20. 7. – 22- 7. 2018: Lange Nacht der Münchner Brauereien

In diesem Jahr geht die Lange Nacht der Brauereien bereits in die dritte Runde. Die Craft-Brauer sorgen seit etwa einem Jahrzehnt für eine große Vielfalt in der Münchner Bierlandschaft. Letztes Jahr haben einige dieser Brauereien erstmals bei Giesinger Bräu die Lange Nacht der Münchener Brauereien veranstaltet. Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre gibt es vom 20. bis 21. Juli 2018 die dritte Auflage. Die Besucher können sich ein speziell für diese Veranstaltung gemachtes Glas kaufen und dann von Stand zu Stand ziehen, um die Geschmacksvielfalt der verschiedenen Bierstile zu erkunden.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. So gibt es neben dem Bier auch Steckerlfisch (was immer das auch sein mag) und andere bayerische Schmankerl.

Die teilnehmenden Brauereien:

  • Amperbräu
  • Braukraft
  • Bräu z‘ Loh
  • Broy
  • Crew Republic
  • Dirndlbräu
  • Frau Gruber
  • Hausfreund
  • Braumanufaktur Hertl
  • Hoppebräu
  • Isarkindl
  • Munich Brew Mafia
  • New Beer Generation Nürnberg
  • Olchinger Braumanufaktur
  • Open Your Mind Brewing
  • Pillmeier Bräu
  • Schillerbräu
  • Tilmans
  • Wildbräu Grafing
  • Wörthseer Craft-Bier
  • Yankee & Kraut
  • Zilz
  • Zombräu

Für die Unterhaltung sorgen nicht nur die Gespräche mit den Brauern und die unterschiedlichen Biere, sondern auf zwei Bühnen wird ein umfangreiches Programm mit Live-Musik angeboten. Die folgenden Gruppen haben zugesagt:

  • IRONHAND
  • die Isarthoren
  • The Horny Makarels
  • Dr. Will!
  • Coconami
  • zwoaBier
  • Zambo Prieto

Die Veranstaltung findet bei GIESINGER BIERMANUFAKTUR & SPEZIALITÄTENBRAUGESELLSCHAFT MBH, Martin-Luther-Str. 2, 81539 München statt

Eibauer Zwick‘l naturtrüb

Die Privatbrauerei Eibau in der Oberlausitz wurde 1810 von der Brauereikommune Zittau erbaut. Die Brauerei hat ein feines Biersortiment. Auch wenn sie vor allem für ihr Schwarzbier bekannt ist, bietet Eibauer aktuell 14 verschiedene Biersorten an. Jetzt steht das Eibauer Zwick’l vor mir.

Goldgelb und nur leicht hefetrüb steht das Bier vor mir. Der Schaum ist gemischtporig und durchschnittlich voluminös. Er fällt auch durchschnittlich schnell in sich zusammen.

Obwohl ich im Bier nur wenig Hefe sehe, tritt sie im Aroma doch deutlich hervor. Dazu kommen eine angenehme Malzigkeit, deutliche bittere Noten und ein Hauch Trockenfrüchte. Bis hierhin kann ich an dem Bier keine Fehler erkennen, aber wirklich vom Hocker hauen mich die Optik und das Aroma nicht.

Der Antrunk ist mäßig süß und die Kohlensäure ist passend dosiert, so dass der erste Kontakt mit der Zunge durchaus angenehm ist. Dann kommt leider ein kleines Geschmacksloch, bevor sich der bittere Geschmack steigert. Jetzt würde ich mir etwas Fruchtigkeit wünschen. Im Abgang erfreut sich ein kurzes kräftiges Bitter die Kehle, das aber flott nachlässt und dann durchschnittlich lange nachklingt.

Schade, von einem Zwickl aus Eibau hätte ich mir eigentlich mehr versprochen. Die Brauerei hat zwar keine Fehler gemacht, aber mir fehlt einfach das Besondere.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Eibau i.Sa. GmbH
Neueibauer Straße 9
02739 Eibau
www.eibauer.de

13. – 15. 7. 2018: 150 Jahre – Eine helle Freude – Brauereifest in Mürsbach

Ein 150jähriges Firmenjubiläum ist durchaus ein Grund zu feiern. An diesem Wochenende ist es in Mürsbach soweit, wo die Familie Schmitt sich darauf freut, möglichst viele Gäste zur 150 Jahrfeier begrüßen zu können. Dort wird es nicht nur die Biere der Brauerei geben, sondern die Veranstalter haben ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

Freitag 13.07.

