Brauereisterben in Franken gestoppt

Der mit dem unschönen Begriff Brauereisterben umschriebene langjährige Rückgang der Brauereien in Oberfranken und Franken ist gestoppt. Erstmals seit über 150 Jahren nehmen die Brauereizahlen in Oberfranken und Franken zu. Diese „Jahrhundertnachricht für Oberfranken und Franken“ konnte der Kulmbacher Landrat Klaus-Peter Söllner, 1. Vorsitzender des Verein Bierland Oberfranken, auf der Mitgliederversammlung des Vereins Bierland Oberfranken am 17. Januar vermelden.

Seit 1840 waren die Brauereizahlen in Oberfranken rückläufig. Jetzt, genau seit dem Jahr 2015, ist die Zahl der aktiven Brauereien in Oberfranken zum ersten Mal von 149 auf nun 172 Brauereien wieder angestiegen, das ist eine sensationelle Zunahme von 18,1 %, so Söllner. Und das Schöne daran: dieser Trend gilt auch für die Schwester von Bierland Oberfranken, die Fränkische Bierstraße. Auch in Franken hat die Zahl der Brauereien erstmals wieder zugenommen. Seit dem Jahr 2015 sind in Franken, bzw. der Fränkischen Bierstraße 47 neue Brauereien dazugekommen, aktuell gibt es damit 304 aktive Brauereien in Franken. Das freut uns, das freut aber den Verbraucher, so Söllner weiter. Die Biervielfalt Oberfrankens ist weltweit einmalig, aktuell werden alleine in Oberfranken mehr als 1500 verschiedene Biere gebraut.

Recherchiert haben die Zahlen Markus Raupach und Bastian Böttner von der Agentur guidemedia Bamberg, die nicht nur Mitglied im Vorstand des Vereins Bierland Oberfranken sind, sondern auch seit über 10 Jahren die Internetseiten von Bierland Oberfranken, seit einem Jahr auch der Fränkischen Bierstraße, aktuell halten und erst vor kurzem den Brauereiführer Franken neu aufgelegt haben, daher stammen auch die aktuellen Zahlen.

Sicherlich auch bedingt durch die Craft Beer-Welle, hat handwerkliches Bier wieder ein positives Image beim Verbraucher bekommen, auch was die Preise betrifft. Die oberfränkische Brauereikultur, auch die Biergartenkultur, trifft des Lebensgefühl der Menschen, der Einheimischen, aber auch der Urlauber und Ausflügler, begründet Christof Pilarzyk, geschäftsführend er Vorstand von Bierland Oberfranken, diesen Trend.

Oberfränkische Bier ist wieder in, auch bei jungen Menschen. Und das gilt für das Bier trinken genauso wie das Bier brauen, so Markus Raupach, der die Zahlen und Hintergründe dazu vorstellte. Junge Menschen finden es cool Bier zu brauen und sind auch wieder bereit, die Brauerei von ihren Eltern zu übernehmen oder eine eigene Brauerei, oft mit Wirtshaus, zu gründen. Eine ganze Generation neuer, junger Braumeister schickt sich an, die oberfränkische Bierkultur nicht nur zu bewahren, sondern sie weiterentwickeln und in die Zukunft zu bringen. Das ist wohl die beste Nachricht für das Bierland Oberfranken und die Fränkische Bierstraße.

