Archiv der Kategorie: Biertest

Zombräu Motor Oil

Craftbeer-Revolution beschreibt Zombräu so: “Zombräus Mission ist es, der Welt zu zeigen, was Bier alles kann. Niemals aufhören zu experimentieren und niemals aufhören sich zu verbessern. Bier ist für die beiden Brauer Tobi und Basti keine Massenware. Für sie ist Bier so kompliziert und einzigartig, wie das Leben selbst. Und sie wollen dafür sorgen, dass das auch so bleibt.” Ich habe die beiden Brauer vor einiger Zeit in Bayreuth kennengelernt und kann diese Aussagen nur bestätigen. Jetzt steht das Motor Oil vor mir, ein Imperial Stout, das auf dem Etikett ein Versprechen gibt: “Guaranteed Satisfaction”. Ein hoher Anspruch, von dem ich hoffe, dass dieses Bier ihn erfüllt.

Blickdicht schwarz ist das Bier, mit einer durchschnittlichen Menge mittelbraunen feinporigen Schaums, der lange erhalten bleibt. Optisch ist an dem Motor Oil nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Espresso, Schokolade und Karamell, unterstützt durch einen Hauch Vanille. Das macht schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist nicht allzu süß und durch die sehr feinperlige Kohlensäure wunderbar frisch. Damit entspricht das Bier nicht meinen Erwartungen, sondern es überrascht mich. Die Überraschung ist aber durchaus positiv. Langsam entwickelt sich aber eine samtige Süße zusammen mit dem Geschmack nach Espresso und Karamell, unterstützt durch ein ordentliches Bitter. Jetzt ist das Bier vollmundig und wärmend, auch der Alkoholgehalt von 7,5 Volumenprozent passt sich gut in das Geschmacksbild ein. Das Bier geht runter wie Öl. Im Abgang kommt die Schokolade mit einem langen Nachklang in den Vordergrund.

Das Motor Öl ist einfach ein tolles Bier, das zu vielen Desserts und anderen Süßspeisen passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmal (Pilsener Malz, Caraamber, Caraaroma, Röstmalz, Chocolate Malt), Hopfen (Nugget), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

19° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
84051 zombräu.de
www.zombraeu.com

Tongerlo Prior

Die Brauerei Haacht aus dem belgischen Boortmeerbeek war auf der Internorga und von dort habe ich auch das Tongerlo Prior mitgebracht. Das Triple wurde im Jahr 2011 bei den World Beer Awards als bestes helles Abteibier ausgezeichnet. Ich kann mich also auf ein sehr gutes Bier freuen. Wie viele Biere aus Belgien wurde das Bier einer zweiten Gärung in der Flasche unterzogen, wodurch der Geschmack intensiviert und die Haltbarkeit verlängert wird.

Bereits die Optik kann überzeugen. Golden und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine sehr voluminöse feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Etwas zurückhaltend aber deutlich wahrnehmbar kommen die Aromen des Hopfens dazu. Mir steigen Aromen grüner Früchte in die Nase, gepaart mit Nuancen von Gewürzen, Hefe und Karamell. Später gesellt sich noch der Duft überreifer Pflaumen dazu. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, allerdings nicht unangenehm, denn die passend dosierte Kohlensäure sorgt für eine ordentliche Frische. Schnell kommt ein leichtes Bitter dazu. Die Aromen, die mir in die Nase gestiegen sind, spiegeln sich auf der Zunge wider. Die 9 Volumenprozent Alkohol sind gut eingebunden, so dass sie zwar zu schmecken sind, aber die anderen Geschmäcker des Bieres nicht überdecken sondern unterstützen. Im Abgang mischen sich die Fruchtigkeit und die Bitterstoffe. Dabei klingen die Fruchtnoten länger nach das das Bitter.

Das Tongerlo Prior ist ein sehr gutes belgisches Triple, das auch gut zu belgischen Speisen passt.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Brauerei:

Brouwerij Haacht
Provinciesteenweg 28
3190 Boortmeerbeek
Belgien
www.tongerlo.be

Das Bier ohne Namen

Das Bier, das ich jetzt testen werde, ist neu. Ganz neu. Wirklich neu. So neu, dass es noch nicht im Handel erhältlich ist. Es ist sogar so neu, dass es noch nicht einmal einen Namen hat. Und so wundert es auch nicht, dass dieses Bier bis heute noch so ganz nackt und ohne Etikett daherkommt.