17:00 Uhr: Festanstich mit Gerd Backert’s Mini Big Band
22:00 Uhr: DJ Party mit DJ Hammer

Samstag 14.07.

17:00 Uhr: Sau am Spieß mit den Sendelbachtaler Musikanten
20:00 Uhr: „Best of Rockin‘ Music“ mit Wednesday Project

Sonntag 15.07.

10:00 Uhr: Frühschoppen mit der Blaskapelle Mürsbach
Danach: gemütlicher Festausklang

Zusätzlich wird täglich der Jubiläumssud in der nach Angaben der Brauerei ältesten historischen Flaschenabfüllung der Welt abgefüllt. Außerdem werden die Kreativbiere der Brauerei vorgestellt. Und für den Fall, dass Fußballfans zum Brauereifest kommen, ist auch eine Übertragung der Spiele um den dritten Platz sowie das Finale geplant.

13. 7. – 14. 7. 2018: Bier und Grillen am Markt Linz

Was passt perfekt zu einem kühlen Craft Bier? Eventuell ein saftiges Steak, zarte Rippchen, Fisch, Burger oder doch lieber gegrilltes Gemüse? Probieren Sie es aus: Zum ersten Mal findet am Linzer Südbahnhofmarkt ein Bier- und Grillfest statt.

Dabei sind unter anderem:

  • Michaeli Bräu
  • Steyrer Bräu
  • Syndicate Brewers
  • The Beer Buddies Brewing Company
  • Die Marktbrauerei
  • Linzer Biermanufaktur

Veranstalter sind David & Sandra von der Marktbrauerei und Andreas von Hartl’s Kulinarikum

12. – 15. 7. 2018: Il Festival della Birra Artigianale del lago

Das Fest des handwerklichen Bieres kehrt zum Comer See zurück. Vierzig Brauereien aus Italien und dem Ausland, die von Il Birrivico unter vielen Interessenten ausgewählt wurden, werden vier Tage lang die Hauptdarsteller im fabelhaften „Giardini a Lago“ in Viale Corridoni sein. Darüber hinaus werden viele ausgezeichnete Künstler die Besucher mit Live-Musik auf zwei Bühnen unterhalten, sowie einige der besten Künstler der nationalen und lokalen Jonglierszene…. all dies ist Como Always Hop, ein historisches Festival, das jetzt in einem wunderschönen Rahmen, unserem Seeufer von Como, stattfindet. Es wird gutes Essen geben, von Burgern bis hin zu gemischten frittierten Speisen, einheimische Küche sowie einige ethnische Spezialitäten. Eine Veranstaltung für Erwachsene und Kinder, bei der Ihnen große Grünflächen und Ruhezonen zur Verfügung stehen, in denen Sie in aller Ruhe sitzen, spielen und die Live-Musik genießen können. Hunde dürfen ebenfalls auf das Gelände, allerdings nur an der Leine.

Ort: Viale Filippo Corridoni, 22100 Como CO, Italia

Auf Facebook haben die Veranstalter noch viele zusätzliche Informationen veröffentlicht. Da ich kein Italienisch spreche müssen Sie dort aber selbst nachsehen: https://www.facebook.com/events/2033354556678119/

12. 7. – 14. 7. 2018: Hamelner Bierfest

Am Donnerstag ist es wieder soweit: Das Hamelner Bierfest öffnet seine Tore. An 25 Ständen gibt es in der zauberhaften Innenstadt von Hameln etwa 200 Biere, Limonaden und Wässer zu verkosten. Selbstverständlich wird auch das erste Bierfest Pale Ale im Ausschank sein. Das Event beginnt am Donnerstag und Freitag jeweils um 17:00 Uhr, am Samstag bereits um 14:00 Uhr. Am Donnerstag ist um 23:00 Uhr Schluss, an den anderen Tagen um Mitternacht. Das alles findet in der Ritterstraße in Hameln statt.

ShoutOutLoud stellt Bier aus Brotresten vor

ShoutOutLoud bringt eine neue nachhaltige Initiative an den Start. In England, der Schweiz und Österreich ist es längst bekannt, in Deutschland noch Neuland: Bier aus alten Brotresten. Das wollen Daniel Anthes, Georg Schmidt und Tobias Reul nun ändern.

