4. 8. 2018: Weihenstephaner Bergfest

Der Berg ruft – und die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan gleich mit. Am Samstag, 4. August, steigt von 15:00 Uhr bis 23:00 Uhr das Bergfest. Zum 16. Mal wird auf den Nährberg in den historischen Akademie-Innenhof eingeladen.

Dort erwartet die Besucher ein Programm für alle Altersklassen. Ein Zauberer ist da, ein Schnellzeichner fertigt in Minutenschnelle Portraits an, eine Kindereisenbahn gibt es, ein Kettenkarussell und zwei Hüpfburgen werden aufgebaut: Das Bergfest ist einfach eine Veranstaltung für die ganze Familie.

Ausgeschenkt werden freilich wieder frisch gezapfte Weihenstephaner Bierspezialitäten und verschiedenen alkoholfreie Getränke. Wen dann der Hunger packt, kann sich an einem der zahlreichen Stände von Anbietern aus der Region verköstigen lassen.

Doch was ist ein traditionsreiches, bayerisches Fest ohne zünftige Musik? Bis 18 Uhr spielt die Blaskapelle Premium Bavaricum auf, fleißig unterstützt vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Freising. Am Abend greifen dann Peter Voice & Samuel String ins Geschehen ein – und lassen die Party so richtig steigen.

Vorbei ist die Veranstaltung um 23 Uhr. Glücklicherweise verspricht das Wetter mitzuspielen, den bei schlechter Witterung hätte das Bergfest ersatzlos ausfallen müssen.

Nesselwanger Gold

Die Brau-Manufactur in Nesselwang braut nicht nur Craft-Biere, sondern auch „normale“ Biere, also Biere, wie sie im Supermarkt stehen oder in der Gastwirtschaft nebenan ausgeschenkt werden. Wobei – die Grenzen zwischen Craft Beer und „traditionellem Bier“ sind bekanntlich fließend. Jetzt steht mit dem Nesselwanger Gold ein solches traditionell gebrautes Bier vor mir, ein Export-Bier. Eigentlich kann ich mit der Wahl dieses Bieres auch keinen Fehler gemacht haben, denn es wurde in diesem Jahr bei der Frankfurt International Trophy mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Golden und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei entwickelt es nur wenig feinporigen Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont. Der leichte Duft nach Biskuit wird durch einige würzige Noten unterstützt.

Der Antrunk ist leicht süß, dabei frisch und spritzig. Auf der Zunge gesellt sich ein sehr zurückhaltendes Bitter dazu. Dieser Eindruck bleibt bis zum schlanken Abgang erhalten, der wenig Bitter in die Kehle spült, das dort nur kurz erhalten bleibt.

Das Nesselwanger Gold ist ein schlankes Bier zu jeder Gelegenheit.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Hopfen (Tettnanger, Hallertauer Mittelfrüh), Hofe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

12,1 %

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de

Biershop Bayern

7. 8. – 9. 8. 2018: Belgian Beer Weekend Brüssel

Brüssel ist immer eine Reise wert, aber am nächsten Wochenende noch mehr. Dann findet auf dem historischen Grande Place im Herzen der belgischen Hauptstadt das Belgian Beer Weekend statt. 47 Brauer aus unserem Nachbarland haben sich angemeldet, um in historischer Kulisse ihre Biere vorzustellen. Am Freitag um 18:00 Uhr geht es los; dann werden die Stände für die Öffentlichkeit bis um 21:45 Uhr geöffnet. Bezahlt wird an einem zentralen Stand, an dem es Voucher gibt, die für alle Brauer gültig sind. Dieser Stand schließt bereits um 20:00 Uhr. Es ist also erforderlich, dass Sie bereits um acht Uhr wissen, wie viele Biere Sie noch verkosten wollen. Am Samstag ist von 11:00 Uhr bis 21:45 Uhr geöffnet, Voucher gibt es bis 19:00 Uhr und Sonntag sind die Öffnungszeiten von 11:00 Uhr bis 19:45. Voucher gibt es bis 18:00 Uhr.