Hintergrundinformation

Die Historie der Entwicklung der Brauereien in Oberfranken hat Prof. Dr. Erhard Treude, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie an der Universität Bamberg im Jahr 1985 in seinem Aufsatz „Entwicklung und Struktur des oberfränkischen Brauwesens“ veröffentlicht. Bis zum Jahr 1840 und zuletzt begünstigt durch die Aufhebung der Bierverlagsrechts im Jahr 1805 hatte die Zahl der Brauereien in Oberfranken kontinuierlich zugenommen. Die Wende kam mit dem Jahr 1840, seitdem hat die Zahl der Brauereien bis 2015 kontinuierlich abgenommen. Im Jahr 1840 gab es 1100 Brauereien, 1871 waren es 900, im Jahr 1970 noch 400 und im Jahr 2000 gab es in Oberfranken 200 Brauereien. Ursachen für diesen ständigen Rückgang gab es in den letzten knapp 180 Jahren viele. Die Industrialisierung. Die Aufhebung der innerdeutschen Zollschranken. Die Eisenbahn. Neue Kühltechnik. Neue Heiztechnik. Die zunehmende Mechanisierung und der damit verbundene wesentlich höhere Kapitaleinsatz. Die Einführung der Bierflasche in den 50er Jahren oder der Preiskampf in den Getränkemärkten, um nur einige zu nennen. Aber jetzt ist der Trend gestoppt.

Aktive Brauereien Oberfranken

Aktive Brauereien Franken:

Jahr

Zahl Brauereien

Jahr

Zahl Brauereien

1840

1100

1990

380

1871

900

1996

330

1967

430

2010

262

1970

403

2013

258

1973

355

2015

257

1976

318

2017

304

1979

290

   

1982

268

   

1990

213

   

2002

202

   

2010

159

   

2013

153

   

2015

149

   

2017

173

   

Quellen: Zahlen 1840 – 1982: Prof. Dr. Erhard Treude
Zahlen ab 1990: Markus Raupach, Bastian Böttner

Beispiele für junge Brauereien in Franken seit 2009

Oberfranken

Mittelfranken

Unterfranken

Brauhaus Budenschuster (Bad Steben) – 2016

Brauhaus Brandmeier (Cadolzburg) – 2013

Albertshöfer Sternbräu (Albertshofen) – 2010

Kronprinz (Bamberg) – 2016

Lahmabräu (Langenzenn) – 2012

Brauhaus Bergmann (Glattbach) – 2009

Glenk Bräu (Bayreuth) – wiederbelebt

Eppelein & Friends (Nürnberg) – 2015

Goiklbräu (Lohr am Main) – 2013

Brauhaus Binkert (Breitengüßbach) – 2012

orca brau (Nürnberg) – 2017

Pfarrbräu (Stadelhofen) – 2010

Brauhaus zu Coburg (Coburg) – 2015

Honig Bräu (Nürnberg) – 2016

Waldschatz- Bräu (Hausen bei Würzburg) – 2016

Red Castle Brew (Gräfenberg) – 2012

bierwerk kreativbrauerei (Nürnberg) – 2016

 

(Brauerei Rittmayer (Hallerndorf) – 2013/14 neu gebaut)

1.Altenberger Brauhaus (Oberasbach) – 2015

 

Antlabräu (Kronach) – 2009

Hechtbräu (Zimmern) – 2011

 

Gasthausbrauerei zum Gründla (Kulmbach) – 2015

   

Braumanufaktur Lippert (Lichtenfels) – 2012

   

Rosenauer Hofbräu (Marktgraitz) – 2015

   

Brauerei Hopfenhäusla (Münchberg) – 2015

   

Drossenfelder Bräuwerck (Neudrossenfeld) – 2014

   

Kommunbräu Rehau e. V. (Rehau) – 2011

   

Gänstaller Bräu (Schnaid) – 2011

   

Frankonianer – Gasthausbrauerei – Café Hein (Schwarzenbach) – 2013

   

Braumanufaktur Hertl (Thüngfeld) – 2012

   

Holsten Edel

Fast jeder Mensch, der schon einmal in Hamburg war, kennt den Spruch: „Holsten knallt am dollsten“. Das klingt ja eher abwertend; entsprechend sind die Erwartungen, die ich an dieses Bier stelle. Immerhin wurde hier mit Hopfen gebraut, nicht mit Hopfenextrakt.

Farblich macht das Bier einen guten Eindruck – goldgelb ist es im Glas. Dazu ein durchschnittlicher Schaum. Der Duft wird eindeutig vom Hopfen dominiert, halt typisch norddeutsch.

