerei ein. Die Bar hat bereits im November geschlossen und zum Ende des Jahres wird das Labieratorium der Vergangenheit angehören.

Ich bedaure das sehr. Aus Cottbus kamen wirklich gute Biere und noch auf der BrauBeviale in Nürnberg habe ich den Wintertraum verkosten können, ein Gewürzbier, das mich wirklich begeistert hat und das sehr gut in die kalte Jahreszeit und die vorweihnachtlichen Gerichte begleitet. Ich habe mich auf dem Bierfest in Dortmund kurz mit Olaf unterhalten können und er war ein sehr netter Mensch. Ein Grund mehr, aufgrund der neuerlichen Entwicklung traurig zu sein.

Ich hoffe, dass diese Betriebsschließung nicht der Anfang einer ganzen Reihe an Insolvenzen ist. Im letzten Monat hat sich Alexander Himburg von Himburgs BrauKunstKeller im Rahmen der Bierakademie in Bochum darüber beklagt, dass das Angebot an Craft-Bieren schneller wächst als die Nachfrage, so dass derzeit ein Überangebot an craft Beer auf dem Markt ist. In den letzten Monaten habe ich auch einen Preisverfall bei Craft Beer feststellen können (ich ha das nicht genau dokumentiert, es handelt sich dabei eher um ein Gefühl). Vor einigen Wochen hat die Getränkemarkt-Kette Trine & Spare verschiedene Craft-Biere im Sonderangebot für unter 2 Euro angeboten. Auch wenn das für die Verbraucher auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint, könnte ein solcher Preis darauf hindeuten, dass mittel- und langfristig eine “Marktbereinigung” stattfinden könnte. Das wäre dann wirklich nicht in unserem Sinn.

Österreichische Bierkultur am Weg in eine vielfältige Zukunft

Im Jahr 2018 hat das Linzer market-Institut bereits zum zehnten Mal im Auftrag der Brau Union Österreich eine großangelegte, repräsentative Studie zur Bierkultur in Österreich durchgeführt. Dabei wurden zum Jubiläum mehr Österreicher denn je – 2.000 an der Zahl – befragt. Fazit: Bier wird immer facettenreicher und äußerst positiv wahrgenommen.

“Der Jubiläumsbericht fasst die Erkenntnisse der letzten zehn Jahre zusammen. Und die Bestandsaufnahme zeigt, dass sich Stellenwert und Image der österreichischen Bierkultur in dieser Zeit hervorragend entwickelt haben. Zugleich gibt er auch einen Ausblick auf Trends für die Zukunft “, erklärt Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich.

“Ziel des Bierkulturberichtes war von Beginn an die Bierkultur in und für Österreich zu verbessern und Österreich so zum Land mit der besten Bierkultur Europas zu machen. Und das wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt uns die Auszeichnung des Bierkulturberichtes 2017 mit dem Econ Award”, ergänzt Gabriela Maria Straka, Leitung Kommunikation/PR & CSR der Brau Union Österreich. “Dieser Award ist eine besondere Belohnung für die Arbeit unseres Teams, welches den Bericht konzeptioniert, redigiert und publiziert hat. Gleichzeitig war die Auszeichnung auch Ansporn für den Jubiläumsbericht, den wir in kurzer Zeit unter Einbindung von Stakeholdern erstellt haben.”

Getränkekultur ist Bierkultur

Fast 90 Prozent der Österreicher erachten Bier als wichtig oder sehr wichtig für die österreichische Getränkekultur – es gibt kaum jemanden, der hier gar keine Wertigkeit sieht. Das attestiert dem Gerstensaft ein sehr gutes Image in Österreich. Dieser anhaltende Trend zur positiven Imageentwicklung wird auch rückblickend bestätigt: Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass sich das Ansehen von Bier in der letzten Dekade verbessert hat.

