{"id":8638,"date":"2019-11-23T09:54:06","date_gmt":"2019-11-23T07:54:06","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=8638"},"modified":"2019-11-23T09:54:06","modified_gmt":"2019-11-23T07:54:06","slug":"heineken-eroeffnet-groesste-brauerei-mexikos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=8638","title":{"rendered":"Heineken er\u00f6ffnet gr\u00f6\u00dfte Brauerei Mexikos"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Heineken er\u00f6ffnet gr\u00f6\u00dfte Brauerei Mexikos\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=8638\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Heineken hat in Mexiko eine neue Brauerei gebaut, die Ma\u00dfst\u00e4be setzen soll, und das in jeder Hinsicht: \u00dcber seine beeindruckenden Dimensionen hinaus soll das Werk vor allem unter dem Aspekt \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Nachhaltigkeit ein echtes Vorbild sein.\n<\/p>\n<p>Bereits 2006 wurde das Potenzial f\u00fcr den Start eines der wichtigsten Greenfield-Projekte in der Geschichte des mexikanischen Brauwesens wahrgenommen: Cervecer\u00eda Cuauht\u00e9moc Moctezuma wollte seine siebte Produktionsst\u00e4tte in Meoqui im Bundesstaat Chihuahua im Norden des Landes errichten. Neun Jahre sp\u00e4ter wurden die Pl\u00e4ne durch Heineken M\u00e9xico abgeschlossen, das die Brauerei zwischenzeitlich \u00fcbernommen hatte.\n<\/p>\n<p>Mit der Ansiedlung in Meoqui schlie\u00dft Heineken eine geographische L\u00fccke im Norden Mexikos. Der strategische Standort optimiert das Produktions- und Vertriebsnetzwerk des Unternehmens. Zudem verf\u00fcgt die Region \u00fcber eine gute Infrastruktur, bietet qualifizierte Mitarbeiter und eine lokale Regierung, die gezielt die wirtschaftliche Entwicklung f\u00f6rdert.\n<\/p>\n<h3>Gr\u00f6\u00dfter Heineken-Standort weltweit<br \/>\n<\/h3>\n<p>Mit einer Kapazit\u00e4t von 5 Millionen Hektolitern j\u00e4hrlich entstand auf der gr\u00fcnen Wiese die gr\u00f6\u00dfte Produktionsst\u00e4tte der Heineken-Gruppe weltweit. Zu den 500 in der Brauerei selbst neu geschaffenen Arbeitspl\u00e4tzen kommen nach Angaben des Unternehmens noch etwa 1.500 indirekte Stellen hinzu. Das Areal ist so ausgelegt, dass mittelfristig sogar noch eine Ausweitung m\u00f6glich ist. Welche \u00fcberragende Bedeutung der mexikanische Markt f\u00fcr Heineken hat, zeigen einige Zahlen aus dem Jahr 2016: Die mexikanische Niederlassung trug einen Anteil von 16 Prozent zum Absatz, 12 Prozent zum Umsatz und 15 Prozent zum Gewinn der Niederl\u00e4nder bei \u2013 schon vor der Inbetriebnahme des neuen Werks. Und \u2013 noch wichtiger \u2013 im selben Zeitraum wuchs Heineken M\u00e9xico nach Menge um 4, nach Wert um 8 und beim Profit sogar um stolze 16 Prozent. Vor diesem dynamischen und auch k\u00fcnftig \u00e4u\u00dferst erfolgversprechenden Hintergrund erstaunt es wenig, dass man sich entschloss, hier rund 400 Millionen Euro zu investieren \u2013 mehr als je zuvor.\n<\/p>\n<p>Insgesamt sechs Produktionslinien umfasst das Vorzeigeprojekt, vier davon wurden durch KHS geliefert und in Betrieb genommen: Zwei Glaslinien f\u00fcr 355-Milliliter-Einwegflaschen, eine f\u00fcr 325-Milliliter Mehrwegflaschen \u2013 alle mit einer Leistung von jeweils bis zu 40.000 Flaschen pro Stunde \u2013 sowie eine weitere f\u00fcr bis zu 28.000 947-Milliliter- Einweg- beziehungsweise -Mehrwegflaschen pro Stunde. Das Maschinenprogramm umfasste nahezu das gesamte KHS-Sortiment: Von Reinigungsmaschinen \u00fcber F\u00fcller, Etikettierer, Pasteure, Verpackungsmaschinen bis hin zu Palettierern.\n<\/p>\n<p>Werksleiter Eusebio Reynoso Razo erkl\u00e4rt, was den Ausschlag f\u00fcr den Dortmunder Systemlieferanten gab: &#8222;Wir sind seit mehr als 40 Jahren miteinander im Gesch\u00e4ft. Da ist doch klar, dass wir uns ganz auf die sorgf\u00e4ltigen, bew\u00e4hrten und modernen Prozesse verlassen k\u00f6nnen, die KHS als erstklassiger Anlagen- und Maschinenbauer mit seinen hochqualifizierten Technikern auszeichnen.