Und hier noch die Brauereien, die dort ihre Produkte vorstellen:

  • Brasserie de l’ABBAYE DES ROCS
  • Brasserie de l’ABBAYE DU VAL DIEU
  • AB INBEV
  • Brouwerijen ALKEN MAES
  • Ferme de BERTINCHAMPS
  • Brouwerij BOON
  • Brasserie CARACOLE
  • Brasserie CAULIER
  • Brouwerij CORNELISSEN
  • Brouwerij DE BRABANDERE
  • Kasteelbrouwerij DE DOOL
  • Brouwerij DE HALVE MAAN
  • Brouwerij DE RYCK
  • Brasserie DES LÉGENDES
  • Brouwerij DILEWYNS
  • Brasserie DU BOCQ
  • Brasserie DUBUISSON & FRERES
  • Brasserie DUPONT
  • Brouwerij DUVEL MOORTGAT
  • Brouwerij HAACHT
  • Brouwerij HET ANKER
  • Brouwerij HUYGHE
  • Brasserie JOHN MARTIN
  • Brasserie LEFEBVRE
  • LEROY Breweries
  • Brouwerij LINDEMANS
  • Brouwerij MALHEUR
  • Brouwerij MARTENS
  • Brasserie MINNE
  • Brouwerij OMER VANDER GHINSTE
  • Brouwerijen PALM, DE HOORN & RODENBACH
  • Brouwerij ROMAN
  • Brasserie SAINT-FEUILLIEN
  • Brasserie de la SENNE
  • Brasserie de SILLY
  • Brouwerij SINT-BERNARDUS
  • Brouwerij VAN DEN BOSSCHE
  • Brouwerij VAN HONSEBROUCK
  • Brouwerij VAN STEENBERGE
  • Brouwerij VERHAEGHE
  • Brouwerij WILDEREN
  • ABBAYE NOTRE DAME SAINT-REMY
  • Brouwerij – ABDIJ DER TRAPPISTEN VAN WESTMALLE
  • Brasserie BIERES DE CHIMAY
  • Sint Benedictusabdij – Brouwerij van ‚DE ACHELSE KLUIS‘
  • Brasserie d’ORVAL
  • Brouwerij SINT-SIXTUS

Craftwerk Festbier

Vorgestern klingelte überraschend der Postbote und brachte mir ein Geburtstagsgeschenk. Nicht dass ich Geburtstag hätte, aber Craftwerk, der Craft Beer-Ableger der Bitburger-Gruppe, wird fünf Jahre alt. Aus diesem Anlass hat das Team in der Eifel ein Festbier gebraut, von dem sie mir eine Flasche geschickt haben. Die Beschreibung auf dem Rückenetikett beschreibt die Begeisterung, die während des Brauens geherrscht haben muss: „Happy Hoppy Birthday! Zum 5. Geburtstag üverraschen wir Euch mit unserem Festbier – vollgepackt mit den fantastischen Aromahopfensorten Callista, Ariana und Citra und jeder Menge guter Laune. Limitiert auf 12.000 Flaschen.“ Ariana kenne ich nicht, aber Callista und Citra versprechen ein gutes Bier. Na, dann will ich mal – ich trinke auf das Wohl von Craftwerk.

Schon die Optik ist feierlich. In einer schönen Kupferfarbe fließt das Bier ins Glas. Es bildet eine leicht überdurchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist wahnsinnig fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas und roten Früchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch etwas Toffee. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist ebenfalls fruchtig, dabei frisch und spritzig. Etwas erstaunt mich die geringe Süße. Die Fruchtigkeit verstärkt sich schnell noch und ein angenehmes Bitter kommt dazu. Das Mundgefühl ist moussierend und rund. Der Abgang bringt ein überraschend mildes Bitter in die Kehle, das lange nachklingt.

Mit dem Festbier ist dem Team in Bitburg schon ein großer Wurf gelungen. Mit seiner Fruchtigkeit und weniger Alkohol würde ich mit dieses Bier für die Sommersaison wünschen.

Zutaten:

Brauwasser, Pilsner Malz, Karamellmalz), Hopfen (Callista, Ariana, Citra, Herkules, Magnum, Taurus), Hefe

Alkoholgehalt:

5,7 % Vol.

