{"id":3642,"date":"2017-09-29T07:15:01","date_gmt":"2017-09-29T06:15:01","guid":{"rendered":"http:\/\/bierblog.info\/?p=3642"},"modified":"2017-11-03T09:25:09","modified_gmt":"2017-11-03T08:25:09","slug":"gruthaus-grut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bierblog.info\/?p=3642","title":{"rendered":"Gruthaus Grut"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Gruthaus Grut\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/bierblog.info\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/bierblog.info\/?p=3642\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/bierblog.info\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/092917_0616_GruthausGru1.png\" alt=\"\" align=\"left\" \/>Gruthaus ist eine Brauerei in M\u00fcnster, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, alte Bierrezepte wiederzubeleben. So auch in diesem Fall. Das Grut wurde nach Angaben der Brauerei nach einem Rezept von 1480 gebraut und zumindest in diesem Jahr dem 500j\u00e4hrigen Reformationsjubil\u00e4um gewidmet.<\/p>\n<p>In der Zutatenliste dieses Bieres finden sich auch Hafer, Wacholder, Gagel und K\u00fcmmel. Diese Kr\u00e4utermischung besteht aus Pflanzen, die auch im M\u00fcnsterland wild wachsen, was vor der Verwendung von Hopfen wichtig war. Die Bauern waren damals schlie\u00dflich ausreichend damit besch\u00e4ftigt, die Lebensmittelversorgung mehr oder weniger zuverl\u00e4ssig sicherzustellen. W\u00e4hrend Wacholder und K\u00fcmmel jedem bekannt sind, ist Gagel in der heutigen Zeit nicht mehr so bekannt. Daher habe ich im Internet danach gesucht. Es handelt sich dabei um einen Strauch, der vorwiegend am Rand von Mooren w\u00e4chst und inzwischen auf der Roten Liste der gef\u00e4hrdeten Pflanzenarten steht. Vermutlich aufgrund der in ihm enthaltenen \u00e4therischen \u00d6le wurde Gagel bereits fr\u00fch zum Bierbrauen verwendet. Andere regional unterschiedliche Bezeichnungen f\u00fcr Gagel sind B\u00e4ckerbusch, Birtgenbertz, Borse, Flohkrut, Gerber-Myrthe, Grut, Mirtelbaum, Mirtelbon, Mirtelepoumahi, Mitrus, Myrtenheide, Noppenkraut, Portz, Rausch, Talgbusch, Torf-\u00d6l-Myrte oder Waschbaum. Wenn Sie mehr \u00fcber Gagel wissen wollen, k\u00f6nnen Sie sich auf <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gagelstrauch\">Wikipedia<\/a> informieren.<\/p>\n<p>Da dieses Bier nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht und trotzdem als Bier verkauft werden darf, wurde es bei der Brauerei Anders im belgischen Halen gebraut. Manchmal geht die deutsche Gesetzgebung schon merkw\u00fcrdige Wege. Aber kommen wir jetzt einfach zum Bier.<\/p>\n<p>Hellgelb ist es, fast wie Stroh. Dazu hefetr\u00fcb mit einer gewaltigen Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt. Die Optik ist also schon mal nicht schlecht.<\/p>\n<p>Das Aroma ist fruchtig. Ich rieche neben dem Malz Stachelbeeren, Ananas sowie die verwendeten Gew\u00fcrze. Der Duft hat eine gewisse \u00c4hnlichkeit mit einem Witbier aus Belgien.<\/p>\n<p>Der Antrunk ist recht s\u00fc\u00df und weich, wobei die S\u00fc\u00dfe gut auf die Menge der sehr feinperligen Kohlens\u00e4ure angeglichen ist. Schnell l\u00e4sst die S\u00fc\u00dfe nach und macht einer relativ kr\u00e4ftigen S\u00e4ure Platz, die an einen Kr\u00e4uteressig mit Zitrone erinnert. Im Abgang meldet sich die S\u00fc\u00dfe wieder etwas zur\u00fcck, zusammen mit einer Kr\u00e4uterigkeit, die mich fast an Kr\u00e4uterbonbons erinnert.<\/p>\n<p>Das Bier wird bereits seit 2015 gebraut, so dass es offensichtlich seine Liebhaber hat. Meins ist es aber nicht so wirklich. Damit will ich nichts gegen die Brauerei gesagt haben; die anderen Biere von Gruthaus getestet habe, gefallen mir recht gut. Es ist auch m\u00f6glich, dass das Bier im Handel nicht sachgem\u00e4\u00df gelagert wurde, weshalb ich es erneut kaufen werde, wenn ich es noch einmal sehe.<\/p>\n<h3>Zutaten:<\/h3>\n<p>Wasser, Gerstenmalz, Weizen, Weizenmalz, Hafer, Hefe, Hopfen, Wacholder, Gagel, K\u00fcmmel<\/p>\n<h3>Alkoholgehalt:<\/h3>\n<p>5,5 %<\/p>\n<h3>Brauerei:<\/h3>\n<p>Gruthaus-Brauerei<br \/>\n48143 M\u00fcnster<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gruthaus.de\">www.gruthaus.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gruthaus ist eine Brauerei in M\u00fcnster, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, alte Bierrezepte wiederzubeleben. So auch in diesem Fall. Das Grut wurde nach Angaben der Brauerei nach einem Rezept von 1480 gebraut und zumindest in diesem Jahr dem 500j\u00e4hrigen Reformationsjubil\u00e4um gewidmet. 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