&#8220; Vertrauen ist ein zentrales Kriterium, findet Reynoso: &#8222;Schlie\u00dflich ist es eine echte Herausforderung, ein so gro\u00dfes Werk zu bauen. Um einen guten Start zu erzielen, wollten wir deshalb nur mit den Besten zusammenarbeiten.&#8220;\n<\/p>\n<p>F\u00fcr KHS ist Mexiko durchaus vertrautes Pflaster, steht doch seit 1992 in Zinacantepec eines seiner 11 eigenen Werke. &#8222;Bei Heineken M\u00e9xico verf\u00fcgen wir landesweit \u00fcber eine Installed Base von rund 80 Maschinen&#8220;, sagt Mario Perez, bei KHS Mexico Sales Manager North Zone. &#8222;Dazu z\u00e4hlen vor allem F\u00fcller, Verpackungsmaschinen und Pasteure.&#8220; Das allererste gemeinsame Projekt der beiden Unternehmen reicht zur\u00fcck bis ins Jahr 1977: Dabei handelt es sich um eine Dosenlinie vom Typ VVF-120D. Sie steht in Monterrey im Nordosten des Landes und ist bis heute in Betrieb.\n<\/p>\n<p>Zu den besonderen Herausforderungen in Meoqui z\u00e4hlte jedoch nicht in erster Linie die Leistungsf\u00e4higkeit der Anlagen, sondern zwei andere Aspekte: Flexibilit\u00e4t und Nachhaltigkeit.\n<\/p>\n<h3>Maximale Flexibilit\u00e4t<br \/>\n<\/h3>\n<p>Hier werden zwei Biertypen, sechs Bierstile und 13 Marken produziert \u2013 neben Heineken unter anderem Tecate, Dos Equis und Indio. Angesichts dieses Sortiments, das in unterschiedliche Beh\u00e4lter verschiedener Gr\u00f6\u00dfe abgef\u00fcllt wird, ergibt sich eine riesige Vielfalt an Stock Keeping Units (SKUs) und eine gro\u00dfe Zahl an m\u00f6glichen Kombinationen. Das erfordert m\u00f6glichst kurze Umr\u00fcstzeiten bei den Formatwechseln und maximale Flexibilit\u00e4t in der Etikettierung. Hinzu kommt eine Besonderheit hinsichtlich der Sekund\u00e4rverpackung: Anstelle von Plastikk\u00e4sten kommen Mehrweg-Pappkartons mit je 12 oder 20 Flaschen zum Einsatz, deren Handling eine gewisse technische Herausforderung darstellt.\n<\/p>\n<p>Auch an anderer Stelle war h\u00f6chste Flexibilit\u00e4t gefragt: &#8222;Aufgrund von aktuellen Marktanforderungen waren wir gezwungen, die urspr\u00fcnglich vereinbarte Reihenfolge der Inbetriebnahme der Linien entsprechend der am meisten ben\u00f6tigten SKUs zu \u00e4ndern&#8220;, erinnert sich Werksleiter Reynoso. &#8222;Das bringt nat\u00fcrlich alle Beteiligten ins Schwitzen. Aber das KHS-Team hat unsere Situation verstanden. Trotz dieser Ver\u00e4nderungen hat die Zusammenarbeit mit der lokalen Crew gro\u00dfartig funktioniert und wir konnten den Prozess mit hervorragenden Ergebnissen abschlie\u00dfen.&#8220;\n<\/p>\n<p>Schon in den ersten Monaten wurden auf den vier KHS-Linien mehr als 30 verschiedene SKUs verarbeitet und mehr als 1,2 Millionen Hektoliter in Glasflaschen abgef\u00fcllt und verpackt.\n<\/p>\n<p>Insgesamt ist Reynoso mit dem Teamwork hochzufrieden: &#8222;Wir haben viele gemeinsame Erfolgserlebnisse erzielt \u2013 von der Installation \u00fcber die Inbetriebnahme bis hin zu dem Moment, als die ersten gef\u00fcllten Produktpaletten auf den Transporteuren ausliefen. Die gro\u00dfe Bereitschaft des KHS-Verantwortlichen vor Ort, etwas zu bewegen, seine Kooperation und die ausgezeichnete Kommunikation haben das Funktionieren des Teams sehr erleichtert.\n<\/p>\n<h3>Effektiver Ressourceneinsatz<br \/>\n<\/h3>\n<p>Die zweite gro\u00dfe Herausforderung betrifft die Nachhaltigkeit: Gem\u00e4\u00df seiner Selbstverpflichtung \u201aBrewing a better world&#8216; versteht Heineken M\u00e9xico sich als Vorreiter. Entsprechend wurde das Werk in Meoqui nach den modernsten Grunds\u00e4tzen der Kreislaufwirtschaft errichtet \u2013 mit Fokus auf erneuerbare Energien und eine effiziente Nutzung von Wasser. Der Strom stammt aus erneuerbaren Quellen. In den Fenstern der Brauerei befinden sich beispielsweise Photovoltaikzellen, die alleine rund 12 Prozent der am gesamten Standort ben\u00f6tigten Elektrizit\u00e4t erzeugen \u2013 der Rest stammt aus Windkraft. Mittels Abwasseraufbereitung gelingt zudem die Versorgung s\u00e4mtlicher Einrichtungen, Gr\u00fcnfl\u00e4chen sowie die Verwendung von Biogas in Kesseln. Erkl\u00e4rtes Ziel ist es, die Heineken-Brauerei mit dem weltweit geringsten Wasserverbrauch zu werden \u2013 bis 2020 will man in diesem Werk mit nur zwei Litern Wasser pro Liter Bier arbeiten.