{"id":3652,"date":"2017-10-01T08:46:57","date_gmt":"2017-10-01T07:46:57","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=3652"},"modified":"2017-10-01T08:46:57","modified_gmt":"2017-10-01T07:46:57","slug":"waldbier-2017-mit-wilder-kirsche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=3652","title":{"rendered":"Waldbier 2017 mit wilder Kirsche"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Waldbier 2017 mit wilder Kirsche\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=3652\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/100117_0746_Waldbier2011.png\" alt=\"\"\/>Zu einem ungew\u00f6hnlichen Ernteeinsatz r\u00fcckten im Fr\u00fchjahr die \u00d6sterreichischen Bundesforste (\u00d6Bf) gemeinsam mit Braumeister Axel Kiesbye aus. F\u00f6rster, Forstarbeiter und Erntehelfer waren in das Bundesforste-Revier Hermagor am Fu\u00dfe der Karnischen Alpen gekommen, um die Zutaten f\u00fcr das Waldbier Jahrgang 2017 zu sammeln. &#8222;Mit dem seit dem Internationalen Jahr des Waldes gebrauten Waldbier stellen wir jedes Jahr eine neue Wald-Zutat in den Mittelpunkt&#8220;, freute sich Bundesforste-Vorstand Rudolf Freidhager schon auf den neuen Jahrgang. &#8222;F\u00fcr das Waldbier Jahrgang 2017 wurde die Traubenkirsche (Prunus padus), auch \u201awilde Kirsche&#8216; genannt, ausgew\u00e4hlt. Im Gegensatz zu den kultivierten Arten handelt es sich dabei um eine wilde Form der Kirsche, die in unseren W\u00e4ldern nat\u00fcrlich vorkommt. Ihre 10 bis 15 Zentimeter langen, wei\u00dfen Bl\u00fcten zeichnen sich durch ein ganz besonderes Aroma aus. Im Bundesforste-Revier Hermagor im s\u00fcdlichen K\u00e4rnten wurden \u00fcber hundert Liter honigs\u00fc\u00df duftender Bl\u00fctentrauben f\u00fcr das neue Waldbier geerntet. Die Ernte fand in den Walds\u00e4umen und Auw\u00e4ldern entlang der Gail statt, in denen sich die Traubenkirsche besonders wohl f\u00fchlt.&#8220; Im Unterschied zu den bisherigen Waldzutaten \u2013 Zapfen, Nadeln, Rinde oder Harz \u2013 werden heuer erstmals Bl\u00fcten f\u00fcr die Kreation des Waldbiers verwendet. Braumeister Axel Kiesbye sieht dem neuen Jahrgang mit gro\u00dfer Erwartung entgegen. &#8222;Der feine Bl\u00fctenstaub der Traubenkirsche verf\u00fcgt \u00fcber ein einzigartiges marzipanartiges Aroma und feine Noten von Bittermandeln.&#8220; Das Waldbier Jahrgang 2017 &#8222;Wilde Kirsche&#8220; wird \u00fcber den Sommer eingebraut und ab Herbst 2017 erh\u00e4ltlich sein.\n<\/p>\n<h3>Traubenkirsche in voller Bl\u00fcte<br \/>\n<\/h3>\n<p>Nur wenige Wochen im Jahr, von April bis Mai, stehen die Traubenkirschen in voller Bl\u00fcte. Die Bl\u00fcten \u00f6ffnen h\u00e4ufig gleichzeitig mit dem Laubaustrieb. Da gilt es, den richtigen Zeitpunkt f\u00fcr die Ernte zu bestimmen. &#8222;Rund zwei bis drei Wochen fr\u00fcher als sonst sind die Traubenkirschen heuer in Bl\u00fcte gestanden&#8220;, wei\u00df Rudolf Freidhager zu berichten. &#8222;Unsere F\u00f6rster kennen die Reviere wie ihre Westentasche: Sie wissen genau, wann es soweit ist. Die Ernte folgt zu einem perfekten Zeitpunkt \u2013 nach mehreren aufeinanderfolgenden, warmen Tagen in sch\u00f6nster Vollbl\u00fcte.&#8220; Die Ernte der Traubenkirschen, die H\u00f6hen von bis zu zw\u00f6lf Metern erreichen k\u00f6nnten, gestaltete sich nicht immer einfach. &#8222;Die freistehenden Traubenkirschen waren teils bis zu 15 Meter hoch, da musste schon mal eine Leiter zu Hilfe genommen werden&#8220;, erkl\u00e4rt Axel Kiesbye und erg\u00e4nzt: &#8222;Zun\u00e4chst erntet man die ganze Traube und trennt erst vor der Verarbeitung die einzelnen Bl\u00fcten ab.&#8220;\n<\/p>\n<h3>Bienenweide und Traubenr\u00f6ster<br \/>\n<\/h3>\n<p>Die Traubenkirsche (Prunus padus) geh\u00f6rt zur Familie der Rosengew\u00e4chse und ist \u2013 neben der wohlbekannten Vogelkirsche und weniger gel\u00e4ufigen Steinweichselkirsche \u2013 eine der drei heimischen Wildkirschenarten. Traubenkirschen kommen in ganz \u00d6sterreich in niederen bis mittleren Lagen vor, h\u00e4ufig an sonnigen, warmen Standorten. Sie wachsen bevorzugt in Au- und Bruchw\u00e4ldern, entlang von Fl\u00fcssen und B\u00e4chen, umgeben von Eschen, Pappeln und Edelh\u00f6lzern wie Erle oder Ulmen, aber auch an Waldr\u00e4ndern. Die Traubenkirsche sorgt f\u00fcr Artenvielfalt in den Auw\u00e4ldern, in denen sie auch als Bienenweide