Der Geschmack wird von Anfang bis Ende einseitig vom Hopfen bestimmt. Im Antrunk schmecke ich zwar auch das Malz, aber leider wirklich zu schwach. Mehr will ich zu diesem Bier gar nicht mehr schreiben – es ist zwar durchaus trinkbar, hat aber einfach noch zu viel Luft nach oben.

Zutaten:
Wasser
Gerstenmalz
Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 %

Brauerei:

Holsten-Brauerei AG
22755 Hamburg
http://www.holsten.de

Craft Beer Arena auf der Internorga

Kreative Ideen, hohe Experimentierfreudigkeit und eine starke Leidenschaft derjenigen, die es brauen, dafür steht Craft Beer. Schwappte der Trend nach handgebrautem Bier erst vor ein paar Jahren nach Deutschland, ist er mittlerweile in Gastronomie und Handel nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass dieses Thema auf der INTERNORGA vom 9. bis 13. März 2018 mit der CRAFT BEER Arena besonders prominent präsentiert wird. Bereits zum vierten Mal zeigen hier über 30 Brauer geballte Bierbraukunst und begeistern mit außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen. Viele internationale Craft Biere nutzen die INTERNORGA, um von hier aus ihren Vertrieb in den deutschen und europäischen Markt zu starten.

„Die CRAFT BEER Arena ist ein wichtiger Anlaufpunkt auf der INTERNORGA und ein Muss für alle Messe-Besucher. Hier ist es möglich, den Dialog über Bierkultur zu führen, und die Macher großartiger Biere zu treffen. Ich freue mich sehr, dass sich die CRAFT BEER Arena zu einem echten Highlight auf der Messe entwickelt hat, das nicht mehr wegzudenken ist“, sagt Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin Hamburg Messe und Congress GmbH.

Die ganze Welt der Craft Biere

Ob große oder kleinere Brauereien aus ganz Deutschland oder Brauereien aus Europa und Nordamerika: Das Angebot in der CRAFT BEER Arena ist so vielfältig wie nie. Viele Unternehmen, wie beispielsweise Maisel & Friends, BRLO Craft Beer, oder die Kreativbrauerei Kehrwieder sind von Anfang an dabei. Premiere in diesem Jahr feiern unter anderem Insel-Bräu von der Fraueninsel im Chiemsee, die Superfreunde aus Berlin, die Detmolder Privatbrauerei Strate, und was passiert, wenn Braumeister auf Imker trifft, das zeigt CraftBEE aus Kassel.

Nachdem sich die Craft Beer Arena in den letzten Jahren zu einem Magneten für die Besucher entwickelt hat, erscheint es nur logisch, dass in diesem Jahr auch die handgemachten Spirituosen mit der Craft Spirit Lounge einen eigenen Bereich auf der Messe erhalten. Bei diesem neu entwickelten Konzept dreht sich alles rund um handgefertigte Spirituosen. Die Leitmesse erweitert damit ihr „handcrafted“-Angebot im Getränkebereich. In entspannter Atmosphäre werden hier Genuss und Leidenschaft für Hochprozentiges vereint und gekonnt in Szene gesetzt. Produzenten edler Destillate wie Gin, Whiskey, Rum, Obstbrand oder Wodka erhalten ganz neue Präsentationsmöglichkeiten in einem einzigartigen Umfeld. Der separate Bereich bietet den Ausstellern vor Ort eine Plattform, wichtige Geschäftskontakte zu knüpfen und neue Kundengruppen zu erschließen

Mit der CRAFT SPIRIT Lounge konzentriert die INTERNORGA aktuelle Getränketrends unter einem Dach. Sie ist in prominenter Lage platziert und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den bereits sehr erfolgreichen Ausstellerformaten Newcomers‘ Area und CRAFT BEER Arena.

Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Hamburg Messe und Congress GmbH, freut sich über die Erweiterung der Ausstellerbereiche: „Mit der CRAFT SPIRIT Lounge schaffen wir einen hochspezialisierten Bereich, der zum Entdecken einlädt und Fachbesuchern das vielfältige Destillerie-Angebot an einem Ort präsentiert. Handgemachte Spirituosen wie Gin, Rum oder auch Korn liegen absolut im Trend und bieten Gastronomen und Hoteliers ideale Möglichkeiten, ihre eigenen Kunden zu überraschen. Wir sehen großes Potenzial darin, dass der neue Ausstellerbereich ein weiteres beliebtes Messe-Highlight wird wie die Newcomers‘ Area und die CRAFT BEER Arena.“

Als Aussteller der neuen CRAFT SPIRIT Lounge haben sich bereits namhafte Hersteller mit Spitzenniveau angemeldet. Mit dabei ist die Feinbrennerei Sasse aus dem Münsterland, die 2017 beim World Spirit Award zum dritten Mal in Folge den Titel „World-Class-Distillery“ erhielt. Ebenfalls angekündigt haben sich die beiden oberbayerischen Destillerien Lantenhammer und SLYRS. Die Traditionsbrennerei Lantenhammer gilt als modernste Destillerie Europas und bietet eine Vielzahl an Obstbränden und Likören an. Der leidenschaftliche Whiskey-Pionier vom Schliersee SLYRS überzeugt unter anderem mit dem „Best German Single Malt 2017“. SLYRS setzt mit seinen Whiskey-Kreationen neue Maßstäbe in der Herstellung hochwertiger Single Malt Whiskeys außerhalb Schottlands. Des Weiteren werden sich der Gin-Spezialist Spitzmund aus Schleswig-Holstein und Christian Schumm mit seiner „The Taste Collection“ im neuen Ausstellerbereich präsentieren.

Eulchen Bock

Das Bockbier gehört in Deutschland zu den beliebtesten Bierstilen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die kleine aufstrebende Brauerei Eulchen aus dem rheinland-pfälzischen Mainz auch einen Doppelbock im Angebot haben. Eine Flasche steht jetzt vor mir und möchte gerne verkostet werden. Mache ich sie also auf und schenke ein.

Sehr dunkel mahagonifarben zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge hellbrauner größtenteils feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es schon mal nichts auszusetzen.

Im Aroma mischen sich die Röststoffe des Malzes, die den Duft dunkler Schokolade beisteuern, mit vielen fruchtigen Noten des Hopfens, die Düfte nach Kirschen und roten Beeren beitragen. Der Duft zeigt bereits, dass das Bier recht viel Süße enthält.

Do ist es auch nicht verwunderlich, dass der Antrunk recht süß ist. Aus diesem Grund könnte die Kohlensäure auch etwas großzügiger dosiert erden. Aber das vollmundige Bier gefällt mir mit seinem vollmundigen Geschmack trotzdem von Beginn an. Sobald sich das Bier im Mund verteilt zeigt sich der Geschmack nach Marzipan, was zusammen mit dem sich auf der Zunge dezent widerspiegelnden Kirscharoma sehr apart ist. Im Abgang gesellt sich noch ein freundliches und sanftes Bitter mit durchschnittlichem Nachklang zur Fruchtigkeit.

Der Doppelbock von Eulchen ist ein wirklich angenehmes Bier, bei dem ich mich nur frage, weshalb es ausschließlich im Winter gebraut wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

7,6 % Vol.

Stammwürze:

19,3 %

Brauerei:

Eulchen GmbH
Hindenburgstr. 7
55118 Mainz
www.eulchen-bier.de

Grimbergen Winter

Die Tradition begann im 12. Jahrhundert. Wenn der erste Schnee fiel öffneten die Mönche die Tore der Abtei Grimbergen und luden die Dorfbewohner zu einem rauschenden Fest ein. Für diesen Anlass hatten sie aus der Ernte des jeweiligen Jahres ein spezielles Winterbier gebraut. Auch heute noch wird dieses ordentlich gehopfte Bier jedes Jahr neu gebraut und unter den Namen Grimbergen Winter – Hiver und Grimbergen Noël verkauft.