Genuss als Motiv

Dem Genussfaktor kommt beim Biertrinken eine klar steigende Wertigkeit zu: Mittlerweile jeder Dritte trinkt Bier vor allem, wenn er oder sie Lust auf den typischen Biergeschmack hat. Das zeigt sich auch im Zusammenhang mit alkoholfreiem Bier: Ganze 47 Prozent der Befragten sagen, sie greifen dann zu alkoholfreiem Bier, wenn sie Lust auf den Geschmack haben, aber bewusst auf den Alkohol verzichten möchten – ein Aspekt, der vor allem für Frauen zutrifft.

Nachhaltig und verantwortungsvoll

Die befragten Österreicherinnen und Österreicher haben hohe Ansprüche an eine nachhaltige Bierproduktion, dabei steht der Regionalitätsfaktor im Vordergrund: Jeweils rund 70 Prozent setzen in diesem Zusammenhang auf die Verwendung von regionalen Rohstoffen bzw. eine Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Auch die Einhaltung von Umweltschutzauflagen, die Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen, die Vermeidung von langen Transportwegen, energiesparende Produktionsanlagen und vieles mehr sind dem Großteil der Österreicher ein Anliegen.

Österreichischer Bierkulturbericht der Brau Union Österreich ausgezeichnet

Der Econ Verlag und die Handelsblatt-Gruppe gehören seit Jahrzehnten zu den bedeutenden Herausgebern deutschsprachiger Medien im Wirtschaftsbereich. Diese Fachkompetenz wurde gebündelt, um den Wettbewerb für die Econ Awards Unternehmenskommunikation auszuschreiben, der seit 2007 die besten Projekte im Bereich Corporate Communications aus dem deutschsprachigen Raum (Österreich, Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein) auszeichnet. Nach Österreich gingen nur zwei Econ Awards. Einen davon holte die Brau Union Österreich für ihren Bierkulturbericht 2017 ins Land: den Econ Award in Bronze in der Kategorie Imagepublikationen. Dies ist eine wertvolle Bestätigung für die Arbeit des Mitarbeiterteams der Brau Union Österreich, welches für die Inhalte und Publikation des Berichtes verantwortlich ist.

Über die Studie

Die Studie wurde vom Linzer market-Institut unter 2.000 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews zwischen April und Mai 2018 durchgeführt.

Den vollständigen Bierkulturbericht 2018 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren gibt es online unter http://www.brauunion.at/bierkultur/bierkulturbericht zum Durchblättern oder Downloaden.

Michael Kolarik-Leingartner ist neuer Biersommelier-Staatsmeister in Österreich

Gestern Abend gingen in der Ottakringer Brauerei in Wien die 4. Österreichischen Staatsmeisterschaften der Sommeliers für Bier über die Bühne. Nach langem Wettstreit und spannendem Finale kürte die hochkarätig besetzte Fachjury Michael Kolarik-Leingartner aus Wien zum neuen Biersommelier-Staatsmeister. Parallel qualifizierten sich die besten Zehn für das bierige A-Team – sie werden für das Bierland Österreich 2019 in Italien um den Weltmeistertitel kämpfen. Als Rahmenprogramm sorgten kulinarische Schmankerl mit passender Bierbegleitung sowie ein Live-Auftritt der Wiener Kultband “5/8erl in Ehr’n” für beste Stimmung.

Das Bierland Österreich feiert seinen neuen Staatsmeister! Alle zwei Jahre messen sich Österreichs Bier-ExpertInnen und stellen bei anspruchsvollen theoretischen sowie sensorischen Prüfungen unter der Leitung von Kiesbye`s Bierkulturhaus ihr Können unter Beweis. Und im großen Finale müssen die besten ihrer Zunft ein ihnen unbekanntes Bier im Rahmen einer Showpräsentation Jury und Publikum vorstellen. Aus 38 TeilnehmerInnen, darunter fünf Damen, setzte sich am Ende Michael Kolarik-Leingartner gegen die starke Konkurrenz durch. Der Wiener zeigte sich fachlich äußerst souverän und bot eine tolle Performance auf der Bühne. “Es war ein super Event mit großartiger Stimmung. Dass ich mich am Ende auch noch durchsetzen konnte, macht mich natürlich wahnsinnig stolz und schmeckt besonders gut”, so der frischgebackene Staatsmeister. Auf dem zweiten Platz folgten Felix Schiffner aus Oberösterreich (amtierender Vize-Biersommelierweltmeister) und Julian Selinger, ebenfalls aus Öberösterreich. Beide dürfen sich ab sofort Österreichischer Biersommelier-Vizestaatsmeister 2018 nennen.