Stammwürze:

13,8 %

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Bitburger Braugruppe GmbH
Römermauer 3
54634 Bitburg
www.craftwerk.de

Dieses Bier können Sie ab 12 Flaschen oder einem Bestellwert von mindestens 49 Euro (auch gemischt) versandkostenfrei online bestellen:

5. 8. 2018: Brauhoffest Winnweiler

Am Sonntag, den 5. August feiert Winnweiler das Brauhoffest. Von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr können die Gäste mit Freunden der Brauerei Bischoff einen Tag am Fuße des Donnersberges mit kühlem Bier, Musik und feinen Köstlichkeiten genießen.

Was wird geboten?

  • Brauerei-Rundgang
  • Livemusik von „Die Firma Holunder“
  • Craft-Beer-Lounge
  • Gourmet-Straße
  • Hüpfburg
  • Bierspezialitäten

Die Privatbrauerei Bischoff freut sich auf einen tollen und erlebnisreichen Tag auf dem Brauereigelände in Winnweiler.

Da die Parkplätze begrenzt sind, empfehlen wir die Anreise mit der Bahn (Haltestelle Winnweiler). Für den Fußweg zur Brauerei benötigt man weniger als 5 Minuten. Aber unabhängig von der Parkplatzsituation empfiehlt sich bei einer solchen Veranstaltung eine Anfahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln.

Liberalitas Bavariae

Jetzt steht das Liberalitas Bavariae aus der Brau-Manufactur-Allgäu vor mir. Die Bedeutung dieses Namens hat sich mir nicht sofort erschlossen, weshalb ich erst einmal im Internet danach gesucht habe. Im „Historischen Lexikon Bayerns“ bin ich fündig geworden: „Inschrift über dem Kirchenportal des Augustinerchorherrenstifts Polling aus dem 18. Jahrhundert. Der Begriff wurde nach Kriegsende 1945 fälschlicherweise in „Liberalitas Bavariae“ umgewandelt. In dieser Form gilt er als Ausdruck für eine typische bayerische Freizügigkeit und entwickelte sich zum politischen Schlagwort und Kampfbegriff.“ Falls Sie an diesem Begriff interessiert sind, können Sie auf der Website weiterlesen. Hier wollen wir uns jetzt mit dem Bier beschäftigen.

In einer wunderbaren kräftig hefetrüben Bernsteinfarbe strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Es entwickelt recht viel cremigen Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Damit sieht das Bier richtig edel aus.

Düfte reifer Bananen, von Nelken und Hefe steigen mir in die Nase, unterstützt durch einen leichten Zitrusduft aus dem Hintergrund. So soll das Aroma eines Weizenbocks sein.

Beim ersten Kontakt meldet mir meine Zunge eine leichte Süße sowie eine gute Dosierung der feinperligen Kohlensäure. Dann entwickelt sich eine kräftige Fruchtigkeit. Ich kann Bananen und Aprikosen schmecken, die sich gut mit dem Malzkörper verbinden. Auch die 7,3 Volumenprozent Alkohol passen sich perfekt in das Geschmacksprofil ein. Der Abgang ist mild und fruchtig. Der Geschmack nach reifen Bananen steht zunächst im Vordergrund, eine leichte Säure gesellt sich in der Kehle dazu und geht dann in eine edle Malzigkeit über.

Mein Eindruck ist, dass sich die Brauerei bei diesem Bier sehr viele Gedanken gemacht und sich Mühe gemacht hat, das perfekte Bier zu erschaffen. Angefangen mit dem ungewöhnlichen Namen über das Design der Etiketten bis hin zum Bier – alles wirkt edel und gut zueinander passend.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Tettnanger Perle, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

7,3 % Vol.

Stammwürze:

16,9 %

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
http://www.brau-manufactur-allgaeu.de/

elbPaul Triple Bock

Braumeister Dirk Paul hat sich vorgenommen, das stärkste Bier Hamburgs zu brauen. Herausgekommen ist der Triple Bock, der jetzt vor mir steht. Ich weiß nicht, ob es sich dabei wirklich um das stärkste Bier aus Hamburg handelt, aber bei 9,2 Volumenprozent Alkohol dürfte dieses Bockbier dem Ziel mindestens recht nahegekommen sein.

Kupferfarben und mit wenig feinporigem Schaum präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone bleibt aber lange erhalten, so dass das Bier optisch schon mal einen guten Eindruck macht. Allerdings fällt mir auf, dass keine Kohlensäure zu sehen ist.