Einige Infos habe ich aber trotzdem. Maisel & Friends hatte sich vorgenommen, ein Bier zu kreieren, das den klassischen Weißbierkonsumenten anspricht und ihn dabei überrascht. Dieses Bier steht jetzt vor mir. Es handelt sich um einen Weizenbock mit 7,6 Volumenprozent Alkohol. Aber zunächst fällt mir die reichlich vorhandene Hefe auf. Aber Maisel & Friends hätte seinen guten Namen zu Unrecht, wäre nicht auch eine Idee in dem Bier enthalten, die überrascht: Im Gegensatz zu den anderen Weizenböcken wurde dieses Bier noch einer Kalthopfung unterzogen, so dass dieses Bier verspricht, überraschend fruchtig, frisch und süffig zu sein. Soweit die Theorie. Jetzt will ich bei einer Verkostung feststellen, ob dieses Bier seine Versprechen auch einhalten kann.

Beim Einschenken fällt mir zunächst die ungeheure Menge Hefe auf, die in diesem bernsteinfarbenen Bier enthalten ist. Der feinporige Schaum ist nicht sonderlich voluminös und er fällt bis auf einen Rest recht schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet intensiv nach Biskuitteig. Düfte nach Zitronen, Grapefruit, Südfrüchten und grünen Früchten steigen mir in die Nase. Die für ein Weizenbier typischen Aromen nach Banane und Nelke halten sich ziemlich im Hintergrund. Nach einer Zeit meine ich auch, einen minimalen Hauch nach Buchenrauch zu riechen, auch wenn dies nicht stiltypisch ist. Dieses komplexe Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist die ungeheure Spritzigkeit dieses Bieres, die durch die reichlich vorhandene Kohlensäure zusammen mit einer angenehmen leichten Malzsüße hervorgerufen wird. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen nach Zitrus- und Südfrüchten wider. Zusammen mit der Hefe bildet sich so eine extreme Süffigkeit. Der Abgang enthält fast kein Bitter, aber die Fruchtaromen kommen auch in der Kehle zur Wirkung und sie klingen lange nach.

Das Bier, das noch keinen Namen hat, ist einerseits ein klassischer Weizenbock, der auf der anderen Seite durch die Kalthopfung neu interpretiert wurde. Er kann mit seiner Fruchtigkeit durchaus mit einem belgischen Witbier konkurrieren. Durch seine Vollmundigkeit gefällt es mir sogar noch besser als ein Witbier, und das will etwas heißen.

Ob dieses Bier den klassischen Weißbierkonsumenten, für den “Weißbier wie Weißbier schmecken” muss, ansprechen kann, kann die Brauerei auf jeden Fall besser einschätzen als ich. Aber ich bin mir sicher, dass dieses Bier andere Konsumenten zu Weißbiertrinkern machen kann. Im Sommer kann dieses Weißbier zusammen mit einer bayerischen Brotzeit sicher zu einem meiner Favoriten werden.

Alkoholgehalt:

7,6 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstraße 9
D-95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Abdij van’t Park

Nun steht mal wieder ein Abteibier aus Belgien vor mir, das Blonde aus der Abdij van’t Park. Über die Herkunft des Bieres lässt sich eigentlich nicht viel sagen, denn die Abtei selbst hüllt sich in vornehmes Schweigen. Nicht einmal eine eigene Website gibt es noch. Wer die auf dem Rückenetikett angegebene Website parkabdij.be aufruft, wird auf die Seite des Touristeninformation der Stadt Leuven weitergeleitet. Was aber auch wohl nicht so dramatisch ist, da diese Website sich auch fast ausschließlich mit der Abtei beschäftigt. Aber kommen wir jetzt zum Bier, einem Lager.

Bernsteinfarben und mit viel agiler Kohlensäure präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzig-süß, unterstützt durch den frischen Duft grüner Früchte sowie durch etwas Limone.

