Erst im Jahr 2006 wurde die Brauerei im Münchner Stadtteil Untergiesing gegründet. Ursprünglich brauten die beiden Gründer ihr Bier in einer Garage. Inzwischen hat sich viel getan und die beiden haben nicht nur eine Brauereigaststätte eröffnet, sondern planen derzeit einen zweiten Produktionsstandort in Milbertshofen. Baubeginn des etwa 15 Millionen teuren Neubaus soll im November 2018 sein. Auf diese Weise soll die Produktionskapazität von 12.000 Hektolitern pro Jahr auf 32.000 Hektoliter vergrößert werden. Der alte Standort in der Giesinger Martin-Luther-Straße soll aber erhalten bleiben und dem Brauen der saisonalen Biersorten dienen. Jetzt steht ein typischer bayrischer Bierstil vor mir, das Giesinger Weißbier.
Bereits beim Einschenken steigt mir ein intensives Bananenaroma in die Nase. So intensiv erlebe ich es bei wenigen Weizenbieren. Bernsteinfarben und hefetrüb präsentiert sich das Bier. Darüber bildet sich eine für ein Weizenbier erstaunlich kleine Krone aus gemischtporigem Schaum, der recht schnell in sich zusammenfällt.
Der Antrunk ist recht süß, wobei die reichlich vorhandene Kohlensäure das Bier von Anfang an frisch und spritzig macht. Schnell mischen sich in die Süße eine fruchtige Säure sowie ein leichtes Bitter. Dadurch ergibt sich ein runder und Voller Geschmack. Der Nachklang zeichnet sich durch ein freundliches leichtes Bitter mit langem Nachklang aus.
Zutaten:
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
5,5 % Vol.
Brauerei:
Giesinger Biermanufaktur &
Spezialitätenbraugesellschaft mbH
Martin-Luther-Str. 2
81539 München
www.giesinger-braeu.de
Wieder steht ein Honigbier aus Belgien vor mir, diesmal aus der Brauerei Denum Ignis in Sinaai Waas. Ich habe mir die Website der Brauerei angesehen und ich muss sagen, dass sie nicht sonderlich professionell aussieht. Sie enthält keinerlei Informationen über die Brauerei oder die Biere, nur die Bilder von drei Bieren und selbstverständlich die Kontaktdaten des Unternehmens. Erstellt wurde die Website 2016 und als Platzhalter macht sie einen guten Eindruck, aber da die Site inzwischen im dritten Jahr besteht, hätte ich mir wirklich mehr erwartet. Augenscheinlich hatte das Unternehmen keine Lust mehr, Informationen zu veröffentlichen. Aber jetzt wollen wir uns mit dem Bier beschäftigen.
Jetzt steht vor mir ein Bier zum Mitnehmen. Weshalb zum Mitnehmen? Ganz einfach: Die Flasche ist nicht mit einem Kronkorken verschlossen, sondern mit einer Abziehkappe mit einer Öse, so dass sie ohne einen Flaschenöffner aufgemacht werden kann.
Neunmal wurde dieser Doppelbock aus der Privatbrauerei Ayinger seit 2010 bei verschiedenen Wettbewerben ausgezeichnet, unter anderem 2016 bei Meiningers International Craft Beer Award und 2017 beim Word Beer Award 2017 in der Kategorie Germany Gold Lager Strong jeweils mit er Goldmedaille. Damit gehört dieses Bier weltweit zu den Besten in seiner Klasse. Da kann doch bei dieser Verkostung eigentlich nichts mehr schieflaufen.
Und wieder einmal steht ein Bier aus der zur Brauerei Stauder gehörenden Dampfbierbrauerei in Essen-Borbeck vor mir, diesmal das Zwickl.
Wenn mir jemand ein Pils anbietet bin ich ja eher skeptisch. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Biere ohne eigenen Charakter. Das Bier muss ja nicht unbedingt schlecht sein, aber die meisten Pilsener sind problemlos austauschbar. Diese Befürchtung hat sich auch bis nach Hessen rumgesprochen, denn die Brauerei in Seligenstadt beschreibt ihr Erzeugnis so: „Pils ist Mainstream? Nur bei Mainstream Brauereien! Wir setzten zusätzlich zu unserem für das Pils eigens veredeltem Brauwasser, bestes Malz aus der Region ein, das mit zwei Hopfensorten – Saphir und Magnum – zu einem extravaganten, edlen Spitzenprodukt getrieben wird.“ An dieser Aussage wird sich das Pils, das jetzt vor mir steht, messen lassen müssen.
Bereits im Jahr 2008 eröffneten polnische Bier-Enthusiasten in Lodz einen Bier-Shop namens Piwoteka, in dem sie vor allem Craft Beer verkauften. 2011 folgte dann der Pub „Piwoteka Narodowa“, der heute längst Kultstatus bei Bier-Kennern genießt. Neben speziellen Events wie der legendären Halloween-Feier bieten die Betreiber auch regelmäßig Tastings an, bei denen mittlerweile auch viele eigene Produkte vorgestellt werden – vom tiefschwarzen Russian Imperial Stout bis zum goldklaren American Pale Ale. Seit 2013 gibt es auch eine eigene Brauerei, in der eine große Bandbreite an Craft Beer hergestellt wird, so auch wie das Polskie Pale Ale, das jetzt vor mir steht. Ich bin gespannt auf dieses Bier. Bei den traditionellen Bierstilen bringen die Polen ja sehr gute Ergebnisse zustande. Mal sehen, ob dort auch ein gutes Pale Ale gebraut werden kann. Außerdem ist das Piwoteka Łódka mit den zwei polnischen Hopfensorten Lubelski und Marynka gebraut worden, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Dieser Test wird also auf jeden Fall spannend.
In der Regel bieten die deutschen Brauereien zum Winter eher Bockbiere als saisonale Spezialität an. Die Brauerei Meckatzer aus dem macht etwas anderes und braut ein weihnachtliches Märzen. Das Familienunternehmen wurde 1738 gegründet und befindet sich seit 1853 im Besitz der Familie Weiß.
Bereits seit 1736 braut die Familienbrauerei Fiege in Bochum Bier. Das heute bekannteste Bier ist das Pils, das seit 1927 gebraut wird. Daneben stellt das Traditionsunternehmen noch etwa ein Dutzend anderer Bierstile her. Jetzt steht der seit 2016 gebraute Pilsbock vor mir. Dieses Bier wird mit den Hopfensorten Amarillo und Simcoe kaltgehopft, weshalb ich mich wieder einmal auf ein besonderes Bier freuen darf.
Erst im September 2015 wurde die neue Brauerei im hessischen Seligenstadt offiziell in Betrieb genommen. Herzstück der 800 Quadratmeter großen Halle im Herzen von Seligenstadt ist das neue Sudhaus mit einer Kapazität von 40 Hektolitern. Mit rund 3,2 Millionen Euro hat die Eigentümerfamilie Glaab die bisher größte Investition der mehr als 270-jährigen Firmengeschichte getätigt. Glaabsbräu will weiterhin charaktervolle Biere brauen: in einer jetzt hochmodernen und umweltfreundlichen Brauanlage. Das gilt sowohl für die traditionellen Sorten wie auch die handwerklich gebrauten Craft-Biere. Jetzt steht vor mir das Helle.