Sehr dunkel rubinrot ist das Bier, beinahe schwarz. Es bildet eine durchschnittlich voluminöse feinperlige beige Schaumkrone, die allerdings bis auf einen Rest schnell in sich zusammenfällt. Nur der Rest bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist angenehm malzig. Düfte nach Waldhonig, Karamell und Südfrüchten steigen mir in die Nase und versprechen mir einen angenehmen Geschmack dieser belgischen Brauspezialität.

Der Antrunk ist süß und fruchtig. Durch die reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlesäure ist das Bier wunderbar spritzig. Schnell kommt eine angenehme fruchtige Säure dazu, so dass sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Für ein Winterbier aus Belgien ist das Bier überraschend frisch, dabei aber auch vollmundig und wärmend. Auch der Abgang ist fruchtig. Die Bitterstoffe des Hopfens kommen nur dezent zum Vorschein. Trotzdem klingt der Geschmack einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Bittereinheiten:

18 IBU

Brauerei:

N.V. Brouwerijen N.V.
Alken-Maes
Belgien
www.grimbergenbeer.com

23. 1. 2018: Maisel & Friends lädt zum ersten Hobbybrauer-Stammtisch ein

Dass sich Maisel & Friends um die Verbreitung von Craft Beer verdient macht ist ja kein Geheimnis. Aber dass die Brauerei sich nicht nur um den Absatz der eigenen Biere und denen der anderen Brauer sorgt, sondern auch Hobbybrauer unterstützen will, ist meines Wissens nach in Deutschland einmalig. Im Januar starten die fränkischen Brauer in ihrer Brauereigaststätte einen Hobbybrauer-Stammtisch! Der erste Stammtisch findet am 23.01.18 ab 19 Uhr statt!

Egal ob die Teilnehmer erfahrene Hobbybrauer sind, ob sie mit dem Brauen gerade beginnen oder ob sie interessiert an Bier und außergewöhnlichen Bierkreationen sind – jeder ist bei diesem Stammtisch willkommen. Mit dieser außergewöhnlichen Veranstaltung will die Brauerei Hobbybrauer, Bierinteressierte und Gleichgesinnte zusammenbringen und gemeinsam mit den Teilnehmern einen tollen Abend in entspannter Atmosphäre zum Thema Bier verbringen.

Wollten Sie schon immer mal ein Bier in die Kneipe bringen? Hier darf jeder Hobbybrauer gerne sein eigenes Bier mitbringen. Gemeinsam werden dann die neuesten selbstgebrauten Kreationen verkostet – in einer lockeren Runde mit weiteren Bierinteressierten. Auch ein Braumeister von der Maisel and Friends Brauwerkstatt wird mit dabei sein. Neben den Verkostungen wird selbstverständlich auch ausreichend Zeit sein, sich auszutauschen, gegenseitig kennenzulernen und die aktuellsten Themen der Bierwelt zu besprechen. Auch wenn Sie noch kein Bierprofi oder Hobbybrauer sind – trotzdem sind Sie eingeladen und können gerne einfach mal „reinschnuppern“. Am Hobbybrauer-Stammtisch haben Sie die Möglichkeit, von Profis zu erfahren, wie das Hobbybrauen funktioniert.

Damit die Brauerei den Stammtisch rechtzeitig planen kann bittet das Unternehmen um eine Anmeldung Email oder Facebook-Nachricht. Die Anmeldung ist natürlich kostenlos.
Email: m.koenig@maisel.com oder Telefon unter: 0921/401-254

Pints up, Craft-Bier-Fans! – Im April 2018 kehrt Idahos Craft Beer Monat zurück

Nach dem erfolgreichen Craft Beer Month im vergangenen Jahr kehrt die Veranstaltungsreihe im Jahr 2018 zurück. Im April dreht sich alles um Idahos berühmten Hopfensaft. Während der dieses Monats organisieren Brauereien, Bierschänken, Restaurants, Einzelhändler und Produzenten Veranstaltungen, in denen Idahos Craft Beer im Fokus steht. Vom Bierdinner über Pairing-Events bis hin zum Tap Takeovers (Thekenübernahme), können Bierfans alles erleben.