Das Aroma ist malzbetont. Neben dem Duft von Karamell steigt mir auch ein Hauch von Röststoffen in die Nase, unterstützt durch eine stiltypische Süße, die entfernt an Dörrobst und Sirup erinnert.

Der Antrunk ist dann weniger süß als erwartet und ich stelle fest, dass das Bier doch reichlich feinperlige Kohlensäure enthält, die auf der Zunge für eine ordentliche Frische sorgt. Schnell kommt ein angenehmes und freundliches Bitter dazu, das gut auf die Süße abgestimmt ist. Auch der Alkohol passt sich gut in das Geschmacksprofil ein. Damit macht das Bier einen vollmundigen Eindruck. Zusätzlich ist es noch ungeheuer süffig. Im Abgang verstärkt sich das Bitter und wird deutlich kräftiger als ich es bei einem Bockbier erwarten würde. Bei diesem Bier passt es aber durchaus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Polaris), Hefe

Alkoholgehalt:

9,2 % Vol.

Stammwürze:

20° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH
Jaffestr. 8
22861 Hamburg
www.elbpaul.de

Paulaner Salvator

Die Geschichte der Paulaner Brauerei hat nach den Angaben der Brauerei mit diesem Bier begonnen. Sie betont auch, dass es die Paulaner Mönche waren, die mit diesem Doppelbock die Geschichte des Starkbieres in Bayern begründeten. Bis heute basiert die Rezeptur auf dem ursprünglichen Rezept, auch wenn es von Jahr zu Jahr verändert wird. Dann wollen wir doch mal sehen, was im Laufe der Zeit daraus geworden ist.

Kastanienbraun landet das Bier im Glas mit einer durchschnittlichen beigen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist süß und sirupartig mit einem Duft nach Schokolade sowie leichten würzigen Noten.

Der Antrunk ist intensiv, schwer und süß. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig, aber leider nur recht knapp dosiert. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Auf der Zunge macht das Bier einen runden Eindruck und es kommt ein leichtes Bitter dazu. Der Abgang ist zunächst mild, aber langsam gesellt sich auch in der Kehle etwas Bitter dazu, das recht lange nachklingt.

Wer süße und sehr milde Biere mag ist mit diesem Bier sicher gut bedient.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,9 % Vol.

Stammwürze:

18,3 %

Brauerei:

Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA
Ohlmüllerstr. 42
81541 München
www.paulaner-gruppe.de

3. 8. – 4. 8. 2018: Bierfeest Ermelo

Wie in jedem Jahr findet am 1. Wochenende im August das Bierfest von Burg Bieren in den Niederlanden statt. Auch wenn dieses Bierfest bei uns in Deutschland nicht so bekannt ist, lohnt sich der Weg doch. Schließlich werden 35 niederländische Brauer vor Ort sein und ihre Biere vorstellen. Außerdem lohnt es sich, das Fest an beiden Tagen zu besuchen, da die Brauer wechseln.

FREITAG 3. AUGUST

von 15:00 BIS 22:00 UHR

Am ersten Tag der Burg Bieren Bierfeest gibt es mehr als 18 Brauereien auf unserem Festivalgelände mit eigenen Bierspezialitäten.

Neben den vielen leckeren Bieren gibt es am Freitag viel Aufmerksamkeit für kulinarische Genüsse! Viele lokale Restaurants bieten ihre schmackhaftesten Spezialitäten an. Die Kombination aus den holländischen Bieren und schönen lokalen Gerichten sorgt dafür, dass Sie diesen Abend nicht verpassen sollten!

SAMSTAG 4. AUGUST

von 12:00 BIS 20:00 UHR

Der Samstag steht für alle Bierliebhaber natürlich schon auf dem Programm! Letztes Jahr haben sich die Veranstalter selbst übertroffen, und das haben sie sich auch für dieses Jahr wieder vorgenommen. Mit einem größeren Festivalgelände und fast 40 Brauereien ist das möglich. Das bedeutet, dass Sie über 150 verschiedene Biere vom Fass genießen können! Auch ein Schwein am Spieß wird nicht fehlen, die Aale werden frisch geräuchert und mit guter Live-Musik wird es ein unvergesslicher Tag!

