{"id":7784,"date":"2019-05-30T20:17:59","date_gmt":"2019-05-30T18:17:59","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=7784"},"modified":"2019-05-30T20:17:59","modified_gmt":"2019-05-30T18:17:59","slug":"raritaeten-bier-aus-dem-wienerwald-waldbier-jahrgang-2019-von-der-schoenen-else","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=7784","title":{"rendered":"Rarit\u00e4ten-Bier aus dem Wienerwald: Waldbier Jahrgang 2019 von \u201eder sch\u00f6nen Else\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Rarit\u00e4ten-Bier aus dem Wienerwald: Waldbier Jahrgang 2019 von \u201eder sch\u00f6nen Else\u201c\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=7784\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><div>\n<table style=\"border-collapse:collapse\" border=\"0\">\n<colgroup>\n<col style=\"width:626px\"\/><\/colgroup>\n<tbody valign=\"top\">\n<tr>\n<td style=\"padding-left: 7px; padding-right: 7px; border-top:  solid 0.5pt; border-left:  solid 0.5pt; border-bottom:  solid 0.5pt; border-right:  solid 0.5pt\">\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/053019_1817_RarittenBie1.jpg\" alt=\"\"\/>\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p><span style=\"color:#44546a; font-size:9pt\"><em>Abbildung 1. Die Fr\u00fcchte der Elsbeere. Foto: Archiv der \u00d6sterreichischen Bundesforste, W.Simlinger<\/em><\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><span style=\"color:black\">Oschitzn, Adletzbeere oder Schweizer Birnbaum \u2013 mit dem neuen Waldbier Jahrgang 2019 r\u00fccken die \u00d6sterreichischen Bundesforste (\u00d6Bf) und Braumeister Axel Kiesbye eine uralte, selten gewordene Baumart in den Mittelpunkt: die Elsbeere (Sorbus torminalis). Wer dieser Tage aufmerksam durch die W\u00e4lder geht, sieht ihre honigfarben-cremewei\u00dfen Bl\u00fcten aus dem Bl\u00e4tterwald leuchten. &#8222;Die Elsbeere ist ein Jahrhunderte alter Wildobstbaum, der nahezu in Vergessenheit geraten ist&#8220;, erkl\u00e4rt Rudolf Freidhager, Vorstand der \u00d6sterreichischen Bundesforste (\u00d6Bf), &#8222;heute ist die &#8222;K\u00f6nigin der Wildfr\u00fcchte&#8220; rar geworden.&#8220; Die Sorbusart aus der Familie der Rosengew\u00e4chse (Rosacae) ist ein &#8222;Langschl\u00e4fer&#8220; und erbl\u00fcht als eine der letzten im Mai bis Juni. F\u00fcr das Waldbier wurden erstmals ihre Beeren verwendet, die botanisch betrachtet Fr\u00fcchte und keine Beeren sind. &#8222;Hauptzutat des neuen Waldbier-Jahrgangs 2019 sind vollreife, sehr kostbare Elsbeeren&#8220;, zeigt sich Freidhager \u00fcber die Rarit\u00e4t begeistert, &#8222;die Ernte hat heuer im Forstrevier Breitenfurt im Wienerwald stattgefunden. Geerntet wurden rund 30 Kilogramm Elsbeeren, und wir hatten gro\u00dfes Erntegl\u00fcck, denn die Elsbeerb\u00e4ume tragen nicht jedes Jahr&#8220;. F\u00fcr Braumeister Axel Kiesbye wieder eine kulinarische Wald-Erfahrung mehr: &#8222;Die Fr\u00fcchte der Elsbeere sind weich, leicht saftig, s\u00fc\u00df-s\u00e4uerlich und zeichnen sich durch eine besondere aromatische Note und einem Hauch von Mandel und Marzipan aus. Ihre Fr\u00fcchte sind selten und nicht zuletzt f\u00fcr Edelbr\u00e4nde hei\u00df begehrt &#8211; das wird ein Rarit\u00e4ten-Bier&#8220;, ist Kiesbye jetzt schon \u00fcberzeugt. In den n\u00e4chsten Tagen startet der Brauprozess, bei dem die wertvollen Elsbeeren eingebraut werden. Das Waldbier 2019 &#8222;Elsbeere&#8220; wird im September vorgestellt und ab Oktober 2019 erh\u00e4ltlich sein.