{"id":6516,"date":"2018-08-29T07:34:19","date_gmt":"2018-08-29T05:34:19","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=6516"},"modified":"2018-08-29T07:35:14","modified_gmt":"2018-08-29T05:35:14","slug":"6516","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=6516","title":{"rendered":"Hopfige Heimatliebe in Regensburg"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Hopfige Heimatliebe in Regensburg\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=6516\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/082918_0535_HopfigeHeim1.png\" alt=\"\"\/>Mit jedem Schluck Gutes tun: Einen Satz, den sich heutzutage nicht wenige Getr\u00e4nkehersteller mitunter leichtfertig auf ihre Fahnen schreiben &#8211; im ostbayerischen Regensburg stimmt er wirklich. In der Domstadt sind heute, bundesweit einmalig, drei so genannte Stiftungsbrauereien daheim, eine bundesweit und vermutlich sogar weltweit einmalige Konstellation. Was die Traditionsbrauereien Bischofshof, Kneitinger und die Spital-Brauerei so besonders macht: Anders als in einem normalen Wirtschaftsbetrieb oder einer konventionellen Brauerei flie\u00dfen die Gewinne aus dem Brauereibetrieb nicht an Aktion\u00e4re oder Eigent\u00fcmer. Die \u00dcbersch\u00fcsse werden entweder in den weiteren Ausbau der Brauerei oder aber in die F\u00f6rderung von sozialen oder kulturellen Einrichtungen sowie des regionalen Sports investiert. Bei Bischofshof, der gr\u00f6\u00dften unter den drei Regensburger Stiftungsbrauereien und gleichzeitig gr\u00f6\u00dften Brauerei der Oberpfalz, kamen so allein im vergangenen Jahrzehnt rund zwei Millionen Euro zusammen.\n<\/p>\n<p>Wenn wir nach den Gr\u00fcnden suchen, warum die Regensburger Brauereien anders sind als die meisten Braust\u00e4tten, muss man weit in die Geschichte zur\u00fcckgehen, im Falle von Bischofshof bis ins 13. Jahrhundert. Historiker glauben, dass zur Versorgung der Dombauh\u00fctte bereits 1230 eine bisch\u00f6fliche Brauerei bestand. 1649 gr\u00fcndete dann der F\u00fcrstbischof Wilhelm Graf von Wartenberg in unmittelbarer Nachbarschaft zum Regensburger Dom die Brauerei Bischofshof. Seit dem ersten Tag ist sie im Besitz der Di\u00f6zese Regensburg. Heute ist die Bisch\u00f6fliche Knabenseminarstiftung Tr\u00e4ger der Brauerei. Stiftungszweck war urspr\u00fcnglich die Unterst\u00fctzung des Priesternachwuchses bei der Ausbildung. Heute konzentriert sich das Engagement von Bischofshof daneben auf vier wesentliche Bereiche: der F\u00f6rderung von Sport, Kultur, Gesellschaft und Sozialem. Jahr f\u00fcr Jahr flie\u00dft den f\u00fcnf Stiftungszwecken eine Summe im hohen sechsstelligen Bereich zu.\n<\/p>\n<p>Die Liste der Projekte, die die Brauerei f\u00f6rdert, ist lang: Nach der Aufnahme der Regensburger Altstadt mit Stadtamhof in das UNESCO-Welterbe initiierte die Brauerei die Gr\u00fcndung eines Welterbe-Kulturfonds als Motor f\u00fcr den Denkmalschutz. J\u00fcngstes Beispiel f\u00fcr das Engagement: Bischofshof war Impulsgeber f\u00fcr die Sanierung des &#8222;Bruckmandls&#8220; auf der Steinernen Donaubr\u00fccke in Regensburg. Die von Sagen umrankte Sandsteinfigur hatte, vermutlich durch Vandalismus, ihren Arm verloren. Initiiert vom &#8222;Welterbe-Kulturverein&#8220; sowie der Regensburger Brauerei Bischofshof erhielt das &#8222;Bruckmandl&#8220; nach einer