Ciao Italia – Biersommelier-WM 2019 in Rimini

Für die besten zehn Biersommeliers – inkl. Staats- und Vizestaatsmeister – heißt es nächstes Jahr Koffer packen. Es geht an die Adriaküste zur 6. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier. “Darauf freuen wir uns schon sehr. Schließlich kommen wir als Vizeweltmeister nach Rimini”, so Jutta Kaufmann-Kerschbaum, Geschäftsführerin des Brauereiverbandes. Vergangenes Jahr errang der Oberösterreicher Felix Schiffner die Silbermedaille in Deutschland. “Jetzt aber möchte ich Michael Kolarik-Leingartner, Felix Schiffner und Julian Selinger – sowie dem ganzen Nationalteam – herzlich gratulieren. Es war ein toller Wettbewerb und Werbung für die heimische Bierkultur!” Und bevor es nach Italien geht, stehen noch intensive Trainingslager in Kiesbye´s Bierkulturhaus in Obertrum bei Salzburg auf dem Programm.

Österreich als Mekka der Bierkultur

Mit aktuell 2.642 Biersommeliers im Land ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bier-Wissen. Nirgends sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-ExpertInnen. Der Biersommelier ist ein professioneller Bierkennen – professionelles Kellermanagement, Einkauf, Lagerung, Schankhygiene, Kalkulation, Verkauf und fachgerechtes Service zählen zu seinen Aufgabengebieten. “Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche dreistufige Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild vieler Nationen geworden”, erklärt Jutta Kaufmann-Kerschbaum abschließend.

Auf einen Blick

Das Österreichische Nationalteam für die WM in Rimini 2019:

  • Michael Kolarik-Leingartner (Wien)
  • Felix Schiffner (Oberösterreich)
  • Julian Selinger (Oberösterreich)
  • Manuel Bartolacci (Wien)
  • Philipp Geiger (Tirol)
  • Christian Harringer (Oberösterreich)
  • Mag. Clemens Kainradl (Burgenland)
  • Harry Mittermaier (Oberösterreich)
  • Birgit Rieber (Wien)
  • Julia Telsnig (Tirol)

Die Fachjury:

  • Nicola Buchner (Geschäftsführerin des Österreichischen Biersommelierverbandes)
  • Johann Einzenberger (Sommelier für Bier, Wein und Käse, Jurymitglied der Biersommelier-Weltmeisterschaft)
  • Tobias Frank (1. Braumeister und Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei)
  • Axel Kiesbye (Gründer und Leiter des Kiesbye`s Bierkulturhauses)
  • Berndt Querfeld (Spitzengastronom; u.a. Geschäftsführer Café Landtmann)

Die ‚Schnittenfahrt‘ aus dem Ottakringer BrauWerk ist wieder da

Normalerweise erwähne ich in diesem Blog ausschließlich Biere, die ich selbst kennengelernt und verkostet habe. Von dieser Regel mache ich hier eine Ausnahme, denn ich finde, dass die Schnittenfahrt extrem spannend ist. Wie bereits im letzten Jahr (eventuell auch schon länger, das entzieht sich meiner Kenntnis) haben sich die beiden Wiener Traditionsunternehmen Ottakinger und Manner zusammengeschlossen, um gemeinsame Sache zu machen. Herausgekommen ist die Schnittenfahrt, ein gemeinsames Bier das nach den Angaben von Ottakringer das das beste aus der Nachbarschaft vereint, um wieder den Winter zu verzaubern. In einer Pressemitteilung schreibt Ottakringer: “In diesem Jahr als Imperial Baltic Porter eingebraut zeigt die ‚Schnittenfahrt’ wieder wunderbare Aromen von Kakao, Vanille und Waffeln und ist mit 17,9°P Stammwürze und 7,6 % Vol. auch wieder recht kräftig.

Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: “Manner und Ottakringer sind seit jeher Nachbarn und prägen mit ihren Produkten und – die Ottakringer wissen es – auch mit ihren Gerüchen – die Stadt. Unsere Grundidee, ein Bier mit regionalen Lebensmitteln sowie gemeinsam verwendbaren Rohstoffen zu produzieren ist uns auch heuer hervorragend gelungen. Die Manner Schnittenbrösel ersetzen einen Teil des Malzes, werden schon mitgemaischt und sorgen wieder für eine wunderbare Weichheit des Bieres. Vanille, Haselnuss und Kakao kommen dann während der Gärung dazu und machen daraus quasi die ‚flüssige Manner Schnitte’.”

Manner Marketingleiter Ulf Schöttl freut sich über die neuerliche Kooperation: “Die Standardbierzutaten stammen wieder alle von Ottakringer, der Kakao und die Schnittenbrösel, die die ‚Schnittenfahrt’ so besonders machen, kommen von uns. Die Bewohner des 16. und 17. Bezirks werden ja schon lange, abhängig von der Windrichtung und von Produktionszeiten, entweder mit dem Geruch von Malz oder von Schokolade verwöhnt. Nun gibt es diese Melange auch endlich wieder zu trinken.”

Die “Schnittenfahrt’ trinkt sich besonders gut zu kräftigen Wildgerichten, winterlich gewürzten Eintöpfen und feinen Weihnachtskeksen – oder einfach als Nachspeise! Sie ist im Ottakringer Shop, im Ottakringer BrauWerk, in den Manner Shops, im Bierfachhandel bzw. in Merkur-Märkten im Großraum Wien erhältlich.”

So weit die Pressemitteilung. Ich würde das Bier ja auch gerne verkosten und an dieser Stelle vorstellen, aber eine Fahrt nach Wien ist im Moment bei mir nicht geplant. Wenn ich das nächste Mal dort hinkomme, wird das Bier bereits ausverkauft sein. Schade.

Das Bayreuther Helle wurde bei der Brussels Beer Challenge als bestes deutsches Helles ausgezeichnet

Die Bayreuther Bierbrauerei gewinnt beim internationalen Bierwettbewerb “Brussels Beer Challenge” mit dem BAYREUTHER HELL eine Silbermedaille. Damit geht das Helle aus Bayreuth als “das Beste deutsche Hellbier” aus dem Wettbewerb hervor. Die hochkarätig besetzte Jury verkostete alle Biere blind. Das bedeutet, dass Aussehen, Geruch und Geschmack für die Bewertung entscheidend waren. Ein helles Bier zu brauen sei für einen Brauer die absolute Königsdisziplin und echte Brau-Kunst, erklärt Hans-Joachim Leipold, Vorstand der Bayreuther Bierbrauerei. Bei dieser Sorte können kleine Braufehler nicht versteckt werden und Biertrinker würden schon die kleinste Abweichung sofort schmecken. “Die Silbermedaille bei einem so renommierten Wettbewerb zu gewinnen, ist ein riesengroßes Kompliment für uns und zeigt, dass wir unsere Bierspezialitäten auf höchstem Niveau herstellen,” freut sich Leipold. “Ich möchte unseren Braumeistern danken und ihnen ein großes Lob für die hervorragende Arbeit, die konstant hohe Qualität und ihre Detailverliebtheit aussprechen. Es freut uns unheimlich, dass die Juroren unser BAYREUTHER HELL als sauber gebrautes, süffiges und gut trinkbares Helles ausgezeichnet haben.”