Worum geht es? In den Bäckereien bleibt jeden Tag Brot übrig, das teilweise kostenlos an die Tafeln abgegeben wird, zu einem großen Teil aber als Abfall entsorgt wird. Das ist eine wahnsinnige Verschwendung, gegen die ShoutOutLoud ankämpfen will. Was liegt da näher als die überzähligen Brote als Grundstoff für Bier zu verwenden? Schließlich ist auf diese Weise vermutlich das Bierbrauen erfunden worden. Weil etwa die Körnerkruste – ein Vollkornmischbrot – zu schade für den Müll ist, machen die Braumeister Bier daraus. Gebraut wird im Brewids in Oberursel. „Das Mischbrot eignet sich besonders gut, weil es ergiebiger ist, als Weißbrot“, erklärt Anthes, der sich selbst als überzeugten Biertrinker bezeichnet. Das richtige Ergebnis hatten die Brauer recht schnell: „nach nur drei Brau-Testläufen!“, freut er sich. Es sei ein dunkles, schweres Bier geworden, was auch daran läge, dass es aus einem Vollkornbrot gebraut wurde, erklärt Anthes.

Was die Engländer bereits als Toast Ale trinken, möchte Daniel Anthes nun auch in Deutschland einführen. Der Vorstandsvorsitzende von ShoutOutLoud hat sich mit Georg Schmidt von BrauStil und Tobias Reul von der Mikrobrauerei Brewids zusammengeschlossen. Aus alten Brotresten der Bäckerei „Zeit für Brot“ brauen sie Bier. Am Donnerstag um 19 Uhr wird das Brotbierfass im BrauStil angestochen.

Weil etwa die Körnerkruste – ein Vollkornmischbrot – zu schade für den Müll ist, machen die Braumeister im Brewids in Oberursel Bier daraus. „Das Mischbrot eignet sich besonders gut, weil es ergiebiger ist, als Weißbrot“, erklärt Anthes, der sich selbst als überzeugten Biertrinker bezeichnet. Das richtige Ergebnis hatten die Brauer recht schnell: „nach nur drei Brau-Testläufen!“, freut er sich. Es sei ein dunkles, schweres Bier geworden, was auch daran läge, dass es aus einem Vollkornbrot gebraut wurde, erklärt Anthes.

Derzeit sind die Brauer bemüht, das Brotbier in den Brauereialltag einzubinden: „Das gerettete Brot bringt natürlich auch einen logistischen Aufwand mit sich. Außerdem müssen wir unsere Prozesse optimieren und klären, wie oft wir brauen und in den Verkauf gehen können“, sagt Anthes.

Ab Donnerstag wird das Brotbier bei BrauStil ausgeschenkt und flaschenweise zum Mitnehmen verkauft. Die drei Macher planen, bald auch an Supermärkte heranzutreten, um das Bier dort in den Verkauf zu bringen.

Quelle: genussmagazin-frankfurt.de

Braukatz Pale Ale

Craft Beer aus dem Allgäu? Ja, das geht, auch wenn viele bayrische Brauer dazu sagen: „So ein Schmarrn, bei uns heißt das Tradition“. Da ist durchaus etwas dran und der Übergang von traditionell gebrautem Bier und Craft Beer ist fließend. Aber es gibt doch noch Unterschiede zwischen einem (guten) Bier aus einer mittelständischen Brauerei auf der einen und einem Craft Beer auf der anderen Seite. Jetzt steht das Braukatz Pale Ale vor mir und ich will feststellen, wie gut dieses Bier gelungen ist. Vorher aber noch meinen Dank an die Post Brauerei in Nesselwang, die mir das Bier zugeschickt hat.

Bereits beim Öffnen der Flasche steigt mir ein fruchtiger Duft in die Nase. Mit dem Hopfen haben die Allgäuer also schon mal nicht gespart. Das freut mich schon mal. Im Glas strahlt mich das Bier in einer schönen Bernsteinfarbe an. Es entwickelt eine durchschnittliche Menge feinporigen Schaum, der auch durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Im Aroma halten sich Malz und Hopfen die Waage. Düfte nach Karamell, Ananas, Limone und Mandarine werden durch einige holzige Noten unterstützt. Meine Nase ist von dem Bier schon mal sehr angetan.

Der Antrunk wird durch das Malz geprägt, begleitet durch den Geschmack nach Mandarine, Ananas und Zitrone. Wie schon im Duft gehen die Eindrücke eine perfekte Verbindung ein. Die fruchtigen Noten verleihen dem Bier eine gewisse Frische. Schnell kommt noch ein freundliches Bitter dazu, so dass das Bier einen vollen und runden Eindruck macht. Sowohl die Bitternoten als auch die Fruchtigkeit kommen auch im lang nachklingenden Abgang zum Tragen.

