{"id":4811,"date":"2018-01-11T11:56:12","date_gmt":"2018-01-11T10:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=4811"},"modified":"2018-01-11T11:56:12","modified_gmt":"2018-01-11T10:56:12","slug":"prozess-um-bekoemmliches-bier-geht-in-die-dritte-runde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=4811","title":{"rendered":"Prozess um bek\u00f6mmliches Bier geht in die dritte Runde"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Prozess um bek\u00f6mmliches Bier geht in die dritte Runde\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=4811\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>H\u00e4rle eine inhabergef\u00fchrte Brauerei im Allg\u00e4u. Sie verwendet seit den 1930er Jahren f\u00fcr ihre Biere den Werbeslogan &#8222;Wohl bekomms!&#8220;. In ihrem Internetauftritt warb sie f\u00fcr bestimmte Biersorten mit dem Begriff &#8222;bek\u00f6mmlich&#8220;.\n<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger, ein Abmahnverein, stellt sich auf den Standpunkt, dass &#8222;bek\u00f6mmlich&#8220; eine gesundheitsbezogene Angabe im Sinne von Art. 2 Abs. 2 Nr. 5 der Verordnung (EG) Nr. 1924\/2006 \u00fcber n\u00e4hrwert- und gesundheitsbezogene Angaben \u00fcber Lebensmittel sei, die nach Art. 4 Abs. 3 Buchst. a der Verordnung (EG) Nr. 1924\/2006 bei alkoholischen Getr\u00e4nken mit mehr als 1,2% Volumenprozent unzul\u00e4ssig sei. Er hat die Beklagte auf Unterlassung und Erstattung von Abmahnkosten in Anspruch genommen.\n<\/p>\n<p>Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Die Berufung der Beklagten hatte keinen Erfolg. Auch das Oberlandesgericht Stuttgart hat angenommen, die Angabe &#8222;bek\u00f6mmlich&#8220; weise einen Gesundheitsbezug auf. Sie werde von erheblichen Teilen der Verbraucher im Sinne von &#8222;gut vertr\u00e4glich&#8220; verstanden. Weshalb &#8222;gut vertr\u00e4glich&#8220; eine gesundheitsbezogene Aussage sein soll erschlie\u00dft mich mir nicht. Ich vermute, dass ich nicht allein mit der Ansicht bin, dass es sich dabei um eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit handelt. Lebensmittel sollten bei bestimmungsgem\u00e4\u00dfem Gebrauch (in diesem Fall eine oder zwei Flaschen, nicht eine Kiste Bier) immer bek\u00f6mmlich sein.\n<\/p>\n<p>Der Bundesgerichtshof beschreibt den Sachbestand in seiner Presse-Terminmitteilung so: &#8222;Der Ausdruck \u201agesundheitsbezogene Angabe&#8216; bezeichnet jede Angabe, mit der erkl\u00e4rt, suggeriert oder auch nur mittelbar zum Ausdruck gebracht wird, dass ein Zusammenhang zwischen einer Lebensmittelkategorie, einem Lebensmittel oder einem seiner Bestandteile einerseits und der Gesundheit andererseits besteht.\n<\/p>\n<p>Art. 4 Abs. 3 Buchst. a der Verordnung (EG) Nr. 1924\/2006\n<\/p>\n<p>Getr\u00e4nke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent d\u00fcrfen keine gesundheitsbezogenen Angaben tragen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00e4rle eine inhabergef\u00fchrte Brauerei im Allg\u00e4u. 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