\n<\/p>\n<p>Auch um dieses Ziel zu erreichen, hat man sich f\u00fcr die nachhaltigen Anlagen von KHS entschieden: Die Reinigungsmaschinen, die neben den Pasteuren generell zu den gr\u00f6\u00dften Wasserverbrauchern in einer Linie z\u00e4hlen, sind mit neuester Technologie gespickt, die sowohl die Wassermenge drastisch reduziert als auch den Energieverbrauch sp\u00fcrbar verringert. Auch am F\u00fcller bewirken neue Systeme zur K\u00fchlung der Vakuumpumpen einen erheblich niedrigeren Wasserverbrauch \u2013 j\u00e4hrlich k\u00f6nnen hier pro Linie mehr als 300.000 Euro eingespart werden. F\u00fcr Werksleiter Reynoso ist das nat\u00fcrlich ein entscheidender Aspekt: &#8222;Unter Nachhaltigkeit verstehen wir nicht nur unsere \u00f6kologische Verantwortung, sondern auch die \u00f6konomische Ebene. Hier hat KHS gegen\u00fcber den Wettbewerbern mit den attraktivsten Gesamtbetriebskosten (TCO) gepunktet. Das erlaubt uns auch auf lange Sicht, die Linien nachhaltig zu betreiben.&#8220;\n<\/p>\n<h3>Qualifizierung vor Ort<br \/>\n<\/h3>\n<p>Hilfreich ist dabei auch die einfache Bedienbarkeit der Anlagen f\u00fcr das Personal vor Ort. Daf\u00fcr wurde fr\u00fchzeitig mit der Auswahl und Qualifizierung der werkseigenen Mitarbeiter begonnen \u2013 mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung durch KHS: Um sicherzustellen, dass die Linien ordnungsgem\u00e4\u00df laufen und eine gute Effizienz aufweisen, wurde das 40 Techniker umfassende lokale Wartungspersonal geschult und gecoacht \u2013 auch k\u00fcnftig eine wichtige Aufgabe.\n<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt hat Eusebio Reynoso Razo noch viel vor: &#8222;K\u00fcnftig werden wir uns mit der Digitalisierung der Linie besch\u00e4ftigen. Ziel ist es, verschiedene Prozessindikatoren korrelieren und vorhersagen zu k\u00f6nnen, um die Leistung zu steigern. Durch die weitere Optimierung von Materialien und Ressourcen werden wir unsere Abf\u00fcll- und Verpackungsprozesse noch effizienter gestalten k\u00f6nnen.&#8220; Auf diesem Weg ist KHS auch in Zukunft ein geeigneter und zuverl\u00e4ssiger Partner.\n<\/p>\n<h3>Heineken und KHS sind weltweite Partner<br \/>\n<\/h3>\n<p>Seit Jahrzehnten verbindet Heineken und KHS eine strategische Beziehung, wie eine Vielzahl an erfolgreichen Projekten eindrucksvoll belegt. &#8222;M\u00e9xico nutzt unser gesamtes Produktportfolio&#8220;, erkl\u00e4rt Ramona Brenner, Global Key Account Manager bei KHS. Im Heineken Headquarter ist sie mit Ansprechpartnern aus allen Bereichen umfassend vernetzt \u2013 von R&amp;D \u00fcber Einkauf bis hin zum After-Sales-Bereich. &#8222;Man sp\u00fcrt, dass Heineken bei aller Gr\u00f6\u00dfe immer noch ein Familienunternehmen ist: Es gibt immer eine Langzeitsicht auf Beziehungen, ein partnerschaftliches und faires Verh\u00e4ltnis.&#8220; Neben Meoqui in Mexiko wurden innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre unter anderem folgende gr\u00f6\u00dferen Linienprojekte f\u00fcr Heineken realisiert:\n<\/p>\n<ul>\n<li>Port-au-Prince, Haiti: Mehrweg-Glaslinie (bis zu 40.000 Flaschen pro Stunde)\n<\/li>\n<li>Ho-Chi-Minh-City, Vietnam: Mehrweg-Glaslinie (bis zu 54.000 Flaschen pro Stunde)\n<\/li>\n<li>Vialonga, Portugal: Einweg-Glaslinie (bis zu 55.000 Flaschen pro Stunde)\n<\/li>\n<li>Itu, Brasilien: Dosen-Linie (bis zu 120.000 Dosen pro Stunde)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heineken hat in Mexiko eine neue Brauerei gebaut, die Ma\u00dfst\u00e4be setzen soll, und das in jeder Hinsicht: \u00dcber seine beeindruckenden Dimensionen hinaus soll das Werk vor allem unter dem Aspekt \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Nachhaltigkeit ein echtes Vorbild sein. 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