Gut zu wissen:

Um die Biere konsumieren zu können, kaufen Sie am Eingang ein Festglas sowie eine beliebige Anzahl Münzen, mit denen Sie die Biere bei den Brauern erwerben. KEIN FESTIVALGLAS, KEIN BIER.

Die Verbrauchermünzen können sowohl bei den Brauereien als auch in den Restaurants abgegeben werden. Wenn Sie auch am Freitagabend anwesend sind, können Sie Ihr Glas natürlich auch am Samstag verwenden.

Der Preis für das Festivalglas beträgt € 10,- inklusive 2 Münzen für das Auffüllen.

Separate Münzen je 2,50 €.

Und sollte das Wetter wider Erwarten nicht mitspielen, können Sie trotzdem kommen, denn ein Großteil des Geländes ist überdacht.

Location:

Burg Bieren Bierwinkel
Putterweg 45
Ermelo
Niederlande

Carlsberg und Microsoft wollen mit Künstlicher Intelligenz neue Biere kreieren

Carlsberg wurde im Jahr 1847 gegründet und hat 140 Getränkemarken in 150 Ländern der Welt im Angebot. Die Brauerei, die es seit 1847 gibt, will jetzt mit künstlicher Intelligenz neue Geschmacksrichtungen vorhersagen und ausloten. Das „Beer Fingerprinting Project“ soll Forschern dabei helfen.

Sensoren und KI-Software

Jochen Förster alias „Dr. Beer“ ist als Professor für die Fermentierung im Carlsberg Research Laboratory zuständig. Gegenüber MSN beschreibt er die Gründe für dieses Projekt: „Es klingt nett, wenn man jeden Tag einen Haufen Bier verkosten darf, aber wir kreieren hunderte Microliter an Bier und in so kleinem Volumen, dass es nicht einmal möglich ist, die alle zu testen“, sagt Förster. „Also haben wir bemerkt, dass uns Sensoren dabei helfen könnten“, so der Professor. Diese sollen nun verschiedene chemischen Zusammensetzungen und Komponenten, die den Geschmack ausmachen, ausprobieren und vorhersagen, wie ein Bier schmecken wird.

Das Lab arbeitet dabei eng mit der Aarhus Universität zusammen, um die Sensoren zu entwickeln sowie mit der Technischen Universität von Dänemark im Norden von Kopenhagen, um herauszufinden, wie man diese in verschiedenen Stadien des Brauprozesses einsetzen kann. Das Lab arbeitet zudem mit Microsoft zusammen, um die Signale der Sensoren zu analysieren. Dabei kommt künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. Lernende Algorithmen sollen die Geschmäcker und Aromen kennenlernen und abwägen.

Unterschied zwischen Pils und Lager

Das Projekt ist auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt und hat vor sechs Monaten begonnen, heißt es in einem Blogeintrag von Microsoft. Ergebnisse liegen daher bisher keine vor. Die Sensoren können allerdings bereits zwischen einem Pils und einem Lager unterscheiden. Man arbeite bereits am Feintuning, so Förster.

Das Ziel des Projekts ist es, die Zeit zu reduzieren, die es benötigt, um Kombinationen und Prozesse auszutesten, um neue Sorten zu kreieren. Damit könnte Carlsberg künftig früher neue Biersorten auf den Markt bringen als die Konkurrenz.

Von Anfang an hat Carlsberg daran geforscht, die Braukunst zu optimieren. Der dänische Brauer gründete bereits 1876 ein Labor – was zu dieser Zeit ein völlig neues Konzept war – und entdeckte 1883 einen Weg zur Reinigung von Hefe, der eine konsequente Bierproduktion ermöglichte. Das Unternehmen beschloss, es mit anderen Brauereien zu teilen, und die Carlsberg Hefe wird in den meisten der heute hergestellten Biere der Welt verwendet. Das Labor entwickelte auch die pH-Skala, die zum Standard bei der Bestimmung des Säuregehalts einer Flüssigkeit geworden ist.

Kein Wunder also, dass Carlsberg heute eine Vorreiterrolle spielen will, wenn es darum geht, künstliche Intelligenz (KI) in eine der ältesten Industrien der Welt zu bringen. Das Beer Fingerprinting Project soll den Forschern von Carlsberg, dem viertgrößten Braukonzern der Welt, helfen, Aromen schneller zu erkennen und vorherzusagen. Dazu trägt auch der Wechsel in die Cloud bei, um die Wachstumsstrategie „Sail 22“ zu beschleunigen und dem erhöhten Wettbewerbsdruck besser zu begegnen.