Das Pale Ale aus Nesselwang kann ich mir gut zu einem Raclette vorstellen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mandarina Bavaria, Hallertauer Tradition, Spalter Select, Hersbrucker spät), Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

13,4 %

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
www.brau-manufactur-allgaeu.de

Biershop Bayern

BrauBeviale 2018 will Impulse setzen und inspirieren

Die BrauBeviale macht turnusmäßig alle vier Jahre eine Pause, aber 13. bis 15. November 2018 wird die internationale Getränkefachwelt in die Messehallen in Nürnberg eingeladen. Während der Pause hat die Messegesellschaft genutzt, um Feinheiten im Messekonzept anzupassen, sich im Markt umzuhören und aktuelle Themen aufzuspüren und für die kommenden drei Jahre aufzugreifen. So ist auch ein umfassendes Rahmenprogramm entstanden, das Impulse setzen möchte bei all den Herausforderungen, die die Getränkebranche gerade beschäftigen.

Konferenzprogramm vor dem eigentlichen Messestart

Die Anreise vor Messestart dürfte sich für viele Besucher auszahlen, denn bereits am Vortag der Messe gibt es mehrere interessante Weiterbildungsveranstaltungen: Bereits zum sechsten Mal findet das European MicroBrew Symposium der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) statt. Mit seinem Fokus auf technologische sowie Qualitätsaspekte richtet es sich an internationale Craft Brewer und Brewpub-Betreiber und wird daher auch in englischer Sprache abgehalten. Ein weiteres aktuelles Thema unter Brauern weltweit sind historische Braugersten, denen sich das Heirloom & Terroir Barley and Malt Symposium von RMI Analytics widmet. In diesem Rahmen wird auch der Heirloom Brewing-Award verliehen, der ausgesuchte Biere mit einem stimmigen Gesamtkonzept prämiert, die dann auch auf der BrauBeviale verkostet werden können.

Zuhören und mitdiskutieren

Die drei Messetage werden wieder unter dem Namen Forum BrauBeviale durch ein Konferenzprogramm begleitet. Der bewährte Mix aus Vorträgen, Präsentationen, Podiumsdiskussionen sowie Preisverleihungen lädt die Messebesucher ein, sich zu aktuellen Themen zu informieren und von spannenden Ideen und Ansätzen inspirieren zu lassen. Das Themenspektrum ist breit gefächert und reicht von Rohstoffen über Technologien bis zu Unternehmertum und Vermarktung. Die Sprache im Forum ist Deutsch, eine Simultanübersetzung ins Englische wird angeboten. Das detaillierte Programm gibt es rechtzeitig zur Messevorbereitung auf der Website der BrauBeviale. Auch im Forum: die Eröffnung am ersten Messetag mit einer Keynote der Food-Trend-Forscherin Hanni Rützler und der Verleihung des Bayerischen Bierordens. Ebenso am ersten Messetag, um 16 Uhr, können Interessierte dem Finale der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers beiwohnen.

Verkostungen von Getränkespezialitäten

Ein Highlight für das Erforschen der Vielfalt und den Genuss von Getränkespezialitäten ist die Craft Drinks Area – mit zuletzt rund 7.500 Teilnehmern an drei Messetagen eine folgerichtige Weiterentwicklung der Craft Beer Corner aus dem vergangenen Triple. Hier können die Besucher an insgesamt acht Bars an von unabhängigen Experten geführten Verkostungen teilnehmen und in zum Teil völlig neue Geschmackswelten eintauchen. Neben der Gläserbar, an der man die Auswirkung der Beschaffenheit des Glases auf den Geschmack erleben kann, gibt es je eine Bar für Mineralwässer, Spirituosen und innovative alkoholfreie Getränke. Dem Thema Bier widmen sich sogar vier Bars, die neben speziellen Ländern und Themen auch die Vielfalt alkoholfreier und alkoholreduzierter Biere aufzeigen.

Traditionell wird auch wieder der European Beer Star, der seit seinem „Geburtsjahr“ 2004 seine Messeheimat auf der BrauBeviale hat, verliehen. In 65 Kategorien, das sind fünf mehr als im Vorjahr, können Brauereien aus der ganzen Welt ihre Biere einreichen – zuletzt waren es 2.151 Biere, davon 60 Prozent aus dem Ausland – und an einem der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit teilnehmen. Ins Leben gerufen wurde er von den Privaten Brauereien, dem ideellen Träger der Messe, dem deutschen und dem europäischen Dachverband. BrauBeviale-Besucher kommen wieder in den Genuss, am ersten Messetag aus den Goldmedaillengewinnern ihr Lieblingsbier zu küren, den Consumers‘ Favourite 2018 in Gold, Silber und Bronze.