Der Craft Beer Month ist auf den Bierboom zurückzuführen und wird von Idaho Tourism sowie von Idaho Brewers United unterstützt. Die gemeinnützige Handelsorganisation hat sich zum Grundsatz gemacht, die Brauereien des Bundesstaates zusammenzuführen, die Bierindustrie zu fördern und zu schützen. Die Ernennung eines Monats zum Craft Beer Month bietet Anlass, Idahos wachsende Craft Beer Industrie zu feiern sowie gleichzeitig die lokalen Produzenten zu rühmen und zu unterstützen.

Langgelebte Biertradition

Der Nordwesten der USA genießt seit langem nationale Anerkennung für sein Brauereikunst – an der Spitze steht Idaho: 57.971 Fässer Craft Beer gilt es im Jahr zu schlagen. Die Craft Beer Szene der Kartoffelnation boomt. Für Idahos Braumeister ist es nicht nur ein Beruf, sondern ein Lebensgefühl, Bier herzustellen und zu verkaufen. Daher versuchen sie, sich gegenseitig mit dem besten Hopfensaft zu übertrumpfen. Von der ältesten existierenden Brauerei (Grand Teton Brewing) über das erste Brauhaus (Highlands Hollow) bis hin zur größten Brauerei des Staates (Payette Brewing) ist Idahos Bierlandschaft gewachsen und hat sich stetig weiterentwickelt.

Mehr als 50 Bierbrauereien im Gerstenstaat

Idaho wird für Bierkenner immer interessanter. Bierliebhaber finden hier mehr als 50 Brauereien. Der Bundesstaat gehört zu den Top 10 der Pro-Kopf-Bierbrauereien in den Vereinigten Staaten. Zudem ist der Bundesstaat der zweitgrößte Erzeuger von Gerste und der drittgrößte Hopfenproduzent der USA. Dies gibt den Brauereien die Möglichkeit, eine Vielzahl unterschiedlicher Bierstile zu brauen.

Helles Schlenkerla Lagerbier

Die Brauerei Schlenkerla ist bekannt für ihr Rauchbier und nicht ohne Grund hat Slowfood das Rauchbier aus Bamberg in die Arche des guten Geschmacks aufgenommen. Das helle Lagerbier wird aber ohne Rauchmalz gebraut. Auf dem Rückenetikett beschreibt die Brauerei, dass das Lagerbier in den gleichen Kupferkesseln wie die anderen Biere gebraut wird und dass sich dabei ein ganz leichter Rauchgeschmack aus dem Kessel auf das Bier überträgt. Ich erwarte also ein Rauchbier für Anfänger, da denen in vielen Fällen der Rauchgeschmack der anderen Biere zu intensiv ist.

Im Glas präsentiert sich das Helle Schlenkerla Lager goldgelb leuchtend mit sehr viel festem Schaum, der auch lange erhalten bleibt. Ich kann also nur empfehlen, das Bier vorsichtig einzuschenken.

Das Aroma ist malzig und blumig. Wie ich erwartet habe, ist das Raucharoma recht dezent, gerade so stark, dass klar ist, dass es gewollt ist und dass es sich nicht um ein Fehlaroma handelt. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendetwas haben die Brauer richtiggemacht.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Die Rauchnote kommt erst einen Augenblick später zum Vorschein, zusammen mit einer aromatischen grasigen Hopfennote. Ich würde mir noch etwas Säure dazu wünschen. Trotzdem ist der Geschmack rund und vollmundig. Im Abgang kommt der Rauch noch einmal etwas kräftiger in den Vordergrund, zusammen mit einem leichten freundlichen Bitter. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkohol:

4,3 % Vol.

Stammwürze:

11,5 %

Bittereinheiten:

30° IBU

Brauerei:

„Heller-Bräu“ Trum GmbH
Dominikanerstraße 6
96049 Bamberg
www.schlenkerla.de

Waldhaus Ohne Filter

Das Waldhaus Ohne Filter ist ein hefetrübes Kellerbier aus dem südlichen Teil des Schwarzwalds, das mit ganzem Doldenhopfen gebraut wird.