Komplettsanierung von den Experten der Regensburger Dombauh\u00fctte einen neuen Arm und kehrte im Juni dieses Jahres auf seinen Platz zur\u00fcck. Bereits 2017 abgeschlossen wurde die Generalsanierung des \u00e4ltesten Legionstors der Welt, der Porta Praetoria in der Domstadt. M\u00f6glich wurde diese Ma\u00dfnahme erst durch das finanzielle Engagement der Brauerei im Rahmen des Welterbe-Kulturfonds in H\u00f6he von rund 600.000 Euro. &#8222;Bischofshof f\u00fchlt sich der Bewahrung des historischen Erbes in Regensburg in besonderer Weise verpflichtet&#8220;, sagt Brauereidirektor Hermann Go\u00df.\n<\/p>\n<p>In und um Regensburg z\u00e4hlt die Brauerei Bischofshof seit vielen Jahren auch zu den bedeutendsten F\u00f6rderern des Jugend- und Breitensports. Die &#8222;vatikanische Brauerei&#8220; stellt dazu jedes Jahr f\u00fcr die allgemeine Sportf\u00f6rderung einen sechsstelligen Betrag in ihren Budgets bereit. &#8222;Es ist beeindruckend und absolut nachahmenswert, was die Brauerei Bischofshof in der F\u00f6rderung des Breitensports in der Region bewegt&#8220;, sagt Klaus Eder, der langj\u00e4hrige Chef-Physiotherapeut der Deutschen Fu\u00dfball-Nationalmannschaft, der in seinem Therapiezentrum in Donaustauf bei Regensburg die Elite des deutschen Spitzensports behandelt.\n<\/p>\n<p>Radmarathon, Triathlon, Fu\u00dfball oder Leichtathletik: Bischofshof hilft bei der Finanzierung attraktiver Sportveranstaltungen und unterst\u00fctzt Vereine bei der F\u00f6rderung und Finanzierung ihrer Jugendarbeit. Highlights im Sportkalender 2018 sind beispielsweise unter anderem der Arber-Radmarathon, der Regensburg-Marathon und die Unterst\u00fctzung des deutschen Baseball-Serienmeisters Buchbinder Legion\u00e4re sowie der Fu\u00dfballer vom SSV Jahn Regensburg. Auch Initiativen wie die Integrative Laufgruppe des Leichtathletikclubs Regensburg profitieren in diesem Jahr vom &#8222;R\u00fcckenwind&#8220; durch die Brauerei.\n<\/p>\n<p>&#8222;In vielen regionalen Sportvereinen in Stadt und Land Regensburg w\u00e4re zudem eine systematische F\u00f6rderung des Breitensports und der Jugendarbeit ohne die F\u00f6rdergelder von Bischofshof kaum m\u00f6glich&#8220;, sagt Brauereichef Go\u00df. Er hofft, dass Bayerns Biertrinker im Getr\u00e4nkemarkt und in der Gastronomie auch k\u00fcnftig regionalen Brauspezialit\u00e4ten den Vorzug geben. Denn, so Go\u00df, weitgehend unbemerkt von der breiten \u00d6ffentlichkeit seien die gro\u00dfen internationalen Getr\u00e4nkekonzerne aus Holland und Belgien l\u00e4ngst auch in Bayern angekommen: &#8222;Ihre Marktanteile wachsen &#8211; auch bei uns im Freistaat. Das bereitet mir gro\u00dfe Sorgen, weil diese Konzerne allein ihren Aktion\u00e4ren, der Gier nach Marktanteilen und den internationalen Finanzm\u00e4rkten verpflichtet sind &#8211; und nicht mehr ihrer Heimatregion, ihren heimischen Lieferanten und Kunden&#8220;, sagt Go\u00df. Jeder Verbraucher habe es selbst in der Hand, ob er bayerische Heimatliebe oder einen Konzern im Ausland st\u00e4rke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit jedem Schluck Gutes tun: Einen Satz, den sich heutzutage nicht wenige Getr\u00e4nkehersteller mitunter leichtfertig auf ihre Fahnen schreiben &#8211; im ostbayerischen Regensburg stimmt er wirklich. 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