Kompetente Partner für konkrete Belange

Unterschiedliche Themenpavillons präsentieren sich gezielt als Anlaufstelle für speziell auf bestimmte Besuchergruppen zugeschnittene Fragestellungen: Kleinst- und Kleinbrauereien sowie Heim- und Hobbybrauer finden bei Artisan und Craft Beer Equipment und brau@home umfassende Informationen zu Ausstattung, Zutaten und Lösungen sowie wertvolle Anregungen durch Kurzvorträge in der zugehörigen Speakers‘ Corner. Weitere Pavillons sind dem „Nachhaltigen Wassermanagement in der Getränkeindustrie“ und einer Sonderschau zu innovativen Getränkeverpackungen gewidmet.

Die Zukunft im Blick

Junge Unternehmen aus Deutschland, die innovative Produkte und Verfahren für die Getränkeindustrie entwickeln und in naher Zukunft auf den Markt bringen möchten oder dies gerade getan haben, präsentieren sich und ihre Ideen erstmals der Fachöffentlichkeit am Gemeinschaftsstand „Innovation made in Germany“. Die Teilnahme wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Schon mancher ehemalige Teilnehmer dieses Gemeinschaftsstandes ist mittlerweile eine feste Größe in der Getränkebranche geworden.

Blick über den Glasrand hinaus

Bei so viel Beschäftigung mit Themen rund um die Getränkebranche liegt es nahe, auch an andere kulinarische Genüsse zu denken. Passend zur BrauBeviale findet parallel vom 14.-15. November 2018 die SFC Street Food Convention statt. Sie präsentiert mit abwechslungsreichem Programm zum vierten Mal alles rund um die Themen Street Food, Foodtrucks, mobiles Catering und visionäre Esskultur – begleitet durch eine Sponsorenausstellung und Foodtrucks zur Verköstigung im Messepark.

Gaffel Sonnenhopfen

Viele Konsumenten meinen, dass die Brauereien in Köln nur Kölsch brauen können. Zwar macht das Kölsch den Großteil des in Köln gebrauten Bieres aus, aber die Brauerei Gaffel versucht sich seit einigen Jahren auch an einem Pale Ale, das nur im Sommer verkauft wird, dem Gaffel Sonnenhopfen. Von diesem Bier verspreche ich mir einiges. Es wurde nicht nur von der DLG mit der Goldmedaille ausgezeichnet, sondern auch der österreichische Bierpapst Conrad Seidl hat es einmal zum Bier der Woche gekürt.

Auf ihrer Website veröffentlicht die Brauerei recht umfangreiche Informationen über den Sonnenhopfen, besonders über den Hopfen Citra aus dem amerikanischen Yakima Valley, dem zweitgrößten Hopfenanbaugebiet der Welt, sowie über die obergärige Hefe aus eigener Zucht. Lediglich auf das Malz wird nicht näher eingegangen. Aber genug der Theorie, jetzt ist es an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Leuchtend golden und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Es bildet sich eine leicht überdurchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. Dazu kommt noch eine reichlich dosierte und sehr aktive Kohlensäure. Optisch macht das Bier jedenfalls schon mal einen guten Eindruck.

Düfte nach Ananas, Zitrus, Mango und Zitronenschale steigen mir in die Nase, begleitet durch ein leichtes Biskuitaroma. Das Aroma ist so komplex, dass sicherlich jede Nase noch weitere Aromen feststellen wird. Kurz gesagt habe ich hier einen flüssigen Obstsalat vor mir. Das macht doch schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Fruchtig und mit leichter Süße meldet sich das Bier auf der Zunge und vermittelt vom ersten Moment an einen schlanken und frischen Eindruck. Schnell gesellt sich ein gut abgestimmtes Bitter zur Fruchtigkeit, so dass das Bier rund, vollmundig und süffig ist. Der Abgang ist nur leicht bitter, während auch in der Kehle die Fruchtigkeit dominiert. Der Nachklang ist durchschnittlich lang.

Der Sonnenhopfen ist ein perfektes Sommerbier, das am Besten im Biergarten genossen werden möchte. Dazu ein leichtes Sommergericht mit Geflügel oder Fisch und eine nette Begleitung – schöner kann ein Sommertag nicht ausklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Citra), Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol. (diese Angabe stammt vom Etikett der Flasche, auf der Website ist von 4,7 % Vol. die Rede)

Bittereinheiten:

10 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei Gaffel
Ursulaplatz 1
50668 Köln
www.sonnenhopfen.de