Als Förster vor 20 Jahren mit Hefe zu arbeiten begann, hatte ein internationales Konsortium von Dutzenden von Forschern gerade das Hefegenom entschlüsselt und veröffentlicht, nachdem sie es jahrelang gemeinsam untersucht hatten. Jetzt kann er innerhalb einer Woche die gleichen Daten über eine bestimmte Belastung zurückbekommen, die viel detaillierter charakterisiert sind. Diese Geschwindigkeit hat eine Flut von Daten erzeugt und eine Situation geschaffen, in der die KI wirklich glänzen kann, sagt er, indem sie Datensätze schnell analysiert und Muster zeigt.

Technologische Fortschritte in der Kommunikation helfen dem Team von Förster, auch in der Praxis Schritt zu halten. Das Beer Fingerprinting Project ist „ein sehr skandinavisches Projekt“, an dem in verschiedenen Städten in Dänemark und Schweden gearbeitet wird, sagt Förster. Die Entfernung zwischen ihnen macht es schwierig, sich regelmäßig persönlich zu treffen, aber Tools wie Teams, Sharepoint und Skype haben den Prozess der kollektiven Kreativität beschleunigt, sagt er.

Der dänische Brauereikonzern hat gerade „ein massives Reengineering und Reimagining“ seiner Infrastrukturplattform durchlaufen, um seine Leistung und vor allem seine Agilität und Geschwindigkeit zu steigern“, sagt Haywood.

Die Hauptaufgabe des Carlsberg Forschungslabors besteht darin, eine möglichst vollständige wissenschaftliche Grundlage für die Mälzerei, Brauerei und Gärung zu schaffen.

Die Darstellungen von Microsoft und Carlsberg sind naturgemäß recht optimistisch formuliert. Ich habe mich in der jüngeren Vergangenheit etwas mit der Künstlichen Intelligenz beschäftigt und mein Eindruck ist, dass dieses Projekt an die Grenzen des derzeit technologisch möglichen geht. Das Bierbrauen ist zwar eine Abfolge relativ einfacher Arbeitsschritte, aber die chemischen Prozesse, die dabei in Gang gesetzt werden, ist ungeheuer komplex.

Das beginnt bereits mit der Auswahl der Zutaten. Es gibt mehr als fünf Dutzend Malze, die je nach gewünschtem Ergebnis miteinander gemischt werden können. Das lässt sich noch relativ einfach durch traditionelle IT unterstützen. Aber es gibt mehr als 200 Hopfensorten, die ebenfalls untereinander gemischt werden können. Bei den Bitterhopfen ist das noch keine allzu große Hürde, denn bei denen kommt es ja auf den Gehalt an Alphasäure an. Schwieriger wird es bei den Aromahopfen, die unterschiedliche Aromen ins Bier bringen.

Die Aromen aus dem Hopfen wirken allerdings nicht additiv. Sorgt ein Hopfen für das Aroma roter Beeren und ein anderer Hopfen für das Aroma von Grapefruit, heißt das nicht, dass daraus ein Bier mit den Aromen roter Beeren und von Grapefruit entsteht. Teilweise werden einzelne Düfte exponentiell verstärkt, die Aromen einiger Hopfensorten verschwinden auch, wenn ein bestimmter anderer Hopfen zugefügt wird. Zusätzlich gibt es im Brauprozess unterschiedliche Zeitpunkte, zu denen Hopfengaben eingesetzt werden. Je nach Zeitpunkt der Hopfengabe reagiert der Hopfen unterschiedlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich diese Effekte alle in einer Datenbank darstellen lassen. Jetzt komme ich aber langsam in den Bereich der Kaffeesatzleserei.

Realistisch erscheint mir aber, dass es möglich ist, auf traditionelle Weise, also analog mit natürlicher Intelligenz des Brauers, zu entwickeln und durch die Sensoren den Geschmack des Probesuds analysieren zu lassen. Aber auch das wäre sicher der Wirtschaftlichkeit der Entwicklung eines neuen Bieres zuträglich.