Jetzt steht das Liberalitas Bavariae aus der Brau-Manufactur-Allgäu vor mir. Die Bedeutung dieses Namens hat sich mir nicht sofort erschlossen, weshalb ich erst einmal im Internet danach gesucht habe. Im „Historischen Lexikon Bayerns“ bin ich fündig geworden: „Inschrift über dem Kirchenportal des Augustinerchorherrenstifts Polling aus dem 18. Jahrhundert. Der Begriff wurde nach Kriegsende 1945 fälschlicherweise in „Liberalitas Bavariae“ umgewandelt. In dieser Form gilt er als Ausdruck für eine typische bayerische Freizügigkeit und entwickelte sich zum politischen Schlagwort und Kampfbegriff.“ Falls Sie an diesem Begriff interessiert sind, können Sie auf der Website weiterlesen. Hier wollen wir uns jetzt mit dem Bier beschäftigen.
In einer wunderbaren kräftig hefetrüben Bernsteinfarbe strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Es entwickelt recht viel cremigen Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Damit sieht das Bier richtig edel aus.
Düfte reifer Bananen, von Nelken und Hefe steigen mir in die Nase, unterstützt durch einen leichten Zitrusduft aus dem Hintergrund. So soll das Aroma eines Weizenbocks sein.
Beim ersten Kontakt meldet mir meine Zunge eine leichte Süße sowie eine gute Dosierung der feinperligen Kohlensäure. Dann entwickelt sich eine kräftige Fruchtigkeit. Ich kann Bananen und Aprikosen schmecken, die sich gut mit dem Malzkörper verbinden. Auch die 7,3 Volumenprozent Alkohol passen sich perfekt in das Geschmacksprofil ein. Der Abgang ist mild und fruchtig. Der Geschmack nach reifen Bananen steht zunächst im Vordergrund, eine leichte Säure gesellt sich in der Kehle dazu und geht dann in eine edle Malzigkeit über.
Mein Eindruck ist, dass sich die Brauerei bei diesem Bier sehr viele Gedanken gemacht und sich Mühe gemacht hat, das perfekte Bier zu erschaffen. Angefangen mit dem ungewöhnlichen Namen über das Design der Etiketten bis hin zum Bier – alles wirkt edel und gut zueinander passend.
Zutaten:
Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Tettnanger Perle, Cascade), Hefe
Alkoholgehalt:
7,3 % Vol.
Stammwürze:
16,9 %
Bittereinheiten:
25 IBU
Brauerei:
Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
http://www.brau-manufactur-allgaeu.de/
Braumeister Dirk Paul hat sich vorgenommen, das stärkste Bier Hamburgs zu brauen. Herausgekommen ist der Triple Bock, der jetzt vor mir steht. Ich weiß nicht, ob es sich dabei wirklich um das stärkste Bier aus Hamburg handelt, aber bei 9,2 Volumenprozent Alkohol dürfte dieses Bockbier dem Ziel mindestens recht nahegekommen sein.
Die Geschichte der Paulaner Brauerei hat nach den Angaben der Brauerei mit diesem Bier begonnen. Sie betont auch, dass es die Paulaner Mönche waren, die mit diesem Doppelbock die Geschichte des Starkbieres in Bayern begründeten. Bis heute basiert die Rezeptur auf dem ursprünglichen Rezept, auch wenn es von Jahr zu Jahr verändert wird. Dann wollen wir doch mal sehen, was im Laufe der Zeit daraus geworden ist.
Wieder einmal steht ein von Stephanie und Kathrin Meyer in der Brau-Manufactur Allgäu vor mir. Diesmal handelt es sich um das Red Ale, ein American Amber, das mit einer ordentlichen Menge Karamell- und Alemalz sowie den fruchtigen Hopfen Comet und Galaxy eingebraut wurde. Das lässt doch schon mal ein richtig gutes Bier erwarten.
Die Braumanufaktur Welde ist seit über 260 Jahren für authentisches Brauhandwerk und exklusiven Biergenuss bekannt. Dabei hat sich die Braumanufaktur Welde stets weiterentwickelt. Braumeister Johann Welde übernahm die Brauerei 1888. Seitdem kamen eine eigene Flaschenabfüllung sowie ein vollautomatisiertes Sudhaus im Nachbarort Plankstadt hinzu. Heute unter der Leitung von Dr. Hans Spielmann hat sich aus dem traditionellen Familienbetrieb ein modernes Brauhaus entwickelt. Das Erfolgsrezept hat sich allerdings nie verändert: Tradition, Qualitätsbewusstsein, Leidenschaft, Mut und Kraft werden hochgehalten. So auch beim IPA, einem der drei neuen Craft-Biere von Welde, das jetzt vor mir steht. Dieses Bier wurde fast zwölf Wochen lang kältegereift und hopfengestopft. Durch diese lange Reifung soll es einen besonders frischen Duft haben.
Die Braumanufaktur Welde wurde 1752 gegründet und braut seitdem handwerklich die traditionellen Bierstile. 2015 braute Welde erstmals zwei Craft-Biere, die Badische Gose und den Bourbon Barrel Bock. Jetzt hat die Brauerei drei weitere Craft-Biere herausgebracht, das Citra Helles, ein Pale Ale und ein IPA. Diese drei Biere hat mir Welde zugeschickt. Vielen Dank dafür. Jetzt steht das Citra Helles vor mir und wartet darauf, von mir verkostet zu werden.
Im letzten Jahr hat die Brauerei Stauder aus Essen zu ihrem 150jährigen Jubiläum das Stauder Jacob auf den Markt gebracht. Mit diesem Jubiläumsbier hatte Stauder begonnen, die eingetretenen Pfade zu verlassen. In diesem Jahr hat die Brauerei unter Leitung von Axel Stauder ein weiteres Bier nachgeschoben. Der Name dieses Bieres ist so gewöhnlich, dass er mir schon wieder originell vorkommt, es heißt einfach Bierchen. Das Etikett verspricht einiges: „Hopfig, fruchtig, ehrlich! Aromastarkes frisches Charakter-Bierchen, handwerklich gebraut!“ Na gut, dann will ich mich mal überraschen lassen.
Das Palim Palim Pale Ale, das ich jetzt verkosten will, beschreibt die Überquell Brauerei so: „Von wegen Tea-Time – it’s Beer o‘ Clock! Und zwar mit allem drum und drin: Beere, Orange, Toffee. Würde uns echt nicht wundern, wenn jetzt der ein oder andere Engländer noch blasser wird – aus Neid auf ein englisches Original made in Germany!“ Mal sehen, ob das Bier wirklich so begeistern kann.
In der kleinen Brau-Manufactur Allgäu in Nesselwang ständig an neuen Bier-Kreationen. Die beiden haben sich vor etwa vier Jahren entschlossen, mit ihrer Marke „Braukatz“ und viel Enthusiasmus den wachsenden Craft Beer-Markt in Deutschland zu bereichern.
Kaiser Karl V. (1500-1558) gilt als einer der größten Kaiser aller Zeiten. Sein Reich war schließlich so groß, dass es hieß, dass in dem Reich die Sonne nie unterging. Er war ein leidenschaftlicher Bierliebhaber und zu seinen Ehren hat die Brauerei Haacht aus dem belgischen Boortmeerbeek die drei Biere der Reihe Charles Quint kreiert. Jetzt steht das Blonde dieser Biere vor mir, das bei den World Beer Awards 2014 die Silbermedaille errungen hat.