Verkostungswettbewerb Brussels Beer Challenge

Die erste Brussels Beer Challenge fand 2012 in Brüssel statt, danach wechselten die Austragungsorte in jedem Jahr in eine andere belgische Stadt. Brussels Beer Challenge wurde 2018 bereits zum siebten Mal ausgetragen und konnte in den letzten Jahren einen stetig steigenden Bekanntheitsgrad verzeichnen. Vor allem international hat sich die Beerchallenge in der Bierbranche und der öffentlichen Wahrnehmung zu einem der wichtigsten und prestigeträchtigsten Wettbewerbe der Welt entwickelt. Bei der “Brussels Beer Challenge” verkosteten Anfang November 2018 im belgischen Mechelen 90 internationale Juroren 1.600 Biere aus 40 Ländern der Welt. In der Kategorie “Helles” erreichte die Saranac Brewery aus den Vereinigten Staaten die Goldmedaille, BAYREUTHER HELL von der Bayreuther Bierbrauerei AG wurde von der Jury auf den zweiten Platz gewählt und die Ottakringer Brauerei aus Österreich erreichte die Bronzemedaille.

BAYREUTHER HELL aus der Bayreuther Bierbrauerei

Die Brauerei beschreibt das Bier so: “BAYREUTHER HELL hat seine Wurzeln in der Bayreuther Bierbrauerei AG, die mit ihrer historischen Marke BAYREUTHER BRAUHAUS seit über 150 Jahren traditionelles, bayerisches Brauhandwerk pflegt. Der frisch-würzige Geschmack und der süffige Biergenuss sind typisch für die traditionelle Bierspezialität. BAYREUTHER HELL bekommt durch die sorgsam ausgewogene Balance aus feinsten, hellen Gerstenmalzen und einer dezenten Hopfennote seinen unverkennbaren Charakter. Im Glas strahlt es mit einer leuchtend goldenen Farbe und einer stattlichen Schaumkrone. Die Nase umspielen frische, florale Noten mit einem leichten Hauch von Honig und Zitrone. Im Mund zeigt sich ein leichtes, wunderbar würziges und süffiges Bier mit feinster Spritzigkeit: eine Komposition aus Honig, Karamell und blumigen Hopfennoten mit einem Hauch von Getreide. Ein ehrliches und schmackhaftes Helles, wie es in Bayern schon seit Jahrhunderten gebraut und geliebt wird.

BAYREUTHER HELL ist national in der klassischen 0,5 Liter Euroflasche und frisch vom Fass gezapft für die Gastronomie erhältlich. Seit dem zweiten Quartal 2018 entwickelt die Bayreuther Bierbrauerei das bayerische Hell-Segment mit der Einführung der handlichen 0,33 Liter Euroflasche weiter. Mit dem neuen Kultgebinde für bayerische Hellbiere sollen neben den Stammverwendern auch neue Zielgruppen angesprochen werden.”

BrauBeviale 2018: Der Treff der Branche war so groß und international wie nie

Am Donnerstag ging die BrauBeviale nach drei erfolgreichen Tagen mit einer Rekordbeteiligung zu Ende. Über 40.000 Fachbesucher (2016: 37.923), davon über 18.000 international, reisten vom 13. bis 15. November 2018 nach Nürnberg zur in diesem Jahr wichtigsten Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie. Dort präsentierten 1.094 Aussteller, 53 Prozent international, ihre Produkte und Lösungen rund um die gesamte Prozesskette der Getränkeherstellung: Das Angebot reichte von Rohstoffen über Technologien und Komponenten bis hin zur Verpackung sowie Zubehör und Vermarktungsideen. Die Beteiligung so groß, dass in diesem Jahr eine Halle mehr für die Messe geöffnet werden musste als im letzten Jahr. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm rundete die drei Tage ab.