Im Antrunk fällt eine leichte und frische Süße auf, zu der sich schnell eine ganz leichte Säure gesellt. Bitterstoffe kann ich auf der Zunge kaum feststellen. Die reichlich vorhandene Kohlensäure sorgt für Erfrischung. Auch wenn das Bier recht süffig ist, wirkt es nicht ausgewogen und rund. Auch der Abgang zeichnet sich durch ein kaum vorhandenes Bitter aus, das auch nur sehr kurz nachklingt.

Dieses Bier ist nur Liebhabern sehr milder uns leicht süßer Biere zu empfehlen.

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

N.V. Infra S.A.
Provinciesteenweg 28
3190 Boortmeerbeek
Belgien
www.parkabdij.be

Zombräu Macumba

Bei diesem Bier fällt zunächst der etwas merkwürdig anmutende Name auf. Eine kurze Internetrecherche lüftet das Geheimnis aber. Macumba ist eine Voodoo-Technik für die Partnerrückführung. Verschiedene Esoterikanbieter versprechen schnelle und zuverlässige Erfolge. Na ja, wer es glaubt… Hoffen wir mal, dass das Bier einen besseren Erfolg nachweisen kann.

Bernsteinfarben, hefetrüb und mit viel festem Schaum zeigt sich das Macumba im Glas. Der Schaum bleibt lange erhalten, so dass das Bier eine gute Figur abgibt.

Ordentliche Fruchtnoten steigen mir in die Nase. Ich rieche Aromen nach Grapefruit, Mango und Ananas. Aber auch der Malzkörper ist deutlich zu riechen, was mir sehr gut gefällt.

Der Antrunk ist mäßig süß und mir fällt auf, dass die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert ist. Trotzdem sorgt die Fruchtigkeit, die die Aromen widerspiegelt, für eine ordentliche Frische. Diese wird schnell durch ein kräftiges Bitter ergänzt, später sogar fast überdeckt. Trotzdem bleibt eine angemessene Süffigkeit erhalten. Der Abgang ist durch ein kräftiges Bitter mit relativ langem Nachklang geprägt.

Ich weiß nicht, ob ich das Macumba wirklich als das India Pale Ale bezeichnen soll, das mir am Besten gefällt, aber es befindet sich auf jeden Fall in der Spitzengruppe. Ob es sich für die Partnerrückführung eignet? Eventuell ja, aber auf einen Selbstversuch will ich dann doch lieber verzichten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Caraamber), Hopfen (Nugget, Galaxy, Chinook, Summit), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
84051 Mirskofen
www.zombräu.de

Budweiser Original

Dass aus Tschechien gute Biere kommen ist eine Binsenweisheit. Auch wenn das Budweiser immer etwas im Schatten des Pilsener Urquell stand, haben sogar die sozialistischen Machthaber bis 1989 darauf geachtet, dass die Qualität der Biere erhalten blieb. Neben den sechs Bieren, die unter dem Namen Budweiser oder Budvar vertrieben werden, werden in Budweis heute noch vier weitere Biere mit dem Namen Párdal gebraut. Heute steht das Budweiser Original vor mir, das vermutlich bekannteste Bier aus Budweis.

Leuchtend Gold steht das Bier im Glas. Mir fällt die reichlich vorhandene Kohlensäure auf. Die cremige Schaumkrone wird durchschnittlich groß aufgebaut und sie bleibt lange erhalten.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Das Bier duftet teigig, aber auch einige Aromen des Saazer Hopfens steigen mir in die Nase. Der Hopfen hält sich zwar diskret im Hintergrund, aber schließlich habe ich hier ja ein Lagerbier vor mir.

Der Antrunk ist leicht süß, dabei frisch und intensiv. Nachdem sich noch schnell ein mildes Bitter dazugesellt, macht das Bier einen runden und angenehmen Eindruck. Es ist ungeheuer süffig. Der Abgang ist schlank mit wenig bitter und kurzem Nachklang.

