{"id":4617,"date":"2018-01-03T12:19:20","date_gmt":"2018-01-03T11:19:20","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=4617"},"modified":"2019-11-06T10:11:44","modified_gmt":"2019-11-06T08:11:44","slug":"kapittel-watou-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=4617","title":{"rendered":"Kapittel Watou Winter"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Kapittel Watou Winter\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=4617\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/010318_1119_KapittelWat1.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" \/>Jetzt steht das Kapttel Watou Winter aus der Brouwerij van Eecke vor mir. Diese unabh\u00e4ngige Familienbrauerei wurde im Jahr 1629 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt, als geschrieben wurde, dass die \u00f6rtliche Burg an eine Brauerei angrenzt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution verbrannten die pl\u00fcndernden franz\u00f6sischen Truppen das Schloss und die Brauerei. Die Adelsfamilie entkam der Guillotine, indem sie nach England fl\u00fcchtete. Die Burg wurde nicht wiederaufgebaut, aber die Brauerei wurde im selben Jahr unter dem Motto &#8222;Zerst\u00f6re alles, was du willst, aber wir brauchen hier noch Bier&#8220; wieder aufgebaut. Die Brauerei erhielt den Namen &#8222;In de Gouden Leeuw&#8220; (Im Goldenen L\u00f6wen), ein franz\u00f6sisches Wortspiel. Viele Landgasth\u00f6fe in Frankreich tragen den Namen &#8222;Au Lion d&#8217;Or&#8220; (im Goldenen L\u00f6wen), aber die Aussprache ist genau die gleiche wie bei &#8222;au lit on dort&#8220; (im Bett schl\u00e4ft man). Die Brauerei in Watou hatte nat\u00fcrlich auch eine eigene Kneipe und bot Platz f\u00fcr Reisende.<\/p>\n<p>Durch Heirat wurde die Familie Van Eecke 1862 zum Braumeister der Brauerei und braute dort ein Landbier. Bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Brauerei nur eine lokale Bedeutung. Erst als in den 1960er Jahren die authentischen lokalen Biere popul\u00e4r wurden, kamen die Biere der Brauerei in ganz Belgien und Nordfrankreich in den Handel und die Gastronomie. Watou ist heute eine der drei verbliebenden St\u00e4dte in Belgien mit drei Brauereien. Neben der Brasserie van Eecke, existieren in Watou auch die beiden unabh\u00e4ngigen Familienbrauereien St. Bernard und De Bie.<\/p>\n<p>Die Brasserie van Eecke bezieht ihr Wasser aus einem eigenen Brunnen unter der Brauerei. Die urspr\u00fcngliche Wasserschicht beginnt aufgrund der Umweltverschmutzung zu bestimmten Zeiten im Jahr Probleme zu bereiten, so dass neue und tiefere Bohrungen bis zu 600 Meter Tiefe geplant sind. Das Malz wird im benachbarten Nordfrankreich gekauft (die Grenze ist nur 5 Minuten entfernt), und der Hopfen wird vor Ort gekauft. Watou geh\u00f6rt zur Stadt Poperinge, dem letzten noch verbliebenen Gebiet Belgiens, in dem Hopfen auf \u00f6rtlichen Bauernh\u00f6fen angebaut wird, und das schon seit Jahrhunderten. Die Brauerei verwendet ausschlie\u00dflich eigene Hefeschn\u00fcre, die im eigenen Labor kultiviert werden. Dieselbe Hefe wird nur sieben Generationen lang verwendet. Dann beginnen sie mit aus dem Original frisch gez\u00fcchteten Hefen.<\/p>\n<p>Hommel ist das lokale Wort f\u00fcr Hopfen. Hopfen war bis weit in die 1950er Jahre hinein die Hauptindustrie f\u00fcr Poperinge. Das Schuljahr begann in Poperinge erst im Oktober, denn alle, auch die Kinder, mussten vorher den Hopfen ernten. Kommen wir jetzt aber zum Bier.<\/p>\n<p>Dunkel kastanienbraun ist das Kapittel Winter. Der Schaum ist recht grobporig und er f\u00e4llt schnell in sich zusammen. Das finde ich schade, da auf diese Weise die Optik doch kr\u00e4ftig nachl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das Bier duftet nach Keksteig und Vanille, nach Schokolade mit einem Hauch Kirschen und unterst\u00fctzt durch D\u00fcfte von Kreuzk\u00fcmmel, Lakritz und Koriander. Die drei Kr\u00e4uter gibt die Brauerei im Internet an, in der Zutatenliste auf der Flasche findet sich davon aber nichts.<\/p>\n<p>Der Antrunk ist so s\u00fc\u00df, dass selbst die reichlich vorhandene und sehr feinperlige Kohlens\u00e4ure keine Frische hervorzaubern kann. Das Bier macht eher einen schweren und warmen Eindruck. Schnell gesellt sich noch eine leichte S\u00e4ure zur S\u00fc\u00dfe, die eine angenehme Fruchtigkeit erzeugt. Im Abgang zieht sich die S\u00fc\u00dfe zur\u00fcck, die S\u00e4ure bleibt erhalten. Beim Hopfen war die Brauerei wohl ziemlich geizig, denn die Bitterstoffe verstecken sich geschickt.<\/p>\n<p>Dieses Bier kann man durchaus m\u00f6gen, muss man aber nicht. Mein Fall ist es nur bedingt.<\/p>\n<h3>Zutaten:<\/h3>\n<p>Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe<\/p>\n<h3>Alkoholgehalt:<\/h3>\n<p>7,8 % Vol.<\/p>\n<h3>Brauerei:<\/h3>\n<p>Brouwerij van Eecke<br \/>\nDouvieweg 2<br \/>\n8978 Poperinge<br \/>\nBelgien<br \/>\nwww.watou.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt steht das Kapttel Watou Winter aus der Brouwerij van Eecke vor mir. Diese unabh\u00e4ngige Familienbrauerei wurde im Jahr 1629 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt, als geschrieben wurde, dass die \u00f6rtliche Burg an eine Brauerei angrenzt. W\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution verbrannten die pl\u00fcndernden franz\u00f6sischen Truppen das Schloss und die Brauerei. 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