gesch\u00e4tzt wird. Mit ihren intensiv duftenden Bl\u00fcten gilt sie als beliebte Trachtpflanze und lockt best\u00e4ubende Insekten wie Wildbienen und Hummeln an. Aber auch die Menschen wussten fr\u00fcher, sich ihre zwischen Juni und September reifenden Fr\u00fcchte zunutze zu machen. In Salz und Gew\u00fcrze eingelegt galten die kleinen Steinfr\u00fcchte als Delikatesse. Aufgrund ihres hohen Pektin-Gehalts wurden die herb-bitteren Fr\u00fcchte gerne f\u00fcr Konfit\u00fcren, Eingemachtes oder Essig verwendet. Nicht nur die Bl\u00fcten, auch die Bl\u00e4tter und Samen der Traubenkirschen weisen ein Bittermandel-Aroma auf. Das Holz der Kirschb\u00e4ume wird meist nach 60 bis 70 Jahren schon geerntet. Ihr helles Holz mit seinem dunklen Kern wird von Tischlern sehr gesch\u00e4tzt. So galt es etwa im Biedermeier als &#8222;Klassiker&#8220; und beliebtestes Holz im M\u00f6belbau.\n<\/p>\n<h3>Fichte, Tanne, Zirbe, L\u00e4rche \u2013 Jahrgangsbier in sieben Wald-Sorten<br \/>\n<\/h3>\n<p>Im Internationalen Jahr des Waldes 2011 nahm das Gemeinschaftsprojekt der \u00d6sterreichischen Bundesforste mit Braumeister Axel Kiesbye seinen Anfang. &#8222;An der urspr\u00fcnglichen Idee hat sich f\u00fcr uns bis heute nichts ge\u00e4ndert: Mit dem Waldbier wollen wir einen innovativen Zugang zum Wald schaffen. Mit dem neuen Jahrgang \u201aWilde Kirsche&#8216; bringen wir auch heuer wieder den Wald in kulinarischer Form auf den Speisen- und Wohnzimmertisch&#8220;, freut sich Rudolf Freidhager \u00fcber die ungew\u00f6hnliche Initiative. Das urspr\u00fcnglich als einmalige Sonderedition gedachte Waldbier hat sich mittlerweile zu einem &#8222;Klassiker&#8220; unter den Kreativbieren entwickelt und wurde seitdem jedes Jahr mit einer neuen Waldzutat gebraut. W\u00e4hrend in den ersten f\u00fcnf Jahren unterschiedliche Waldb\u00e4ume im Fokus standen, liegt das Augenmerk nun auf Waldstr\u00e4uchern wie im Vorjahr Wacholder und heuer die Traubenkirsche. Die Zutaten stammen jeweils aus W\u00e4ldern der Bundesforste, die Kreation von Axel Kiesbye, eingebraut wird in der Trumer Brauerei.\n<\/p>\n<p>Alle Jahrg\u00e4nge im Detail: Jahrgang 2016 &#8222;Wacholder&#8220; aus dem Forstrevier Zederhaus im Lungau (Sbg.), Jahrgang 2015 &#8222;Fichtenharz&#8220; aus dem Forstrevier Traunstein (O\u00d6), Jahrgang 2014 &#8222;Schwarzkiefer&#8220; aus dem Forstrevier Hinterbr\u00fchl im Wienerwald, Jahrgang 2013 &#8222;L\u00e4rche&#8220; aus dem Forstrevier Bad Aussee im Salzkammergut, Jahrgang 2012 &#8222;Zirbe&#8220; aus dem Forstrevier Pfunds im Tiroler Radurschltal und Jahrgang 2011 &#8222;Tanne&#8220; aus W\u00e4ldern am Hochk\u00f6nig (Sbg.).\n<\/p>\n<p>Waldbier Jahrgang 2017 &#8222;Wilde Kirsche&#8220; ist ab Oktober im Handel\n<\/p>\n<p>Wie seine Vorg\u00e4nger wird das neue Waldbier 2017 &#8222;Wilde Kirsche&#8220; in limitierter Auflage hergestellt und ab Oktober erh\u00e4ltlich sein. Das Jahrgangsbier wird in Gourmet-Flaschen zu 0,75 l und 0,33 l und in Kleinf\u00e4ssern zu 24 l abgef\u00fcllt. Aufgrund seines hohen Alkoholgehalts verf\u00fcgt das Waldbier \u00fcber eine ausgezeichnete Lagerf\u00e4higkeit und kann als Jahrgangsbier nachhaltig gesammelt und mehrere Jahre gelagert werden. Bisherige Waldbier-Jahrg\u00e4nge sind nahezu ausverkauft und nur mehr vereinzelt bzw. als Sammlerobjekte erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu einem ungew\u00f6hnlichen Ernteeinsatz r\u00fcckten im Fr\u00fchjahr die \u00d6sterreichischen Bundesforste (\u00d6Bf) gemeinsam mit Braumeister Axel Kiesbye aus. F\u00f6rster, Forstarbeiter und Erntehelfer waren in das Bundesforste-Revier Hermagor am Fu\u00dfe der Karnischen Alpen gekommen, um die Zutaten f\u00fcr das Waldbier Jahrgang 2017 zu sammeln. &#8222;Mit dem seit dem Internationalen Jahr des Waldes gebrauten Waldbier stellen wir jedes [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-3652","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"aioseo_notices":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/patIpt-WU","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3652"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3653,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3652\/revisions\/3653"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bierblog.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}