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Waldbier mit Edelbeere \u2013 Dolde f\u00fcr Dolde handgepfl\u00fcckt<br \/>\n<\/h3>\n<p>Geerntet wurden die Elsbeeren in einem Eichen-Buchen-Wald der Bundesforste im Wienerwald, wo die Elsbeere ein ideales Verbreitungsgebiet vorfindet. Schon Wochen zuvor hatten die F\u00f6rster B\u00e4ume gesucht, die zur Beerntung geeignet waren. Die Ernte gilt als zeitaufw\u00e4ndig, m\u00fchsam und nicht ungef\u00e4hrlich. Da es sich um echte Wildobstb\u00e4ume handelt, war allein die H\u00f6he der B\u00e4ume eine Herausforderung. &#8222;Geerntet wurde an mehreren B\u00e4umen und Standorten, um die Best\u00e4nde zu schonen. Die Elsbeeren waren rund 15 Meter hoch, die Fr\u00fcchte hingen weit oben in den Kronen&#8220;, erz\u00e4hlt Rudolf Freidhager. &#8222;Mittels Hubsteiger sind wir schlie\u00dflich sicher in den Baumkronen gelandet und konnten die Elsbeeren auf Augenh\u00f6he gefahrlos beernten&#8220;, berichtet Braumeister Axel Kiesbye. &#8222;Dennoch gestaltete sich die Ernte arbeitsintensiv, mussten die Elsbeeren doch Dolde f\u00fcr Dolde h\u00e4ndisch gepfl\u00fcckt und &#8211; zur\u00fcck am Boden &#8211; die Fr\u00fcchte noch gerebelt werden.&#8220; Die 1-2 Zentimeter gro\u00dfen, ei- oder birnenf\u00f6rmigen Fr\u00fcchte sind r\u00f6tlich-gelb bis ockerfarben und tragen zahlreiche wei\u00dfe P\u00fcnktchen. Auch die V\u00f6gel, insbesondere die Wacholderdrosseln, sch\u00e4tzen die kostbaren Fr\u00fcchtchen. &#8222;Da hie\u00df es schnell sein!&#8220;, so Axel Kiesbye schmunzelnd.\n<\/p>\n<h3>Elsbeere \u2013 die &#8222;K\u00f6nigin des Wildobstes&#8220;<br \/>\n<\/h3>\n<p>Die Elsbeere gilt als Ureinwohnerin der \u00f6sterreichischen Pflanzenwelt. Ihr Hauptverbreitungsgebiet findet sie in den W\u00e4ldern der Voralpen bis etwa 700 Meter Seeh\u00f6he vor. Sie w\u00e4chst gerne auf warmen, trockenen S\u00fcdh\u00e4ngen, Streuobstwiesen oder Waldr\u00e4ndern und pr\u00e4gt vor allem zur Herbstzeit mit ihrem auff\u00e4llig bunten Bl\u00e4tterkleid das Landschaftsbild alter Kulturlandschaften. &#8222;Ihr sehr hartes, r\u00f6tlich-braunes Holz, \u00e4hnlich dem Birnbaum, z\u00e4hlt zu einem der wertvollsten \u00fcberhaupt und erzielt bei Versteigerungen j\u00e4hrlich H\u00f6chstwerte&#8220;, so Freidhager. In der Kunsttischlerei und im Instrumentenbau wird Elsbeerenholz zur Fertigung von M\u00f6beln und Intarsien, Musikinstrumenten wie Fl\u00f6ten oder Zwergpfeifen bis hin zu (fr\u00fcher) Spindeln und Webk\u00e4mmen verwendet. Bereits Martin Luther erw\u00e4hnte die heilkundliche Wirkung der Elsbeere in der Volksmedizin (daher auch die Bezeichnung als &#8222;Lutherin-Baum&#8220;), die kulinarische Verwendung l\u00e4sst sich bis in die R\u00f6merzeit zur\u00fcckverfolgen. Heute wird die uralte Frucht langsam wiederentdeckt von getrockneten Fr\u00fcchten \u00fcber Bl\u00fctensirup bis zum Elsbeerenbrand, der h\u00f6chst erlesen und schwer erh\u00e4ltlich ist. &#8222;Elsbeeren tragen erheblich zur Artenvielfalt bei, sind eine wertvolle Trachtpflanze f\u00fcr Bienen und Insekten und auch Wildtiere wissen ihre Fr\u00fcchte zu sch\u00e4tzen&#8220;, fasst Freidhager zusammen. &#8222;Wir f\u00f6rdern gezielt bestehende B\u00e4ume und haben in den letzten Jahren tausende Jungb\u00e4ume gesetzt. So wollen wir diesen &#8222;heimischen Exoten&#8220; wieder zur\u00fcck in unsere W\u00e4lder bringen und \u2013 nicht zuletzt in Zeiten des Klimawandels \u2013 die Biodiversit\u00e4t in den W\u00e4ldern f\u00f6rdern&#8220;, betont Rudolf Freidhager abschlie\u00dfend.