Liebhaber milder Biere werden das Budweiser Original zum Essen oder auch beim Grillen im Garten lieben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Doldenhopfen (Saazer)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,9° Plato

Brauerei:

Budweiser Budvar, National Corporation
K. Světlé 512/4
370 04 České Budějovice
Tschechien
www.budejovickybudvar.cz

Zombräu Richtfest

Im Jahr 2015 gründeten die Brüder Tobias und Bastian Merches im niederbayerischen Mirskofen die Brauerei Zombräu. Nun haben die beiden mir sechs ihrer Biere für eine Verkostung zugeschickt. Aus dieser Sammlung verkoste ich heute das erste, Richtfest genannt. Dabei handelt es sich um ein helles Bockbier.

Das Richtfest hat eine Besonderheit. Das Etikett wurde in Zusammenarbeit der Brauerei mit dem Fotokünstler Andreas Richter gestaltet. Und dieses Bockbier hat nicht nur ein Etikett. Auf der Website von Zoombräu sind sechs Etiketten für das Richtfest abgebildet.

Cognacfarben mit einem leichten Rotstich und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Ich sehe relativ wenig Kohlensäure. Die Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und mit leichtem Gelbstich. Sie löst sich bis auf einen Rest durchschnittlich schnell auf, aber der Rest bleibt lange erhalten. Optisch ist das Bier schon mal sehr ansprechend.

Das leicht süße Aroma wird durch das Malz mit seinen leichten Röstaromen dominiert. Das ist für einen Bock typisch. Dazu kommen aber noch fruchtige Aromen. Düfte nach Mango und Ananas steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Im Antrunk fällt zunächst eine ordentliche Süße auf, zusammen mit einer feinperligen Kohlensäure, die deutlich reichlicher dosiert ist als es die Optik offenbart hatte. Damit macht das Bier einen sehr frischen Eindruck. Schnell gesellt sich eine leichte fruchtige Säure dazu. Das Bier macht einen vollmundigen und frischen Eindruck und es ist ungeheuer süffig. Der Abgang zeichnet sich durch in leichtes freundliches Bitter mit einem sehr langen Nachklang aus.

Das Richtfest von Zombräu ist ein sehr leckeres Bockbier, das mit seinen fruchtigen Noten zu überraschen weiß. Die 6,6 Volumenprozent sind dabei gut versteckt, so dass das Bier nicht sprittig wirkt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Cara 20), Hopfen (Nugget, Hallertauer Melon, Vic Secret), Hefe

Alkoholgehalt:

6,6 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Zombräu
Obere Sendlbachstr. 19
840051 Mirskofen
www.zombräu.de

BRLO Porter

BRLO ist der altslawische Name von Berlin. Auf dem vorderen Etikett des BRLO Porter steht “Handcrafted with Berlin Love” während auf dem Rückenetikett versichert wird, dass die Brauerei in Berlin verwurzelt ist und sich für ein nachhaltiges Miteinander einsetzt. Da würde ich eigentlich erwarten, dass das Bier aus Berlin stammt. Das ist aber ein Irrtum, denn das Porter stammt aus dem sachsen-anhaltinischen Landsberg im Saalekreis. OK, das muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil, die kleine Brauerei bezieht ihr Wasser aus einem eigenen Brunnen, verfügt über eine eigene Malzfabrik und zumindest die eigenen Biere werden mit Hopfen aus dem Elbe-Saale-Anbaugebiet gebraut, so dass die Grundstoffe für das Bier maximal 80 Kilometer transportiert werden. Das macht die Brauerei und auch das dort gebraute BRLO Porter doch gleich sympathisch.

Sehr dunkel bernsteinfarben präsentiert sich das BRLO Porter im Glas. Damit entspricht das Bier schon mal nicht so ganz meinen Erwartungen, da ich eigentlich erwarte, dass ein Porter schwarz wie die Nacht und blickdicht daherkommt. Die leicht bräunliche Schaumkrone gefällt mir schon besser, größtenteils feinporig und mit langem Leben.

Der Antrunk ist schwer und süß, aber absolut nicht schlecht. Der Geschmack nach Karamell, Kaffee, Nüssen und Honig breitet sich auf der Zunge aus. Dabei bleibt das Bier schön süffig. Der Abgang ist mit einem leichten Kaffeegeschmack überraschend mild und er klingt nicht allzu lange nach.