Vermutlich nicht ohne Grund wurde dieses Bier vielfach ausgezeichnet. Beim World Beer Award wurde es 2012 als World Best Seasonal Lager geehrt, beim International Taste & Quality Award in Brüssel erhielt es fünfmal 2 Sterne und dreimal drei Sterne, ebenfalls in Brüssel bekam es von 2012 bis 2017 in jedem Jahr die Goldmedaille, beim European Beer Star in München bekam es zweimal Gold, beim Meiningers International Craft Beer Award Platin, bei 1001 Degustations in Frankreich wurde es 2016 mit Silber und 2017 mit Gold ausgezeichnet und von der DLG bekam es insgesamt 18 Medaillen, davon immerhin zwölfmal Gold. Ich habe es jetzt nicht nachgeprüft, aber ich glaube, noch kein Bier, das ich hier verkostet habe, wurde häufiger ausgezeichnet.

Strohgelb und hefetrüb mit einem leichten Stich ins Grüne steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine sehr schöne feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Das gefällt mir schon mal.

Das Bier duftet blumig und erdig und der Naturhopfen spendet auch einige grasige Noten. Dazu kommen noch Düfte nach Vanille und Biskuitteig, unterstützt durch Vanille und etwas Waldhonig. Ein derart komplexes Aroma kann nur ein gutes Bier begleiten.

Durch die sehr feinperlige Kohlensäure ist der Antrunk spritzig. Sofort zeigt sich auch, wie vollmundig das Bier ist. Dabei sorgt die Hefe für ein weiches und rundes Mundgefühl. Der Abgang ist wenig bitter mit einem ordentlichen Malzgeschmack. Trotzdem kommt auch hier der Hopfen mit seinen grasigen Noten zu seinem Recht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Spalt, Tettnang, Hallertau), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Waldhaus
Waldhaus 1
79809 Waldhaus
www.waldhaus-bier.com

Gegrillte Rinderhüfte aus der Dunkelbier-Marinade mit Bier-Senf-Sauce

Zutaten:

750 g Rinderhüfte, geputzt und von Sehnen befreit
4-5 Knoblauchzehen
500 ml dunkles Bier oder dunkles Bockbier
5 EL Zucker
4 EL Malzessig (ersatzweise alter Aceto Balsamico)
1 EL Pimentkörner
1 Bund Thymian, gehackt
1 Bund Oregano, gehackt
1 Chilischote, ganz
3 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Aluminiumfolie
150 g Schmand
1 EL süßer, körniger Senf
1 EL Meerrettich, frisch gehobelt oder aus dem Glas
50 ml dunkles Bier
Abgeriebene Schale einer Zitrone
Salz, Pfeffer, Cayenne, Currypulver

Zubereitung:

Aus dem Bier, Zucker, Essig, Piment, Thymian, Oregano, der ganzen Chilischote und den Lorbeerblättern eine Marinade rühren. Den Knoblauch schälen und längs in drei Spalten dritteln. Das Fleisch mit den Knoblauchspalten spicken und mindestens 12 Stunden abgedeckt marinieren. Das Fleisch aus der Biermarinade nehmen, gut trocken tupfen, mit etwas Olivenöl einreiben und von allen Seiten – also rundherum – auf dem Grill kross anbraten.

Das Fleisch salzen und pfeffern und in Aluminiumfolie einschlagen. An der Grillseite – nicht in voller Hitze – 15 bis 20 Minuten durchziehen lassen. Auspacken, dünn aufschneiden und nach Geschmack mit etwas Meersalz und Olivenöl würzen.

Für die Bier-Senf-Sause den Senf und Meerrettich mit dem Schmand glatt rühren. Danach das Bier gut unterrühren, sodass eine cremige Konsistenz entsteht. Mit der Zitronenschale und den Gewürzen abschmecken.

Quelle für Rezept und Bild: https://www.weltgenusserbe.eu.