Dass ich alkoholfreien Bieres kritisch gegenüberstehe (zumindest was den Genusswert betrifft), habe ich schon mehrfach geschrieben und ich will es an dieser Stelle nicht wiederholen. Allerdings billige ich den alkoholfreien Weizenbieren durchaus eine Existenzberechtigung zu, da sie im Sommer ein hervorragender Durstlöscher sind. Das Weizen von Krombacher, das jetzt vor mir steht, hat Ende 2010 von der Stiftung Warentest eine gute Beurteilung erhalten, so dass ich an dieses Bier doch so einige Erwartungen habe. Die besten Einzelbeurteilungen hat das Bier übrigens für die Haltbarkeit des Schaums sowie für seine Schadstoffe erhalten (na gut, für die nicht vorhandenen Schadstoffe). Na, dann wollen wir doch mal sehen, wie sich das alkoholfreie Weizen aus Krombach so macht.
Bernsteinfarben und hefetrüb macht das Bier im Glas eine gute Figur, besonders wenn ich noch den sehr reichlich vorhandenen festen Schaum betrachte, der sich nur langsam auflöst.
Das Aroma verpasst mir aber sofort wieder einen Dämpfer, denn es ist recht schwach. Düfte nach Banane und Hefe steigen mir in die Nase, dazu im Hintergrund etwas Nelke. Auch das Aroma könnte mir gefallen, wenn es bloß deutlich kräftiger ausgeprägt wäre.
Der Antrunk ist recht süß und ich stelle fest, dass das Bier nur wenig Kohlensäure enthält. Auf der Zunge zeigt sich das Bier unspektakulär. Ich schmecke Teig und Hefe, stiltypisch aber nicht intensiv. Der Abgang ist sehr mild und der Nachklang ist schwach und kurz.
Es gibt etliche alkoholfreie Weizenbiere, die mir erheblich besser gefallen. Noch ein Hinweis zum Abschluss: Krombacher hat zwei unterschiedliche alkoholfreie Weizenbiere im Angebot, das Krombacher Weizen alkoholfrei und das Krombacher Weizen 0,0. Als alkoholfrei dürfen Biere mit weniger als 0,5 % Vol. Alkoholgehalt bezeichnet werden, das Krombacher Weizen 0,0 enthält weniger als 0,05 % Vol. Alkohol.
Zutaten:
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Gärungskohlensäure, Hefe
Alkoholgehalt:
0,4 % Vol.
Stammwürze:
7,9 %
Brauerei:
Krombacher Brauerei
57223 Krombach
www.krombacher.de
2012 gründete Biersommelier Christian Hans Müller in Aschaffenburg die Hanscraft Brauerei und bietet den Liebhabern von Craftbieren seitdem ein vielfältiges Sortiment besonderer Biere.
Nun steht mal wieder ein Bier aus der Craft Beer-Schmiede BRLO vor mir, das German IPA. Seinen Namen bekam dieses India Pale Ale, da für das Brauen dieses Biers ausschließlich deutsche Hopfensorten verwendet werden. Da in der Regel für IPAs vorwiegend amerikanische Hopfensorten verwendet werden, bin ich auf dieses Bier wirklich gespannt.
Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz vor mir, diesmal aus der Brauerei Kuehn, Kunz, Rosen. Das Besondere an diesem Craft Beer ist, dass beim Festland Tonkabohnen mit verbraut wurden. Nun sind Tonkabohnen nicht allzu bekannt, weshalb ich mich mal bei Wikipedia kundig gemacht habe. Sie haben einen süßlichen, leicht bitteren und der Vanille ähnlichen Geschmack und werden deshalb als Vanilleersatz verwendet. Die Behonen sind sehr hart und werden am besten mit einer Muskatreibe abgerieben oder 1–2 Bohnen mit einem Liter Milch ca. 10 Minuten gekocht und über Nacht stehen gelassen. Für Desserts auf Sahne- oder Milchbasis werden die Bohnen etwa zehn Minuten ausgekocht (sie können bis zu zehnmal verwendet werden). Die Verwendung der Tonkabohne zur Zubereitung in Lebensmitteln war in Deutschland ab 1981 zeitweise verboten. Seit 1991 existiert dieses Verbot in eingeschränkter Form. Nun will ich mich an dieser Stelle nicht weiter über Bohnen auslassen. Nähere Informationen finden Sie auf
Brugse Bok – ein starkes, saisonales belgisches Bockbier, das nach einem Rezept nach deutscher und niederländischer Tradition gebraut wird. Für die Zubereitung verwenden die Brauereien De Halve Maan spezielle Zutaten. Durch die besondere Art der Röstung hat das Bier eine hellere Farbe als das traditionelle Bok, weshalb es manchmal auch als „light“ bezeichnet wird.
Jetzt steht das alkoholfreie Weißbier vor mir, das von der hessischen Licher Privatbrauerei für die Benediktiner Weissbräu GmbH in Ettal gebraut wird. Beide Unternehmen gehören zur Bitburger-Gruppe. Na ja, dann wollen wir mal sehen, wie sich das Bier so macht.
Die Brauerei aus dem bayrischen Kelheim verspricht viel, wenn das Bier beschrieben wird, das jetzt vor mir steht, Meine Hopfenweisse genannt: „Gehen Sie auf Entdeckung: „Meine Hopfenweisse“ – das unvergleichliche Genusserlebnis, das alle Vorstellungen übertrifft… hopfig, aber blumig, herb vollmundig, und doch mit malzaromatischer Süße – so facettenreich kann Weissbier schmecken. Ein Hochgenuss speziell nach Schneider-Art! Und zu würzigen Gerichten und raffinierten Schokoladen ein wahres Feuerwerk der Sinne!“ Na, dann wollen wir mal sehen.
Bitter ist ein obergäriger, englischer Bierstil mit einem Alkoholgehalt zwischen 3 % und 7 % Vol. sowie einer goldenen bis rötlichen Farbe.
Märzen, häufig auch als Festbier bezeichnet, ist ein untergäriger Bierstil, der lange Zeit fast ausschließlich in Bayern und in Österreich gebraut wurde. Die Stammwürze beträgt in der Regel 13 bis 15° Plato, wodurch das Märzen zu einen durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5 bis 6 Prozent aufweist. Märzenbiere sind malzbetont, aber der Brauer kann ihm auch eine deutliche Hopfenbittere hinzufügen. Märzen sind vollmundig und herzhaft. Jetzt steht das Märzen aus der Reihe „Borbecker Spezialitäten“ aus der Brauerei Stauder in Essen vor mir.
In Deutschland wie in Belgien werden zu besonderen Anlässen spezielle Biere gebraut. Ich denke dabei an die Weihnachtsböcke wie auch an den Maibock, der von immer mehr Brauereien in Deutschland angeboten wird. Weihnachten und der Mai sind ja Anlässe, die uns klar vor Augen stehen. Aber das Bockbier, das jetzt vor mir steht, erinnert an ein Ereignis, das im Mittelalter in Brügge vorgefallen ist.