Nachdem mich die Optik nur teilweise überzeugen konnte, konnte das Bier doch durch den Geschmack noch richtig punkten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Caramelmalz, Röstmalz), Hopfen (Herkules, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Braukunst Berlin GmbH
Torstr. 33-35
10119 Berlin
www.brlo.de

 

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:


And Union Friday IPA

Das Friday von And Union nennt sich nicht nur IPA, sondern auf dem Rückenetikett der Flasche wird es als Über IPA bezeichnet, was immer das auch genau heißen mag. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es sich um ein IPA handelt und dementsprechend werde ich das Bier auch versuchen zu bewerten.

Rotblond und nur leicht hefetrüb, dafür mit einer durchschnittlich großen feinporigen Schaumkrone zeigt sich das Bier im Glas. Der Schaum hat einen leichten Stich ins Beige und er bleibt lange erhalten. Die Optik ist schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma verrät sofort das Pale Ale. Ein kräftiger Malzkörper bildet mit seinem Toffeeduft den Boden für Aromen von Zitrusfrüchten, Pfirsich und Minze.

Der Antrunk ist leicht süß und dabei durch die ordentlich dosierte feinperlige Kohlensäure richtig schön frisch. Schnell gesellt sich ein kräftiges Bitter dazu, so dass die Fruchtigkeit etwas in den Hintergrund tritt. Das Bitter dominiert auch den Abgang, der lange nachklingt.

Das Friday überrascht, überzeugt dabei durch seine Kraft und hohe Trinkbarkeit. Dabei weiß es zu gefallen. Damit zeigt es mir mal wieder, weshalb ich einfach an keinem Bier vorbeikomme, das ich noch nicht kenne.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Chinook)

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

55 IBU

Brauerei:

Brewers & Union UG
Ganghofer Straße 31
80339 München
www.andunion.com

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

Eibauer Schwarzbier

Ich glaube, es war im Jahr 2002, als ich das Eibauer Schwarzbier kennengelernt habe. Genauer gesagt war es in einer Musikkneipe in Radebeul. Dort gab es zwei Biere zur Auswahl – irgendein Fernsehbier und halt das Eibauer, von dem ich bis dahin noch nie etwas gehört hatte. Immerhin konnte mir die Bedienung auf Nachfrage das Eibauer Schwarzbier beschreiben. Bedienungen, die wissen, was sie an den Tisch tragen, sind relativ selten, auch wenn ich den Eindruck habe, dass dies im Osten der Republik häufiger der Fall ist als hier im Westen.

Die Optik entspricht exakt dem, was ich von einem Schwarzbier erwarte: es ist schwarz mit einer durchschnittlichen größtenteils feinporigen Schaumkrone, die allerdings bis auf einen Rest überdurchschnittlich schnell in sich zusammenfällt. Damit reißt mich die Optik nicht vom Hocker, aber sie ist durchaus ansprechend.

Düfte nach Röststoffen steigen mir in die Nase, besonders ein Hauch nach dunkler Schokolade. Dazu kommt ein leichter Duft nach Trockenfrüchten, obwohl – es ist wohl eher eine Ahnung nach Trockenfrüchten. Auch das Aroma hat keine Fehler, ist aber schwächer als ich aufgrund der Optik erwartet hätte. Dabei dürfen wir allerdings nicht vergessen, dass das Eibauer Schwarzbier nicht als Craft Beer verkauft wird, dass wir also keine Hopfen- und Malzbomben erwarten dürfen.

Im Antrunk erreicht mich eine leichte Süße, gepaart mit einer guten Dosis sehr feinperliger Kohlensäure. Dadurch macht das Eibauer Schwarzbier einen sehr frischen Eindruck. Dieser Eindruck bleibt auch auf der Zunge erhalten, als ein leichtes Bitter einen leichten Geschmack nach dunkler Schokolade dazu liefert. Der Abgang ist nur wenig bitter und er klingt nur recht kurz nach.

Das Eibauer Schwarzbier ist ein gutes süffiges Bier für einen lauen Sommerabend im Biergarten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa.
02739 Eibau
www.eibauer.de