{"id":7890,"date":"2019-07-13T13:28:29","date_gmt":"2019-07-13T11:28:29","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=7890"},"modified":"2019-10-09T13:29:11","modified_gmt":"2019-10-09T11:29:11","slug":"schreckenskammer-koelsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=7890","title":{"rendered":"Schreckenskammer K\u00f6lsch"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Schreckenskammer K\u00f6lsch\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=7890\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><img decoding=\"async\" align=\"left\" alt=\"\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/071319_1128_Schreckensk1.jpg\">Wenn ein Bier einen so auff\u00e4lligen Namen wie in diesem Fall &#8222;Schreckenskammer&#8220; hat, bin ich etwas kritisch, denn in vielen F\u00e4llen ersetzt der rei\u00dferische Name die Qualit\u00e4t des Bieres. Ob das auch in diesem Fall so ist will ich jetzt feststellen.<\/p>\n<p>Eine Internet-Recherche ergab, dass der Name Schreckenskammer in diesem Fall wohl historisch gewachsen ist und nicht der ausschweifenden Phantasie eines Braumeisters. Tats\u00e4chlich gibt es drei m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen f\u00fcr den ungew\u00f6hnlichen Namen des Brauhauses gegen\u00fcber von St. Ursula in der N\u00e4he des K\u00f6lner Doms. Ach ja, es ist auch eines der \u00e4ltesten Brauh\u00e4user in der gr\u00f6\u00dften Stadt von NRW. Die Braust\u00e4tte wurde im Jahr 1442 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Aber kommen wir zu den m\u00f6glichen Erkl\u00e4rungen f\u00fcr den Namen.<\/p>\n<p>Auf der Website der Schreckenskammer wird als eine m\u00f6gliche Quelle des Namens angegeben, dass sich gegen\u00fcber dem Haus Johannisstra\u00dfe 42 fr\u00fcher die Eisenbahner-Lehranstalt der Fr\u00e4nkisch-M\u00e4rkischen-Eisenbahn befand. Da diese Anstalt r\u00e4umlich recht schlecht ausgestattet war, musste bei Pr\u00fcfungen auf die R\u00e4umlichkeit des Brauhauses zur\u00fcckgegriffen werden. Als wieder einmal eine Pr\u00fcfung im Brauhaus abgehalten wurde und ein staatlicher Pr\u00fcfer hinzu kam, fragte dieser, da ihm die R\u00e4umlichkeiten nicht bekannt waren: &#8222;Na, wo ist denn nun die Schreckenskammer?&#8220; Aber es gibt noch eine Erkl\u00e4rung, wie das Brauhaus zu seinem Namen gekommen ist. Nach dieser Erkl\u00e4rung wurden die Gefangen, die im damaligen Gerichtsgeb\u00e4ude, in der N\u00e4he des Rathauses, verurteilt wurden, auf dem Weg zu ihrer Richtstelle (Weckschnapp) in das Brauhaus zur Henkersmahlzeit gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine dritte Erkl\u00e4rung geistert durchs Netz und schreibt den Namen der Nachbarschaft zu St. Ursula zu. Dort befindet sich quasi in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schankraum die Goldene Kammer, eine Reliquienkammer, deren vier W\u00e4nde mit gro\u00dfen Mosaiken aus menschlichen Gebeinen verziert sind. Der Anblick l\u00e4sst einen wahrlich gruseln.<\/p>\n<p>Jetzt reicht es aber mit der Theorie und Historie und es ist an der Zeit, endlich das Bier zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Recht intensiv goldgelb str\u00e4hlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die \u00fcberdurchschnittlich gro\u00dfe gemischtporige Schaumkrone bleibt recht lange erhalten.<\/p>\n<p>Malzige T\u00f6ne mischen sich in meiner Nase mit erdigen Noten und Kr\u00e4uteraromen, unterst\u00fctzt durch den Duft von Heu.<\/p>\n<p>Der Antrunk ist leicht s\u00fc\u00df und ich stelle fest, dass die Kohlens\u00e4ure recht sparsam vorhanden ist. Das h\u00e4tte ich mir aber bereits denken k\u00f6nnen, wenn ich vorher das R\u00fcckenetikett gelesen h\u00e4tte, auf dem steht, dass das Schreckenskammer K\u00f6lsch ohne zugesetzte Kohlens\u00e4ure abgef\u00fcllt wurde. Daf\u00fcr ist der Geschmack f\u00fcr ein K\u00f6lsch recht kr\u00e4ftig, ohne dass die f\u00fcr diesen Bierstil typische Frische verlorengehen w\u00fcrde. Auch auf der Zunge bleibt die S\u00fc\u00dfe erhalten und ein leichtes Bitter gesellt sich dazu. Das f\u00fchrt zu einem halbwegs runden Mundgef\u00fchl. Der Abgang ist minimal bitter und er klingt recht kurz nach.<\/p>\n<p>Das Schreckenskammer K\u00f6lsch passt jetzt im Sommer gut zu einem gem\u00fctlichen Grillabend.<\/p>\n<h3>Zutaten:<\/h3>\n<p>Wasser, Gerstenmalz, Hopfen<\/p>\n<h3>Alkoholgehalt:<\/h3>\n<p>5,0 % Vol.<\/p>\n<h3>Brauerei:<\/h3>\n<p>Schreckenskammer KG<br \/>\nPostfach 102405<br \/>\n50464 K\u00f6ln<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schreckenskammer.com\">www.schreckenskammer.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ein Bier einen so auff\u00e4lligen Namen wie in diesem Fall &#8222;Schreckenskammer&#8220; hat, bin ich etwas kritisch, denn in vielen F\u00e4llen ersetzt der rei\u00dferische Name die Qualit\u00e4t des Bieres. Ob das auch in diesem Fall so ist will ich jetzt feststellen. 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