\n<\/p>\n<h3>Wald am Speisetisch<br \/>\n<\/h3>\n<p>Begonnen hat alles im Internationalen Jahr des Waldes 2011, als Braumeister Axel Kiesbye und die \u00d6sterreichischen Bundesforste das Waldbier als kulinarisches Wald-Projekt ins Leben riefen. &#8222;Heute wie damals bringen wir mit dem Waldbier den Wald in die Wohnzimmer und auf den Speisetisch&#8220;, erkl\u00e4rt Rudolf Freidhager. &#8222;Wir wollen einen innovativen Zugang zum Wald schaffen, das Bewusstsein f\u00fcr die Sch\u00e4tze der Natur sch\u00e4rfen und verloren gegangenes Wissen neu vermitteln.&#8220; Das &#8222;Rezept&#8220; ist bei allen Jahrg\u00e4ngen unver\u00e4ndert geblieben: Waldwissen und Zutaten kommen von den Bundesforsten, die kulinarische Kreation von Axel Kiesbye, eingebraut wird in der Trumer Privatbrauerei.\n<\/p>\n<h3>Alle Waldbier-Jahrg\u00e4nge auf einen Blick<br \/>\n<\/h3>\n<p>Jahrgang 2018 &#8222;Holzbirne&#8220; aus dem Forstrevier Wildalpen (Stmk.), Jahrgang 2017 &#8222;Wilde Kirsche&#8220; aus dem Forstrevier Hermagor (Ktn.), Jahrgang 2016 &#8222;Wacholder&#8220; aus dem Forstrevier Zederhaus im Lungau (Sbg.), Jahrgang 2015 &#8222;Fichtenharz&#8220; aus dem Forstrevier Traunstein (O\u00d6), Jahrgang 2014 &#8222;Schwarzkiefer&#8220; aus dem Forstrevier Hinterbr\u00fchl im Wienerwald, Jahrgang 2013 &#8222;L\u00e4rche&#8220; aus dem Forstrevier Bad Aussee (Salzkammergut), Jahrgang 2012 &#8222;Zirbe&#8220; aus dem Forstrevier Pfunds im Tiroler Radurschltal und Jahrgang 2011 &#8222;Tanne&#8220; aus W\u00e4ldern am Hochk\u00f6nig (Sbg.).\n<\/p>\n<h3>Waldbier Jahrgang 2019 &#8222;Elsbeere&#8220; ab Herbst erh\u00e4ltlich<br \/>\n<\/h3>\n<p><span style=\"color:black\">Das neue Waldbier 2019 &#8222;Elsbeere&#8220; wird wie seine Vorg\u00e4nger in limitierter Auflage hergestellt und ab Oktober erh\u00e4ltlich sein. Abgef\u00fcllt wird das Jahrgangsbier in Gourmet-Flaschen zu 0,75 l und 0,33 l und in Kleinf\u00e4ssern. Es verf\u00fcgt \u00fcber eine ausgezeichnete Lagerf\u00e4higkeit und kann als Jahrgangsbier nachhaltig gesammelt und mehrere Jahre gelagert werden. Bisherige Waldbier-Jahrg\u00e4nge sind nahezu ausverkauft und nur mehr vereinzelt bzw. als Sammlerobjekte erh\u00e4ltlich.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>\n\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abbildung 1. Die Fr\u00fcchte der Elsbeere. Foto: Archiv der \u00d6sterreichischen Bundesforste, W.Simlinger Oschitzn, Adletzbeere oder Schweizer Birnbaum \u2013 mit dem neuen Waldbier Jahrgang 2019 r\u00fccken die \u00d6sterreichischen Bundesforste (\u00d6Bf) und Braumeister Axel Kiesbye eine uralte, selten gewordene Baumart in den Mittelpunkt: die Elsbeere (Sorbus torminalis). Wer dieser Tage aufmerksam durch die W\u00e4lder geht, sieht ihre [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-7784","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"aioseo_notices":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/patIpt-21y","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7784","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7784"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7784\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7785,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7784\/revisions\/7785"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7784"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7784"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7784"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}