“Diese BrauBeviale hat unsere Erwartungen übertroffen!” strahlt Andrea Kalrait, Leiterin der BrauBeviale, als sie die Zahlen erfährt. “Wir haben gehört, dass es direkt auf der Messe mehrfach zu konkreten Abschlüssen kam. Die Getränkebranche scheint nur darauf gewartet zu haben, wieder nach Nürnberg zu kommen. Darauf sind wir sehr stolz.” Das Veranstaltungsteam freut sich auch über die positiven Rückmeldungen aus dem Ausstellerbeirat: “Die BrauBeviale ist eine coole Messe geworden.” – “Es ist der Messe gelungen, zum Treffpunkt verschiedener Denkweisen und Kulturen zu werden.” – “Wir sind bereits am ersten Messetag überrannt worden, das gab es noch nie.” – “Die Qualität der Gespräche war hervorragend.” – “Die wirklich wichtigen Entscheidungsträger waren da.”

Hochqualifizierte Fachbesucher aus In- und Ausland

Diese Aussagen bestätigen Befragungsergebnisse eines unabhängigen Instituts: Rund 90 Prozent der Besucher sind in die Investitionsentscheidungen ihrer Unternehmen mit eingebunden. Die Fachbesucher kamen aus zahlreichen Bereichen der Getränkewirtschaft: aus Brauereien und Mälzereien sowie aus dem Bereich der Mineralbrunnen, Erfrischungsgetränke, Saft, Wein, Maschinen- und Anlagenbau sowie aus dem Handel und der Gastronomie. Die Gäste reisten aus Deutschland und aus dem Ausland an, vor allem aus Italien, Tschechien, der Schweiz, Österreich, Großbritannien, Russland, Belgien, den Niederlanden und Frankreich. Rund 98 Prozent der befragten Fachbesucher waren mit dem Messeangebot zufrieden. Immerhin 95 Prozent gaben an, dass sie auch im nächsten Jahr wieder die BrauBeviale besuchen möchten.

Rahmenprogramm mit großem Zuspruch aufgenommen

Bereits der Start am Vortag der Messe war sehr erfolgreich: In allen drei Symposien – dem Export Forum German Beverages, dem European MicroBrew Symposium der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) sowie dem Heirloom & Terroir Barley and Malt Symposium von RMI Analytics – wurde rege diskutiert und sich ausgetauscht. Durchweg gute Noten vergaben die Fachbesucher für die Craft Drinks Area mit ihren acht unterschiedlichen Verkostungsbars sowie für das Forum BrauBeviale mit seinen vielzähligen und abwechslungsreichen Vorträgen. Auf großes Interesse stieß die Keynote zur Eröffnung von Foodtrendforscherin Hanni Rützler, die eine “Entführung in die Zukunft” ankündigte – passend zum zentralen Thema der BrauBeviale 2018: die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche. Ein Publikumsmagnet war das Finale der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers, bei der Dr. Markus Fohr mit seiner Präsentation des belgischen Duvel Bieres die Fachjury überzeugen konnte. Gleich auf Anhieb ein großer Erfolg war der Themenpavillon brau@home, zentrale Anlaufstelle für interessierte und ambitionierte Heim- und Hobbybrauer, die sich beim Schaubrauen, den zahlreichen Ansprechpartnern am Pavillon und den Impulsvorträgen in der Speakers’ Corner viele Anregungen und Informationen holten.

European Beer Star 2018: Consumers’ Favourite

Eine 144-köpfige internationale Fachjury hat bereits im Vorfeld der Messe aus den 2.344 eingereichten Bieren die Sieger des European Beer Star 2018 in 65 Kategorien gewählt. 51 Länder aller Kontinente beteiligten sich in diesem Jahr bei einem der bedeutendsten internationalen Bierwettbewerbe. Am ersten Messetag wählten einige tausend Fachbesucher aus den Goldmedaillengewinnern ihr Lieblingsbier und kürten so den Consumers’ Favourite 2018. Die Goldmedaille geht an

“La Pallata” von Birrificio Porta Bruciata (Italien), Silber gab es für Dachsbräu Weilheim (Deutschland) für das “Weilheimer Festbier”. Auf den dritten Platz schaffte es “San Lorenzo” von MC77 Birrificio Artigianale (Italien).

Die Liste mit allen Siegern des European Beer Stars 2018 sowie den Kontaktdaten der Brauereien, Fotos und Grafiken gibt es unter: www.european-beer-star.de.